Verletzung des vorderen Kreuzbandes (VKB)

Einleitung(edit | edit source)

Verletzungen des vorderen Kreuzbands (VKB) gehören zu den relativ häufigen Knieverletzungen bei Sportlern(1) und treten am häufigsten bei Sportarten auf, die eine Drehbewegung erfordern (z. B. Fußball, Basketball, Netzball, Fußball, Handball, Gymnastik, Skifahren). Das Spektrum reicht von leichten (z. B. Teilrupturen/Zerrungen) bis hin zu schweren Verletzungen (wenn das Band vollständig gerissen ist). Verletzungen kommen sowohl bei Kontakt- als auch bei Nichtkontakt-Situationen vor, wobei Risse und Rupturen ohne Kontakt am häufigsten mit einem Valgus- und Innenrotationstrauma einhergehen. Die Inzidenzrate von VKB-Verletzungen scheint bei Frauen höher zu sein als bei Männern, nämlich zwischen 2,4 und 9,7 Mal höher bei weiblichen Athleten, die ähnliche Aktivitäten ausüben.(2)(3)(4)(5) Eine akute Ruptur des VKB ist ein häufiges Trauma, die Inzidenz beträgt bis zu 84/100.000 Personen in den USA, 78/100.000 Personen in Schweden, wobei das Durchschnittsalter bei Verletzungen 32 Jahre beträgt.(6)

Klinisch relevante Anatomie ( edit | edit source )

ACL diagram from anterior.png

Das VKB ist ein Band aus straffem Bindegewebe, das vom Femur zur Tibia verläuft. Es gilt als Schlüsselstruktur des Kniegelenks, da es Translations- und Rotationsbelastungen der vorderen Tibia widersteht.(7)

Das VKB entspringt an der posteromedialen Ecke des medialen Aspekts des lateralen Femurkondylus in der Fossa intercondylaris(8) und setzt anterior der Eminentia intercondylaris der Tibia ein, wo es mit dem Vorderhorn des medialen Meniskus verschmilzt. Das VKB verläuft nach anterior, medial und distal durch das Gelenk, während es vom Femur zur Tibia verläuft. Dabei dreht es sich in einer leicht nach außen gerichteten (seitlichen) Spirale um sich selbst.

Es gibt zwei Komponenten des VKB, das kleinere anteromediale Bündel (AMB) und das größere posterolaterale Bündel (PLB), die nach der Stelle benannt sind, an der die Bündel am Tibiaplateau ansetzen. Wenn das Knie gestreckt ist, ist das PLB straff und das AMB mäßig locker. Wenn das Knie jedoch gebeugt wird, nimmt der femorale Ansatz des VKB eine eher horizontale Ausrichtung an, was dazu führt, dass sich das AMB strafft und das PLB lockert, so dass das AMB der anterioren tibialen Belastung widersteht.(6) Das bedeutet, dass das PLB eine stabilisierende Wirkung in Bezug auf Rotations- und anteroposteriore Kräfte hat, wenn sich das Knie in < 30° Flexion befindet, während sich das AMB eher bei höheren Graden der Knieflexion strafft und als Stabilisator wirkt.(6)

Weitere Informationen über die Biomechanik des VKB finden Sie auf dieser Seite:

Vorderes Kreuzband (VKB) – Struktur und biomechanische Eigenschaften

Funktionen des VKB ( edit | edit source )

  • Primäre Hemmung der anterioren Translation der Tibia:(9) macht 85 % des Widerstands beim Test der Vorderen Schublade in 90 Grad Flexion aus.
  • Sekundäre Hemmung der tibialen Rotation und des Varus: Valguswinkel bei voller Extension des Knies.
  • Propriozeptive Funktion: Die Bänder enthalten Mechanorezeptoren.(10)

Verletzungsmechanismen ( edit | edit source )

Nicht-Kontakt-Verletzung

Es werden drei Haupttypen von VKB-Verletzungsmechanismen beschrieben:

  • Kontaktverletzungen: 30 % der Fälle.(11)
  • Indirekte Kontaktverletzungen.
  • Nicht-Kontakt-Verletzungen: 70 % der Fälle: durch eine inadäquate Bewegung.

Verletzungsmuster

VKB-Verletzungen treten häufig bei jungen Menschen auf, die an sportlichen Aktivitäten teilnehmen, die mit Drehbewegungen, Abbremsen und Springen verbunden sind.

Am häufigsten treten Nicht-Kontakt-Verletzungen, die durch Kräfte im Körper des Sportlers verursacht werden, bei Personen mit einem niedrigeren BMI auf.(11) Bei den meisten anderen Sportverletzungen hingegen wird die Energie von einer externen Quelle übertragen. Etwa 75 % der VKB-Rupturen entstehen bei minimalem oder gar keinem Gegnerkontakt zum Zeitpunkt der Verletzung.(12) Der typische Mechanismus, der zum Riss des VKB führt, ist ein „plant and cut“-Manöver, d. h. eine plötzliche Richtungs- oder Geschwindigkeitsänderung bei stehendem Fuß. Schnelle Verzögerungsmomente, einschließlich solcher, bei denen das betroffene Bein zum Cutting und Richtungswechsel aufgesetzt wird, wurden ebenfalls mit VKB-Verletzungen in Verbindung gebracht, ebenso wie die Landung aus einem Sprung, das Drehen, das Verdrehen und der direkte Aufprall auf die Vorderseite des Schienbeins.(12) Das Timing während des Spiels und während der Saison korreliert mit dem Verletzungsmechanismus des VKB, aber der Zusammenhang ist noch unklar.(11)

Bei Frauen ist das Risiko einer VKB-Verletzung dreimal höher(13) als bei Männern, was vermutlich auf folgende Gründe zurückzuführen ist:

  1. Kleinere Größe und andere Form der Fossa intercondylaris: Eine schmale interkondyläre Notch und veränderte Merkmale des Tibiaplateaus sind Risikofaktoren, die weibliche Nicht-Sportler mit Kniearthrose im Alter von 41-65 Jahren für eine VKB-Verletzung prädisponieren. (14)
  2. Breiteres Becken und größerer Q-Winkel: Ein breiteres Becken erfordert einen größeren Winkel des Femurs zum Knie hin. Darüber hinaus führt eine geringere Muskelkraft zu einer geringeren Stabilität des Knies, und hormonelle Schwankungen können die Laxität der Bänder verändern.(15)(16)
  3. Größere Bandlaxität: Junge Athleten mit nicht modifizierbaren Risikofaktoren wie Bandlaxität haben ein besonders hohes Risiko für erneute Verletzungen nach einer VKB-Rekonstruktion. (17)
  4. Schnittstelle zwischen Schuh und Untergrund: Die gepoolten Daten aus drei Studien deuten darauf hin, dass das Verletzungsrisiko etwa 2,5-mal höher ist, wenn an der Schnittstelle zwischen Schuh und Untergrund ein höherer Rotationswiderstand vorhanden ist. (18)
  5. Neuromuskuläre Faktoren.
  6. Der Mechanismus der VKB-Verletzung kann sich bei Frauen vor allem in Bezug auf die dynamische Positionierung des Knies unterscheiden, da Frauen einen stärkeren dynamischen Valgus der unteren Extremität in der Frontalebene aufweisen(19)

Risikofaktoren ( edit | edit source )

Zu den Risikofaktoren für VKB-Verletzungen gehören Umweltfaktoren (z. B. hohe Reibung zwischen Schuhen und Untergrund) und anatomische Faktoren (z. B. enge femorale interkondyläre Notch/Fossa intercondylaris). Die Verletzung ist durch eine Instabilität des Gelenks gekennzeichnet, die sowohl mit akuten Funktionsstörungen als auch mit langfristigen degenerativen Veränderungen wie Arthrose und Meniskusschäden einhergeht.(20) Die Instabilität des Knies führt zu einer eingeschränkten Aktivität, die die kniebezogene Lebensqualität beeinträchtigen kann. Bei den Risikofaktoren für eine VKB-Verletzung wird zwischen internen und externen Faktoren unterschieden. Zu den externen Risikofaktoren gehören die Art des Wettkampfs, das Schuhwerk und der Untergrund sowie die Umweltbedingungen. Zu den internen Risikofaktoren gehören anatomische, hormonelle und neuromuskuläre Risikofaktoren.(21)(22)

Externe Risikofaktoren ( edit | edit source )

Wettkampf versus Training ( edit | edit source )

Über die Auswirkung der Art des Wettkampfs auf das Risiko einer VKB-Verletzung eines Sportlers ist nur sehr wenig bekannt. Myklebust et al.(21) berichteten, dass bei Sportlern das Risiko einer VKB-Verletzung während eines Spiels höher ist als während des Trainings. Diese Erkenntnis führt zu der Hypothese, dass das Wettkampfniveau, die Art des Wettkampfs oder eine Kombination aus beidem das Risiko eines Sportlers, eine VKB-Verletzung zu erleiden, erhöht.

Schuhwerk und Untergrund ( edit | edit source )

Eine Erhöhung des Reibungskoeffizienten zwischen dem Sportschuh und dem Untergrund kann zwar die Traktion und die sportliche Leistung verbessern, birgt aber auch die Gefahr einer Verletzung des VKB. Lambson et al.(22) fanden heraus, dass das Risiko, eine VKB-Verletzung zu erleiden, bei Fußballspielern größer ist, die Schuhe mit einer höheren Anzahl von Stollen und einem damit verbundenen höheren Torsionswiderstand an der Schnittstelle zwischen Fuß und Rasen tragen. Olsen et al.(21) berichteten, dass das Risiko, eine VKB-Verletzung zu erleiden, bei weiblichen Mannschaftshandballern größer ist, wenn sie auf künstlichen Böden spielen, die einen höheren Torsionswiderstand an der Schnittstelle zwischen Fuß und Boden aufweisen, als bei denen, die auf Holzböden spielen. Bei den männlichen Athleten war dieser Zusammenhang nicht gegeben.

Schutzausrüstung ( edit | edit source )

Der Einsatz einer funktionellen Orthese zum Schutz eines VKB-defizienten Knies ist nicht unumstritten. Kocher et al. (23) untersuchten Profi-Skifahrer mit VKB-defizienten Knien und stellten fest, dass das Risiko einer Knieverletzung bei denjenigen, die keine Orthese trugen, größer war als bei denjenigen, die eine Orthese trugen. McDevitt et al. (24) führten eine randomisierte, kontrollierte Studie über die Verwendung von funktionellen Orthesen bei Kadetten an den US-Militärakademien durch, die sich einer VKB-Rekonstruktion unterzogen. Bei der Nachuntersuchung nach 1 Jahr hatte die Verwendung einer funktionellen Orthese keinen Einfluss auf die Wiederverletzungsrate des VKB-Transplantats. In der Gruppe ohne Orthese gab es nur drei Verletzungen, in der Orthesengruppe dagegen zwei Verletzungen.

Witterungsbedingungen ( edit | edit source )

Bei Sportarten, die auf Natur- oder Kunstrasen gespielt werden, ist die mechanische Schnittstelle zwischen Fuß und Untergrund stark von den meteorologischen Bedingungen abhängig. Über die Auswirkungen dieser Variablen auf das Risiko eines Sportlers, eine VKB-Verletzung zu erleiden, ist jedoch nur sehr wenig bekannt. Orchard et al.(25) berichteten, dass Nicht-Kontakt-Verletzungen des VKB beim australischen Football häufiger in Zeiten mit geringen Niederschlägen und hoher Verdunstung auftraten. In dieser Arbeit wird die Hypothese aufgestellt, dass die Witterungsbedingungen einen direkten Einfluss auf die mechanische Schnittstelle (oder Traktion) zwischen Schuh und Untergrund haben, was wiederum einen direkten Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit hat, dass ein Sportler eine VKB-Verletzung erleidet.

Interne Risikofaktoren ( edit | edit source )

Anatomische Risikofaktoren ( edit | edit source )

Eine anormale Körperhaltung und Ausrichtung der unteren Extremitäten (Hüfte, Knie und Sprunggelenk) kann eine Person für eine VKB-Verletzung prädisponieren, da sie zu erhöhten VKB-Dehnungswerten beiträgt. Bei der Bewertung der Risikofaktoren für VKB-Verletzungen sollte daher die Ausrichtung der gesamten unteren Extremität berücksichtigt werden. Leider haben nur sehr wenige Studien die Ausrichtung der gesamten unteren Extremität untersucht und festgestellt, wie sie mit dem Risiko einer VKB-Verletzung zusammenhängt. Das meiste, was bekannt ist, stammt aus Untersuchungen spezifischer anatomischer Maße.

Knöcherne Morphologie ( edit | edit source )

Je steiler das Tibiaplateau ist, desto höher ist das Risiko für eine VKB-Verletzung. Jüngste Studien haben gezeigt, dass eine Neigung des Tibiaplateaus (tibialer „Slope“) von mehr als 12° mit einem höheren Risiko für eine kontralaterale VKB-Verletzung nach einer VKB-Rekonstruktion und einem Risiko für einen Riss des Außenmeniskus verbunden ist.

Die Tiefe des distalen Femurkondylus ist ein weiterer Risikofaktor für eine VKB-Verletzung. Dies steht möglicherweise im Zusammenhang mit einer erhöhten Rotationslaxität des Knies und einer Veränderung der Druckpunkte zwischen Tibia und Femur.(26)

Biomechanik der Verletzung ( edit | edit source )

Non contact injury during running.jpg

Da 60-80 % der VKB-Verletzungen kontaktlos geschehen, ist es wahrscheinlich, dass entsprechende Präventionsmaßnahmen gerechtfertigt sind. Cutting- oder Sidestep-Manöver sind mit einem dramatischen Anstieg des Varus-Valgus- und Innenrotationsmoments verbunden. Das Risiko einer VKB-Verletzung erhöht sich, wenn mehr als eine der folgenden Bewegungen stattfindet: verdrehtes, nach hinten gebeugtes oder seitlich belastetes Kniegelenk.

Wenn eine anteriore tibiofemorale Scherkraft das VKB belastet, wird die Kraft zunächst vom VKB kontrolliert. Das Valgusmoment des Knies kann dazu noch die VKB-Belastung entsprechend der vorhandenen Varus-Valgus-Laxität erheblich verstärken.

Varus-Valgus-Stabilität und anteriore tibiale Translation

Bei einem Varus-Drehmoment erzeugt die Interaktion der Kontaktpunkte zwischen dem medialen Femurkondylus und dem medialen Tibiaplateau eine anteriore tibiale Belastung aufgrund des posterioren tibialen „Slopes“, was zu einer anterioren tibialen Translation in antero-proximaler Richtung führt. Außerdem wurde in Studien mit einem Varusmoment im VKB-defizienten Knie eine Zunahme der anterioren tibialen Translation sowie des Varuswinkels nachgewiesen.(27)

Die anteriore tibiale Translation im intakten, gesunden Knie nimmt in Flexion bis zu 3 mm zu und kann unter der anterioren tibialen Belastung bis zu 5,5 mm betragen. Bei einer VKB-Ruptur oder einem VKB-Riss erhöht sich die anteriore tibiale Translation um bis zu 10-15 mm, wenn das Knie in 30 Grad Flexion und unter anteriorer tibialer Belastung steht, und die Tibia befindet sich auch bei Entlastung weiter anterior.

Biomechanik der Rumpf-, Hüft- und Sprunggelenkmuskulatur

Die Kniehaltung des „dynamischen Valgus“ mit hohem Risiko – eine Kombination aus Hüftinnenrotation und Abduktion des Knies in Verbindung mit einer Knieflexion beim Aufprall.

Bei einer biomechanischen Videoanalyse von VKB-Verletzungen im Fußball wurde Folgendes festgestellt:

  • Bei allen VKB-Verletzungen, insbesondere bei solchen, die während Pressing-Manöver entstanden, bestand eine Neigung des Rumpfes nach ipsilateral (etwa 5° beim initialen Kontakt und 10° im Einzelbild des Verletzungszeitpunkts). Eine stärkere Neigung des Rumpfes nach ipsilateral erhöht das Risiko einer VKB-Verletzung, da die laterale Neigung eine seitliche Verlagerung des Massenschwerpunkts bewirkt, was zu einem Abduktionsmoment im Kniegelenk führt und somit die Belastung des VKB erhöht. Auch eine eingeschränte Rumpfrotation in die neue Richtung (beim Richtungswechsel) mit zusätzlicher Hüftadduktion bewirkt eine Zunahme des Valgusmoments im Kniegelenk. Ein Tackling war mit einer größeren seitlichen Rumpfverlagerung vom initialen Kontakt bis zur Verletzung verbunden, während ein offensiver Richtungswechsel mit einer anfänglichen lateralen Rumpfneigung beim initialen Kontakt verbunden zu sein schien, mit einer geringen Verringerung vom initialen Kontakt bis zur Verletzung.(28)
  • Die Hüftabduktion war bei VKB-Verletzungen im Fußball häufig und ging mit einer Zunahme der Hüftinnenrotation einher; diese Zunahme ist auf ein hohes Knieabduktionsmoment/Knievalgus mit seitlich orientierter und aufgesetzter Fußposition außerhalb der Unterstützungsfläche zurückzuführen.(28)
  • Die Muskulatur um das Sprunggelenk wirkt als Agonist und Antagonist für das VKB, beeinflusst das VKB bei der Landung und kann ein Risikofaktor für Verletzungen darstellen. Quadrizeps (M. quadriceps femoris) und Hamstrings (ischiokrurale Muskulatur) werden üblicherweise als das primäre Agonisten-Antagonisten-Paar angesehen, das bei VKB-Verletzungen beteiligt ist.(28) Es kann angenommen werden, dass eine starke exzentrische Aktivität des Quadrizeps eine Rolle bei VKB-Verletzungen spielen könnte. Diese Kräfte alleine reichen normalerweise nicht für eine VKB-Ruptur aus. Im Zusammenhang mit einer Valgusstellung des Knies und/oder Rotation kann diese Aktion jedoch die Integrität des VKB gefährden.(29) Zum besseren Verständnis von VKB-Verletzungen im Fußball und zur Veranschaulichung der Zahlen lesen Sie bitte hier weiter (in englischer Originalsprache).

Die typische VKB-Verletzung tritt bei einer tibialen Außenrotation und einer Knieflexion von 10-30° (geringe Beugung) auf, wenn das Knie in eine Valgusstellung gebracht wird, während sich der Sportler vom stehenden Fuß abstößt und eine Innenrotation mit dem Ziel einer plötzlichen Richtungsänderung ausführt.(30) Die Bodenreaktionskraft wirkt während eines Cutting-Manövers medial auf das Kniegelenk, und diese zusätzliche Kraft kann ein bereits gespanntes VKB belasten und zum Versagen führen. Ähnlich verhält es sich bei Verletzungen bei der Landung, wenn das Knie fast vollständig gestreckt ist.(31) Hochgeschwindigkeitsaktivitäten wie Cutting- oder Landemanöver erfordern eine exzentrische Aktivität des Quadrizeps, um einer weiteren Flexion entgegenzuwirken.

(32)

Eine Hypothese zur Entstehung von Nicht-Kontakt-Verletzungen des VKB bei Handball- und Basketballspielerinnen lautet: Bei Valgusbelastung wird das mediale Kollateralband gestrafft und es kommt zu einer lateralen Kompression. Diese Druckbelastung sowie der anteriore Kraftvektor, der durch die Kontraktion des Quadrizeps verursacht wird, führen zu einer Verschiebung des Femurs gegenüber der Tibia, wobei sich der laterale Femurkondylus nach posterior verschiebt und die Tibia nach anterior und innen rotiert, was zu einer VKB-Ruptur führt. Nach einer Ruptur des VKB ist die primäre Hemmung für die anteriore tibiale Translation nicht mehr vorhanden. Dadurch wird auch der mediale Femurkondylus nach posterior verschoben, was zu einer Außenrotation der Tibia führt. Die Valgusbelastung mit gleichzeitiger Innenrotation ds Knies ist ein Schlüsselfaktor im Mechanismus der VKB-Verletzung. Ein Schubladenmechanismus des Quadrizeps kann ebenfalls zu einer VKB-Verletzung beitragen, ebenso wie die Außenrotation.(33)

Mögliche neuromuskuläre Dysbalancen können mit Komponenten des Verletzungsmechanismus zusammenhängen. Bei Frauen dominieren die neuromuskulären Muster des Quadrizeps stärker als bei Männern. Die Rekrutierung der Hamstrings ist bei Männern nachweislich deutlich höher als bei Frauen. Das Hamstring-Quadrizeps-Verhältnis der Spitzendrehmomente ist bei Männern tendenziell größer als bei Frauen. Aufgrund des wahrscheinlichen Verletzungsmechanismus wird Sportlern empfohlen, einen Valgus des Knies zu vermeiden und eine Landung in mehr Knieflexion anzustreben. (34)

Verletzungsgrade ( edit | edit source )

Eine VKB-Verletzung wird in drei Grade eingestuft.(35)

Grad I ( edit | edit source )

  • Die Fasern des Bandes sind gedehnt, aber es liegt kein Riss vor.
  • Es besteht eine geringe Schmerzempfindlichkeit und wenig Schwellung.
  • Das Knie fühlt sich nicht instabil an und gibt bei Aktivitäten nicht nach (kein „Giving-Way“-Phänomen).
  • Keine erhöhte Laxität; festes Endgefühl.

Grad II ( edit | edit source )

  • Teilruptur / inkomplette Ruptur der Fasern des Bandes, mit Einblutung.
  • Es besteht eine leichte Schmerzempfindlichkeit und eine mäßige Schwellung mit einer gewissen Funktionseinschränkung.
  • Das Gelenk kann sich instabil anfühlen oder bei Aktivität nachgeben („Giving-Way“-Phänomen).
  • Vermehrte anteriore tibiale Translation; noch festes Endgefühl.
  • Schmerzhafter Lachman- und vorderer Schubladentest.

Grad III ( edit | edit source )

  • Komplette Ruptur der Fasern des Bandes; das VKB ist vollständig in zwei Teile gerissen.
  • Es besteht eine Druckempfindlichkeit, aber nur geringe Schmerzen, insbesondere im Vergleich zur Schwere der Verletzung.
  • Es kann eine leichte bis erhebliche Schwellung vorhanden sein.
  • Das Band kann die Bewegungen des Knies nicht kontrollieren. Das Knie fühlt sich instabil an bzw. gibt nach („Giving-Way“-Phänomen).
  • Außerdem besteht eine Rotationsinstabilität, die durch einen positiven Pivot-Shift-Test angezeigt wird.
  • Kein deutliches Endgefühl.
  • Ein Hämarthros tritt innerhalb von 1-2 Stunden auf.

Ein knöcherner VKB-Ausriss (Avulsion) liegt vor, wenn das VKB entweder vom Femur oder von der Tibia abgerissen wird. Diese Art von Verletzung tritt häufiger bei Kindern auf als bei Erwachsenen. Der Begriff „VKB-defizientes Knie“ bezieht sich auf eine Verletzung des Grades III, bei der eine vollständige VKB-Ruptur vorliegt. Es ist allgemein anerkannt, dass ein gerissenes VKB nicht von selbst zusammenheilen wird.(36)

Klinisches Bild ( edit | edit source )

  • Die Verletzung tritt entweder nach einem Cutting-Manöver oder einem einbeinigen Stand, einer Landung oder einem Sprung auf.
  • Zum Zeitpunkt der Verletzung kann es einen hörbaren Knall oder ein Knacken geben.
  • Gefühl der anfänglichen Instabilität, das später durch eine starke Schwellung überdeckt werden kann.
  • Episoden des Nachgebens („Giving-Way“-Phänomen), insbesondere bei Drehbewegungen. Der Patient klagt über ein „Wackelknie“ und eine vorhersehbare Instabilität.
  • Ein gerissenes VKB ist äußerst schmerzhaft, insbesondere unmittelbar nach der Verletzung.
  • Schwellung des Knies, in der Regel sofort und umfangreich, kann aber auch minimal oder verzögert sein.
  • Bewegungseinschränkungen, insbesondere die Unfähigkeit, das Knie vollständig zu strecken.
  • Möglicherweise leichte Druckempfindlichkeit, die sich weit über das Knie hinausstreckt.
  • Eine Druckempfindlichkeit an der medialen Seite des Gelenks kann auf eine Knorpelverletzung hinweisen.

Begleitverletzungen ( edit | edit source )

Verletzungen des VKB treten selten isoliert auf. Das Vorhandensein und Ausmaß weiterer Verletzungen kann sich auf die Art und Weise auswirken, wie die VKB-Verletzung behandelt wird.

Meniskusverletzungen ( edit | edit source )

Über 50 % aller VKB-Rupturen gehen mit Meniskusverletzungen einher. Die als „Unhappy Triad“ (dt. „unglückliche Triade“) bekannte Kombinationsverletzung umfasst 3 Komponenten:(1)

Läsionen des lateralen Meniskus treten auch auf, jedoch mit einer geringeren Häufigkeit als der mediale Meniskus (17%-51%).(6)

Verletzung des medialen Kollateralbandes ( edit | edit source )

Die assoziierte Verletzung des medialen Kollateralbandes (Grad I-III) stellt ein besonderes Problem dar, da sich nach dieser Verletzung besonders häufig eine Steifheit entwickelt. Die meisten orthopädischen Chirurgen behandeln eine Innenbandverletzung zunächst sechs Wochen lang mit einer bewegungseingeschränkten Knieschiene, während der Sportler ein umfassendes Rehabilitationsprogramm absolviert. Oft wird erst dann eine VKB-Rekonstruktion durchgeführt.(37)Schätzungsweise wird eine Innenbandläsion in jedem fünften Fall einer VKB-Ruptur festgestellt.

Knochenkontusionen und Mikrofrakturen ( edit | edit source )

Subkortikale trabekuläre Knochenverletzungen („Bone bruise“, Knochenkontusion oder Knochenprellung) können aufgrund des Drucks, der bei traumatischen Verletzungen auf das Knie ausgeübt wird, auftreten und sind insbesondere mit einer VKB-Ruptur verbunden. Begleitverletzungen der Menisken und des medialen Kollateralbandes (Innenband) führen eher zu einem verstärkten Fortschreiten der Knochenkontusion.(38) Es wird angenommen, dass die fokalen Signalanomalien im subchondralen Knochenmark, die auf der MRT zu sehen sind (und die auf Röntgenbildern nicht nachweisbar sind), mikrotrabekuläre Frakturen, Blutungen und Ödeme darstellen, ohne dass die angrenzende Kortikalis oder der Gelenkknorpel beschädigt sind.(39) Knochenkontusionen können isoliert von Band- oder Meniskusverletzungen auftreten.(40)

Bei 84-98 % der Patienten mit VKB-Ruptur wurden okkulte knöcherne Läsionen festgestellt.(38)(41)(42) In den meisten Fällen handelt es sich um Läsionen im lateralen Kompartiment,(43) die entweder den lateralen Femurkondylus, das laterale Tibiaplateau oder beide betreffen. Es ist unwahrscheinlich, dass die Knochenkontusion selbst Schmerzen oder Funktionseinschränkungen verursacht.(44) Obwohl sich die meisten knöchernen Läsionen zurückbilden, können bleibende Veränderungen bestehen bleiben. In der Literatur herrscht Unklarheit darüber, wie lange diese knöchernen Läsionen andauern, aber es wurde berichtet, dass sie im MRT über Jahre hinweg bestehen bleiben können.(45) Die Rehabilitation und die Langzeitprognose können bei Patienten mit ausgedehnten knöchernen und damit verbundenen Gelenkknorpelverletzungen beeinträchtigt sein. Bei schweren Knochenkontusionen wird empfohlen, die Rückkehr zur Vollbelastung hinauszuzögern, um einen weiteren Kollaps des subchondralen Knochens und eine weitere Verschlimmerung der Gelenkknorpelverletzung zu verhindern.(45)

Knorpelläsionen ( edit | edit source )

Hollis et al.(46) weisen darauf hin, dass alle Patienten nach einer traumatischen VKB-Ruptur zum Zeitpunkt des ersten Aufpralls eine chondrale Verletzung erlitten haben, die zu einem anschließenden chondralen Abbau in Kompartimenten führt, die von der ursprünglichen Knochenkontusion nicht betroffen waren, ein Prozess, der sich bei einer Nachbeobachtungszeit von 5 bis 7 Jahren beschleunigt.(46)

Tibiaplateaufrakturen ( edit | edit source )

Tibiaplateaufraktur

Eine Tibiaplateaufraktur ist ein Knochenbruch oder eine Unterbrechung der Knochenkontinuität im proximalen Schienbein, der das Kniegelenk, die Stabilität und die Bewegung beeinträchtigt. Das Tibiaplateau ist eine kritische Belastungszone an der proximalen Tibia und besteht aus zwei leicht konkaven Kondylen (medialer und lateraler Kondylus), die durch die Eminentia intercondylaris getrennt sind.

Es kann in drei Regionen unterteilt werden:

  1. Das mediale Tibiaplateau (der Teil des Tibiaplateaus, der der Körpermitte am nächsten liegt und den medialen Kondylus enthält),
  2. Das laterale Tibiaplateau (der Teil des Tibiaplateaus, der am weitesten von der Körpermitte entfernt ist und den lateralen Kondylus enthält),
  3. Das zentrale Tibiaplateau (liegt zwischen dem medialen und dem lateralen Plateau und enthält die Eminentia intercondylaris).(47)

Diese Frakturen werden ebenfalls durch Varus- oder Valguskräfte in Verbindung mit einer axialen Belastung des Knies verursacht und treten meist zusammen mit VKB-Verletzungen auf, selten allein. Die Fraktur des lateralen Tibiaplateaus wird auch als Segond-Fraktur bezeichnet und tritt am häufigsten in Zusammenhang mit einer VKB-Verletzung auf. (47)

Verletzungen der posterolateralen Ecke ( edit | edit source )

Die Stabilität der posterolateralen Ecke des Knies wird durch kapsuläre und nichtkapsuläre Strukturen gewährleistet, die als statische und dynamische Stabilisatoren fungieren.(48) Dazu gehören das laterale Kollateralband (Außenband), der M. popliteus und die Popliteussehne einschließlich ihres fibulären Ansatzes (Lig. popliteofibulare) sowie die laterale und posterolaterale Kapsel. Verletzungen in dieser Region, die zu einer posterolateralen Rotationsinstabilität führen, sind in der Regel mit gleichzeitigen Bandverletzungen an anderen Stellen des Knies verbunden.(49)(50)(51) Hochgradige Verletzungen der posterolateralen Ecke sind in der Regel mit einer Ruptur eines oder beider Kreuzbänder verbunden. Wenn die Instabilität der posterolateralen Ecke nicht behoben wird, erhöhen sich die Kräfte an den VKB- und HKB-Transplantationsstellen, was letztlich zum Versagen der Kreuzbandrekonstruktion führen kann.(52)(53)(54) (Siehe auch: Rotationsinstabilität des Knies)

Poplitealzyste ( edit | edit source )

Eine Poplitealzyste (Baker-Zyste) entsteht bei einer übermäßigen Ansammlung von Gelenkflüssigkeit in einer Aussackung der Gelenkkapsel, mit oder ohne eindeutige Ursache. Das klinische Bild reicht von asymptomatisch bis schmerzhaft, mit eingeschränkter Kniebewegung. Sansone et al. stellten fest, dass 44 von 47 untersuchten Poplitealzysten mit intraartikulären Läsionen des Kniegelenks verbunden waren. Zu den Läsionen gehörten mediale Meniskusrisse (83 %) und Rupturen des vorderen Kreuzbandes (32 %), Synovitis, Knorpelläsionen (43 %)(55) und Gonarthrose bzw. totaler Kniegelenkersatz. Intraartikuläre Traumata, Arthritis und Infektionen führen zu Kniegelenksergüssen, die zur Bildung von Poplitealzysten beitragen können. (56)
Die meisten davon treten in der posteromedialen Fossa poplitea zwischen dem M. gastrocnemius und der tiefen Faszie auf, wie in der vorliegenden Studie. Im normalen Knie werden das intraartikuläre Volumen und der Druck durch den osmotischen Sog, den die Synovialmatrix ausübt, minimiert. Die Synovialflüssigkeit wird dann in die Venen und Lymphgefäße der Synovialis zurückgezogen, von wo aus sie durch die Gelenkbewegung des Knies abgepumpt wird. Das pathologische Knie, das mit einem Trauma, einer Arthritis oder einer Infektion einhergeht, führt zu einem Anstieg des Volumens und des Drucks der Synovialflüssigkeit. Ein Erguss entsteht, wenn die Ausscheidung von Synovialflüssigkeit hinter der mikrovaskulären Leckage zurückbleibt. (57)
Im Falle einer Poplitealzyste liegt beim erwachsenen Patienten in der Regel eine intraartikuläre Grunderkrankung vor. Bei Kindern kann die Zyste isoliert sein und das Kniegelenk normal. Eine Poplitealzyste kommt häufiger bei Erwachsenen als bei Kindern vor. Bei Kindern scheint eine Poplitealzyste nur selten mit Gelenkflüssigkeit, einem Meniskusriss oder einer Ruptur des vorderen Kreuzbandes verbunden zu sein. (58)

Diagnostische Verfahren ( edit | edit source )

Eine genaue Diagnose kann durch die folgenden Verfahren gestellt werden:

Körperliche Untersuchung, die die folgenden Tests umfasst:

1. Röntgenbilder ( edit | edit source )

Bei Verdacht auf eine VKB-Ruptur sollten Röntgenbilder des Knies angefertigt werden, einschließlich AP-Aufnahme (anterior-posterior), seitlicher Aufnahme und patellofemoraler (axialer) Projektion. Die stehende, belastete AP-Aufnahme bietet eine Möglichkeit, den Gelenkspalt zwischen Femur und Tibia zu beurteilen. Sie ermöglicht auch die Messung des Notch Width Index (NWI, Weitenindex der femoralen Notch), der wichtige Vorhersagewerte für VKB-Rupturen liefert.(59) Die Patellarsehne und die Höhe der Patella werden auf der seitlichen Projektion erfasst. Auch eine Tunnelaufnahme kann hilfreich sein. Das Merchant-Röntgenbild zeigt nicht nur den patellofemoralen Gelenkspalt, sondern hilft auch festzustellen, ob der Patient eine Fehlstellung zwischen Femur und Patella hat. Das Vorliegen der folgenden Faktoren sollte auf dem Röntgenbild vermerkt werden:

Weite der femoralen Notch im Röntgen

Der Notch Width Index (NWI) ist das Verhältnis zwischen der Breite/Weite der Fossa intercondylaris („Notch“) und der Breite des distalen Femurs auf Höhe der Kniekehle, gemessen auf der Tunnelaufnahme des Knies. Normale Werte für den NWI betragen 0,231 ± 0,044. Der NWI ist bei Männern größer als bei Frauen. Es wurde festgestellt, dass Sportler mit Nicht-Kontakt-Verletzungen des VKB einen NWI aufwiesen, der mindestens eine Standardabweichung unter dem Durchschnitt lag, was bedeutet, dass eine Person mit einer VKB-Verletzung mit größerer Wahrscheinlichkeit einen kleinen NWI im Vergleich zur Norm aufweist. Der NWI wird mit Hilfe eines Lineals gemessen, das parallel zur Gelenklinie angelegt wird. Gemessen wird der schmalste Teil der Notch in Höhe des Lineals.(60) Bei chronischeren VKB-Verletzungen kann es zu einer Spornbildung oder Hypertrophie der Eminentia intercondylaris oder zu einer Osteophytenbildung der patellaren Facette kommen.

Dies ist auch einer der Gründe, warum Frauen im Vergleich zu Männern anfälliger für VKB-Verletzungen sind. Es wurde auch festgestellt, das der Innenwinkel des lateralen Femurkondylus bei Sportlerinnen mit VKB-Ruptur signifikant höher war als bei Sportlern ohne VKB-Ruptur. Der NWI war bei Sportlern mit VKB-Ruptur statistisch gesehen kleiner als bei Sportlern ohne VKB-Ruptur. Außerdem wurde festgestellt, dass der Innenwinkel des lateralen Femurkondylus ein besserer Vorhersagefaktor für VKB-Rupturen bei jungen Handballerinnen ist als die Weite der interkondylären Notch.

Bei chronischeren VKB-Verletzungen kann es zu einer Spornbildung oder Hypertrophie der Eminentia intercondylaris, zur Bildung von Osteophyten an der patellaren Facette oder zu einer Verengung des Gelenkspalts mit marginalen Osteophyten kommen. Vor allem bei Patienten, deren Skelett noch nicht ausgereift ist, ist es wichtig, eine Röntgenaufnahme zu machen. Dies liegt daran, dass in dieser Altersgruppe häufig ein knöcherner Ausriss vorliegt.

Komplette VKB-Ruptur im MRT

2. MRT ( edit | edit source )

Die MRT hat den Vorteil, dass sie ein klar definiertes Bild aller anatomischen Strukturen des Knies liefert. Ein normales VKB ist auf dem sagittalen Bild durch die interkondyläre Kerbe als gut definiertes Band mit geringer Signalintensität zu erkennen. Bei einer akuten Verletzung des VKB erscheint die Kontinuität der Bandfasern unterbrochen und die Bandsubstanz ist schlecht definiert, mit einer gemischten Signalintensität, die lokale Ödeme und Blutungen darstellt.(61)

Mit der MRT können VKB-Verletzungen mit einer Genauigkeit von 95 % oder besser diagnostiziert werden. Die MRT zeigt auch eventuelle Meniskusrisse, Knorpelverletzungen oder Knochenkontusionen auf.

Prozentsatz der Verteilung von Knochenkontusionen („Bone Bruises“)

In mehr als 80 % der Fälle liegt eine Knochenkontusion in Verbindung mit einer VKB-Verletzung vor. Die häufigste Stelle befindet sich über dem lateralen Femurkondylus. Die Knochenkontusion wird höchstwahrscheinlich durch eine Kollision zwischen dem hinteren Aspekt des lateralen Tibiaplateaus und dem lateralen Femurkondylus während der Verschiebung des Gelenks zum Zeitpunkt der Verletzung verursacht. Das Vorhandensein einer Knochenkontusion weist auf eine Impaktion des Gelenkknorpels hin.(62) Patienten mit Knochenkontusionen haben ein höheres Risiko, später eine Arthrose zu entwickeln. Eine Knochenkontusion lässt sich am deutlichsten in MRT-Aufnahmen erkennen.

3. Instrumentierte Laxitätsprüfung/arthrometrische Beurteilung des Knies ( edit | edit source )

Eine Ergänzung zu den speziellen klinischen Tests zur Beurteilung der anterioren tibialen Translation ist die instrumentierte Laxitätsprüfung. Das am häufigsten in der Literatur zitierte Arthrometer ist das KT1000 (Medmetric, San Diego, Kalifornien). Das Arthrometer liefert eine objektive Messung der anterioren tibialen Translation, die den Lachman-Test bei VKB-Verletzungen ergänzt. Es kann besonders bei der Untersuchung von akut verletzten Patienten nützlich sein, bei denen Schmerzen und Abwehrspannung eine angemessene Testdurchführung verhindern können. Bei solchen Patienten können de Ausführung und die Interpretation von Lachman- und weiteren Tests schwierig sein. Die arthrometrischen Ergebnisse können als diagnostisches Instrument zur Beurteilung der Integrität des VKB oder als Teil der Nachuntersuchung nach einer VKB-Rekonstruktion verwendet werden.(63) Die Ergebnisse des KT1000 und KT2000 haben sich als zuverlässig und genau erwiesen.(64)

4. Dynamische Ultraschalluntersuchung ( edit | edit source )

Mit Hilfe des Ultraschalls (US) kann der Untersucher feststellen, ob eine VKB-Verletzung vorliegt. Die direkte US-Visualisierung des VKB ist eine Herausforderung, aber die sonographische Darstellung wird zunehmend als Erweiterung der körperlichen Untersuchung am Spielfeldrand, in Trainingsräumen und in Kliniken eingesetzt. Mit dem Ultraschall kann der Grad der Laxität objektiv gemessen werden, wenn er mit Funktionstests (Lachman- und vorderer Schubladentest) kombiniert wird.(65)

Femoral Notch Sign. A. Position der Ultraschallsonde zur Visualisierung des Femoral Notch Sign. B. Anatomische Zeichnung, die den positiven US-Befund auf Höhe der Fossa intercondylaris des Femurs zeigt. C. Normales Kniesonogramm der Fossa intercondylaris. D. Sonogramm mit positivem Notch Sign mit einer hypoechoischen Ansammlung (Sternchen) am Ursprung des VKB und einem Masseneffekt, der das interkondyläre Fettpolster nach medial verdrängt. E. Fettgesättigtes koronales T2-gewichtetes MRT desselben Patienten in D, wobei das Bild vertikal gespiegelt wurde, um der Ausrichtung des Sonogramms zu entsprechen. Die hypoechoische Ansammlung (Pfeilspitzen) am Ursprung des VKB entspricht dem positiven Notch Sign, einem sekundären Zeichen für eine VKB-Ruptur mit einer Knochenkontusion am lateralen Femurkondylus. LFC steht für den lateralen Femurkondylus, MFC für den medialen Femurkondylus und PA für die Arteria poplitea.

Es wurden dynamische US-Untersuchungen zur Messung der Laxität und drei statische indirekte Anzeichen einer VKB-Ruptur beschrieben:

  • Das Femoral Notch Sign: Durch das Vorliegen einer hypoechoischen Ansammlung neben dem lateralen Femurkondylus gekennzeichnet, wo das VKB ansetzen sollte.

Die anderen indirekten Zeichen sind:

  • Das „Wellenzeichen“ des hinteren Kreuzbandes (HKB).
  • Zeichen einer Vorwölbung (Protrusion) der Kapsel.

Die Validität des Femoral Notch Sign im US zeigt eine Sensitivität und Spezifität von 88 % bis 96,2 % bzw. 65 % bis 100 %. Die Aussagekraft verbessert sich, wenn das symptomatische Knie mit der asymptomatischen Seite verglichen wird. Die Gültigkeit des „Wellenzeichens“ des HKB und der Vorwölbung der Kapsel wurden jedoch nicht mit hochauflösendem US untersucht.

Die Ultraschall-Untersuchung kann die MRT nicht ersetzen, kann jedoch den Kliniker bei der Entscheidung über weitere diagnostische Tests und die Behandlung von Patienten mit akuten Knieverletzungen unterstützen. Diese US-Zeichen lassen sich leicht nichtinvasiv bestimmen, insbesondere in Fällen, in denen die klinische Untersuchung schwierig oder nicht eindeutig ist. Ultraschall kann dazu beitragen, die Zahl der unentdeckten VKB-Verletzungen zu verringern, und kann Patienten unnötige Behandlungen bei einer vermuteten Diagnose einer Kniekontusion, -distorsion oder -zerrung ersparen. Darüber hinaus ist der Point-of-Care-US im Vergleich zur MRT kostengünstig und kann den Patienten möglicherweise noch am selben Tag eine Diagnose liefern, ohne dass sie sich unnötige Sorgen machen müssen. Es ist auch erwähnenswert, dass Ultraschall bei Patienten mit Metallimplantaten eine gute Wahl sein kann, da MRT-Artefakte die genaue Beurteilung des VKB beeinträchtigen können.(66)

(67)

Differenzialdiagnose ( edit | edit source )

Die gleichen Merkmale für eine VKB-Verletzung finden sich auch bei:

  • Luxationen des Knies.
  • Meniskusverletzungen.
  • Verletzung der Kollateralbänder.
  • Verletzungen der posterolateralen Ecke des Knies.

Weitere Diagnosen, die berücksichtigt werden müssen, sind:

Die Differenzialdiagnose eines akuten Hämarthros des Knies aufgrund einer VKB-Ruptur würde neben einem größeren Bänderriss auch einen Meniskusriss oder eine Luxation der Patella oder eine osteochondrale Fraktur umfassen.

Die Differenzierung kann meist auf der Grundlage einer gründlichen Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung des Mechanismus zum Zeitpunkt der Verletzung vorgenommen werden. Eine zusätzliche MRT-Untersuchung kann die Verletzung sichtbar machen.

Untersuchung(edit | edit source)

Die Untersuchung einer VKB-Verletzung kann auf zwei Arten erfolgen:

  • Körperliche/klinische Untersuchung.
  • Untersuchung in Narkose und Arthroskopie.

Körperliche/klinische Untersuchung ( edit | edit source )

Eine organisierte, systematische körperliche Untersuchung ist bei der Untersuchung aller Gelenke unerlässlich. Unmittelbar nach der akuten Verletzung kann die körperliche Untersuchung aufgrund der Abwehrspannung des Patienten sehr eingeschränkt sein. Bei der Inspektion sollte der Untersucher auf folgende Punkte achten:(68)

  • Allgemeine Ausrichtung des Knies.
  • Eine starke Verzerrung der normalen Ausrichtung kann auf eine Fraktur des distalen Femurs oder der proximalen Tibia oder auf eine Luxation des Knies hindeuten.
  • Jeder größere Erguss, der am häufigsten innerhalb weniger Stunden nach einer VKB-Verletzung auftritt. Das Ausbleiben eines Gelenksergusses bedeutet nicht, dass keine VKB-Verletzung vorliegt. Bei schwereren Verletzungen, die die umgebende Kapsel und die Weichteile mit einbeziehen, kann der Hämarthros sogar aus der Kniekapsel austreten, und der Grad der Schwellung kann paradoxerweise abnehmen. Das Vorliegen einer Schwellung bzw. eines Ergusses ist wiederum keine Garantie dafür, dass eine VKB-Verletzung vorliegt. Nach Noyes et al. korreliert ein sofortiger Erguss bei fehlendem Knochentrauma zu 72 % mit einer VKB-Verletzung gewissen Grades.
  • Eine knöcherne Fehlstellung kann auf eine damit verbundene Fraktur des Tibiaplateaus hindeuten.
  • Die Palpation folgt auf die Inspektion und sollte an der nicht betroffenen Extremität beginnen. Die Palpation bestätigt das Vorliegen und den Grad des Gelenksergusses und der knöchernen Verletzung. Kleine Ergüsse, die bei der Inspektion übersehen werden, sollten bei der sorgfältigen manuellen Untersuchung aufgespürt werden. Durch Palpation des Gelenkspalts und der Seitenbänder kann ein möglicher Meniskusriss oder eine Bänderzerrung ausgeschlossen werden.
  • Auch die periartikuläre Schmerzempfindlichkeit sollte untersucht werden.
  • Das Bewegungsausmaß des Patienten sollte überprüft werden, um festzustellen, ob eine vollständige Extension aufgrund eines möglichen Meniskusrisses oder eines damit verbundenen freien Gelenkkörpers vorliegt.
  • Der Laxitätstest sollte entweder mit einem speziellen Test oder mit Hilfe eines Arthrometers durchgeführt werden.
Einstufung und Untersuchung der anterioren tibialen Subluxation nach einer VKB-Verletzung ( edit | edit source )
Schweregrad Ausmaß der anormalen Rotation der Tibia Positiver Test Kommentar
Mild (Grad 1) 1+ (< 5 mm) Lachman und RS Kann mit einer generalisierten Gelenklaxität einhergehen (physiologisch).
Mäßig (Grad II) 2+ (5-10 mm) Lachman, RS, Losee, ALRI, PS – „gleiten“ aber nicht „zerren“ Kein offensichtlicher Sprung bei Jerk-Test und PS
Schwer (Grad III) 3+ (11-15 mm) Lachman, RS, Losee, ALRI, Jerk und PS Offensichtlicher Sprung bei Jerk und PS und grobe Subluxationsreduktion beim Test.
Massiv (Grad IV) 4+ (> 15mm) Lachman, RS, Losee, ALRI, Jerk und PS Impingement des lateralen Tibiaplateaus in Subluxationsstellung, was den Untersucher dazu veranlasst, beim Pivot-Shift-Test zurückzugehen, um eine Reposition zu erreichen.

(RS – Rotationsschublade, ALRI – Antero-Laterale Rotatorische Instabilität, PS – Pivot-Shift)

(69)

Untersuchung in Narkose und Arthroskopie ( edit | edit source )

Die Arthroskopie in Verbindung mit einer Untersuchung unter Narkose ist eine genaue Methode zur Diagnose eines rupturierten VKB. Sie kann indiziert sein, wenn die Diagnose aufgrund der Krankengeschichte des Patienten vermutet wird, aber bei der klinischen Untersuchung nicht erkennbar ist. Der Hauptwert der diagnostischen Arthroskopie liegt in der Ermittlung von assoziierten pathologischen Gelenkerkrankungen wie Meniskusrissen oder Knorpelfrakturen.(70)(71)

Auf dieser Seite finden Sie weitere Informationen zur Untersuchung des Knies: Knee Examination

Management(edit | edit source)

Siehe Rekonstruktion des vorderen Kreuzbandes (VKB)

Siehe Rehabilitation des vorderen Kreuzbandes (VKB)

Das operative und nicht operative Management nach VKB-Rupturen wird in systematischen Übersichten und Metaanalysen untersucht, in denen der beste Standard der empirischen Forschung zu den Ergebnissen von Interventionen bewertet wird. (72) Jüngste systematische Übersichten haben ähnliche Ergebnisse in konservativen und operativen Gruppen in Bezug auf Schmerzniveau, Symptome, Funktion, Rückkehr zum Sport, Lebensqualität, Raten von darauffolgenden Meniskusrissen und Operationen sowie die Prävalenz der röntgenologischen Kniearthrose ergeben.(73)(74)

Verletzungsprävention ( edit | edit source )

Die Zahl der VKB-Verletzungen scheint zuzunehmen, und es ist besorgniserregend, dass jüngsten Berichten zufolge die Zahl der VKB-Verletzungen am schnellsten am jüngeren Ende des Altersspektrums gestiegen ist. Daher ist es relevant, die Wirksamkeit von Trainingsprogrammen zur Prävention von VKB-Verletzungen zu überprüfen und den Stand der aktuellen Evidenz für ihre Wirksamkeit kritisch zu bewerten.(19)

Die Häufigkeit von kontaktlosen VKB-Verletzungen ist bei Frauen höher als bei Männern. Es wurden mehrere Faktoren ermittelt, die diese Geschlechterdisparität erklären. Es wurden geschlechtsspezifische Unterschiede bei Bewegungsmustern, Positionen und Muskelkräften festgestellt, die bei verschiedenen koordinierten Aktivitäten der unteren Extremitäten auftreten. Anatomische und hormonelle Faktoren wie ein geringerer Umfang des VKB, eine kleine und schmale interkondyläre Notch (Fossa intercondylaris), generalisierte und spezifische Laxität des Kniegelenks und eine präovulatorische Phase des weiblichen Menstruationszyklus wurden als erhöhte Risikofaktoren für Nicht-Kontakt-Verletzungen des VKB diskutiert. Die identifizierten Mechanismen und Risikofaktoren für kontaktlose VKB-Verletzungen wurden jedoch hauptsächlich bei weiblichen Fußballspielern untersucht; daher sind weitere Untersuchungen bei männlichen Spielern sinnvoll.(75)(76)

Die Änderung dieser spezifischen Risikofaktoren ist jedoch schwierig, wenn nicht gar unmöglich. Im Gegensatz dazu gibt es Evidenz dafür, dass neuromuskuläre Risikofaktoren veränderbar sind. Neuromuskuläre Risikofaktoren wie die Valgusstellung des Knies, die muskuläre Kontrolle (Aktivierung des Quadrizeps und der Hamstrings) sowie die Hüft- und Rumpfkontrolle werden zunehmend mit der Ätiologie dieser Verletzungen in Verbindung gebracht.(75)(77)

Die Durchführung eines Programms zur Prävention von VKB-Verletzungen kann für alle Sportler von großem Nutzen sein. Obwohl dieses Programm das Auftreten von VKB-Rissen nicht gänzlich verhindern kann, kann es helfen, das Risiko zu verringern. Es gibt fünf wichtige Schritte, die bei der Planung eines Präventinsprogramms berücksichtigt werden sollten:

  • Ermittlung der Risikofaktoren.
  • Übungen.
  • Trainingsbelastung und -volumen.
  • Häufigkeit des Trainings.
  • Timing der Übungen.

Die meisten VKB-Verletzungen treten auf, wenn eine anteriore Kraft auf die Tibia einwirkt. Es ist wichtig, die Risikofaktoren zu ermitteln, die zu dieser anterioren Kraft beitragen können, um das Verletzungsrisiko zu verringern. Die Ermittlung von Risikofaktoren und Verletzungsmechanismen, die durch neuromuskuläre Präventionsprogramme modifiziert werden können, würde es vielen Sportlern ermöglichen, weiterhin Sport zu treiben und das Risiko einer VKB-Verletzung zu verringern. Diese modifizierbaren Risikofaktoren werden in vier verschiedene Kategorien eingeteilt, darunter Bewegung und Ausrichtung, Kraft, Bodenreaktionskräfte und Ermüdung.

  • Bewegung und Ausrichtung – Es gibt bestimmte Bewegungs- und Ausrichtungsfaktoren, die einen Patienten für eine VKB-Ruptur prädisponieren können, z. B. die Landung aus einem Sprung mit einem kleinen Flexions- und größeren Valguswinkel des Knies, eine verminderte aktive und passive Kontrolle des Knies und ein dynamischer Valgus des Knies.
  • Kraft – Eine Muskelschwäche ist ein weiterer modifizierbarer Risikofaktor und betrifft insbesondere M. gluteus medius, M. gluteus minimus, M. quadriceps femoris, die ischiokrurale Muskulatur (Hamstrings) und die Hüftabduktoren.
    • Ein geschwächter Quadrizeps kann die Kontrolle über die Knieflexion beeinträchtigen.
    • Schwache Hamstrings und Hüftabduktoren können zu einer erhöhten Valgusbelastung des Knies führen.
    • Eine schwache Rumpfmuskulatur führt zu einer verminderten Rumpfstabilität und/oder seitlichen Beckenbewegungen.
  • Bodenreaktionskräfte – Wenn ein Patient schwache Hamstrings oder einen schwachen Quadrizeps hat, kann es für ihn schwierig sein, die Bodenreaktionskräfte zu kontrollieren, was zu einer größeren Belastung des VKB führt.
  • Ermüdung – Ermüdung führt zum Verlust der motorischen Kontrolle, insbesondere in der Landephase eines Sprungs.

Im Jahr 2018 haben Arundale, Bizzini, Giordano et al.(78) Klinische Praxisleitlinien veröffentlicht, in denen die neuesten Programme zur Verletzungsprävention bei VKB- und Bandverletzungen des Knies vorgestellt werden. Die Ergebnisse waren äußerst positiv und besagen, dass es solide Evidenz für die Vorteile von Programmen zur Vorbeugung von Knieverletzungen durch Übungen gibt, einschließlich einer Verringerung des Risikos für alle Knieverletzungen und speziell für VKB-Verletzungen, bei geringem Risiko für unerwünschte Ereignisse und minimalen Kosten.

Bewegungsbasierte Prävention wurde definiert als eine Intervention, die von den Teilnehmern verlangt, aktiv zu sein und sich zu bewegen. Dazu gehören körperliche Aktivität, Kräftigungs-, Dehnungs-, neuromuskuläre, propriozeptive, Agilitäts- oder plyometrische Übungen und andere Trainingsmodalitäten. Davon ausgeschlossen sind jedoch passive Eingriffe wie z. B. Orthesen oder Programme, die lediglich Edukation beinhalten.

Empfehlungen(edit | edit source)

  • Es wird empfohlen, ein bewegungsbasiertes Präventionsprogramm zur Vorbeugung von Knieverletzungen bei Sportlern einzuführen, um das Risiko von Knie- und VKB-Verletzungen zu reduzieren.
  • Dieses Programm sollte vor den Trainingseinheiten oder Spielen durchgeführt werden, z. B. als Teil des Aufwärmens.
  • In dieser Leitlinie werden drei Hochrisikogruppen identifiziert und verschiedene Programme vorgestellt, die für jede Gruppe am besten geeignet sind:
  1. Weibliche Sportler <18 Jahre: PEP, Sportsmetric,(79) Harmoknee,(80) Olsen et al.,(81) Petersen et al.
  2. Fußballspieler, insbesondere Frauen: Caraffa et al.,(82) Sportsmetric.(79)
  3. Männliche und weibliche Handballspieler, insbesondere im Alter von 15-17 Jahren: Olsen et al.,(81) Achenbach et al.(83)
  • Dosierung und Durchführung: Für alle Programme gilt, dass sie mehrere Komponenten umfassen sollten, eine Sitzungsdauer von >20 Minuten und ein wöchentliches Trainingsvolumen von >30 Minuten haben sollten, in der Vorsaison beginnen und während der gesamten Saison mit hoher Compliance fortgesetzt werden sollten.
  • Die am meisten unterstützten Programme umfassen mehrere Komponenten wie z. B.:
  1. Flexibilität – Quadrizeps, Hamstrings, Hüftadduktoren, Hüftbeuger und Wadenmuskeln.
  2. Kräftigung – Beidbeinige Kniebeugen (Double Leg Squats), einbeinige Kniebeugen (Single Leg Squats), Ausfallschritte (Lunges), Nordic Hamstring Exercises.
  3. Plyometrische Übungen – Einbeiniges Hüpfen vor und zurück, Ice Skaters, Sprung zum Kopfball oder Fangen eines Balls über Kopf.
  4. Gleichgewicht/Balance und Agilität.
  5. Laufen – Vorwärts und rückwärts, Zickzacklauf, vorwärts und rückwärts hüpfen.
  • Diese Leitlinie liefert starke Evidenz dafür, dass bewegungsbasierte Präventionsprogramme das Risiko für alle Knieverletzungen, nicht nur für VKB-Verletzungen, verringern. „Die gepoolte Inzidenzrate deutet darauf hin, dass bewegungsbasierte Präventionsprogramme bei der Verringerung der Inzidenz von Knieverletzungen wirksam sind (0,73, 95 % Konfidenzintervall).“ (Arundale, Bizzini, Giordano et al., 2018)(78) Speziell für das VKB sind die Programme ebenfalls wirksam bei der Verringerung von Verletzungen, aber die gepoolte Rate ist niedriger und liegt zwischen 0,38-0,49.
  • Die Informationen in dieser Leitlinie beziehen sich auf alle Knieverletzungen, nicht nur auf VKB-Verletzungen. Die Evidenz und die Empfehlungen dieser Leitlinie sollten genutzt werden, um Trainer, Eltern, Sportler und Kliniker zu schulen und dabei zu unterstützen, bewegungsbasierte Programme zur Verletzungsprävention in ihre Trainingsmethoden einzubauen. Es scheint sehr wichtig zu sein, dass diese Botschaft unsere jungen Sportlerinnen erreicht, da sie zu den Hochrisikogruppen gehören. Obwohl drei Hochrisikogruppen ermittelt wurden, sollten diese Empfehlungen für alle jungen Sportler gelten, insbesondere für 12- bis 25-Jährige in Hochrisikosportarten wie Rugby, American Football, Netzball, Fußball, Basketball und Skifahren.

Teil I – Dynamisches Aufwärmen ( edit | edit source )

Aufwärm- und Abwärmphasen sind ein wichtiger Bestandteil eines Trainingsprogramms. Die dynamische Aufwärmphase dient dazu, den Sportler auf die Aktivität vorzubereiten und das Verletzungsrisiko erheblich zu verringern.

Teil II: Grundlagenkräftigung ( edit | edit source )

Dieser Teil des Programms konzentriert sich auf die Verbesserung der Beinkraft und der Stabilität des Kniegelenks. Die Technik ist das A und O. Um Verletzungen zu vermeiden, muss man bei der Ausführung dieser Übungen sehr aufmerksam sein.

Teil III: Bewegungskoordination, Abbremsen, Cutting und plyometrisches Training ( edit | edit source )

Diese Übungen sind explosiv und tragen zum Aufbau von Kraft, Schnellkraft und Geschwindigkeit bei. Die wichtigste Komponente bei der Betrachtung der Leistungstechnik ist die Landung. Sie muss weich sein! Bei der Landung aus dem Sprung sollte das Gewicht zunächst auf die Fußballen gebracht werden, um dann langsam mit gebeugtem Knie und gebeugter Hüfte zur Ferse abzurollen. Diese Übungen sind grundlegend. Es ist jedoch wichtig, dass sie korrekt durchgeführt werden. Beginnen Sie diese Übungen mit einem flachen Markierungshütchen (2 Zoll) oder mit einer Sichtlinie auf dem Spielfeld.

(84)

Die obigen Videos von Trainingsprogrammen auf dem Sportplatz wurden von den Herausgebern der Zeitschrift JOSPT kuratiert und veröffentlicht und bieten ein ganzheitliches Programm, das mit den Empfehlungen dieser klinischen Praxisleitlinien für die bewegungsbasierte Prävention von Knie- und VKB-Verletzungen übereinstimmt. Sie werden als Aufwärmübungen empfohlen für Sportler, die sich auf Wettkämpfe in Feldsportarten wie Fußball, Football, Lacrosse, Feldhockey, Softball usw. vorbereiten.

Weitere Programme zur Reduzierung von VKB-Verletzungen sind HarmoKnee, FIFA 11+, Prevent Injury and Enhance Performance (PEP) und Sportsmetrics sowie die von Caraffa et al. und Olsen et al. verwendeten Programme.

Fifa 11+, Harmoknee, PEP und Sportsmetric haben ihre eigenen Programme zur Verletzungsprävention, aber was Sie wahrscheinlich in der Tabelle unten sehen werden, ist, dass kein einziges Programm alles umfasst und dass von der klinischen Leitlinie kein einziges Programm als einzig bestes empfohlen wurde.

Flexibilität Laufen Kraft Plyometrie Core Balance/Gleichgewicht
Harmoknee
PEP
Sportsmetric
FIFA 11+
Olsen et al.
Achenbach et al.
Caraffa et al.

F-MARC 11+ Warm Up Program

Im Folgenden finden Sie einen kurzen Überblick über die wichtigsten Programme, die in dieser Leitlinie vorgestellt werden, sowie eine Übersicht über die Dosierung der einzelnen Übungen.

FIFA 11+ ( edit | edit source )

Das Programm F-MARC 11+ kann einige Risikofaktoren für VKB-Verletzungen bei weiblichen Sportlerinnen im Vorschulalter wirksamer verbessern als bei jugendlichen Sportlern, insbesondere durch die Verringerung des Valguswinkels und des Moments des Knies während der Landung bei einem beidbeinigen Sprung.(85)

PEP-Programm: Prevent injury and Enhance Performance ( edit | edit source )

Das PEP-Programm (Prevent injury, Enhance Performance) ist eine hochspezifische 15-minütige Trainingseinheit, die sich vor allem darauf konzentriert, den Sportlern Strategien zur Verletzungsprävention zu vermitteln, und spezifische Übungen umfasst, die auf Probleme abzielen, die in früheren Forschungsstudien ermittelt wurden.

1. Vermeiden Sie gefährdete Positionen.

2. Verbessern Sie die Flexibilität.

3. Verbessern Sie die Kraft.

4. Nehmen Sie plyometrische Übungen in Ihr Trainingsprogramm auf.

5. Verbessern Sie die Propriozeption durch Agilitätstraining. (86)

Dieses Präventionsprogramm umfasst dynamisches Aufwärmen, Flexibilität, grundlegende Kräftigung, plyometrische Übungen und sportartspezifisches Agilitätstraining, um potenzielle Defizite bei der Kraft und Koordination der Kniestabilisatoren zu beheben. Trainer und Ausbilder müssen auf eine korrekte Körperhaltung, gerade Auf- und Absprünge ohne übermäßige Seitwärtsbewegungen und eine weiche Landung achten. Im Idealfall sollte das Programm während der Saison mindestens 2-3 Mal pro Woche durchgeführt werden.

(87)

SPORTSMETRIC(edit | edit source)

  • Flexibilität: Gastrocnemius und Soleus, Quadrizeps, Hamstrings, Hüftadduktoren, Hüftbeuger, Latissimus dorsi, hinterer Deltamuskel und Pectoralis major.
  • Laufen: Hüpfen, Side Shuffles und Laufen.
  • Kraft: Rückenüberstreckung, Beinpresse, Fersenheben, Klimmzüge, Bankdrücken, Latissimus-dorsi-Ziehen, Unterarm-Curls.
  • Core-Kraft: Bauchmuskeltraining.
  • Plyometrische Übungen: Wandsprünge (Wall Jumps), Tuck Jumps, Broad Jump mit Stick Landing, Hocksprünge (Squat Jumps), beidbeinige Kegelsprünge von einer Seite zur anderen, von hinten nach vorne und um 180 Grad, Sprungsschritte auf der Stelle (Bounding), vertikale Sprünge, Sprungsschritte auf Weite, Scherensprünge (Scissor Jumps), Hüpfen, Hüpfen mit Stick Landing, vertikale Step-Sprünge, Mattress Jumps, einbeinige Sprünge auf Weite, Sprung zu Sprungschritt.(79)

Harmoknee(edit | edit source)

  • Flexibilität: Dehnung der Waden im Stehen, Dehnung des Quadrizeps im Stehen, Dehnung der Hamstrings im Halbkniestand, Dehnung der Hüftbeuger im Halbkniestand, Dehnung der Leistengegend im Schmetterlingsstil und modifizierte Vierer-Dehnung.
  • Jogging: Jogging, Rückwärtsjogging auf Zehenspitzen, Kniehebelauf (Skipping), Defensivdruck (Zickzack rückwärts), abwechselnd vorwärts und rückwärts Zickzack laufen.
  • Kraft: Ausfallschritte (Lunges), Nordic Hamstring und einbeinige Kniebeuge mit Zehenheben.
  • Core-Stabilität: Sit-ups, Plank auf den Ellbogen und Brücke (Bridging).
  • Plyometrie: Beidbeinige sprünge vorwärts und rückwärts, seitliche Einbeinsprünge, Einbeinsprünge vorwärts und rückwärts, Beidbeinige Sprünge mit und ohne Ball.(80)

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es kein einzelnes Programm gibt, das als bestes Programm zur Verletzungsprävention empfohlen werden kann, und dass es viele wertvolle Online-Ressourcen gibt, um solche Programme zur Unterstützung des Trainings zu implementieren. Insgesamt gibt es eine solide Evidenz dafür, dass diese Programme bei der Prävention von VKB-Verletzungen sehr wirksam sind. Zusammenfassend zeigt die Analyse, dass Programme zur Verringerung von VKB-Verletzungen das Risiko aller VKB-Verletzungen bei weiblichen Sportlern um die Hälfte und das Risiko von kontaktlosen VKB-Verletzungen bei allen Sportlern um zwei Drittel senken. (88)

Um diese Präventionsprogramme erfolgreich zu absolvieren, sind Zeit und Engagement am wichtigsten. Diese Leitlinie unterstreicht, wie wichtig es ist, unseren jungen Sportlern beizubringen, dass diese Aufwärmübungen die Grundlage für ein sicheres Training und Spiel bilden und das Verletzungsrisiko verringern – hier sollten wir keine Kompromisse eingehen. In der Tat könnte es der wertvollste Teil der Teilnahme am Training sein und auf lange Sicht die Menschen länger in ihrem Sport halten, den sie lieben.

Neurokognitive Beiträge zu VKB-Verletzungen ( edit | edit source )

Die Neurokognition bezieht sich auf eine höhere Ordnung des Denkens oder der Funktion des Gehirns. Sie umfasst unter anderem folgende Punkte:

  1. Exekutive Funktionen – beziehen sich auf die Fähigkeit, motorische, kognitive und emotionale Prozesse zu koordinieren, und spielen eine wichtige Rolle bei der Durchführung einer Aufgabe, die Aufmerksamkeit erfordert, sowie bei der Überwindung interner und externer Reize.
  2. Inhibitorische Kontrolle – bezieht sich auf die Fähigkeit, Reize zu filtern und sich auf die anstehende Aufgabe zu konzentrieren. Sie steht im Zusammenhang mit dem Arbeitsgedächtnis und spielt eine wichtige Rolle bei der Steuerung der Aufmerksamkeit. Sie wird bei Aufgaben wie den schnell wechselnden Umgebungen auf einem Fußballfeld benötigt.
  3. Kognitive Flexibilität – bezieht sich auf die Fähigkeit, sich an veränderte Bedingungen anzupassen.
  4. Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit – bezieht sich auf die Zeit, die benötigt wird, um neue Informationen zu verarbeiten und Daten aus dem Gedächtnis abzurufen. Dies ist erforderlich, um komplizierte kognitive Funktionen wie das Arbeitsgedächtnis auszuführen.
  5. Reaktionszeit – bezieht sich auf die Schnelligkeit, mit der auf einen Stimulus reagiert wird
  6. Wahrnehmung – bezieht sich auf die Fähigkeit, die gegebenen Informationen zu organisieren, zu identifizieren, zu interpretieren und zu verstehen
  7. Dual- oder Multitasking – bezieht sich auf die Fähigkeit, mehr als eine Handlung gleichzeitig auszuführen

Profisportler sind diejenigen, die motorische und perzeptiv-kognitive Fähigkeiten kombinieren. Dabei geht es um ihre Fähigkeit, Informationen in einer bestimmten Situation oder Umgebung zu erkennen, zu lokalisieren und zu verarbeiten. Mannschaftsballsportler wie Fußballer und Basketballer benötigen schnelle und effiziente Wahrnehmungsfähigkeiten, um die Gelegenheit zu nutzen, eine optimale Leistung zu erbringen, z. B. die Bewegung eines Gegners zu erkennen und zu interpretieren, bevor sie tatsächlich in Aktion treten. Fehler in der inhibitorischen Kontrolle können zu einer fehlerhaften motorischen Bewegung führen, um den Anforderungen plötzlicher Handlungsänderungen gerecht zu werden, die zu einer VKB-Verletzung führen können. Die mangelnde Fähigkeit, den Fokus zu wechseln, kann zum Verlust des räumlichen Bewusstseins beitragen und die motorische Kontrolle stören.(89) Studien haben Veränderungen oder Defizite bei kognitiven Fähigkeiten wie Reaktionszeit, Verarbeitungsgeschwindigkeit sowie visuellem und verbalem Gedächtnis bei VKB-verletzten Sportlern ergeben.(90) Es gibt Fortschritte bei der Feststellung von Veränderungen im zentralen Nervensystem nach einer VKB-Verletzung, die beachtet werden sollten, und ein Screening auf neurokognitive Faktoren sollte bei Sportlern neben den biomechanischen Faktoren durchgeführt werden. Dies hat das Potenzial, die Verletzungsrate zu senken, was wiederum die Zahl der durch Behinderung verlorenen Jahre verringern kann.

Summary of the factors to consider in ACL injury risk.png

Klinische Assessment-Tools zur Identifizierung von Risikosportlern ( edit | edit source )

Die Entwicklung von klinischen Assessment-Tools zur Identifizierung von Sportlern, bei denen das Risiko einer VKB-Verletzung besteht, würde es den Klinikern erleichtern, die Gruppen zu ermitteln, die am meisten von einer Intervention profitieren würden. Obwohl es Prädiktoren für VKB-Verletzungen gibt, die potenziell modifizierbar sind, wie z. B. die Messung des hohen Knieabduktionsmoments bei der Landung, wurden für die Messungen in Studien teure Messinstrumente (z. B. Bewegungsanalysesysteme, Kraftmessplatten) und arbeitsintensive Datenerfassungs- und -reduzierungstechniken eingesetzt, um wichtige biomechanische Risikofaktoren zu ermitteln.

Die Identifizierung von Sportlern mit hohen Knieabduktionsmomenten ist jedoch auch mit weniger teuren Geräten und weniger Zeitaufwand möglich. Diese klinischen Prognoseinstrumente weisen eine mäßige bis hohe Inter-Rater-Zuverlässigkeit auf (Intra-Klassen-Korrelationskoeffizienten 0,60-0,97). Die Screening-Tools wurden weiter vereinfacht und optimiert, so dass sie nun eine kalibrierte medizinische Waage, ein übliches Messband, eine Standard-Digitalkamera, eine Bildsoftware und ein isokinetisches Dynamometer umfassen. Diese optimierten Messungen sagen den Status hoher Knieabduktionsmomente mit 84 % Sensitivität und 67 % Spezifität voraus. Ein Kliniker-freundliches Nomogramm-Tool zeigt eine Vorhersagegenauigkeit von über 75 % für die Identifizierung von hohen Knieabduktionsmomenten bei einzelnen Sportlern. Die Entwicklung klinikerfreundlicher, kostengünstiger Techniken zur Identifizierung von Sportlern und zur anschließenden Teilnahme an geeigneten Programmen zur Verletzungsprävention könnte dazu beitragen, VKB-Verletzungen bei Sportlern zu verringern.(19)

Beurteilung der Wirksamkeit der Intervention ( edit | edit source )

Gängige Assessment-Tools wie der Star Excursion Balance Test (SEBT), funktionelle Hop-Tests, Kraftmessungen, Gleichgewichts- und Stabilitätsmessungen und Dynamometrie sowie neue Techniken können zur Erkennung von Asymmetrien der unteren Extremitäten und risikoreichen Landungen und Cutting-Manövern beitragen. Diese Assessment-Tools sowie Standardleistungstests (z. B. Power Cleans, Bankdrücken, Beinpressen) wurden verwendet, um biomechanische und neuromuskuläre Risikofaktoren für VKB-Verletzungen zu ermitteln und die sportliche Leistung zu messen. Die Bewertung der Zuverlässigkeit der Assessment-Tools und der Leistungsmessungen hat zur Evaluierung und Optimierung der Interventionsstrategien beigetragen. So kann ein objektives Feedback gegeben werden, das systematisch verfolgt und zur Bewertung der Wirksamkeit der Intervention verwendet werden kann. Klinische Assessment-Tools wie das Tuck Jump Assessment und das Nomogramm, das hohe Knieabduktionswerte vorhersagt, können auch Rehabilitationsfachleuten, die mit Sportlern arbeiten, helfen, funktionelle Defizite zu überwachen und den Grad der Bereitschaft zu bestimmen, die funktionellen Anforderungen des Sports mit minimalem Risiko einer erneuten Verletzung zu erfüllen.(19)

Klinisches Fazit ( edit | edit source )

Um den verletzten Sportler optimal versorgen zu können, sollten Physiotherapeuten über fundierte Kenntnisse der Anatomie und der Funktionsweise des VKB verfügen. Der Schlüssel zu einer angemessenen Versorgung einer VKB-Verletzung liegt darin, innerhalb der ersten Stunde nach der Verletzung die richtige Diagnose zu stellen, bevor sich ein signifikanter Hämarthros entwickelt. Dies sollte auch die Erkennung und Diagnose von Begleitverletzungen umfassen.(91) Die Behandlung einer Verletzung und die Wiederaufnahme der Aktivitäten einer Person hängt vollständig vom Grad der VKB-Verletzung und von etwaigen Begleitverletzungen ab.

Ressourcen(edit | edit source)

Referenzen(edit | edit source)

  1. 1.0 1.1 Nagano Y, Ida H, Akai M, Fukubayashi T. Biomechanical characteristics of the knee joint in female athletes during tasks associated with anterior cruciate ligament injury. The Knee. 2009 Mar 1;16(2):153-8.
  2. Arendt EA, Agel J,Dick R.Anterior cruciate ligament injury patterns among collegiate men and women. J Athl Train 1999;34:86-92.
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