Doping wird definiert als die Anwesenheit verbotener Substanzen oder Methoden, um die sportliche Leistung auf unfaire Weise zu verbessern und sich einen Vorteil gegenüber den ansonsten dopingfreien Konkurrenten zu verschaffen(1)
Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) definiert Doping als das Vorliegen eines oder mehrerer Verstöße gegen die Anti-Doping-Regeln, die in Artikel 2.1 bis 2.11 des Welt-Anti-Doping-Codes aufgeführt sind.(2)
| Medikamente |
Definition |
Wirkungen |
Nebenwirkungen |
Beispiele |
| Anabole Steroide(3) |
Synthetische Hormone, die den Muskelaufbau beschleunigen und eine schnellere Regeneration ermöglichen (fördern das Muskelwachstum)(3) |
- Ähneln dem Testosteron
- Helfen bei der Muskelreparatur und beschleunigen den Muskelaufbau, so dass ein Athlet härter und häufiger trainieren kann, um seine Ergebnisse schneller zu steigern
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- Nierenversagen(3)
- Stimmungsschwankungen(3)
- Angst(3)
- Aggression(3)
- Hoher Blutdruck(3)
- Erhöhtes Risiko für Herzinfarkt(3)
- Schlaganfall(3)
- Impotenz(3)
- Unfruchtbarkeit(3)
- Tiefere Stimme(3)
- Vermehrte Gesichtsbehaarung bei Frauen(3)
- Störungen der Menstruation(3)
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- Testosteron
- Trenbolon
- Oxymetholon
- Metandienon (Methandienon, Methandrostenolon)
- Nandrolon
- Stanozolol
- Boldenon
- Oxandrolon
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| Lesen Sie mehr:
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| Peptidhormone |
Peptidhormone und Analoga sind synthetische Substanzen, die natürliche Hormone im Körper nachahmen(4) |
- Humanes Wachstumshormon (hGH):(4)
- wirkt wie ein anaboles Steroid
- entwickelt Muskelgewebe
- erhöht die Fettverbrennung
- reduziert Müdigkeit
- Erythropoetin (EPO):(4)
- fördert die Produktion roter Blutkörperchen und erhöht so die Menge an Sauerstoff, die das Blut gleichzeitig transportieren kann
- mehr Sauerstoff für die Muskeln ermöglicht es dem Athleten, härter und länger zu arbeiten
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- Humanes Wachstumshormon (hGH)(5)
- Kardiomegalie
- Bluthochdruck
- Diabetes
- Neuropathien
- peripheres Ödem
- orthostatische Hypertonie
- Karpaltunnelsyndrom
- Anomalien des Lipidprofils
- Erythropoetin(5)
- bei einem Hämatokritwert von über 55 %:(5)
- Risiko von kardiovaskulären Auswirkungen
- Bluthochdruck
- akuter Myokardinfarkt
- Herzrhythmusstörungen
- Thrombose
- Ödeme
- stimuliert die Angiogenese und die Vermehrung der roten Blutkörperchen
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- Humanes Wachstumshormon (hGH)
- Erythropoetin (EPO)
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| Lesen Sie mehr:
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| Analgetika |
Schmerzmittel;
Suchtstoffe;
Können oral oder als Injektion verabreicht werden |
- Stark wirksame Analgetika vom Morphintyp, die eine Schmerzunterdrückung im zentralen Nervensystem (ZNS) bewirken und somit zur Schmerzlinderung beitragen(6)
- Maskieren den Schmerz, so dass der Athlet schneller von der Verletzung zurückkehrt
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- Verlust der Konzentration(6)
- Gleichgewichtsstörungen(6)
- Schwindel(6)
- Sedierung(6)
- Übelkeit(6)
- Erbrechen(6)
- Obstipation(6)
- Abhängigkeit(6)
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- Heroin (Diamorphin, Diacetylmorphin)(6)
- Methadon(6)
- Pethidin (Meperidin)
- Morphin
- Kodein(6)
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| Lesen Sie mehr:
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| Stimulanzien |
„Stimulanzien wirken auf das zentrale und periphere Nervensystem und rufen eine Reihe möglicher psychostimulierender Wirkungen hervor, wie z. B. erhöhte Aufmerksamkeit, Hyperaktivität und Stimmungsschwankungen.“(9) |
- Werden verwendet, um das Gefühl der Müdigkeit zu reduzieren, damit ein Athlet länger trainieren kann(10)
- Stimulieren das zentrale Nervensystem (ZNS) und machen den Sportler wacher(10)
- Verbesserte Reaktionszeit(10)
- Verbessertes Gedächtnis(10)
- Erhöhte Erregung(10)
- Fördern Entspannung und Selbstvertrauen(10)
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- Amphetamine
- Ephedrin
- Kokain
- Koffein
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| Lesen Sie mehr:
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| Diuretika |
Medikamente, die den Wasserverlust des Körpers erhöhen(11) |
- Beschleunigen die Nierenfunktion, indem mehr Urin produziert wird, wodurch die Flüssigkeitsretention reduziert und ein schneller Gewichtsverlust bewirkt wird
- Werden häufig im Sport mit Gewichtsklassen eingesetzt (Athleten können sie verwenden, um das für den Wettkampf erforderliche Gewicht zu erreichen)(11)
- Werden häufig als Maskierungsmittel eingesetzt, um die Wirkung anderer leistungssteigernder Medikamente zu verbergen(11)
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| Betablocker (Beta-Rezeptorenblocker, β-Blocker) |
Werden als Entspannungsmittel eingesetzt, indem sie die Wirkung von Stresshormonen abschwächen(13) |
- Athleten halten eine langsame Herzfrequenz und einen niedrigen Blutdruck aufrecht – was in angespannten Situationen wie einem Wettkampf nützlich ist(14)
- Die beruhigende Wirkung hilft auch bei risikoreichen Sportarten, bei denen es um Geschwindigkeit geht
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- Risiko für Sportler mit niedrigem Blutdruck, Herzerkrankungen, Asthma(15)
- Können depressive Symptome und Schlafstörungen verursachen(15)
- Müdigkeit(15)
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Warum nehmen Sportler leistungssteigernde Mittel? (edit | edit source)
Zu den Gründen gehören:(1)(16)
- Um sich schneller von einer Verletzung zu erholen
- Um Schmerzen zu unterdrücken
- Aufgrund des Einflusses anderer
- Der Wille zu gewinnen überwiegt das moralische Gewissen
- Der Wunsch, um jeden Preis der Beste zu sein, insbesondere wenn der Sieg finanzielle Belohnungen mit sich bringt
- Bessere Ergebnisse führen zu besseren Sponsoren und Werbeverträgen
- Der Wunsch, die Erwartungen anderer zu erfüllen
- Um das Beste aus einem kurzen Sportlerleben zu machen
- Bereitschaft, zum Zweck öffentlicher Anerkennung zu betrügen
- Gefühl, dass die natürlichen Fähigkeiten nicht gut genug sind
Warum sind Dopingmittel im Sport verboten? (edit | edit source)
Gängige Argumente zur Rechtfertigung von Dopingverboten und ihre philosophischen Schwächen (edit | edit source)
Überlegungen zur Leistungssteigerung und Arzneimittelkontrolle im Sport(17)
| Argument |
Philosophische Schwäche |
| Natürlichkeit(17) – beim Sport sollte es darum gehen, die natürlichen Fähigkeiten eines Athleten zu testen, ohne Hilfe von Substanzen und Methoden, die nicht zum Athleten gehören |
Athleten tun viele Dinge, die „unnatürlich“ sind, wie z. B. Höhentraining, und verwenden Technologien/Ausrüstung, die den Erfolg im Sport fördern.(17) Wieso wird nur auf Dopingmittel eingegangen? |
| Fairness(17) – die Gewährleistung gleicher Wettkampfbedingungen wird durch den Einsatz leistungssteigernder Mittel durch Athleten beeinträchtigt |
Gibt es in anderen Bereichen außerhalb des Dopings wirklich gleiche Wettkampfbedingungen? Berücksichtigen Sie Faktoren wie den ungleichen Zugang zu Finanzmitteln, Einrichtungen und Trainern weltweit. (17) |
| Gesundheit(17) – der Gebrauch leistungssteigernder Substanzen birgt kurz- und langfristige Gesundheitsrisiken für Athleten |
Was bedeutet Gesundheit in Bezug auf Athleten? Denken Sie an Spitzensportler, die ihren Körper bis an die Grenzen belasten, manchmal sogar mit fragwürdigen Trainingsmethoden.(17) |
| Schaden für andere(17) – das Risiko, dass Athleten, die leistungssteigernde Mittel einnehmen, andere beeinflussbare Athleten dazu verleiten, diese Mittel ebenfalls einzunehmen (z. B. wenn Spitzensportler dopen und jüngere Athleten diesem Beispiel folgen) |
Beeinflussbare Athleten können sich gezwungen fühlen, an ungesunden Trainings- oder Ernährungspraktiken teilzunehmen, weil ihre Idole diese empfehlen und es keine Kontrolle über diese Art des Informationsaustauschs gibt.(17) |
Thomas Murray erörtert die moralische Grundlage für Anti-Doping im Sport und nennt die drei Gründe, die typischerweise zur Verteidigung der Dopingbekämpfung angeführt werden.(18) Diese Gründe sind:(18)
- Schutz der Gesundheit des Athleten
- Förderung der Fairness
- Bewahrung der Bedeutung und Werte des Sports („der Geist des Sports“)
Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) (edit | edit source)
Die Ziele des Welt-Anti-Doping-Codes und des Welt-Anti-Doping-Programms sind:(2)
- „Das Grundrecht der Athleten auf Teilnahme an dopingfreiem Sport zu schützen und damit Gesundheit, Fairness und Gleichheit für Athleten weltweit zu fördern.“
- „Sicherstellung harmonisierter, koordinierter und wirksamer Anti-Doping-Programme auf internationaler und nationaler Ebene zur Aufdeckung und Verhinderung von Verstößen gegen Anti-Doping-Bestimmungen.“
Lesen Sie mehr über Zweck, Umfang und Organisation des Welt-Anti-Doping-Programms und den Code: Welt-Anti-Doping-Code 2021 (Seiten 9 bis 12)(2)
Bei einem Verstoß gegen die Anti-Doping-Bestimmungen geht es NICHT nur um einen positiven Test. Die 11 Regelverstöße sind:(2)
- Anwesenheit einer verbotenen Substanz, deren Metaboliten oder eines Markers in einer dem Athleten entnommenen Probe
- Die Anwendung oder der Versuch der Anwendung einer verbotenen Substanz oder einer verbotenen Methode
- Ausweichen, Verweigerung oder Nichterfüllung der Abgabe einer Probe durch einen Athleten
- Verhinderung der Verfügbarkeit bei Kontrollen einschließlich des Unterlassens der Aufenthaltsinformationen („Whereabouts“)
- Manipulation oder Versuch der Manipulation jeglicher Teile der Dopingkontrolle durch einen Athleten oder eine andere Person
- Besitz einer verbotenen Substanz oder einer verbotenen Methode durch einen Athleten oder eine Betreuungsperson eines Athleten
- Handel oder versuchter Handel mit verbotenen Substanzen oder verbotenen Methoden durch einen Athleten oder eine andere Person
- Verabreichung oder versuchte Verabreichung durch einen Athleten oder eine andere Person an einen Athleten während eines Wettkampfes von verbotenen Substanzen oder Methoden oder Verabreichung oder versuchte Verabreichung durch einen Athleten oder eine andere Person an einen Athleten außerhalb eines Wettkampfes von verbotenen Substanzen oder verbotenen Methoden, die außerhalb eines Wettkampfes verboten sind
- Mitbeteiligung oder versuchte Mitbeteiligung eines Athleten oder einer anderen Person
- Verbotene Assoziation durch einen Athleten oder eine andere Person
- Handlungen eines Athleten oder einer anderen Person, um von einer Meldung an die Behörden abzuschrecken oder Vergeltung zu üben
Lesen Sie hier weitere Einzelheiten zu den Verstößen gegen die Anti-Doping-Bestimmungen: Welt-Anti-Doping-Code 2021 (Artikel 2, Seite 19 bis 26)
Aufgaben und Verantwortlichkeiten der Betreuer von Athleten (edit | edit source)
Das Betreuungspersonal für Athleten hat die folgenden Aufgaben und Verantwortlichkeiten:(2)
- Kenntnis aller Anti-Doping-Richtlinien und deren Einhaltung
- Zusammenarbeit mit dem Dopingkontrollprogramm für Athleten
- Einflussnahme auf die Werte und das Verhalten der Athleten, um eine Anti-Doping-Einstellung zu fördern
- Meldung an die nationale Anti-Doping-Organisation und den internationalen Verband, wenn ein Nichtunterzeichner innerhalb der letzten zehn Jahre einen Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen festgestellt hat
- Zusammenarbeit mit Anti-Doping-Organisationen, die Verstöße gegen Anti-Doping-Bestimmungen untersuchen
- Athletenbetreuer dürfen keine verbotenen Substanzen oder Methoden ohne triftigen Grund verwenden oder besitzen
Lesen Sie mehr über die Verantwortung von Athleten in Artikel 12 (Seite 136) des Welt-Anti-Doping-Codes 2021(2)
Das Betreuungspersonal von Athleten spielt eine entscheidende Rolle bei der Schaffung unterstützender Umgebungen, die vor Doping schützen. Jüngste Forschungsergebnisse heben drei übergreifende Themen hervor, die vom Betreuungspersonal der Athleten berücksichtigt werden sollten:(19)
- „Jeder ist für die Dopingbekämpfung verantwortlich, aber der Großteil der Arbeit ruht ungleichmäßig auf einigen wenigen Schultern.“
- „Edukation ist für die Dopingprävention von grundlegender Bedeutung.“
- „Bei der Dopingprävention geht es darum, wie wir mit den Spielern und untereinander arbeiten.“
Lesen Sie den Artikel hier: The role of athlete support personnel in preventing doping: a qualitative study of a rugby union academy.(19)
Beachte: Der Athlet und nur der Athlet ist für alles verantwortlich, was in seinen Körper gelangt!(16)
- Blutdoping
- der Missbrauch von Techniken oder Substanzen zur Erhöhung der Anzahl der roten Blutkörperchen(20)
- Medikamente
- die Verwendung von verbotenen Substanzen, die die Leistungsfähigkeit des Körpers steigern(20)
- Chemisch und physikalisch
- ein Versuch, die Gültigkeit der entnommenen Proben zu manipulieren; Manipulationen wie das Trinken von viel Wasser oder die Einnahme von Probenecid vor den Tests, um die Wirkung einer verbotenen Substanz zu verdünnen(21)
- Gendoping
- die Manipulation von Zellen oder Genen, um die Leistungsfähigkeit des Körpers zu steigern (z.B. schnellere Reaktionszeit oder erhöhte körperliche Kraft)(22)
Von der Welt-Anti-Doping-Agentur verbotene Substanzen (edit | edit source)
Bei der Entscheidung, ob eine bestimmte Substanz verboten werden soll oder nicht, muss festgestellt werden, ob sie mindestens zwei der folgenden Kriterien erfüllt:(2)
- Die Verwendung der Substanz hat das Potenzial, die Leistung zu steigern, oder steigert die Leistung
- Die Verwendung der Substanz stellt ein tatsächliches oder potenzielles Gesundheitsrisiko für den Athleten dar
- Die Verwendung der Substanz verstößt gegen den Geist des Sports
Die Liste wird drei Monate vor ihrem Inkrafttreten veröffentlicht, damit sich Athleten und andere Beteiligte mit den Änderungen in der Liste vertraut machen können. Beachten Sie, dass Substanzen oder Methoden, die den Gebrauch anderer verbotener Substanzen und Methoden verschleiern, ebenfalls verboten sind.
Wenn ein Athlet einen legitimen medizinischen Grund für die Verwendung einer verbotenen Substanz hat, kann er eine Ausnahmegenehmigung zur therapeutischen Anwendung beantragen. Lesen Sie mehr: Therapeutic Use Exemptions (TEUs) und International Standard for Therapeutic Use Exemptions (ISTUE).
Laden Sie hier die aktuelle Verbotsliste der WADA herunter, die in 12 Sprachen verfügbar ist (in Kraft, veröffentlicht am 1. Januar 2023): WADA-Liste
Tabelle 3. Kategorien der WADA-Dopingliste
| Verbotene Substanzen und Methoden während und außerhalb des Wettkampfes |
- S0 – Medizinisch nicht zugelassene Wirkstoffe
- S1 – Anabole Wirkstoffe
- S2 – Peptidhormone, Wachstumsfaktoren, verwandte Substanzen und Mimetika
- S3 – Beta-2-Agonisten
- S4 – Hormone und Metabolische Modulatoren
- S5 – Diuretika und maskierende Substanzen
- M1 – M2 – M3 – Verbotene Methoden
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| Verbotene Substanzen und Methoden während des Wettkampfes |
- S6 – Stimulanzien
- S7 – Narkotika
- S8 – Cannabinoide
- S9 – Glukokortikoide
|
| Verbotene Substanzen in speziellen Sportarten |
|
- Dopingkontrollen sind obligatorisch(2)
- Ein Athlet kann jederzeit zu einer Dopingkontrolle aufgefordert werden, sowohl während als auch außerhalb eines Wettkampfs
- Die verschiedenen Arten von Kontrollen sind in Tabelle 4 aufgeführt:(2)
Tabelle 4. Zusammenfassung der Testverfahren
| Bluttests |
Urintests |
- Zum Nachweis künstlicher Sauerstoffträger
- Zwei Proben werden in Anwesenheit einer Kontrollperson entnommen
- Die Proben werden in Anwesenheit des Athleten versiegelt
- Die Proben werden von der Kontrollperson mit Codes versehen
- Der Athlet füllt eine medizinische Erklärung aus
- Die Proben werden an das registrierte Labor geschickt
|
- Der Athlet wählt ein Probebehälter aus einer Auswahl von mindestens drei aus
- Die Probe wird in Anwesenheit einer gleichgeschlechtlichen Kontrollperson abgegeben
- Die Probe wird in zwei Teile geteilt und vom Athleten versiegelt
- Der Athlet füllt eine medizinische Erklärung aus
|
Empfohlene Lektüre: At a glance: Anti-doping overview
Ablauf der Dopingkontrolle am Beispiel der Urinkontrolle (edit | edit source)
- Dopingkontrolle:
- Urin- oder Blutproben können jederzeit und überall für Dopingkontrollen entnommen werden
- Auswahl des Athleten:
- Der Athlet wird von einem Dopingkontrolleur oder einer Aufsichtsperson („Chaperone“) über die Auswahl für die Dopingkontrolle informiert und gebeten, ein Dokument zu unterzeichnen, das bestätigt, dass der Athlet seine Rechte und Pflichten versteht.
- Im Kontrollbereich melden:
- Der Athlet muss sich so schnell wie möglich im Kontrollbereich melden
- Ein Probebehälter auswählen:
- Der Sportler wählt ein Probebehälter aus der vorgegebenen Auswahl
- Probe abgeben:
- Es müssen mindestens 90 ml Urin abgegeben werden, und eine gleichgeschlechtliche Aufsichts- oder Kontrollperson wird die Abgabe überwachen
- Teilen der Probe:
- Der Athlet muss ein verpacktes Kontrollset aus der angebotenen Auswahl auswählen
- Teilen der Probe in die Behälter A und B
- Der Athlet füllt den Urin zunächst bis zur Markierung in den B-Behälter und füllt dann den A-Behälter, wobei ein kleiner Teil im Urinbecher verbleibt
- Versiegeln der Probe:
- Der Athlet verschließt die beiden Behälter
- Spezifische Dichte:
- Der Kontrolleur misst die spezifische Dichte der Probe, um sicherzustellen, dass sie nicht zu stark verdünnt ist, um sie zu analysieren
- Unterschreiben der Formulars:
- Der Athlet füllt das Kontrollformular aus
- Analyse der Proben:
- Die Proben werden unter strenger Geheimhaltung an ein von der WADA akkreditiertes Labor geschickt und zur Gewährleistung der Sicherheit nachverfolgt
- Die A-Probe wird analysiert und die B-Probe für weitere Tests aufbewahrt, falls erforderlich
Lesen Sie mehr: Anti-Doping Process
Rechte und Pflichten des Athleten (edit | edit source)
Tabelle 5. Rechte und Pflichten des Athleten(2)
| Rechte |
Pflichten |
Athleten haben das Recht:
- eine Vertrauensperson und Dolmetscher zur Dopingkontrolle mitzunehmen (falls verfügbar)
- zusätzliche Informationen über das Verfahren anzufordern
- aus triftigen Gründen um einen Aufschub der Meldung im Kontrollbereich zu bitten
- Änderungen bei der Probenentnahme zu beantragen (bei Athleten mit Behinderung)
|
Athleten haben die Pflicht:
- vom Zeitpunkt der Benachrichtigung bis zum Abschluss der Probenentnahme jederzeit unter direkter Beobachtung der Kontroll- bzw. Aufsichtsperson zu bleiben
- sich gegenüber der Kontrollperson auszuweisen
- die Dopingkontrolle nach entsprechender Aufforderung zu absolvieren
- sich unverzüglich zur Dopingkontrolle zu melden (es sei denn, es gibt zwingende Gründe für eine Verzögerung)
|
Lesen Sie mehr: At a glance: The Doping Control Process; Rights and Responsibilities
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