Neue Gewohnheiten für das Lernen schaffen

Originale Autorin Robin Tacchetti Top-BeitragendeRobin Tacchetti, Jess Bell und Kim Jackson

Einleitung(edit | edit source)

Gewohnheiten sind automatisch ablaufende Verhaltensweisen, die zur Routine wurden und regelmäßig wiederholt werden. Sie sind eine erlernte Erfahrung und gehören zur regelmäßigen Tendenz oder Praxis einer Person.(1) Sie laufen im Hintergrund ab, wobei einige Studien darauf hindeuten, dass bis zu 40 % unserer täglichen Entscheidungen unbewusst getroffen werden.(2)

Eine Gewohnheit entsteht, wenn wir Verhaltensweisen in einem stabilen Kontext wiederholen. Dies „verstärkt eine mentale Kontext-Verhaltens-Assoziation“ – d. h. der Kontext löst einen Impuls aus, das gewohnte Verhalten auszuführen. Bei gewohnheitsmäßigen Verhaltensweisen sind wir uns des Verhaltens möglicherweise nicht bewusst, haben keine besondere Absicht, das Verhalten auszuführen oder unternehmen während des Verhaltens keine kognitive Anstrengung. Die Bildung von Gewohnheiten reduziert die Anforderungen an unser Gedächtnis und unsere Aufmerksamkeit, und Gewohnheiten steuern das Verhalten stärker als bewusste Absichten.(3)

Es ist sehr schwierig, Gewohnheiten aufzugeben, da sie als automatische Reaktion auf eine bestimmte Situation auftreten.(1) Da Gewohnheiten eine Verhaltenskomponente haben, besteht ein direkter Zusammenhang mit der Selbstbeherrschung. Wer sich gute Gewohnheiten angewöhnt hat, ist im Allgemeinen besser in der Lage, sich selbst zu kontrollieren, und hat mehr Aussicht auf Erfolg in verschiedenen Bereichen seines Lebens. Aber auch Misserfolge und Probleme können zur Gewohnheit werden.(1) Es hat sich gezeigt, dass Personen, die ihr Verhalten weniger gut kontrollieren können, dazu neigen, auf mühelose, gewohnheitsmäßige Verhaltensweisen zurückzugreifen, die häufig als „schlechte Gewohnheiten“ bezeichnet werden.(4)

Ziele versus Gewohnheiten ( edit | edit source )

Viele Menschen verwechseln Ziele und Gewohnheiten miteinander. Es gibt jedoch erhebliche Unterschiede:(2)

  • Ziele werden eher von externen Motivatoren angetrieben, während Gewohnheiten automatisch sind
  • Ziele sind normalerweise groß und wichtig, während Gewohnheiten sich unbedeutend und klein anfühlen
  • Ziele haben einen Endpunkt, während Gewohnheiten ein Leben lang bestehen bleiben können
  • Gewohnheiten können längerfristig sein als langfristige Ziele
  • Wenn Sie sich auf Ziele konzentrieren und diese erreichen, fahren Sie möglicherweise nicht mit der Arbeit fort, die anfangs nötig war, um das Ziel zu erreichen; kleine tägliche Gewohnheiten hingegen summieren sich im Laufe der Zeit, und Sie können am Ende über Ihr ursprüngliches Ziel hinausgehen

Ziele sind ein gewünschter zukünftiger Zustand in Verbindung mit Aktivitäten, die das Erreichen dieses Ergebnisses fördern. „Ziele sind in der Regel Dinge, die wir uns wünschen, aber nur schwer erreichen können, selbst wenn wir wissen, dass sie erreichbar sind.“ Wenn ein Mensch ein Ziel verfolgt, wird er etwas anders machen als zuvor.(5) Zielgerichtete Aktivitäten werden schnell erworben und durch ihr Ergebnis moduliert.(1)

Gewohnheiten hingegen beruhen auf wiederholten Erfahrungen, die sich mit der Zeit herausbilden und entwickeln. Gewohnheiten können auf Ziele einwirken oder völlig unabhängig von aktuellen Zielen sein; Gewohnheiten sind nicht zielabhängig.(6) Ein Ziel kann ursprünglich eine Gewohnheit auslösen. Mit der Zeit verliert dieses Ziel jedoch immer mehr an Notwendigkeit, während die Gewohnheit automatisch wird. Gewohnheitsmäßige Handlungen sind reflexiver Natur und werden durch frühere Assoziationen zwischen Reiz und Konsequenz ausgelöst. Zielgerichtete Verhaltensweisen, die routinemäßig praktiziert werden, können zu Gewohnheiten werden.(1)

Michael Rowe(2) hat die folgende Tabelle erstellt, um die Unterschiede zwischen Zielen und Gewohnheiten zu verdeutlichen. Es wurde von Clear, J. Atomic habits: an easy & proven way to build good habits & break bad ones angepasst. Penguin: Avery. 2018.

Tabelle 1. Ziele versus Gewohnheiten.
Ziele Gewohnheiten
Langfristig; „Ich möchte meine Abschlussprüfungen bestehen“ Kurzfristig; „Ich möchte heute meine Notizen durchgehen“
Abstrakt; „Ich will besser in Anatomie werden“ Konkret; „Ich möchte die intraartikuläre Oberfläche des Tibifemoralgelenks beschreiben, ohne auf meine Notizen zurückzugreifen“
Fokus auf das Produkt (Endpunkt); „Ich möchte meine Abschlussprüfung bestehen“ Fokus auf den Prozess (kontinuierlich); „Ich möchte ein lebenslang Lernender sein“
Externe Faktoren; „Ich komme mit meinem Dozenten nicht zurecht“ Interne Faktoren; „Ich habe die Kontrolle über meine Gewohnheiten“

(2)

Bildung von Gewohnheiten ( edit | edit source )

Die Bildung von Gewohnheiten ist der Prozess, bei dem neue Verhaltensweisen automatisiert werden.(1) Es ist wahrscheinlicher, dass ein Verhalten zur Gewohnheit wird (Gewohnheitsbildung), wenn es konsequent und häufig im gleichen Kontext ausgeführt wird. Wenn sich eine Person also in einem Kontext befindet, der mit einem bestimmten Verhalten verbunden ist, wird dieser Kontext automatisch das entsprechende Verhalten auslösen. Dieses Verhalten wird mühelos sein, wenn es zur Gewohnheit geworden ist.

Der Aufwand für die Bildung einer Gewohnheit ist unterschiedlich hoch. Manche Menschen können sich in nur 18 Tagen neue Gewohnheiten aneignen, während andere vielleicht 6 Monate brauchen. Bei der Gewohnheitsbildung nimmt die Stärke der Gewohnheit zunächst steil zu und beginnt dann abzuflachen. Die Gewohnheitsbildung ist bei folgenden Faktoren tendenziell stärker:(4)

  • Häufigkeit und Beständigkeit des gewünschten Verhaltens
  • belohnende Natur des Verhaltens
  • angenehme Umgebung
    • keine Hindernisse oder Bedrohungen
  • leichtere Verhaltensweisen
    • eher als schwierige oder komplexe Verhaltensweisen
  • Selbstbeherrschung
    • „Die Einleitung eines solchen neuen Verhaltens sowie die Hemmung des eigenen Handelns bei kurzfristigen Versuchungen erfordert meistens eine anstrengende Selbstbeherrschung, insbesondere in den frühen Phasen der Gewohnheitsbildung“(4)

Klassifikation von Gewohnheiten ( edit | edit source )

Gewohnheiten lassen sich in drei Kategorien einteilen:(1)

  1. Motorische Gewohnheiten: die muskulären Aktivitäten einer Person
    • Gehen, Laufen, Sitzen, Stehen, bestimmte Körperhaltungen
  2. Intellektuelle / kognitive Gewohnheiten: psychologischer Prozess
    • logisches Denken, Beobachtung, Argumentation
  3. Charaktergewohnheiten: verschiedene innere Eigenschaften
    • Zeitmanagement, Fleiß, Vertrauen in andere Menschen
    • auch als „emotionale Gewohnheiten“ bezeichnet, da sie Gefühle und Emotionen ausdrücken(1)

Gewohnheitsschleife ( edit | edit source )

Wir können einen Prozess namens „Gewohnheitsschleife“ nutzen, um neue Gewohnheiten zu schaffen. Dieser Prozess umfasst drei wichtige Schritte:(2)(1)(7)

  1. Auslöser oder Hinweisreiz aus der Umwelt (Ort, Zeit, Menschen oder Verhaltensweisen)
  2. Routine (sich wiederholendes Muster von Aktivitäten)
  3. Belohnung oder Harmonie (ein Ergebnis der Aktivierung der Gewohnheit)

Auslöser / Hinweisreiz aus der Umwelt ( edit | edit source )

Gewohnheiten werden durch ein Hinweisreiz in der Umgebung oder durch ein Auslöser (Reminder) initiiert. Der Hinweisreiz in der Umgebung (Ort, Menschen, Zeit usw.) kann als Auslöser für automatisches Verhalten oder Gewohnheitsbildung dienen. „Wenn eine Gewohnheit ausgelöst wird, haben die Menschen einen automatischen Drang, die Handlung auszuführen“(1) – diese Gewohnheit kann unbewusst ausgeführt werden. Ein Verhalten kann so tief verwurzelt sein, dass Sie vielleicht sogar vergessen, es getan zu haben (z. B. das morgendliche Zähneputzen).(1)

Fünf Hauptwege, wie eine neue Gewohnheit ausgelöst werden kann:(8)

  1. Zeit: Zeitabhängige Hinweisreize können dazu beitragen, dass Menschen in einer Routine bleiben und eine Gewohnheit beibehalten
  2. Ort: Gewohnheiten sind oft eine Reaktion auf unsere Umgebung oder unseren Standort
  3. Vorangegangenes Ereignis: Viele Gewohnheiten hängen mit etwas zusammen, das zuvor im Leben einer Person passiert ist
  4. Emotionaler Zustand: Wenn Sie auf Ihren emotionalen Zustand achten, können Sie bessere Gewohnheiten entwickeln
  5. Andere Menschen: Umgeben Sie sich mit Menschen, die die Gewohnheiten haben, die Sie selbst haben möchten(8)

Es können zwei Arten von Hinweisgebung („cueing“) stattfinden:

  1. direkte Hinweisgebung („direct cueing“): wiederholte Assoziation zwischen Umgebung und Routine
    • Schaffung einer konstanten Umgebung
    • z. B. Lesen im selben Raum zur selben Zeit(1)
  2. motivierte Hinweisgebung („motivated cueing“): Belohnung von Erfahrungen, die in der Vergangenheit stattgefunden haben
    • eine Person, die bereits erfolgreiche Erfahrungen gemacht hat, wird motiviert sein, das gleiche Verhalten zu zeigen(1)

Routine(edit | edit source)

Die Routine bezieht sich auf eine Reihe von Handlungen, die wir als Teil der Gewohnheitsbildung durchführen.(2) Es sind die Handlungen, die wir am häufigsten wiederholen. Da sie sich so oft wiederholen, werden diese Verhaltensmuster in unsere neuronalen Bahnen „eingebrannt“.(1) Durch Wiederholung und das Üben neuer Verhaltensweisen können neue Reaktionsmechanismen gebildet werden. Es ist einfacher, eine neue Gewohnheit zu entwickeln, wenn das Verhalten einfach und nicht komplex ist. Je komplexer eine Aufgabe ist, desto mehr Wiederholungen sind erforderlich, um eine Gewohnheit zu bilden.(1)

Harmonie / Belohnung ( edit | edit source )

Harmonie oder Belohnung ist die dritte Komponente der Gewohnheitsschleife. Harmonie steht für das innere Friedensempfinden eines Menschen. Durch das wiederholte Verhalten haben die Menschen das Gefühl, dass sie innere Belohnungen erhalten und ihre Bedürfnisse erfüllt werden. Die Aktivierung dieses Verhaltens erfüllt sie mit einem Gefühl der Ruhe gegenüber ihrer Umgebung. Folglich führt diese Erfahrung dazu, dass der Einzelne das Verhalten wiederholen möchte, wodurch eine positive Rückkopplungsschleife entsteht.(1)

„Eine gute Faustregel besagt, dass die Belohnungen für gute Gewohnheiten in der Regel in der Zukunft eintreffen, die Kosten aber heute zu spüren sind.“(2)

Interesse und Gewohnheit ( edit | edit source )

Interesse und Gewohnheit stehen in direktem Zusammenhang und können sich gegenseitig positiv verstärken.(1)

  1. Situatives Interesse:
    • kann sich im Laufe der Zeit ändern oder auch nicht
    • fokussierte Aufmerksamkeit
    • „affektive Reaktion, die im Moment durch Umweltreize ausgelöst wird“(1)
  2. Individuelles Interesse:
    • die Person nimmt eine bestimmte Tätigkeit im Laufe der Zeit wieder auf
    • es besteht eine Erwartung positiver Gefühle aufgrund früherer Erfahrungen der Person
    • es gibt einen „inneren Drang“, nach Möglichkeiten zu suchen, den Stimulus weiterhin zu nutzen
    • eine Person übt die Tätigkeit zum Vergnügen aus, als wäre es ein Hobby(1)

Habit Stacking ( edit | edit source )

Der Begriff „Habit Stacking“ bezieht sich auf das Konzept, eine neue Gewohnheit / ein neues Verhalten auf eine bestehende Gewohnheit aufzubauen. Anstatt eine neue Gewohnheit mit einer bestimmten Zeit oder einem bestimmten Ort zu verknüpfen, wird eine neue Gewohnheit mit einer aktuellen Gewohnheit verknüpft. Diese neue Gewohnheit wird mit größerer Wahrscheinlichkeit beibehalten, da sie mit einem bereits im Gehirn verankerten Verhaltensmuster verknüpft ist. Das „Stapeln“ von Gewohnheiten kann beliebig groß sein, da Sie viele kleine Gewohnheiten miteinander verbinden können.(9)

Gewohnheiten und Lernen ( edit | edit source )

Lernen ist eine Fertigkeit, die jeder verbessern kann.(2) Hervorragende Leistungen in der Schule oder die Beherrschung einer Fertigkeit werden durch gute Lerngewohnheiten erreicht. Umgekehrt können schlechte Lerngewohnheiten das Lernen und den Lernerfolg behindern und letztlich zum Scheitern führen.(1) Wenn wir neue Gewohnheiten schaffen und schlechte Gewohnheiten ablegen, kann sich der Kontext, in dem wir lernen, sofort ändern. Die Einführung neuer Routinen, die auf kleinen, schrittweisen Änderungen gewohnter Verhaltensweisen beruhen, kann die Voraussetzungen dafür schaffen, das Lernen im Laufe der Zeit zu verbessern.(2)

Gute Gewohnheiten im Klassenzimmer, die zu guten Leistungen der Schüler führen, haben eine kumulative Wirkung auf den zukünftigen Erfolg. Schüler mit guten Gewohnheiten steigern ihren Lernzuwachs auch später im Leben, während Schüler mit schlechten Gewohnheiten weniger in der Lage sind, ihren Rückstand aufzuholen.(1) Gewohnheiten sind Kraftmultiplikatoren, die es den Lernenden ermöglichen, mehr zu erreichen als angesichts ihrer Ausgangssituation zu erwarten wäre.(2)

  • Wenn wir nach einer Routinetätigkeit positive Gefühle erleben, hilft uns das, eine Gewohnheit zu entwickeln. Diese Gewohnheit kann schließlich zu einem Hobby werden.
  • Die Lernenden werden diese Tätigkeit, wann immer sie können, fortsetzen wollen. Es ist wahrscheinlicher, dass Lernende eine Gewohnheit entwickeln, wenn sie vom situativen Interesse zum individuellen Interesse übergehen. Daher sind Interessenentwicklung und Gewohnheitsbildung direkt miteinander verknüpft.(1)

Es ist wichtig zu erkennen, dass Gewohnheiten den Ergebnissen vorausgehen. Das Streben nach guten Ergebnissen führt jedoch nicht zwangsläufig zu ihnen. Die Entwicklung guter Gewohnheiten führt mit weitaus größerer Wahrscheinlichkeit zu guten Ergebnissen.(2)

** Das Abschneiden der Lernenden bei einer frühen Bewertung sagt viel über ihre späteren Leistungen im Kurs aus. Daher ist es wichtig, von Anfang an effektive Lernstrategien einzusetzen.(10)

Lerngewohnheiten ( edit | edit source )

Lerngewohnheiten gelten als „der wichtigste Prädiktor für akademische Leistungen“.(11) Lerngewohnheiten sind verschiedene individuelle Verhaltensweisen, die Fertigkeiten und Lernmethoden kombinieren. Lerngewohnheiten umfassen alle Aktivitäten, die die Prozesse des Lernens eines Themas, des Einprägens des Stoffes und der Problemlösung verbessern. Jeder hat andere Lerngewohnheiten.(11)

Es hat sich gezeigt, dass zu den guten Lerngewohnheiten die folgenden gehören:(11)

  • tägliches Lernen
  • Lernen in einer ruhigen Umgebung
  • Ausschalten von Geräten, die vom Lernen ablenken (z. B. Handys)
  • regelmäßige Pausen einlegen
  • Notizen zu wichtigen Inhalten machen
  • sanfte Musik hören
  • Konzentration auf schwierige Konzepte
  • Anpassen des Lernens an den eigenen Lernstil

Zu den schlechten Lerngewohnheiten gehören:(11)

  • Studieren in ungeeigneter Umgebung
  • laute Musik hören
  • den Fernseher eingeschaltet lassen
  • Prokrastination(11)

Positive Lernumgebungen ( edit | edit source )

Der Einsatz von „geplanten Routinen“ zur Entwicklung von Gewohnheiten in Lernumgebungen kann dazu beitragen, dass Schüler von situativem Interesse zu individuellem Interesse übergehen.

Geplante Routinen ermöglichen es den Lernenden, an Aktivitäten teilzunehmen, an denen sie bereits situativ interessiert waren. Dies kann zu individuellem Interesse führen und eher zur Gewohnheit beitragen.(1)

Chen et al.(1) führen vier Merkmale auf, die für eine Gewohnheitsbildung aus Interesse in der Lernumgebung erforderlich sind:

  1. „Bestimmen Sie die Gewohnheiten, die zur interessengeleiteten Gestaltung beitragen
  2. Ermitteln Sie die aktuellen und gewünschten Gewohnheiten der Lernenden
  3. Stellen Sie fest, welche Lerngewohnheiten der Lernenden zusätzliche Unterstützung erfordern
  4. Entwickeln Sie einen Rahmen für die Unterrichtsgestaltung, der die Gewohnheit einer interessengeleiteten Gestaltung fördert“(1)

Leitfaden für Lehrende zur Bildung von guten Gewohnheiten bei Lernenden ( edit | edit source )

  • Legen Sie ein überschaubares Tempo fest(1)
    • streben Sie ein oder zwei Verhaltensänderungen auf einmal an
    • beginnen Sie mit einfachen Verhaltensweisen oder Aktivitäten, bevor sie zu komplexeren Aktivitäten übergehen
  • Schaffen Sie Hinweisreize in der Umgebung(1)
    • schaffen Sie von Beginn des Lernens an Hinweisreize in der Umgebung
      • beauftragen Sie die Lernenden zu bestimmten Zeiten und für bestimmte Zeiträume mit einer Aufgabe
    • erklären Sie das Ziel der Lernaktivität
      • wenn Lernende das Ziel verstehen, können sie sich auf das Lernen konzentrieren
        • das Lernen wird zielgerichtet sein, und die Lerntätigkeit wird schließlich zur Gewohnheit
    • Lehrende können Vorbilder sein
      • Lernende können unbewusst das Verhalten und die Routinen des Lehrenden imitieren
    • nutzen Sie Ressourcen und situative Gelegenheiten als kognitive und affektive Unterstützung(1)
      • situative Ressourcen können zu Auslösern in einer Umgebung mit Hinweisreizen werden
        • z. B. durch immersives Lernen werden die Lernenden in Aktionen eingebunden, bei denen sie an kollaborativen Erkundungsaktivitäten teilnehmen können
          • dies hilft den Lernenden, die Sammlung von Ideen und Wissen in der Gruppe zu überwachen und Ideen in die Gemeinschaft einzubringen
    • stellen Sie relevante Auslöser unter Verwendung von Designtools und -plattformen bereit
      • dies kann neue Technologien in Anspruch nehmen
  • Ermutigen Sie die Lernenden, das gewünschte Verhalten regelmäßig an den Tag zu legen(1)
    • die Lernenden müssen eine neue Gewohnheit regelmäßig üben, bis sie zur Routine wird
    • vermeiden Sie Unterbrechungen oder Aufschübe, da sie die Gewohnheitsbildung schwächen können
  • Verstärken Sie die Zufriedenheit des Lernenden (1)
    • wenn ein neues Verhalten ein Gefühl der Zufriedenheit vermittelt, ist es wahrscheinlicher, dass die Lernenden ihr Verhalten ändern
      • eine hohe Zufriedenheit mit der Gewohnheitsschleife erhöht die Wahrscheinlichkeit der Gewohnheitsbildung
      • geringe Zufriedenheit verringert die Wahrscheinlichkeit der Gewohnheitsbildung
    • die Zufriedenheit der Lernenden erfordert so viele erfolgreiche Lernerfahrungen wie möglich
      • kann durch kognitives und affektives Scaffolding erreicht werden
        • „Kognitives Scaffolding“ hilft Lernenden, schwierige Lernaufgaben zu lösen
          • z. B. Hinterfragen, Modellieren, Erklären, Hinweise geben, Coaching und positives Feedback
        • „Affektives Scaffolding“ hilft den Lernenden, Aufgaben zu erledigen und verringert das Risiko negativer Emotionen (z. B. Anonymität/Vorenthalten von Informationen)
        • es sollte zusätzliche Unterstützung für Schüler mit geringem Leistungsvermögen erfolgen, damit auch sie sich in der Gewohnheitsschleife zurechtfinden können
  • Stellen Sie das Lernen auf eine Interessenleitung um(1)
    • Lernende, die sich dafür interessieren, konzentrieren sich mehr und strengen sich mehr an
    • sie verbringen mehr Zeit mit der Tätigkeit und haben mehr Freude daran

Ressourcen(edit | edit source)

Referenzen(edit | edit source)

  1. 1.00 1.01 1.02 1.03 1.04 1.05 1.06 1.07 1.08 1.09 1.10 1.11 1.12 1.13 1.14 1.15 1.16 1.17 1.18 1.19 1.20 1.21 1.22 1.23 1.24 1.25 1.26 1.27 1.28 1.29 1.30 Chen W, Chan TW, Wong LH, Looi CK, Liao CC, Cheng HN, Wong SL, Mason J, So HJ, Murthy S, Gu X. IDC theory: habit and the habit loop. Research and Practice in Technology Enhanced Learning. 2020 Dec;15(1):1-9.
  2. 2.00 2.01 2.02 2.03 2.04 2.05 2.06 2.07 2.08 2.09 2.10 Rowe M. How to Create New Habits for Learning Course. Plus, 2023.
  3. Gardner B, Sheals K, Wardle J, McGowan L. Putting habit into practice, and practice into habit: a process evaluation and exploration of the acceptability of a habit-based dietary behaviour change intervention. International Journal of Behavioral Nutrition and Physical Activity. 2014 Dec;11:1-3.
  4. 4.0 4.1 4.2 Van der Weiden A, Benjamins J, Gillebaart M, Ybema JF, De Ridder D. How to form good habits? A longitudinal field study on the role of self-control in habit formation. Frontiers in Psychology. 2020 Mar 27;11:560.
  5. Berkman ET. The neuroscience of goals and behavior change. Consulting Psychology Journal: Practice and Research. 2018 Mar;70(1):28.
  6. Wood W, Mazar A, Neal DT. Habits and goals in human behavior: Separate but interacting systems. Perspectives on Psychological Science. 2022 Mar;17(2):590-605.
  7. NPR (2012). How you can harness the power of habit.
  8. 8.0 8.1 Clear, J. The 5 Triggers that Make New Habits Stick
  9. Clear J. How to Build New Habits by Taking Advantage of Old Ones”. Disponible en: jamesclear. com. 2020.
  10. Brown-Kramer CR. Improving students’ study habits and course performance with a “learning how to learn” assignment. Teaching of Psychology. 2021 Jan;48(1):48-54.
  11. 11,0 11,1 11,2 11,3 11,4 Jafari H, Aghaei A, Khatony A. Relationship between study habits and academic achievement in students of medical sciences in Kermanshah-Iran. Advances in Medical Education and Practice. 2019 Aug 15:637-43.


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