Befunderhebung in der Fußorthetik

Originale Autorin Carin Hunter basierend auf dem Kurs von Donna Fisher
Top-BeitragendeCarin Hunter, Jess Bell, Kim Jackson , Lucinda hampton, Ewa Jaraczewska und Tarina van der Stockt

Einleitung(edit | edit source)

Die Orthetik ist ein Teilgebiet der Medizin, das sich mit der Herstellung und Anpassung von orthetischen Vorrichtungen beschäftigt. Es werden unterschiedliche Begriffe für die Bezeichung dieser Hilfsmittel verwendet, darunter Fußorthese / Orthese / Einlage / Einlegesohle / Schuheinlage. Bevor eine Orthese verordnet werden kann, muss eine umfassende Befunderhebung durchgeführt werden, um ein Hilfsmittel auszuwählen, das allen Anforderungen gerecht wird. Die Auswahl eines orthetischen Hilfsmittels kann kompliziert sein, da neben biomechanischen Faktoren auch viele Aspekte wie Komfort und Ästhetik berücksichtigt werden müssen, um die Compliance des Patienten zu verbessern.

Einlegesohlen: 3 Haupttypen ( edit | edit source )

  1. Konfektionierte Einlagen „von der Stange“ (‚Off the shelf“, OTS)
  2. Funktionelle Einlegesohlen (Englisch: functional foot orthoses, FFO)
  3. Individuell angefertigte „Total Contact Insoles“ (TCI) mit vollständigem Sohlenkontakt

Aufgabe von Einlegesohlen ( edit | edit source )

Eine Einlegesohle wird im Allgemeinen als eine „von außen angebrachte Vorrichtung“ bezeichnet, die „in einen Schuh eingefügt werden kann, um die Funktion des Fußes und/oder des Sprunggelenks zu unterstützen oder zu verbessern.“(1) Die Hauptziele eines orthetischen Hilfsmittels sind die Verbesserung der Biomechanik, die Umverteilung des Drucks oder die Anpassung von angeborenen oder erworbenen Deformitäten. Das ultimative Ziel ist es, eine nahezu neutrale Ausrichtung des Subtalargelenks während des Gangzyklus oder der höchsten Funktionsstufe der Person zu erreichen bzw. zu erhalten.(1)

  1. Stützen
  2. Korrektur, wenn beweglich
  3. Ausgleich, wenn nicht beweglich
  4. Stoßdämpfung
  5. Druckumverteilung

Grundlagenanatomie des Fußes ( edit | edit source )

Für eine ausführliche Erläuterung der Anatomie von Fuß und Sprunggelenk klicken Sie bitte auf die Links.

  1. 28 Knochen
  2. 33 Gelenke
  3. Bänder
  4. Sehnen
  5. Muskeln
  6. Plantarfaszie (Aponeurosis plantaris)

Plantarfaszie ( edit | edit source )

  • Die Plantarfaszie ist ein starkes, faseriges Gewebe. Da sie steif und weitgehend undurchlässig ist, kann sie zum Schutz der Muskeln der Fußsohle beitragen.(2)(3)
  • Sie entspringt tief in der Plantarfläche des Fersenbeins (Os calcaneus) und fächert sich in Richtung der Mittelfußköpfe auf. Sie teilt sich und setzt an der Basis der Zehenglieder (Phalangen) jeder Zehe an.(3)
  • Beim Gehen, während der Dorsalextension der Zehen bei der Schlussphase (Zehenablösung), wickelt sich die Plantarfaszie um die Mittelfußköpfchen und spannt sich an.(3) Dadurch wird das Fersenbein in Richtung der Mittelfußköpfe gezogen, was wiederum die Form des Längsgewölbes aufrechterhält und den Fuß stützt, um den Vortrieb zu ermöglichen. Dieses Phänomen ist als Windlass-Mechanismus bekannt.(4)

Windlass-Mechanismus ( edit | edit source )

Der Windlass-Mechanismus („Seilwinden-Mechanismus“) wurde erstmals 1954 von J.H. Hicks beschrieben. Im Wesentlichen handelt es sich um: „eine Eins-zu-Eins-Kopplung zwischen der Dorsalextension des Zehengrundgelenks und der Erhöhung des medialen Längsgewölbes.“(5) Auf der Grundlage eines technischen Konzepts zum Heben von Gewichten über ein Flaschenzugsystem stellte Hicks fest, dass sich bei der Extension der Zehen die Plantaraponeurose anspannt. Dadurch werden die Mittelfußköpfchen in Richtung des Fersenbeins (Os calcaneum) gezogen, wodurch sich das Längsgewölbe erhöht.(5) Dieser Vorgang findet auf natürliche Weise bei der Abdruckphase im Gangzyklus statt, wenn die Zehen in Dorsalextension gehen und der Fuß steifer wird, um den Vortrieb zu unterstützen. Während der Belastungsübernahme und in der mittleren Standphase dehnt sich das mediale Längsgewölbe.

Der menschliche Fuß ist aufgrund seiner vielen Gelenke flexibel. Er muss jedoch sowohl flexibel als auch steif sein, um einen normalen Gang zu ermöglichen.(6) Es ist wichtig, daran zu denken, dass sich die Plantarfaszie in verschiedenen Phasen des Gangzyklus dehnt und zurückfedert.(5)

Wichtige Gelenke, die bei einer Einlegesohle zu berücksichtigen sind ( edit | edit source )

  1. Rückfuß
    1. Art. talocruralis (oberes Sprunggelenk)
    2. Art. subtalaris (Subtalargelenk)
  2. Mittelfuß
    1. Artt. tarsometatarsales (Tarsometatarsalgelenke)
    2. Art. calcaneocuboidea (Calcaneocuboidgelenk)
    3. Art. talonavicularis (Talonavikulargelenk)
  3. Vorfuß
    1. Art. metatarsophalangealis I (MTP-1-Gelenk, Großzehengrundgelenk)

Weitere Informationen über Fuß- und Sprunggelenke finden Sie hier.

In der Orthetik verwendete Terminologie ( edit | edit source )

Inversion vs eversion.jpg
Valgus = in Eversion
Neutral
Varus = in Inversion
Pronation = Eversion, Abduktion, Dorsalextension und mediale Rotation des Subtalargelenks
Supination = Inversion, Adduktion, Plantarflexion und seitliche Drehung des Subtalargelenks

Aufgabe des menschlichen Fußes ( edit | edit source )

„(Der menschliche Fuß) ermöglicht den Vortrieb im Raum, die Anpassung an unebenes Gelände, die Dämpfung von Stößen und die Unterstützung des Körpergewichts.“(7) Aufgrund seiner Struktur, Funktion und Position ist er jedoch anfällig für Verletzungen. Um den Fuß zu verstehen, ist es notwendig, ihn in nicht belasteter und belasteter Position sowie beim Gehen zu beurteilen.(8)

Orthetische Befunderhebung von Fuß und Sprunggelenk ( edit | edit source )

Bei der Befunderhebung des Fußes und des Sprunggelenks für die Auswahl von Einlagen müssen folgende Punkte berücksichtigt werden:(8)

  1. Anamnese
  2. Bewegungsausmaß
  3. Muskelleistung
  4. Sensibilität / Schmerz
  5. Propriozeption
  6. Biomechanische Analyse
  7. Beinlänge

1. Anamnese ( edit | edit source )

  • Gangbild und biomechanische Analyse beim Eintritt in den Untersuchungsraum
  • Anamnese der Grunderkrankungen, Fußprobleme und des Hauptproblems der Person zu diesem Zeitpunkt.

2. Bewegungsausmaß ( edit | edit source )

Bei dem Entwurf einer Einlegesohle sollten die folgenden Tests zum Bewegungsausmaß durchgeführt werden:

  1. Aktiv
  2. Passiv
  3. Belastet
  4. Nicht belastet

Aktive und passive Bewegungen des Fußes und des Sprunggelenks(10)

  • Schnelltest für das obere Sprunggelenk = Dorsalextension / Plantarflexion
  • Schnelltest für das Subtalargelenk = Pronation / Supination
  • Eversion / Inversion
  • Abduktion / Adduktion
  • Schnelltest für die Zehengrundgelenke = Flexion / Extension

Untersuchung ohne Gewichtsbelastung (10)

  • Windlass-Test – kann bei der Untersuchung von Funktionsstörungen der Plantarfaszie wirksam sein, obwohl seine Spezifität nicht bewiesen ist: (8)
    • Passive Extension der Großzehe (Hallux) am Großzehengrundgelenk
      • Die Plantaraponeurose sollte sich anspannen und den Abstand zwischen Fersenbein (Os calcaneus) und Mittelfußknochen (Ossa metatarsalia) verringern.
      • Bitte beachten Sie, dass der benötigte Extensionswinkel zum Beginn der Gewölbebildung variieren kann
      • Vergrößert das mediale Längsgewölbe
    • Positiver Test: Ein Test gilt als positiv, wenn die passive Extension bis zum Bewegungsende fortgesetzt wird oder bis der Plantarfasziitis-Schmerz des Patienten reproduziert wird.
  • Schmerzen im medialen Fersenbein und in der Plantarfaszie bei Palpation(8)
  • Hallux limitus / rigidus(8)
    • Beide beeinträchtigen den Windlass-Mechanismus, das Gangbild und die normale Funktion des Fußes.(8)
      • Hallux rigidus
        (11)

        • Sehr eingeschränkte oder fehlende Beweglichkeit in Dorsalextension. Bei der Mobilisation des Gelenks kommt es zu einer Krepitation und bei jeder Bewegung des ersten Metatarsophalangealgelenks zu Schmerzen.
      • Hallux limitus
        (12)

        • Eingeschränkte Beweglichkeit in Dorsalextension, die zu einer verminderten Dorsalextension des ersten Metatarsophalangealgelenks führt.
        • Beim Gehen kommt es zu einem Verlust der Extension des Großzehengrundgelenks in der zweiten Hälfte der Standbeinphase, wenn sich der belastete Fuß in maximaler Dorsalextension befindet.(8)

3. Muskeln von Fuß und Sprunggelenk ( edit | edit source )

Im Unterschenkel gibt es vier Muskellogen oder -kompartimente. Der Goldstandard-Test zur Beurteilung dieser Muskeln ist die standardisierte Oxford-Skala.

1. Oberflächliche Flexorenloge

Aktion: Plantarflexion

Muskeln: M. gastrocnemius, M. soleus und M. plantaris

2. Tiefe Flexorenloge

Aktion: Plantarflexion, Adduktion und Inversion

Muskeln: M. tibialis posterior, M. flexor hallicus longus und M. flexor digitorum longus

3. Peroneusloge

Aktion: Dorsalextension, Abduktion und Eversion

Muskeln: M. peroneus longus und M. peroneus brevis

4.Extensorenloge

Aktion: Dorsalextension, Adduktion und Inversion

Muskeln: M. tibialis anterior, M. extensor hallicus longus und M. extensor digitorum longus

Auf den folgenden Seiten finden Sie weitere Informationen zu den Muskeltests von:

4. Sensibilität / Schmerz ( edit | edit source )

Siehe Seite über Sensibilität, sensorische Untersuchung

5. Propriozeption ( edit | edit source )

Siehe Seite über Propriozeption, Beurteilung der Propriozeption

6. Biomechanische Analyse ( edit | edit source )

Es ist wichtig, den Fuß sowohl statisch als auch dynamisch zu beurteilen. Der Grund dafür ist, dass der Fuß während des Gangzyklus nicht statisch ist und die meisten Fußprobleme während des Gangzyklus auftreten.(8) Es ist notwendig, die gesamte kinetische Kette zu betrachten, einschließlich der Knie- und Hüft-/Beckenposition sowie der subtalaren Ausrichtung.

Statische Analyse:

Diese umfasst die folgenden Tests:(8)

  1. „Too-many-toes“-Zeichen
    • „Zu viele Zehen“/“zu wenige Zehen“ – dieser Test ist nützlich, um zwischen einem pronierten und supinierten Fuß zu unterscheiden
  2. Jack-Test
  3. Windlass-Test
  4. Coleman-Block-Test
  5. Ausrichtung von Rückfuß und Vorfuß
    • Eine normale/ideale Fußausrichtung ist gegeben, wenn:(8)
      • Das distale 1/3 des Unterschenkels steht senkrecht
      • Das Fersenbein (Calcaneus) senkrecht zur Auflagefläche steht
      • Der plantare Vorfuß parallel zum plantaren Rückfuß steht
      • Abweichungen von dieser „normalen“ Fußausrichtung („intrinsische Fußdeformitäten“) führen zu einer abnormalen Fußfunktion
  • Jack-Test – Ein Test zur Beurteilung der Beweglichkeit eines Pes cavus
  • Windlass-Test – Ein Test, mit dem Dysfunktionen der Plantarfaszie durch direkte Dehnung der Plantaraponeurose/-faszie untersucht werden können
  • Coleman-Block-Test

Dynamische Analyse: Normaler Gang (10)

  • Phasen des normalen Gehens
    • Fersenauftritt
    • Mittlere Standphase
    • Terminale Standphase
    • Vorschwungphase
    • Schwungphase
  • Bodenfreiheit ist in der Schwungphase wichtig
  • Propriozeption und Gleichgewicht sind für die etwa 40 % des Gangbildes wichtig, die eine Person im Einbeinstand verbringt.(8)
Gait Cycle.jpg
Test des Supinationswiderstandes ( edit | edit source )

Der Test des Supinationswiderstandes(13) ist ein sehr nützlicher Test, um festzustellen, wie viel Kraft eine Einlage aufbringen muss, um den Fuß zu supinieren.(14) Es hat sich gezeigt, dass er klinisch zuverlässig ist, wenn er von einem geschulten Kliniker durchgeführt wird.(14)

Ergebnisse:

  • Ein hoher Wert für den Supinationswiderstand deutet auf die Verwendung einer Einlage mit HOHEM Fußgewölbe hin.
  • Ein mäßiger Supinationswiderstand deutet auf die Verwendung einer Einlage mit MITTLEREM Fußgewölbe hin.
  • Ein niedriger Supinationswiderstand deutet auf die Verwendung einer Einlage mit NIEDRIGEM Fußgewölbe hin.

Sehen Sie sich das folgende Video an, um zu erfahren, wie der Test durchgeführt wird:

Root-Theorie ( edit | edit source )

Die Root-Theorie wurde ursprünglich von Dr. Merton L. Root in den 1950er und 1960er Jahren entwickelt. In der Literatur finden sich auch andere Bezeichnungen für seine Theorie: „Foot morphology theory“, “ Theorie der Neutralstellung des Sprunggelenks“ oder „subtalare Neutraltheorie“.(15) Einfach ausgedrückt basiert die Root-Theorie auf einer Reihe statischer Messungen, die nach Ansicht des Autors die kinematische Funktion vorhersagen können. Damit der Fuß als „normal“ angesehen werden kann, sollte sich das Subtalargelenk (STJ) in einer neutralen Position befinden, wobei das Chopart-Gelenk (Art. tarsi transversa) vollständig verriegelt ist.(16) Dies geschieht beim Gehen zwischen der mittleren Standphase und der Fersenablösung.(17) Jede Abweichung von dieser STG-Ausrichtung wird als „abnormal“ betrachtet und würde daher zu einer mechanischen Dysfunktion führen.

In einer Studie von Jarvis et al. aus dem Jahr 2017 (18) wurde die Fußkinematik zwischen normalen und abnormalen Füßen auf der Grundlage der Klassifikation von Root et al. untersucht. Ziel war es, zu beurteilen:(18)

  • Ob es Unterschiede in der Fußkinematik beim Gehen zwischen Füßen mit und ohne strukturelle Deformitäten nach der Einteilung von Root et al. gibt
  • Ob ein Zusammenhang zwischen dem Ausmaß der strukturellen Deformität und den kinematischen Kompensationen des Fußes während des Gehens besteht
  • Ob Personen ohne Symptome beim Gehen die neutrale subtalare Position erreichen

Nach der Analyse der Ergebnisse stellten die Autoren fest, dass es keinen Zusammenhang zwischen den von Root et al. vorgeschlagenen Deformitäten und den Unterschieden in der Fußkinematik während des Gehens gibt.(18)

Weitere Informationen über die Root-Theorie und andere Theorien zur Fußfunktion finden Sie auf der Seite Modelle der Fußfunktion.

Der Kirby-Vorschlag ( edit | edit source )

Dr. Kirby war ein bekannter Schüler von Dr. Root, und nach jahrelangen Studien widerlegte er Dr. Roots Theorie in 11 Punkten.(19)

Zusammengefasst:
(20)

  • Kirby widerspricht der Theorie, dass die vertikale Fersenstellung die wünschenswerteste Position für die Funktion des Fußes und der Einlegesohle zur Kontrolle des Fußes ist, was einer der grundlegenden Punkte des Root-Modells ist.
  • Root hatte klare Meinungen über die Art der Materialien, aus denen Einlagen hergestellt werden sollten, und sprach sich oft für starre, nicht anpassungsfähige Materialien aus. Kirby hat Beispiele genannt, bei denen flexiblere Materialien von Vorteil sein können.
  • Root und Kirby sind sich nicht einig über die Länge einer Einlegesohle. Root vertrat die Ansicht, dass die Einlage nicht über die Mittelfußhälse hinausreichen sollte und dass distal davon liegende Beschwerden nicht mit Einlagen behandelt werden könnten. Kirby hat später gute Ergebnisse bei der Behandlung eines plantarflektierten dritten Mittelfußknochens erzielt.
  • Dr. Bill Orien(21) und Dr. Root plädierten für eine Liste von „Gesetzen der Fußfunktion“, von denen Dr. Kirby viele ablehnt, wie z. B. „Wenn ein Fersenbein um mehr als zwei Grad evertiert ist, wird es weiter pronieren, bis die maximal pronierte Position des STG erreicht ist.“(22)
  • Dr. Kirby widersprach auch den Theorien von John Weed(23) über Gipsverbände und deren Auswirkungen auf die subtalare Neutralstellung.

Für weitere Informationen können Sie Dr. Kirby auf seiner Facebook-Seite oder seiner Website folgen.

Alternativ können Sie sich auch dieses Video ansehen, wenn Sie mehr erfahren möchten:

(24)

7. Beinlängendifferenz ( edit | edit source )

  1. Absinken
  2. Beckenschiefstand
  3. Retraktion
  4. Skoliose
  5. Funktionelle Beinlänge
  6. Anatomische Beinlänge(25)
Leg Length.jpg

Zusätzliche Informationen: ( edit | edit source )

Dieses Video behandelt eine orthetische biomechanische Beurteilung:

Referenzen(edit | edit source)

  1. 1.0 1.1 Elattar O, Smith T, Ferguson A, Farber D, Wapner K. Uses of braces and orthotics for conservative management of foot and ankle disorders. Foot & Ankle Orthopaedics. 2018 Aug 3;3(3):2473011418780700.
  2. Welte L, Kelly LA, Kessler SE, Lieberman DE, D’Andrea SE, Lichtwark GA, Rainbow MJ. The extensibility of the plantar fascia influences the windlass mechanism during human running. Proceedings of the Royal Society B. 2021 Jan 27;288(1943):20202095.
  3. 3,0 3,1 3,2 Orthopaedia.com. Anatomy of the foot and ankle. Available from: https://orthopaedia.com/page/Anatomy-of-the-Foot-Ankle (accessed 10/02/2022).
  4. Sichting F, Holowka NB, Ebrecht F, Lieberman DE. Evolutionary anatomy of the plantar aponeurosis in primates, including humans. Journal of anatomy. 2020 Jul;237(1):85-104.
  5. 5.0 5.1 5.2 Sichting F, Ebrecht F. The rise of the longitudinal arch when sitting, standing, and walking: Contributions of the windlass mechanism. PloS one. 2021 Apr 8;16(4):e0249965.
  6. Kelly LA, Lichtwark G, Cresswell AG. Active regulation of longitudinal arch compression and recoil during walking and running. J R Soc Interface. 2015;12(102):20141076.
  7. Bolgla LA, Malone TR. Plantar fasciitis and the windlass mechanism: a biomechanical link to clinical practice. Journal of athletic training. 2004 Jan;39(1):77.
  8. 8.00 8.01 8.02 8.03 8.04 8.05 8.06 8.07 8.08 8.09 8.10 Fisher D. Introduction to Foot Orthotics Course. Plus , 2022.
  9. Gegen ME, Plummer T, Darr N. An Exploratory Study of The Perceptions of Footwear for Individuals who use Lower Limb Orthotics. Internet Journal of Allied Health Sciences and Practice. 2020;18(4):8.
  10. 10.0 10.1 10.2 Alazzawi S, Sukeik M, King D, Vemulapalli K. Foot and ankle history and clinical examination: A guide to everyday practice. World journal of orthopedics. 2017 Jan 18;8(1):21.
  11. Colò G, Fusini F, Samaila EM, Rava A, Felli L, Alessio-Mazzola M, Magnan B. The efficacy of shoe modifications and foot orthoses in treating patients with hallux rigidus: a comprehensive review of literature. Acta Bio Medica: Atenei Parmensis. 2020;91(Suppl 14).
  12. Graydon M. Hallux Limitus/Rigidus. Clinical Practice Guidelines. 2018:140.
  13. McBride S, Dixon P, Mokha M, Cheng MS. The relationship between supination resistance and the kinetics and kinematics of the foot and ankle during gait. Gait & Posture. 2019 Sep 1;73:239-45.
  14. 14.0 14.1 Noakes H, Payne C. The reliability of the manual supination resistance test. Journal of the American Podiatric Medical Association. 2003 May;93(3):185-9.
  15. Harradine P, Gates L, Bowen C. If it doesn’t work, why do we still do it? The continuing use of subtalar joint neutral theory in the face of overpowering critical research. journal of orthopaedic & sports physical therapy. 2018 Mar;48(3):130-2.
  16. Root ML. Normal and abnormal function of the foot. Clinical biomechanics. 1977;2.
  17. McPoil TG, Hunt GC. Evaluation and management of foot and ankle disorders: present problems and future directions. Journal of Orthopaedic & Sports Physical Therapy. 1995 Jun;21(6):381-8.
  18. 18.0 18.1 18.2 Jarvis HL, Nester CJ, Bowden PD, Jones RK. Challenging the foundations of the clinical model of foot function: further evidence that the root model assessments fail to appropriately classify foot function. Journal of foot and ankle research. 2017 Dec;10(1):7.
  19. Kirby KA. Biomechanics of the normal and abnormal foot. Journal of the American Podiatric Medical Association. 2000 Jan;90(1):30-4.
  20. Kirby KA. Facebook: What is Root theory. Available from: https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=1281708978593009&id=553529644744283 (accessed 28/02/2022).
  21. Glaser ES, Fleming D. The Foot and Ankle Online Journal.
  22. Spooner S. Podiatry Arena.
  23. Kirby KA. What future direction should podiatric biomechanics take?. Clinics in podiatric medicine and surgery. 2001 Oct 1;18(4):719-24.
  24. Many Inaccuracies in Root Biomechanics Theory. Available from: https://www.youtube.com/watch?v=rDcG224Zqi4
  25. Menez C, L’Hermette M, Coquart J. Orthotic insoles improve gait symmetry and reduce immediate pain in subjects with mild leg length discrepancy. Frontiers in sports and active living. 2020;2.


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