Female Athlete Triad und Relativer Energiemangel im Sport (RED-S)

Originale Autorin Wanda van Niekerk basierend auf dem Kurs von Jennifer Bell

Top-BeitragendeWanda van Niekerk und Jess Bell

Einleitung(edit | edit source)

In den letzten Jahren ist ein Aufwärtstrend bei der Beteiligung von Frauen am Sport zu verzeichnen. Es werden Anstrengungen unternommen, um Frauen aller Altersgruppen für Sport und Bewegung zu begeistern, was sich darin zeigt, dass immer mehr weibliche Athleten in Nationalmannschaften bei Veranstaltungen wie den Olympischen Spielen vertreten sind.

Jüngste Forschungen haben gezeigt, dass das Bewusstsein für Sportlerinnen als besondere Bevölkerungsgruppe gewachsen ist. Der weibliche Körper reagiert anders auf Bewegung als der männliche, doch ein Großteil der sportmedizinischen Forschung basiert auf Studien mit männlichen Teilnehmern. Es gibt einzigartige anatomische und physiologische Unterschiede zwischen den Geschlechtern, und dies muss berücksichtigt werden. Es ist von entscheidender Bedeutung, die einzigartigen und individuellen Überlegungen für Sportlerinnen in den verschiedenen Phasen ihres Lebens zu verstehen. Dies ist für die Leistung und die Karriere der Sportlerin notwendig.

Zum Verständnis des weiblichen Entwicklungsprozesses ( edit | edit source )

Das folgende Diagramm zeigt die Übergänge, die eine Frau im Laufe eines durchschnittlichen Lebens durchläuft. Nachfolgend sind häufige Anzeichen und Symptome für den Beginn jedes dieser Übergänge aufgeführt.

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Pubertät(edit | edit source)

  • Pubertät – Übergangsstadium von der Kindheit bis zur Menarche(1)(2)
    • Dies passiert bei jedem Menschen, aber die Menarche ist nur für Frauen typisch.
    • Weitere Anzeichen der Pubertät bei Frauen sind:
      • Brustentwicklung
      • Schamhaarwachstum
      • Veränderungen der Vaginalschleimhäute
      • Wachstumsschub
      • Zunahme des Körpergeruchs
      • fettigere Haare und Haut
  • Frühpubertät – wenn die Pubertät bei Frauen vor dem Alter von 8 Jahren und bei Männern vor dem Alter von 9 Jahren eintritt. In diesem Fall ist eine Beurteilung durch einen Arzt erforderlich.(3)

Menarche(edit | edit source)

  • Die Menarche ist der Beginn der reproduktiven Phase und wird durch die erste Regelblutung gekennzeichnet. Sie tritt in der Spätphase der Pubertät auf, typischerweise zwischen dem 10. und 16. Lebensjahr.(4)
  • In den ersten zwei Jahren der Menstruation kommt es zunächst zu einem unregelmäßigen Menstruationszyklus
  • Das Ausbleiben der Menstruation oder von Anzeichen der Pubertät im Alter von 15 Jahren erfordert weitere Untersuchungen(5)

Menstruation(edit | edit source)

Die Menstruation ist definiert als die monatliche Ablösung der funktionellen Schicht der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium).(6) Der Menstruationszyklus dauert zwischen 25 und 35 Tagen. Ein „idealer“ Menstruationszyklus ist 28 Tage lang. Tag 1 ist die Menstruation (wenn die Blutung beginnt). Die Blutung hält in der Regel 5 bis 7 Tage an. Die Menstruation geschieht in der Follikelphase des Menstruationszyklus. Nach dem Aufhören der Blutung beginnt sich die Gebärmutterschleimhaut zu verdicken, bis die Eizelle freigesetzt wird (Ovulation/Eisprung). Die nächste Phase ist die Lutealphase. In dieser Phase kann die Eizelle befruchtet werden und sich in die verdickte Gebärmutterschleimhaut einnisten. Geschieht keine Befruchtung, werden die Eizelle und der verdickte Teil der Gebärmutterschleimhaut abgebaut und ausgestoßen. Dies ist der Beginn der Menstruation (Tag 1).

Überblick über die weiblichen Anatomie: Female Genital Tract

Lesen Sie weiter: Menarche to Menopause und Menstruation and Menstrual Rehab

(7)

Wichtige Definitionen:

  • Eumenorrhoe – „normale“ Menstruation, der Zyklus dauert zwischen 25 und 35 Tagen, mit einer typischen Blutungsdauer von 4 bis 7 Tagen und einem Verlust von etwa 30 bis 60 ml Blut(5)
  • Oligomenorrhoe – seltenere, schwache Regelblutung. Im Gegensatz dazu handelt es sich bei der Hypermenorrhoe um einen extrem starken Blutfluss. Eine Periode, die länger als 7 Tage dauert, wird als „Menorrhagie“ bezeichnet. Schwankungen in der Länge der Zyklen geschehen bei einer „Metrorrhagie“(8)
  • Amenorrhoe – das Ausbleiben der Menstruation
  • Primäre Amenorrhoe – Ausbleiben des Menstruationszyklus bis zum Alter von 16 Jahren(9)
  • Sekundäre Amenorrhoe – Ausbleiben der Menstruation in der Anamnese, gefolgt von 3 oder mehr Monaten ohne Menstruationszyklus bei einer Frau, die zuvor regelmäßig menstruierte, oder mehr als 6 Monate bei einer Frau mit unregelmäßigen Zyklen(10)

Perimenopause(edit | edit source)

  • Zeitraum von etwa 4 Jahren bis zur Menopause („Zeitraum vor dem Einstellen der Menstruation“)(11)
  • Zunehmende Unregelmäßigkeit in der Länge des Menstruationszyklus(12)
  • Hormonelle Schwankungen(12)
  • Hitzewallungen(12)
  • Schlafstörungen(12)
  • Stimmungsschwankungen(12)
  • Trockenheit der Scheide und schmerzhafter Sex(12)

Menopause(edit | edit source)

  • Das Durchschnittsalter der Menopause liegt bei 51,4 Jahren(5)(12)
  • Die Menopause liegt 12 Monate nach dem letzten Menstruationszyklus.(13)
  • Die Postmenopause ist der Rest des Lebens einer Frau nach dem Ende der Menstruation(13)
  • Der Spiegel der weiblichen Sexualhormone, wie z. B. der Östrogenspiegel, ist in der Phase nach der Menopause deutlich niedriger(14)
  • Gesundheitliche Aspekte, die bei Frauen nach der Menopause zu beachten sind:
    • das Risiko eines verstärkten Knochenabbaus(15)
    • erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen(15)

Female Athlete Triad ( edit | edit source )

Die Female Athlete Triad (etwa: „Triade der sporttreibenden Frau“ oder „weibliche athletische Triade“) bezieht sich auf die Wechselbeziehung zwischen den folgenden Komponenten(18):

  • menstruelle Dysfunktion (Zyklusstörungen)
  • niedrige Knochenmineraldichte
  • chronischer Energiemangel (mit oder ohne Essverhaltensstörung oder Essstörung)

Bewusstsein für das Krankheitsbild ( edit | edit source )

  • Frauen, die viel trainieren
  • Niedrige Kalorienzufuhr
  • Entwicklung einer hypothalamischen Funktionsstörung
  • Änderungen des Menstruationszyklus
  • Verringerung der Knochenmineraldichte
  • Knochenstressverletzung

Die Energieverfügbarkeit wirkt sich direkt auf die Veränderungen des Menstruationszyklus aus. Energieverfügbarkeit und Veränderungen im Menstruationszyklus beeinflussen die Knochengesundheit. Am einen Ende des Spektrums steht die optimale Gesundheit, bei der eine optimale Energieverfügbarkeit, Eumenorrhoe und eine optimale Knochengesundheit gegeben sind. Am anderen Ende des Spektrums steht die schwere Form der Female Athlete Triad mit chronischem Energiemangel (mit oder ohne Essstörung), funktioneller hypothalamischer Amenorrhö und Osteoporose. Das Ernährungs- und Trainingsverhalten einer Sportlerin beeinflusst, auf welche Seite des Spektrums sie sich bewegt.(19)

Siehe Abbildung 1 in: 2014 Female Athlete Triad Coalition Consensus Statement on Treatment and Return to Play of the Female Athlete Triad(19)

Male Athlete Triad ( edit | edit source )

In jüngster Zeit hat die Forschung gezeigt, dass die athletische Triade auch männliche Sportler betrifft. Die drei Gesundheitsprobleme, die mit der Male Athlete Triad (etwa: „Triade des sporttreibenden Mannes“ oder „männliche athletische Triade“) zusammenhängen, sind:(20)(21)

  • Energiemangel
  • reproduktive Unterdrückung
  • schlechte Knochengesundheit

(22)

Sportler mit erhöhtem Risiko für ein Ungleichgewicht der Energiebilanz ( edit | edit source )

  • Athleten, die an ästhetischen/gewichtssensitiven Sportarten wie Tanzen und Gymnastik teilnehmen.
  • Bei Sportarten mit Gewichtsklassen wie Boxen, Ringen und Mixed Martial Arts muss ein Athlet ein bestimmtes Gewicht haben, um antreten zu können.
  • Gravitationssportarten, bei denen das Gewicht ein Leistungsfaktor ist, wie z. B. der Radsport.

Relativer Energiemangel im Sport (RED-S) ( edit | edit source )

Der Relative Energiemangel im Sport (Relative Energy Deficiency in Sport – RED-S) ist ein relativ neues Syndrom, das 2014 vom Internationalen Olympischen Komitee eingeführt wurde.(23) Er spiegelt eine Weiterentwicklung des Konzepts der Female Athlete Triad wider. Ähnlich wie bei der Female Athlete Triad ist die niedrige Energieverfügbarkeit die eigentliche Ursache für RED-S. Der chronische Energiemangel wirkt sich negativ auf physiologische Prozesse und die sportliche Leistung aus. Das RED-S-Konzept umfasst die Female Athlete Triad und erkennt an, dass auch Männer von chronischem Energiemangel betroffen sein können.

Definition von RED-S:

„Beeinträchtigung der physiologischen Funktion aufgrund eines relativen Energiemangels, einschließlich, aber nicht beschränkt auf Beeinträchtigungen der Stoffwechselrate, der Menstruationsfunktion, der Knochengesundheit, des Immunsystems, der Proteinsynthese und der kardiovaskulären Gesundheit“(23)

Chronischer Energiemangel (LEA) ( edit | edit source )

Beim chronischen Energiemangel (Low Energy Availability – LEA) besteht eine Diskrepanz und Unstimmigkeit zwischen der Energieaufnahme (Ernährung) und dem Energieverbrauch eines Sportlers während des Trainings. Dies führt dazu, dass der Sportler nicht genügend Energie hat, um die Funktionen zu unterstützen, die der Körper zur Aufrechterhaltung einer optimalen Gesundheit und Leistung benötigt.(24) Ein chronischer Energiemangel kann intentional oder nicht intentional sein. Es ist wichtig zu erkennen, welche Form von LEA bei einem Sportler auftritt, da die Behandlung unterschiedlich ist.

  • Intentionales LEA – der Sportler schränkt absichtlich die Nahrungsaufnahme ein, um das Körpergewicht und/oder die Körperzusammensetzung zu kontrollieren. Ein komplexer Managementplan mit einem multidisziplinären Teamansatz ist hier erforderlich (dies kann medizinische, diätetische und psychologische Unterstützung beinhalten)(25)
  • Nicht intentionales LEA – der Sportler wird den Anforderungen des Sports nicht gerecht, oft in Phasen erhöhten Trainings oder bei Sportarten mit hohem Energieverbrauch. Das Management kann insofern einfacher sein, als dass die Aufklärung der Sportler über die Ernährungsanforderungen ihrer Trainingsbelastung ausreichen kann, um das LEA zu behandeln.(25)

Gesundheitliche Auswirkungen von RED-S oder LEA ( edit | edit source )

Tabelle 1 gibt einen Überblick über die gesundheitlichen Auswirkungen des chronischen Energiemangels:(24)

Tabelle 1. Gesundheitliche Auswirkungen des chronischen Energiemangels(24)
System Auswirkungen
Endokrin
  • Bei weiblichen Sportlerinnen:
    • Störung der Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Achse
    • Veränderungen der Schilddrüsenfunktion
    • Veränderungen der appetitregulierenden Hormone
    • Abnahme des Insulinspiegels
    • erhöhte Wachstumshormonresistenz
    • Erhöhungen des Cortisols
  • Bei männlichen Sportlern:
    • Verringerung des Testosteronspiegels
Funktion der Menstruation
  • Eine Unterbrechung des Gonadotropin-Releasing-Hormons (GnRH), gefolgt von einer veränderten LH- und FSH-Freisetzung und verringerten Östradiol- und Progesteronspiegel, führt zu einer funktionellen hypothalamischen Amenorrhoe
Knochengesundheit
  • Bei Sportlerinnen mit Oligomenorrhoe oder Amenorrhoe:
    • verringerte Knochenmineraldichte (BMD)
    • veränderte Mikroarchitektur des Knochens
    • verringerte geschätzte Knochendichte
    • erhöhtes Risiko für Knochenstressverletzungen
    • spezifische Gruppen mit höherem Risiko:
      • Radfahrer
      • Schwimmer
      • Läufer
      • Jockeys
Metabolisch
  • Verringerung des Ruheumsatzes zur Energieeinsparung
Kardiovaskulär Laut Studien:

  • Atherosklerose in Verbindung mit Östrogenmangel
  • niedrigere Herzfrequenz und niedrigerer systolischer Blutdruck bei amenorrhöischen Sportlerinnen im Vergleich zu eumenorrhöischen Sportlerinnen
Gastrointestinal
  • Vorzeitige Sättigung mit Blähungen
  • Verstopfung, Durchfall, oder beides
  • Aktuelle Diagnose eines Reizdarmsyndroms
  • Aktuelle Lebensmittelunverträglichkeiten (Milchprodukte, Gluten)
Immunologisch
  • Erhöhte Wahrscheinlichkeit von Krankheiten wie Symptome der oberen Atemwege und des Magen-Darm-Trakts
Psychologisch
  • Evidenz für psychische Gesundheitsprobleme, die zu LEA führen und durch LEA verursacht werden
  • Die Forschung zeigt, dass weibliche Jugendliche mit Amenorrhoe Folgendes aufweisen können:
    • Zunahme leicht depressiver Züge
    • psychosomatische Störungen
    • verminderte Fähigkeit zur Stressbewältigung
    • soziale Unsicherheit
    • Angst vor Gewichtszunahme
Wachstum und Entwicklung
  • Verlangsamtes Wachstum bei Heranwachsenden
Schlaf
  • Unfähigkeit zu schlafen
  • Unruhiger Schlaf

Essverhaltensstörungen und Essstörungen ( edit | edit source )

  • Essstörung – psychische Erkrankung
  • Essverhaltensstörung – Kontrolle der Nahrungsaufnahme, abnorme oder falsche Vorstellungen darüber, was ein Sportler essen sollte
  • Höhere Prävalenz von Essverhaltens- und Essstörungen in gewichtssensitiven Sportarten (Gymnastik, Tanz, Läufer, Boxen)(24)
  • Essverhaltensstörungen sind ein multifaktorielles Phänomen, bei dem die Kultur, die Familie, das Individuum und die Genetik eine Rolle spielen.(24)
  • Zu den Risiko- und Auslösefaktoren für Essstörungen gehören:(24)
    • Leistungsdruck
    • plötzlicher Anstieg des Trainingsumfangs
    • Verletzung
    • „teammate modelling“ – Teamkollegen als Vorbilder
    • Mannschaftswiegen
    • Beziehung zum Coach – konfliktreiches und wenig unterstützendes Umfeld
  • Essverhaltensstörungen werden beeinflusst durch:(24)
    • Perfektionismus
    • Konkurrenzdenken
    • Schmerztoleranz
    • wahrgenommener Leistungsvorteil durch Gewichtsabnahme

Leistungsrelevante Auswirkungen des RED-S ( edit | edit source )

Tabelle 2. Leistungsrelevante Auswirkungen des RED-S(23)
Leistungsrelevante Auswirkungen des RED-S
  • Verminderte Ausdauerleistung
  • Erhöhtes Verletzungsrisiko
  • Verminderte Trainingsantwort
  • Beeinträchtigtes Urteilsvermögen
  • Verminderte Koordination
  • Nachlassende Konzentration
  • Reizbarkeit
  • Depression
  • Verringerte Glykogenspeicher
  • Abnahme der Muskelkraft
  • Beeinträchtigte Leistung
  • Verzögerte Erholung

Screening für RED-S und Female Athlete Triad ( edit | edit source )

Menstruationsbeschwerden

  • Die Menstruation ist ein Vitalzeichen
    • Überprüfen Sie dies bei den Screenings vor Saisonbeginn und bei allen Sportlerinnen, die zur Behandlung kommen(26)
    • Screening auf primäre und sekundäre Amenorrhö, Dysmenorrhö und Oligomenorrhö
      • Denken Sie daran, dass Amenorrhoe auf ein Energiemangel hindeuten kann, der seinerseits mit Osteoporose und Knochenverletzungen zusammenhängen kann. Es kann auch ein Hinweis darauf sein, dass bei der Sportlerin eine Essstörung vorliegt.
    • Screening auf die Einnahme von Verhütungsmitteln, die den Menstruationszyklus beeinflussen können
Screening-Fragen des Triad Consensus Panel(18)
Hatten Sie jemals eine Regelblutung?
Wie alt waren Sie, als Sie Ihre erste Regelblutung hatten?
Wann war Ihre letzte Regelblutung?
Wie oft hatten Sie in den letzten 12 Monaten Ihre Periode?
Nehmen Sie derzeit weibliche Hormone ein (Östrogen, Progesteron, Antibabypillen)?
Machen Sie sich Sorgen um Ihr Gewicht?
Versuchen Sie abzunehmen oder hat Ihnen jemand empfohlen, abzunehmen?
Halten Sie eine spezielle Diät oder meiden Sie bestimmte Lebensmittel oder Lebensmittelgruppen?
Hatten Sie jemals eine Essstörung?
Hatten Sie schon einmal eine Stressfraktur (Ermüdungsbruch)?
Wurde Ihnen jemals gesagt, dass Sie eine geringe Knochendichte haben (Osteopenie oder Osteoporose)?

Probleme mit der Energieaufnahme

Zu den häufigsten Fehlern, die Sportler machen, gehören:

  • Verringerung der Gesamtaufnahme
  • Erhöhung des Anteils an ballaststoffreichen/proteinreichen Lebensmitteln
  • Verzicht auf bestimmte Arten oder Kategorien von Lebensmitteln
  • Fragen zum Screening:
    • Werden Lebensmittel aus Genussgründen verzehrt?
    • Wird jeden Tag Zeit für eine angemessene Ernährung eingeplant?
    • Gibt es Abwechslung bei der Nahrungsaufnahme?
    • Gibt es ein Bewusstsein für Hungersignale?
    • Gibt es ein Bewusstsein der Fülle?

Körpergewicht

Screening auf:(5)

  • schnelle Abnahme des Körpergewichts
  • Verlust von mehr als 10 Prozent des Körpergewichts in 3 Monaten
  • Verlust von mehr als 5 Prozent des Körpergewichts in 1 Monat
  • niedriger Körperfettanteil
    • weniger als 12 Prozent Körperfett bei Frauen
    • weniger als 7 Prozent Körperfett bei Männern
  • erwartete Gewichts- und Wachstumskurven bei Sportlern im Kindes- und Jugendalter
  • das Körpergewicht kann als Schätzwert für den chronischen Energiemangel (LEA) verwendet werden
    • BMI fällt unter 17,5
    • Absinken des Körpergewichts unter 85 %
    • Verlust von mehr als 10 Prozent des Körpergewichts in einem Monat

Änderungen im Training

  • versuchen Sie, die normale/gewöhnliche Trainingsroutine des Sportlers zu verstehen
  • derzeitiges Trainingsprogramm
  • alle Steigerungen in:
    • Dauer
    • Intensität
    • Wettkämpfe
    • Häufigkeit

Kulturelle und soziale Determinanten

  • Fastenzeiten
  • Esskultur
  • Ernährungsunsicherheit
  • finanzielle Ungewissheit

Assessment-Tools zur Risikobewertung ( edit | edit source )

Video über das aktualisierte Screening und Prävention von relativem Energiemangel im Sport(28)

Prävention von RED-S ( edit | edit source )

  • Edukation und Sensibilisierung von Sportlern und Angehörigen der Gesundheitsberufe, Trainern, Coaches und Managern sind notwendig(24)
    • Sportlerinnen haben die Vorstellung, dass es „normal“ ist, unregelmäßige Menstruationszyklen zu haben
  • Peer-led-Support- und Edukationsprogramme sind vielversprechend und sollten weiter ausgebaut werden. Es wird empfohlen, dass diese Programme(24):
    • geschlechtsspezifisch sind
    • Familie/Partner einbeziehen
    • auf Sportler, Trainer sowie Nichtsportler abzielen
  • Einbindung eines inter- oder multidisziplinären Teams zur Unterstützung der Sportler

Referenzen(edit | edit source)

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