Entwicklung des Sitzens

Originale Autorin Pam Versfeld Top-BeitragendeRobin Tacchetti, Tarina van der Stockt und Jess Bell

Überblick über die Biomechanik des Sitzens beim Säugling ( edit | edit source )

Eine aufrechte Sitzhaltung erfordert die Fähigkeit, die Körpersegmente so auszurichten, dass die senkrechte Projektion des Massenschwerpunkts (MSP), die so genannte Schwerkraftlinie (SKL), innerhalb der Unterstützungsfläche liegt.

Bei Säuglingen liegt der Massenschwerpunkt beim aufrechten Sitzen innerhalb des Brustkorbs.

  • Wenn Säuglinge auf einer ebenen Fläche sitzen, ist ihr Rumpf leicht nach vorne geneigt, so dass die SKL vor (anterior) der Flexions-/Extensionsachse der Hüften verläuft.
  • Dadurch entsteht ein Flexionsmoment in der Hüfte, dem die Streckermuskulatur (Extensoren) der Hüfte entgegenwirkt. Da sich die Unterstützungsfläche (USTFL) vorne über die unteren Extremitäten erstreckt, kann der Rumpf weit nach vorne geneigt werden, ohne dass der Säugling das Gleichgewicht verliert.

Bei Säuglingen, die aufrecht sitzen:

  • liegt die SKL bereits nahe an der hinteren (posterioren) Grenze der USTFL.
  • Dadurch verlagert sich der MSP bei einer Neigung des Rumpfes nach hinten über die hintere (posteriore) Grenze der USTFL, was es erschwert, das Gleichgewicht zu halten.
  • Säuglinge lernen deshalb mit der Zeit, ihren Nacken und Rumpf zu beugen, um zu verhindern, dass die SKL über den hinteren Rand der USTFL hinausgeht.

Beim Sitzen ist die Unterstützungsfläche des Säuglings in seitlicher Richtung, d.h. von einer Seite zur anderen, relativ schmal.

  • Jede Aktion, die das Gewicht auf eine Gesäßhälfte verlagert, bringt die SKL an den Rand der USTFL – dies ist eine instabile Position
  • Die Stabilität kann wiederhergestellt werden durch
    • Neuausrichtung der Position des Schultergürtels im Verhältnis zum Becken; oder
    • durch die Anpassung einer Strategie zur Änderung der Unterstützung, um die USTFL seitwärts zu erhöhen.(1)

Das Erlernen des Sitzens hat zwei Komponenten: ( edit | edit source )

  1. Erwerb der erforderlichen Kraft und Kontrolle, um die Wirbelsäule zu strecken und den Kopf und den Rumpf aufrecht und stabil zu halten.(2)
  2. Aufrechterhaltung des Gleichgewichts durch die Anpassung der Ausrichtung von Kopf und Rumpf in Bezug auf die USTFL und eine effektive Reaktion auf Störkräfte, die auf Kopf und Rumpf einwirken.(1)

Sitzen erfordert Erfahrung ( edit | edit source )

In den ersten Lebensmonaten eines Säuglings unterstützen die Betreuungspersonen die Aufrichtung und Stabilität des Rumpfes beim Tragen des Säuglings und auch beim Halten auf dem Schoß größtmöglich.(3) Die Haltungsmechanismen, die es dem Säugling ermöglichen, seinen Kopf im Raum zu stabilisieren und seinen Rumpf aufrecht und stabil zu halten, werden zunächst durch die wiederholte Erfahrung des aufrechten Tragens und des unterstützten Sitzens erlernt.

Das Sitzen mit dem Gesicht nach außen auf dem Schoß einer Betreuungsperson wirkt sich auf das „Postural Set“ (d.h., die Position der Körperschlüsselpunkte im Raum gegen die Schwerkraft und im Verhältnis zur Unterstützungsfläche) aus, das durch Erregung, Motivation und Neugierde beeinflusst wird.(4) Es ermöglicht dem Säugling:

  • die Umwelt visuell zu erkunden;
  • die Aufmerksamkeit auf interessante Dinge und Ereignisse zu lenken.

Je älter der Säugling wird, desto weniger Unterstützung bieten die Betreuungspersonen an und erwarten, dass der Säugling sich mehr anstrengt, um aufrecht zu bleiben(3) und seine oberen Extremitäten zu benutzen, um es zusätzlich abzustützen, indem es sich an verfügbaren Kontaktflächen festhält.

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Lernen, Nacken und Wirbelsäule zu strecken ( edit | edit source )

  • 0-6 Monate – das Hochnehmen, Tragen und Unterstützen im Sitzen bietet die wiederholte Erfahrung, die für die Kräftigung der Wirbelsäulenmuskulatur und das Erlernen der aufrechten Haltung des Kopfes und der Streckung der Wirbelsäule entgegen der Schwerkraft erforderlich ist.
  • Säuglinge lernen zunächst, den Kopf aufrecht und ruhig zu halten, wenn sie auf Achselhöhe unterstützt werden. Mit der Zeit erlangen sie allmählich die Kontrolle über die Streckung der Brustwirbelsäule und dann der Lendenwirbelsäule.(5)(6)(2)
  • Diese fortschreitende Entwicklung der Streckung der Wirbelsäule ist zu beobachten, wenn Säuglinge im Sitzen auf verschiedenen Ebenen unterstützt werden: Achsel, Brustwirbelsäule und Becken.
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  • Bei normal entwickelten Säuglingen passen die Betreuungspersonen die Unterstützung an, die sie beim Hochnehmen und Tragen des Säuglings sowie beim Sitzen auf dem Schoß leisten.
  • Wie auf diesen Bildern zu sehen ist, kann ein kleiner Unterschied in der Höhe der Unterstützung einen großen Unterschied für die Fähigkeit des Säuglings ausmachen, Kopf und Rumpf aufrecht zu halten.(5)
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Posturale Kontrolle und Gleichgewicht ( edit | edit source )

„Die posturale Kontrolle (Haltungskontrolle) wird nicht mehr nur als eine Summe statischer Reflexe betrachtet, sondern vielmehr als eine komplexe Fertigkeit, die auf der Interaktion dynamischer sensomotorischer Prozesse beruht (…) Sensorische Informationen aus somatosensorischen, vestibulären und visuellen Systemen werden integriert, und die relative Gewichtung jedes dieser Inputs hängt von den Zielen der Bewegungsaufgabe und dem Kontext der Umwelt ab.“(7)

Das Gleichgewicht, auch als posturales Gleichgewicht bezeichnet, umfasst die Koordination mehrerer Bewegungsstrategien zur Stabilisation des Massenschwerpunkts des Körpers sowohl bei selbst- als auch bei fremdinitiierten Störungen der Stabilität.

Welche Reaktionsstrategie gewählt wird, hängt nicht nur von den Merkmalen der Verlagerung der Haltung ab, sondern auch von den Erwartungen, Zielen und früheren Erfahrungen der Person.(7)

Antizipatorische Posturale Anpassungen ( edit | edit source )

Antizipatorische Posturale Anpassungen (APAs) treten vor der willkürlichen Bewegung der Extremitäten auf und dienen der Aufrechterhaltung der Haltungsstabilität, indem sie eine Muskelkontraktion auslösen, um die destabilisierenden Kräfte zu kompensieren, die mit der Bewegung der Extremitäten verbunden sind.

  • Das Heben, Bewegen und kräftige Schütteln und Schlagen von Rasseln gibt Säuglingen wiederholt Gelegenheit, APAs auszulösen, die den Nacken und den Rumpf stabilisieren.

  • In der Zeit, in der Säuglinge mehr Erfahrung mit dem selbständigen Sitzen sammeln, entwickelt sich eine wichtige Haltungsstrategie:
    • der Übergang von einer Bottom-up- zu einer Top-down-Gleichgewichtsstrategie;
    • der Säugling lernt, seinen Kopf im Raum zu stabilisieren und die Ausrichtung seiner Rumpfsegmente anzupassen, um aufrecht zu bleiben;

    • Dazu wird die Ausrichtung der oberen und unteren Brustkorbsegmente sowie des Beckens angepasst, um den Kopf aufrecht und stabil zu halten;
    • Säuglinge fallen immer noch zur Seite um, wobei sich Kopf und Rumpf als eine Einheit bewegen, wenn die seitliche Verschiebung ihres MSP zu weit oder zu schnell ist.
  • Mit zunehmender Erfahrung im selbständigen Sitzen lernen Säuglinge auch, Strategien der Veränderung der Unterstützung („change-in-support“) anzuwenden, die Greif- oder Schrittbewegungen der Extremitäten beinhalten, um die USTFL zu vergrößern.(8)

  • Beim Erlernen des Gleichgewichts im Sitzen ist die häufigste Strategie zur Veränderung der Unterstützung der Griff zur Seite und das Abstützen auf der Hand, wenn das Gleichgewicht zur Seite nicht mehr gehalten werden kann. Dieser Vorgang vergrößert die USTFL in seitlicher Richtung, stoppt den fallenden MSP und verhindert einen Sturz zur Seite.(9)(8)

Bedeutung der visuellen Neugierde und des Wunsches, nach Spielzeug zu greifen ( edit | edit source )

  • Bei sehr jungen Säuglingen:
    • erfordert das Heben und das Aufrechthalten des Kopfes eine anhaltende Anstrengung, insbesondere bei Säuglingen mit einer Schwäche der Nacken- und Rumpfmuskulatur;
    • ensteht in der Regel eine Bereitschaft zur Anstrengung, den Kopf aufrecht zu halten, wenn es etwas wirklich Interessantes zu sehen gibt, z. B. einen bunten Gegenstand oder ein lebhaftes Gesicht, das zur sozialen Interaktion einlädt.
  • Ab etwa 4 Monaten:
    • zeigen normal entwickelte Säuglinge großes Interesse daran, nach Spielzeug zu greifen, es zu halten und damit zu spielen. Diese Handlungen erfordern sowohl antizipatorische als auch reaktive Muskelaktivitäten zur Stabilisation des Kopfes und des Rumpfes und sind wichtig, um Säuglingen die Erfahrung zu vermitteln, die sie für das Erlernen des selbständigen Sitzens mit gutem Gleichgewicht benötigen.(10)

Der natürliche Verlauf der Entwicklung des Sitzens ( edit | edit source )

Die Entwicklung des Sitzens beinhaltet eine zunehmende Kontrolle über die Nacken- und Rumpfsegmente, die am aufrechten Sitzen beteiligt sind, nämlich den Kopf, den oberen Rumpf, den unteren Rumpf und das Becken. Es beginnt damit, dass der Säugling zunächst lernt, seinen Kopf aufrecht und stabil zu halten, wenn er in aufrechter Position um den oberen Brustkorb herum unterstützt wird.(6)(2)(11)(12)

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Mit der Zeit und mit etwas Übung lernen Säuglinge, ihren Kopf und Rumpf zu stabilisieren, wenn sie um die Taille und später auf Höhe des Beckens gehalten werden. In diesem Stadium sind normale entwickelte Säuglinge oft mehr daran interessiert, nach einem interessanten Spielzeug zu greifen, als das Gleichgewicht zu halten.(13)

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Die zunehmende Kontrolle der Position des Rumpfes über dem Becken wird durch häufige Gelegenheiten zum Sitzen mit Unterstützung bei alltäglichen Abläufen und dem Handling gefördert.

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Sobald der Säugling seinen Rumpf über dem Becken stabilisieren und kurzzeitig ohne Hilfestellung durch seine Hände oder eine äußere Unterstützung frei sitzen kann, beginnen normal entwickelte Säuglinge darauf zu achten, ihr Gleichgewicht zu halten, während sie nach Menschen und Gegenständen in ihrer Umgebung greifen.(14)

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Mit zunehmender Erfahrung lernen Säuglinge, in alle Richtungen zu greifen, Gegenstände aufzuheben und zu bewegen und sich in den Vierfüßlerstand und wieder zurück zu begeben.

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Die Rolle der Haltungsschwankungen ( edit | edit source )

  • Menschen und andere Spezies sind nicht in der Lage, vollkommen still zu sitzen oder zu stehen; ihre Körper schwanken ständig.
  • Haltungsschwankungen (oder posturale Variabilität) ergeben sich zwangsläufig aus der Steuerung eines Systems mit vielen Freiheitsgraden.(15)
  • Traditionelle Sichtweise – Haltungsschwankungen als nicht funktionelles Nebenprodukt eines „geräuschvollen“ motorischen Systems. Diese Auffassung führte zu dem Konzept, dass ein minimales Schwanken ein Zeichen für ein gesundes und stabiles Haltungssystem sei.
  • Entgegengesetzte Sichtweise – Haltungsschwankungen können vom zentralen Nervensystem als Erkundungsmechanismus genutzt werden, um sicherzustellen, dass kontinuierliche dynamische Inputs von mehreren sensorischen Systemen geliefert werden.(15)
  • Haltungsschwankungen liefern einen kontinuierlichen Fluss von sensorischen Informationen aus verschiedenen Quellen (Tastsinn, Propriozeption, Gleichgewichtssinn und visuelle Wahrnehmung), die für die fortlaufende Einschätzung der Position des Körpers als Ganzes benötigt werden.
  • Neben dem sensorischen Feedback ermöglichen diese fortlaufenden Rumpfbewegungen in lateraler und anterior-posteriorer Richtung dem Säugling, die Grenzen der USTFL zu erkunden und herauszufinden, wie weit der MSP bewegt werden kann, ohne umzufallen.
  • Das Ausmaß der Haltungsschwankungen sowohl in anterior-posteriorer als auch in lateraler Richtung nimmt mit zunehmender Erfahrung im Sitzen ab. Die Komplexität der Bewegungen des Massenschwerpunkts nimmt jedoch mit der Zeit zu, was die dynamische Natur der Gleichgewichtskontrolle widerspiegelt.
  • Die Muster der Haltungsschwankungen werden angepasst, wenn gleichzeitig eine zielgerichtete Aufgabe ausgeführt wird. Säuglinge zeigten in einer Studie von Laura Claxton und Kollegen weniger Haltungsschwankungen, wenn sie ein Spielzeug hielten. Diese Verringerung der Schwankungsamplitude ermöglicht es dem Säugling, den Kopf zu stabilisieren und seine Hand ruhig im Raum zu halten, um das Spielzeug visuell und manuell zu untersuchen.(16)(17)

Die Entwicklung des Sitzens wird durch die Art der Kindererziehung beeinflusst ( edit | edit source )

In einer Studie wurde festgestellt, dass die Fähigkeit zum Sitzen bei 5 Monate alten Säuglingen innerhalb und zwischen verschiedenen Kulturkreisen stark variiert:(18)

  • 64 % der Stichprobe saßen nur mit Unterstützung der Mutter oder der Möbel;
  • 36 % saßen selbständig;
  • einige Säuglinge saßen 20 Minuten und länger ohne Hilfestellung, in einigen Fällen so sicher, dass sich die Mütter außerhalb der Reichweite ihrer Säuglinge bewegten, selbst wenn die Säuglinge auf erhöhten Flächen saßen.

Diese Beobachtungen zum Sitzen von Säuglingen in verschiedenen Kulturen verdeutlichen, wie unterschiedliche Gelegenheiten zum Üben und die Erwartungen der Eltern die Entwicklung des Sitzens von Säuglingen beeinflussen.(18)

Rachwani und Kollegen(19) beschreiben die Erfahrung von Säuglingen vor dem Beherrschen des Sitzens wie folgt:

  • „Anders ausgedrückt: Wenn Säuglinge vor dem Sitzen üben, immer wieder auf dem Boden, der Couch, dem Knie der Betreuungsperson usw. zu sitzen, während sie gleichzeitig verschiedene Aufgaben wie das Betrachten von und die Interaktion mit Objekten und Personen ausführen, sorgen diese Erfahrungen mit einer Vielzahl von Oberflächen und Aufgaben für den Erwerb von Verhaltensflexibilität.“(19)
  • Durch die Erfahrung mit verschiedenen Körper-Umwelt-Beziehungen können Säuglinge lernen, geeignete Lösungen für die aktuelle Situation zu finden und gleichzeitig Strategien zu festigen, die allen Sitzhaltungen gemeinsam sind.
  • Beispiel: Das Sitzen auf dem Boden und auf der Couch stellt unterschiedliche Anforderungen an die Gleichgewichtskontrolle. Das Schütteln einer Rassel und das Drehen des Kopfes, um ein Ereignis zu beobachten, stellen weitere, unterschiedliche Anforderungen an das Gleichgewicht. In all diesen unterschiedlichen Situationen wird jedoch der Rumpf des Säuglings jeweils gekräftigt und die Koordination verbessert, um destabilisierenden Kräften entgegenzuwirken, so dass der Säugling später seine Körperhaltung an eine neue Situation wie zum Beispiel das Sitzen auf einer Schräge anpassen kann.(19)

Ressourcen(edit | edit source)

Referenzen(edit | edit source)

  1. 1.0 1.1 Kyvelidou A, Stuberg WA, Harbourne RT, Deffeyes JE, Blanke D, Stergiou N. Development of upper body coordination during sitting in typically developing infants. Pediatric research. 2009 May;65(5):553-8.
  2. 2.0 2.1 2.2 Pin TW, Butler PB, Cheung HM, Shum SL. Relationship between segmental trunk control and gross motor development in typically developing infants aged from 4 to 12 months: a pilot study. BMC pediatrics. 2019 Dec;19(1):1-9.
  3. 3.0 3.1 Duncan K, Goodworth A, Da Costa CS, Wininger M, Saavedra S. Parent handling of typical infants varies segmentally across development of postural control. Experimental brain research. 2018 Mar;236(3):645-54.
  4. Franchak JM. Changing opportunities for learning in everyday life: Infant body position over the first year. Infancy. 2019 Mar;24(2):187-209.
  5. 5.0 5.1 Saavedra SL, van Donkelaar P, Woollacott MH. Learning about gravity: segmental assessment of upright control as infants develop independent sitting. Journal of Neurophysiology. 2012 Oct 15;108(8):2215-29.
  6. 6.0 6.1 Sangkarit N, Siritaratiwat W, Bennett S, Tapanya W. Factors Associating with the Segmental Postural Control during Sitting in Moderate-to-Late Preterm Infants via Longitudinal Study. Children. 2021 Sep 26;8(10):851.
  7. 7.0 7.1 Horak FB. Postural orientation and equilibrium: what do we need to know about neural control of balance to prevent falls?. Age and ageing. 2006 Sep 1;35(suppl_2):ii7-11.
  8. 8.0 8.1 Maki BE, McIlroy WE. The role of limb movements in maintaining upright stance: the “change-in-support” strategy. Physical therapy. 1997 May 1;77(5):488-507.
  9. Kyvelidou A, Stuberg WA, Harbourne RT, Deffeyes JE, Blanke D, Stergiou N. Development of upper body coordination during sitting in typically developing infants. Pediatric research. 2009 May;65(5):553-8.
  10. Bertenthal B, Von Hofsten C. Eye, head and trunk control: The foundation for manual development. Neuroscience & Biobehavioral Reviews. 1998 Mar 4;22(4):515-20.
  11. van Iersel PA, la Bastide-van Gemert S, Wu YC, Hadders-Algra M. Alberta Infant Motor Scale: Cross-cultural analysis of gross motor development in Dutch and Canadian infants and introduction of Dutch norms. Early Human Development. 2020 Dec 1;151:105239.
  12. Gontijo AP, de Melo Mambrini JV, Mancini MC. Cross-country validity of the Alberta Infant Motor Scale using a Brazilian sample. Brazilian Journal of Physical Therapy. 2021 Jul 1;25(4):444-9.
  13. Mlincek MM, Roemer EJ, Kraemer C, Iverson JM. Posture Matters: Object Manipulation During the Transition to Arms-Free Sitting in Infants at Elevated vs. Typical Likelihood for Autism Spectrum Disorder. Physical & Occupational Therapy In Pediatrics. 2022 Jan 9:1-5.
  14. Harbourne RT, Lobo MA, Karst GM, Galloway JC. Sit happens: Does sitting development perturb reaching development, or vice versa?. Infant Behavior and Development. 2013 Jun 1;36(3):438-50.
  15. 15.0 15.1 Carpenter MG, Murnaghan CD, Inglis JT. Shifting the balance: evidence of an exploratory role for postural sway. Neuroscience. 2010 Nov 24;171(1):196-204.
  16. Claxton LJ, Strasser JM, Leung EJ, Ryu JH, O’Brien KM. Sitting infants alter the magnitude and structure of postural sway when performing a manual goal‐directed task. Developmental psychobiology. 2014 Sep;56(6):1416-22.
  17. Arnold AJ, Liddy JJ, Harris RC, Claxton LJ. Task‐specific adaptations of postural sway in sitting infants. Developmental Psychobiology. 2020 Jan;62(1):99-106.
  18. 18.0 18.1 Karasik LB, Tamis-LeMonda CS, Adolph KE, Bornstein MH. Places and postures: A cross-cultural comparison of sitting in 5-month-olds. Journal of Cross-Cultural Psychology. 2015 Sep;46(8):1023-38.
  19. 19.0 19.1 19.2 Rachwani J, Soska KC, Adolph KE. Behavioral flexibility in learning to sit. Developmental psychobiology. 2017 Dec;59(8):937-48.


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