Analyse multipler Körpersysteme im Verlauf der Lebensspanne

Originale Autorin Ewa Jaraczewska basierend auf dem Kurs von Eena Kapoor

Top-Beitragende Ewa Jaraczewska und Jess Bell

Einleitung (edit | edit source)

Im Laufe des Lebens erfährt der Körper viele Veränderungen in seinen Zellen, Geweben und Organen, die sich auf die Funktion aller Körpersysteme auswirken können. Jeder Mensch altert anders, und Rehabilitationsfachleute müssen in der Lage sein, diese Unterschiede zu erkennen. Dieser Artikel befasst sich mit multisystemischen Merkmalen, Beeinträchtigungen und Interventionen für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und ältere Erwachsene.

Muskuloskelettales System ( edit | edit source )

Zur Beurteilung des muskuloskelettalen Systems sollte eine umfassende Untersuchung des Bewegungsapparats durchgeführt werden. Funktionelle Tests sind ein wichtiger Teil dieser Untersuchung.

Die funktionelle Kapazität des muskuloskelettalen Systems sollte im Kontext von Schule, Spiel, Arbeit, täglichen Aktivitäten und Sport beurteilt werden. Da sich funktionelle Tests in Bezug auf ihre Zuverlässigkeit (Reliabilität) und Gültigkeit (Validität) unterscheiden, scheint eine Kombination aus einem Fragebogen und einem Funktionstest das effektivste Mittel zur Bewertung der Funktionsfähigkeit des muskuloskelettalen Systems zu sein.(1) Die folgenden Fragebögen werden empfohlen:(1)

  • Oswestry Disability Index
  • Pain Disability Index
  • Roland-Morris Disability Questionnaire (RMDQ)
  • Upper Extremity Functional Scale

Tabelle 1 enthält Beispiele für funktionelle Tests, die bei der Untersuchung des muskuloskelettalen Systems von Kindern/Jugendlichen, Erwachsenen und älteren Erwachsenen verwendet werden können. Außerdem werden Erkrankungen und Veränderungen aufgezeigt, die im Laufe des Lebens in diesem System auftreten können.

Tabelle 1. Funktionelle Tests für die Untersuchung des muskuloskelettalen Systems
Kinder/Jugendliche Erwachsene Ältere Erwachsene
Muskelkraft (funktionelles Assessment, einschließlich Sitz-Stand und Treppensteigen)
  • Die maximale willkürliche Muskelkraft, die Kontraktionsgeschwindigkeit und die Muskelleistung sind geringer als bei Erwachsenen.
  • Kinder erholen sich schneller als Erwachsene von hochintensiven, kurzzeitigen Übungen.(2)
  • Der 1-Minuten-Sit-to-Stand-Test (1-Min-STST) kann zur Quantifizierung der Trainingskapazität verwendet werden. Er misst, wie oft pro Minute eine Person von einem Stuhl in Standardhöhe aufstehen und sich wieder hinsetzen kann. Bei Kindern im Alter von 5-16 Jahren liegt der Median der Anzahl der Wiederholungen bei 51-65.(3)
  • Der Stair Climb Test (SCT) kann je nach Bevölkerungsgruppe auf unterschiedliche Weise durchgeführt werden. Der Four Stair Climb Test dient der Beurteilung der Bewegungsfähigkeit bei pädiatrischen Patienten.(4) Dieser Test wird wie folgt beschrieben: Die Teilnehmer stehen mit beiden Füßen am unteren Treppenende und erhalten die folgenden Anweisungen:(5)
    • Steigen Sie die vier Stufen so schnell wie möglich hinauf, ohne zu rennen.
    • Bleiben Sie am oberen Treppenende stehen
    • Falls nötig, benutzen Sie den Handlauf
  • Das Hinuntersteigen wird auf die gleiche Weise durchgeführt.
  • In anderen Protokollen werden die Patienten gebeten, so schnell wie möglich vier ganze Treppenläufe auf- und abzusteigen, um das maximale Trainingsniveau zu ermitteln.(4)
1-Min-STST: Normwerte reichen von 8,1 bei Personen mit Schlaganfall bis 24 bei Personen mit fortgeschrittener Lungenerkrankung(6) oder 50 bei gesunden erwachsenen Männern.(7)
  • Bei gesunden älteren Männern und Frauen im Alter von 75-79 Jahren liegt der 1-Min-STST zwischen 22-37.(8)
  • Schwierigkeiten beim Treppensteigen sind ein Anzeichen für einen Funktionsverlust, der zum Verlust der Unabhängigkeit führen kann.
  • Ältere Erwachsene berichten häufig über Schwierigkeiten beim Treppensteigen, und es wird als eine der fünf schwierigsten Aufgaben genannt.(9)
  • Die Beurteilung der Fähigkeit einer Person, Treppen zu steigen, kann Aufschluss über die Kraft und Stabilität von Hüfte und Knie geben.(10)
  • „Die Verwendung der Geschwindigkeit des Treppensteigens als Assessment-Tool sollte sowohl das Hinauf- als auch das Hinuntersteigen der Treppe berücksichtigen, da Unterschiede in diesen Geschwindigkeiten Indikatoren für die Fähigkeit des Treppensteigens zu sein scheinen.“(11)
Flexibilität / Bewegungsausmaß (Beweglichkeit der Wirbelsäule und des Brustkorbs) Beweglichkeit des Brustkorbs:Alter 3 Jahre bis zum Erwachsenenalter: Messungen der Brustwandbeweglichkeit für die Exkursion des Tidalvolumens:(12)

  • 3. Rippe: Die Größe nimmt um ca. 2/8 zu (z.B. von ursprünglichen 1 Zoll auf 1,25 Zoll).
  • Xiphoid: ungefähr 3/8.
  • Mittlere Distanz: 4/8.

Bei Kindern:

  • 3. Rippe: ungefähr 1/8.
  • Xiphoid: ungefähr 2/8.
  • Mittlere Distanz: 3/8.

Brustwandmessung für die Vitalkapazität:(12)

  • Von 1-1/2 Zoll bis 4 Zoll.
  • Umso größer, je tiefer die Messung an der Brustwand erfolgt.
  • Variabel aufgrund der Thoraxgröße.

Beweglichkeit der Wirbelsäule:

  • Beurteilung von überdehnten vs. verkürzten Muskeln.
  • Die Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule (LWS) ist bei Kindern größer als bei Erwachsenen.
  • Bei der visuellen Einschätzung der Wirbelsäulenposition ist Vorsicht geboten, da sowohl die Intrarater- als auch die Interrater-Zuverlässigkeit einer visuellen Einschätzung gering sind.(13)
  • Muskelschwäche, abnorme Positionierung und abnorme Bewegungsmuster können zu einer abnormen Beweglichkeit der Wirbelsäule führen.(13)
Beweglichkeit des Brustkorbs:

  • Die Messungen der Brustwandbeweglichkeit für die Exkursion des Tidalvolumens sind die gleichen wie für Kinder ab 3 Jahren.
  • Die Brustwandmessungen für die Vitalkapazität sind die gleichen wie bei Kindern ab 3 Jahren.

Beweglichkeit der Wirbelsäule:

Gemessen im Stehen mit einem Inklinometer (Neigungsmesser):(14)

  • Lumbale Flexion: die Differenz zwischen thorakolumbaler Flexion und Beckenflexion.
  • Lumbale Extension: Durchstrecken des Rumpfes nach hinten.
  • Rechte und linke Lateralflexion: ein zusammengesetzter Wert der durchschnittlichen Lateralflexion.
Beweglichkeit des Brustkorbs:

  • Die Messungen der Brustwandbeweglichkeit für die Exkursion des Tidalvolumens sind die gleichen wie für Kinder ab 3 Jahren.
  • Die Brustwandmessungen für die Vitalkapazität sind die gleichen wie bei Kindern ab 3 Jahren.

Beweglichkeit der Wirbelsäule:

Messung wie bei Erwachsenen.

  • Bei älteren Erwachsenen ist verringert sich das Bewegungsausmaß im Bereich der Lendenwirbelsäule am stärksten. Dies wird auf eine geschwächte Bauch- und Rückenmuskulatur, verkürzte Hamstrings oder auf die Angst der Person zurückgeführt, während des Tests das Gleichgewicht zu verlieren.(15)
Schmerzen
  • Kinder sind nicht immer in der Lage, die Lokalisation ihrer Schmerzen anzugeben.
  • Kinder im Alter zwischen 3 und 7 Jahren können die Intensität von Schmerzen verbal äußern.(16)
  • Die Functional Pain Scale (FPS) kann zur objektiven Beurteilung von Schmerzen und deren Auswirkungen auf den Schlaf, die Fähigkeit, Aktivitäten des täglichen Lebens (ADLs) auszuführen, und die Konzentration verwendet werden.(17)
  • Die FPS ist „eine wirksame Methode zur Beurteilung von Schmerzen bei älteren Menschen und hat sich als hilfreich erwiesen, um Veränderungen der Schmerzen zu erkennen“.(18)
Knochenmineraldichte
  • Eine niedrige Knochenmineraldichte (KMD) in der frühen Kindheit erhöht das Risiko eines Kindes für Knochenbrüche.(19)
  • Interventionen wie körperliche Aktivität und die Einnahme von Kalzium und Vitamin D tragen zur Verbesserung der KMD bei älteren Kindern bei.(19)
  • Kalzium-, Vitamin-D- und KMD-Mängel sind bei Erwachsenen mit Zöliakie häufig.(10)
  • Patienten mit chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen und Patienten, die langfristig Kortikosteroide einnehmen, sind anfälliger für eine verminderte KMD.(10)
  • Bei Patienten mit Hämophilie oder anderen Blutungsstörungen und bei Patienten, die eine Langzeitantikoagulation erhalten, ist die Häufigkeit einer verminderten KMD höher.(10)
  • Die KMD nimmt mit dem Alter ab.(20)(21)
  • Osteopenie geht oft in Osteoporose über.
  • Krafttraining kann die Hypertrophie stimulieren und die Muskelkraft erhöhen, um dem Verlust an Muskelmasse entgegenzuwirken.(22)
Core-Stabilität
  • Die Core-Stabilität ist eine dynamische Kontrolle der Druckverhältnisse des Rumpfes, um die posturale Stabilität (Gleichgewicht) zu optimieren.
  • Die Mechanik der Atmung (z.B. die Rolle des Zwerchfells) ist durch multisystemische Interaktionen mit der posturalen Kontrolle verbunden.
  • Die Core-Stabilität erstreckt sich von den Stimmbändern bis zum Beckenboden.(10)
Siehe Kinder/Jugendliche. Siehe Kinder/Jugendliche.

Neurologisches System ( edit | edit source )

„Neurons that fire together, wire together.“ (etwa: Neuronen, die gemeinsam feuern, verstärken ihre synaptischen Verbindungen)(10)

„Jedes Mal, wenn wir eine bestimmte Art von Bewegung oder eine bestimmte Art von Aktion üben, legen wir diese Bahnen in unserem Gehirn an.“(10) — Eena Kapoor

Eine neurologische Untersuchung umfasst viele Elemente. Eine ausführliche Erläuterung des Screenings des neurologischen Systems finden Sie unter: Neurologisches Screening. In diesem Abschnitt werden die wichtigsten funktionellen Tests besprochen, die in eine Untersuchung des neurologischen Systems einbezogen werden können.

Es ist wichtig, die folgenden Komponenten bei der Untersuchung des neurologischen Systems zu berücksichtigen:

  • Propriozeption
    • Fähigkeit, die Position und Bewegung eines Körpersegments im Raum zu bestimmen(23)
  • vestibuläres System
    • Fähigkeit zur Koordination von Bewegung und Gleichgewicht (statisch und dynamisch)
    • trägt zur räumlichen Orientierung, posturalen Kontrolle und Blickstabilisation bei
  • Interozeption
    • die Fähigkeit, innere Körperzustände wie Herzfrequenz, Atmung, Hunger und Verdauung zu erkennen/wahrzunehmen(24)
    • unsere Wahrnehmung der körpereigenen Signale beeinflusst unsere Emotionen, unsere Entscheidungsfindung und unser Selbstwertgefühl
    • Bitte sehen Sie sich das folgende optionale Video an, wenn Sie mehr über Interozeption erfahren möchten

(25)

Tabelle 2 enthält Beispiele für funktionelle Tests, die Teil der Untersuchung des neurologischen Systems bei Kindern/Jugendlichen, Erwachsenen und älteren Erwachsenen sein können. Außerdem werden Erkrankungen und Veränderungen im neurologischen System über die gesamte Lebensspanne hinweg identifiziert.

Tabelle 2. Funktionelle Tests für die Untersuchung des neurologischen Systems
Kinder/Jugendliche Erwachsene Ältere Erwachsene
Propriozeption
  • Schwierigkeiten bei der motorischen Koordination und Planung können mit Störungen der Propriozeption zusammenhängen.(26)
  • Studien bringen eine schlechte Propriozeption mit Schwierigkeiten bei der Handschrift in Verbindung.(26)
  • Eine schlechte Propriozeption kann bei Erkrankungen wie Zerebralparese, entwicklungsbedingte Koordinationsstörungen, Autismus-Spektrum-Störung und bei Kindern mit Gelenkhypermobilität auftreten.(26)
  • Indirekte Assessments der Propriozeption umfassen Berichte der Eltern oder Checklisten zur Beobachtung durch Kliniker.(26)
  • Zu den direkten Assessments der propriozeptiven Funktion gehört der Sensory Integration and Praxis Test (SIPT).(26)
  • Die Prüfung der propriozeptiven Reflexe bestätigt, ob die propriozeptiven Afferenzen intakt sind.
Es gibt drei Haupttestverfahren zur Beurteilung der Propriozeption bei Erwachsenen:

  • Schwellenwert der Erkennung passiver Bewegungen (Threshold To Detection of Passive Motion, TTDPM).
  • Winkelreproduktionstest (Joint Position Reproduction, JPR).(27)
  • Active Movement Extent Discrimination Assessment (AMEDA).(27)
  • Das Altern ist mit einer Abnahme der propriozeptiven Funktion verbunden.(28)
  • Die Propriozeption ist für eine optimale Funktion während der Bewegung und zur Aufrechterhaltung des Gleichgewichts erforderlich.(28)
  • Eine altersbedingte Abnahme der Propriozeption beeinträchtigt die Mobilität und erhöht das Sturzrisiko einer Person.(28)
  • Gleichgewichtsdefizite können mit einer Abnahme der propriozeptiven Funktion während des Alterungsprozesses in Verbindung gebracht werden.(28)
Vestibuläres System
  • „Das statische Gleichgewicht findet statt, wenn der Massenschwerpunkt senkrecht über der Basis gehalten wird, ohne die Basis in der Länge zu verändern.“(29)
  • Das statische Gleichgewicht entwickelt sich vor dem dritten Lebensjahr.
  • Zu den statischen Gleichgewichtstests gehören der Einbeinstand („Flamingo-Test“), der Einbeinstand auf einem niedrigen Balken und der Tandemstand auf einer Kraftmessplatte.
  • Dynamisches Gleichgewicht wird definiert als die „Fähigkeit, den Massenschwerpunkt während der Bewegung über der Basis zu halten, wobei der Körper den Massenschwerpunkt verlässt.“(29)
  • Das dynamische Gleichgewicht entwickelt sich zwischen dem 3. und 7. Lebensjahr.
  • Zu den dynamischen Gleichgewichtstests gehört auch der Low-Beam Walking Test.
  • Eine Beeinträchtigung der vestibulären Signale wird mit Gleichgewichtsstörungen und räumlicher Desorientierung bei neurodegenerativen Erkrankungen, einschließlich der Alzheimer- und Parkinson-Krankheit, in Verbindung gebracht.(30)
  • Gleichgewichtstests können Folgendes umfassen:
    • Romberg-Test: Der Patient steht mit offenen und geschlossenen Augen auf einer festen Unterlage.
    • Steigerung des Gleichgewichtstests: Stehen auf einer instabilen Unterlage (schaumstoffgepolstert) mit geschlossenen Augen
  • Bei 20-50% der älteren Erwachsenen wird eine Gleichgewichtsstörung diagnostiziert.(31)
  • 20-30% der älteren Erwachsenen erleben jährlich einen oder mehrere Stürze.(31)
  • Das Altern geht mit einer Abnahme der Organfunktionen einher, und das weit verbreitete Vorhandensein von Problemen in den Kontrollsystemen des Gleichgewichts prädisponiert ältere Erwachsene für Gleichgewichtsstörungen.(31)
  • Funktionelle Leistungstests bewerten Haltungsaktivitäten und Bewegungen, die im täglichen Leben vorkommen:
    • Romberg-Test
    • Einbeinstand („Flamingo-Test“)
    • Four Square Step Test (FSST)
    • Timed up-and-go-Test (TUG)
    • Functional Reach Test (FRT)

Integumentsystem ( edit | edit source )

Die Haut und andere Bindegewebe müssen über ausreichend Mobilität verfügen, damit sich die darunter liegenden Strukturen frei bewegen können, unter anderem, um die Körperhaltung zu unterstützen.(12) Eine Vielzahl von Beeinträchtigungen kann mit faszialen Einschränkungen verbunden sein.

Die Haut ist eines der größten Organe des Körpers. Sie hat viele Funktionen, darunter:(32)

  • strukturelle Barriere
  • Thermoregulation
  • trägt zur Sensibilität für die neuromuskuläre Kontrolle bei
  • sorgt für fasziale Mobilität, um die Beweglichkeit der Gelenke zu ermöglichen

Hautkrankheiten wie atopische Dermatitis, Psoriasis und allergische Kontaktdermatitis beeinträchtigen den transepidermalen Wasserverlust (Transepidermal Water Loss, TEWL) der Haut (d.h. die Menge an Wasser, die durch die Epidermis aufgrund von Verdunstung verloren geht), den Feuchtigkeitsgehalt und den Säuregehalt.(33)

Tabelle 3 enthält Beispiele für Erkrankungen und Veränderungen, die im Laufe des Lebens im integumentären System auftreten können.

Tabelle 3. Integumentäres System im Laufe der Lebensspanne
Kinder/Jugendliche Erwachsene Ältere Erwachsene
  • Die Barrierefunktion der Haut ist bei Kindern schwächer als bei Erwachsenen
    • „Die neonatalen (Haut-)Barrierefunktionen befinden sich in einem ständigen Wandel (…). Es wurde vorgeschlagen, dass diese sich verändernde Hautbarriere des Säuglings kein Defizit darstellt, sondern als adaptive Flexibilität von Vorteil ist, die eine ständige Optimierung ermöglicht und ein Gleichgewicht zwischen Wachstum, Thermoregulation, Wasserbarriere und Schutzfunktionen schafft“.(33)
  • Neugeborene haben den geringsten Feuchtigkeits- und Wassergehalt der Haut.(34)
  • Frühgeborene Säuglinge haben bei der Geburt einen hohen transepidermalen Wasserverlust im Vergleich zu termingeborenen Kindern, da die Barrierefunktion noch nicht ausgereift ist und die Schichten der Epidermis dünner sind. Dies führt zu einem „erhöhten insensiblen Wasserverlust“.(33)
  • Die Haut von Neugeborenen hat einen höheren pH-Wert als die von älteren Kindern und Erwachsenen. Der pH-Wert der reifen Haut liegt zwischen 4,5 und 6,0.(33)
  • Die Haut von Kindern neigt zu Xerosis cutis (d.h. übermäßig trockener Haut), insbesondere an der exponierten Gesichtshaut. Dies kann zur Entwicklung einer allergischen Kontaktdermatitis führen.(35)
  • Die Narbenbildung nach dem Legen einer Gastrostomiesonde oder einer Thoraxdrainage kann die Beweglichkeit des Rumpfes und des Bauches eines Kindes stark einschränken.(10)
  • Die extrinsische Alterung der Haut wird hauptsächlich durch Umwelteinflüsse wie Sonne, Luft- und Wasserverschmutzung, Rauchen, Ernährung, Bewegung, Stress, Lebensstil, wiederholte Muskelkontraktionen (z. B. Stirnrunzeln, Lächeln), Schwerkraft oder allgemeine Krankheiten verursacht.(36)
  • Die intrinsische Alterung der Haut ist ein natürlicher Prozess, der auf den oxidativen Zellstoffwechsel zurückzuführen ist. Sie wird durch Genetik, Stoffwechsel, hormonelle, immunologische, kardiovaskuläre, gastrointestinale, psychogene, degenerative oder neoplastische Erkrankungen beeinflusst.(36)
  • Bei Frauen verdickt sich die Haut im Alter von 25 bis 30 Jahren. Mit zunehmendem Alter folgt ein progressiver Rückgang in allen Hautschichten.(36)
  • Androgene, Kortisol, Progesteron und Schilddrüsenhormone beeinflussen die Gesundheit der Haut. Schilddrüsenhormone „regulieren zum Beispiel die Stoffwechselrate des Körpers und helfen bei der Regulierung der epidermalen Zellproliferation, der Differenzierung, des Haar- und Nagelwachstums, der Wundheilung und der Hautfeuchtigkeit, indem sie die Funktion der dermalen Fibroblasten beeinflussen“.(36)
  • Die Haut ist dünner und weniger elastisch.(37)
  • Tendenz, Altersflecken / Leberflecken zu entwickeln.(37)
  • Die Blutgefäße unter der Haut werden anfälliger und verursachen Blutergüsse oder Blutungen unter der Haut.(37)
  • Die Ölproduktion wird verringert, was zu trockener, juckender Haut führt.(37)
  • Das subkutane Gewebe nimmt ab, was das Risiko von Dekubitus und Unterkühlung erhöht.(37)
  • Die Schweißfunktion nimmt ab, was das Risiko einer Überhitzung erhöht.(37)
  • Es besteht ein erhöhtes Risiko für Hautkrebs.

Wenn Sie mehr über dieses System erfahren möchten, lesen Sie bitte: Integumentsystem.

Gastrointestinales System ( edit | edit source )

  • Das gastrointestinale System (Magen-Darm-System, GI) nimmt den größten Teil des Raums im Bauchraum ein
  • Die folgenden Strukturen umgeben das abdominale Kompartiment:
    • superior das Zwerchfell
    • anterior die Bauchdecke
    • posterior die Wirbelsäule
    • auf beiden Seiten die Rippenbögen
    • inferior das Becken
  • Das abdominale Kompartiment enthält mehrere feste und hohle Organe, Fettgewebe und große Blutgefäße. Es befindet sich intra- und/oder retroperitoneal
  • Die gesunde Funktionsfähigkeit des GI-Systems hängt von der Fähigkeit des Körpers ab, einen intraabdominalen Druck zu erzeugen

Tabelle 4 enthält Beispiele für Erkrankungen und Veränderungen im gastrointestinalen System, die im Laufe der Lebensspanne auftreten können und bei einer Analyse multipler Systeme berücksichtigt werden sollten.

Tabelle 4. Gastrointestinales System im Laufe der Lebensspanne
Kinder/Jugendliche Erwachsene Ältere Erwachsene
  • Das Prune-Belly-Syndrom (PBS) ist mit einer Laxität der Bauchwandmuskulatur verbunden. Bei Kindern mit PBS kommt es häufig zu gastrointestinalen Komplikationen, weil sie keinen ausreichenden intraabdominalen Druck erzeugen können.(10)(38)
  • Die Fähigkeit, einen angemessenen intraabdominalen Druck aufrechtzuerhalten, kann bei Kindern mit Zerebralparese und hypotonem Rumpf beeinträchtigt sein. Dies kann ein Faktor bei der Entwicklung von Verdauungsproblemen bei Kindern mit Zerebralparese sein, zu denen Magenverstimmungen, Erbrechen, Blähungen und Verstopfung gehören.(39)
  • Krafttraining bei gesunden Männern, das sich auf die Steigerung der Kraft der Rumpfrotatoren konzentriert, „verbessert die Fähigkeit, einen höheren willkürlich erzeugten intraabdominalen Druck herzustellen, und erhöht die Rate der intraabdominalen Druckentwicklung während funktioneller Situationen.“(40)
  • Die Stärke der Speiseröhrenkontraktionen und die Spannung des oberen Ösophagussphinkters nehmen ab.(41)
  • Die Fähigkeit der Magenschleimhaut, Schäden zu widerstehen, nimmt ab, was zu einer Ulkuskrankheit des Magens führen kann.(41)
  • Die Elastizität des Magens nimmt ab.(41)
  • Ein allgemeiner Rückgang der körperlichen Aktivität und Bewegung sowie eine Beckenbodenschwäche können zu Faktoren für Obstipation oder Stuhlinkontinenz werden.(41)

Kardiopulmonales System ( edit | edit source )

Die folgenden Funktionen des kardiopulmonalen Systems sollten bei einer Analyse multipler Systeme berücksichtigt werden:

  • Atemmechanik und -muster
  • Schlafqualität
  • Sauerstoffsättigung und Blutdruck
Tabelle 3. Das kardiopulmonale System im Laufe der Lebensspanne
Kinder/Jugendliche Erwachsene Ältere Erwachsene
Atemmechanik und -muster
  • Das Atmungssystem eines Säuglings ist weniger effizient als das eines Erwachsenen(42)
  • Säuglinge im Alter von 12 Monaten und jünger sind stärker auf die Zwerchfellatmung angewiesen. Die Hauptaufgabe der Interkostalmuskulatur ist die Stabilisierung des Brustkorbs während der Inspiration.(42)
  • Die Rippen eines Säuglings sind horizontaler angeordnet als die eines Erwachsenen. Die Rippen bewegen sich mit der Inspiration nach oben. Das Fehlen der Auf- und Abwärtsbewegung der Rippen schränkt die Fähigkeit des Säuglings ein, sein Atemvolumen zu erhöhen.(43)
  • Schwere spinale Muskelatrophie führt zu paradoxer Atmung.
  • Die Position des Rumpfes beeinflusst die Kinematik der Brustwand und das Atemmuster. Wenn die Rumpfflexion zunimmt, werden die Verschiebung des Brustkorbs und das Atemzugvolumen immer geringer.(44)
  • Sportler können dysfunktionale Atemmuster aufweisen. Die Beurteilung ihres Atemmusters kann helfen, dysfunktionale Atemmuster zu erkennen.(45)
  • Die Einbeziehung von Atemübungen in das Training eines Sportlers kann dazu beitragen, ein ideales Atemmuster zu entwickeln, das zu einer besseren Trainingsleistung führt.(45)
  • Es kommt zu einem Elastizitätsverlust und einer Abnahme der Compliance der Brustwand.
  • Eine erhöhte Steifigkeit der Brustwand kann sich aufgrund von Osteoporose und Haltungsschäden entwickeln.
  • Es besteht eine zunehmende Schwäche der Interkostalmuskulatur und der akzessorischen Atemmuskeln.
  • Eine funktionale Untersuchung kann die folgenden Beobachtungen beinhalten:(10)
    • die Fähigkeit, Sätze unterschiedlicher Länge ohne Kurzatmigkeit zu sprechen.
    • die Fähigkeit, ein Lied zu singen.
    • die Fähigkeit, während Aktivitäten ein Gespräch zu führen.
Schlafqualität
  • Schlafdauer, -kontinuität, -qualität und Tagesschläfrigkeit werden bei jungen Menschen mit kardiovaskulären Risikofaktoren in Verbindung gebracht.
  • Allgemeine Standards für optimalen Schlaf sollten die „Bedürfnisse“ einer Person berücksichtigen, die auf ihrer Ernährung, ihrem Aktivitätsmuster, ihrer Umgebung und ihrer genetischen Veranlagung basieren.(46)
  • „Kurze Schlafdauer und schlechte Schlafqualität bei Kindern werden mit Konzentration, Problemverhalten und emotionaler Instabilität in Verbindung gebracht.“(47)
  • Eine kürzere Schlafdauer von weniger als 5 Stunden wurde entweder mit einem erhöhten Risiko für Bluthochdruck oder mit tatsächlichem Bluthochdruck in Verbindung gebracht.
  • Die empfohlenen Schlafstunden für eine optimale Gesundheit sind wie folgt:(48)
    • Säuglinge: 12 bis 16 Stunden
    • Kinder im Alter von 1-2 Jahren: 11 bis 14 Stunden
    • Kinder im Alter von 3-5 Jahren: 10 bis 13 Stunden
    • Kinder im Alter von 6-12 Jahre: 9 bis 12 Stunden
    • Jugendliche im Alter von 13-18 Jahren: 8 bis 10 Stunden
  • Bei Erwachsenen sind „kurze und lange Schlafdauer Prädiktoren bzw. Marker für kardiovaskuläre Ergebnisse“.(49)
  • Die optimale nächtliche Schlafdauer für Erwachsene beträgt 7 bis 9 Stunden.(50)
  • Schlafentzug wird mit einer erhöhten Inzidenz von kardiovaskulären Erkrankungen in Verbindung gebracht.(51)
  • Die optimale nächtliche Schlafdauer für ältere Erwachsene beträgt 7 bis 9 Stunden.(52)
  • Die Schlafqualität und ihre Merkmale sollten bewertet werden, da gesunde Schlafmuster das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen verringern.(50)
Sauerstoffsättigung und Blutdruck
  • Bis zu 9,8% der Kinder und Jugendlichen haben systolischen Bluthochdruck und bis zu 7,1% haben diastolischen Bluthochdruck.(53)
  • Der Blutdruck im Alter von 13 Jahren kann den Blutdruck im Alter von 24 Jahren vorhersagen.(54)
  • Blutdruckkategorien in der neuen Leitlinie der American Heart Association (AHA):
    • Normal: Weniger als 120/80 mm Hg.
    • Erhöht: Systolisch zwischen 120-129 und diastolisch weniger als 80.
      • Stadium 1: Systolisch zwischen 130-139 oder diastolisch zwischen 80-89;
      • Stadium 2: Systolisch mindestens 140 oder diastolisch mindestens 90 mm Hg;
    • Hypertensive Krise: Systolisch über 180 und/oder diastolisch über 120, wobei die Patienten eine Änderung der Medikation oder einen sofortigen Krankenhausaufenthalt benötigen.(55)
  • Die meisten Studien mit Erwachsenen Probanden verwenden einen SpO2-Wert von weniger oder gleich 95%, um eine abnorme Sauerstoffsättigung zu definieren.(56)
  • Eine Atemfrequenz in Ruhe von 28 Atemzügen pro Minute könnte als Grenze zwischen einer normalen Atemfrequenz und Tachypnoe bei älteren Erwachsenen angesehen werden.(57)
  • Ein SpO2 von 91% kann bei älteren Erwachsenen als Grenze des Normalen angesehen werden.(57)

Psychisches System ( edit | edit source )

„Ohne psychische Gesundheit kann es keine echte körperliche Gesundheit geben“ — Dr. Brock Chisholm, der erste Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Die WHO definiert psychische Gesundheit als umfassendes körperliches, psychisches und soziales Wohlbefinden.(58) Die wirtschaftlichen und sozialen Umstände haben einen erheblichen Einfluss auf die vollständige psychische Gesundheit, die Widerstandsfähigkeit und die soziale Unterstützung über die gesamte Lebensspanne.(59) Ältere Erwachsene weisen häufig schlechtere Werte für die psychische Lebensqualität (MHRQoL) auf.(60) Kang et al.(60) fanden ebenfalls heraus, dass ältere Erwachsene am meisten über Stress und Depressionen berichten. Stress, Depressionen und der subjektive Gesundheitszustand beeinflussen die psychische Lebensqualität von Jugendlichen und Erwachsenen.(60)

Die Rolle der Physiotherapeuten bei der psychischen Gesundheit kann Folgendes umfassen:(61)

  • Förderung der Gesundheit, einschließlich der psychischen Gesundheit
  • Edukation über psychische Gesundheit
  • bei Bedarf Überweisungen an Spezialisten für psychische Gesundheit
  • einen personenzentrierten Ansatz für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und ältere Erwachsene zur Verbesserung des körperlichen und emotionalen Wohlbefindens durch Verbesserung von Körperhaltung, Atmung und Konzentration

Ressourcen(edit | edit source)

Referenzen(edit | edit source)

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