Originale Autoren – Wala’a Awwad und Kamal Khalifa von The Center for Victims of Torture als Teil des PREP Content Development Project
Top-Beitragende – Naomi O’Reilly, Tony Lowe, Kim Jackson, Jess Bell und Kirenga Bamurange Liliane
Ende 2021 gab es weltweit mindestens 89,3 Millionen Menschen, die gezwungen wurden, ihre Heimat zu verlassen. Darunter befanden sich fast 53,2 Millionen Binnenvertriebene, 27,1 Millionen Flüchtlinge und 4,6 Millionen Asylbewerber. Kinder und Jugendliche zwischen 0 und 17 Jahren machen 41 % aller Flüchtlinge und Vertriebenen aus.(1) Im Jahr 2021 wurden bis zu 30 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zur Flucht gezwungen oder vertrieben, wobei die meisten zwischen 5 und 11 Jahren alt waren. Von diesen Kindern und Jugendlichen haben siebzehn Millionen in ihrem Heimatland Gewalt oder Konflikte erlebt, und etwa 13 Millionen hatten Anspruch auf einen Flüchtlingsstatus.(2)
Kinder und junge Menschen, die ein Trauma oder extremen Stress erlebt haben, können komplexe psychische und physische Gesundheitsbedürfnisse entwickeln. Dazu können posttraumatische Belastungsstörungen, Depressionen und Angstzustände gehören. Die Auswirkungen eines traumatischen Erlebnisses und die damit einhergehenden psychischen Erkrankungen können zu Entwicklungsverzögerungen führen. Darüber hinaus kann die Herausforderung des Lebens als Flüchtling oder Vertriebener weitere Schwierigkeiten bei der Anpassung an eine neue Umgebung, eine neue Kultur, eine neue Schule und ein anderes Bildungssystem mit sich bringen.
Bei der Arbeit mit Kindern mit Flucht- und Vertreibungserfahrungen ist es wichtig, das Zusammenspiel dieser verschiedenen Faktoren zu berücksichtigen und zu überlegen, wie sie sich auf den Rehabilitationsprozess auswirken können.
Zu den Erfahrungen vor der Migration gehören die Herausforderungen und Bedrohungen, denen Kinder ausgesetzt sind und die ihre Familien dazu veranlassen, in einem anderen Teil ihres eigenen Landes oder in einem anderen Land Zuflucht zu suchen.(3)
Dieser Prozess umfasst die oft gefährliche Reise zwischen Heimat- und Aufnahmeland.(5)
In dieser Phase geht es um die Herausforderungen, mit denen Migranten konfrontiert sind, wenn sie versuchen, sich in den sozialen, politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Rahmen des Aufnahmelandes zu integrieren. In der Zeit nach der Migration geht es um die Anpassung an eine neue Kultur und die Neudefinition der eigenen Identität und des eigenen Platzes in der neuen Gesellschaft.(5)
Millionen von Kindern sind jedes Jahr traumatischen Erfahrungen ausgesetzt. Eine detaillierte Aufschlüsselung der Anzeichen und Symptome nach Alter finden Sie unter den nachstehenden Links:(13)
Zu den allgemeinen Anzeichen und Symptomen können die folgenden gehören:
Die Reaktion auf ein bestimmtes traumatisches Ereignis kann von Kind zu Kind unterschiedlich ausfallen; dies hängt von der Art und der Dauer der traumatischen Stressoren, den Merkmalen des Kindes (Alter, Geschlecht, Vorgeschichte der Stressbelastungen und Vorhandensein von unterstützenden Bezugspersonen) ab.(14)
Probleme mit Beziehungen, Grenzen, Empathie und sozialer Isolation. Ein Kind mit einer traumatischen Vorgeschichte kann Probleme haben, gesunde, unterstützende Beziehungen zu Freunden und Bezugspersonen aufzubauen. Der Therapeut muss sich darüber im Klaren sein, dass es länger dauern kann, bis er eine Beziehung zu dem Kind aufgebaut hat.
Beeinträchtigung der sensomotorischen Entwicklung, Koordinationsprobleme, verstärkte medizinische Probleme wie ein geschwächtes Immunsystem und somatische Symptome, Übererregbarkeit (Hyperarousal), Nahrungsmittelempfindlichkeit, Einnässen (Enuresis), Einkoten (Enkopresis). Bei Kindern mit Erfahrungen von Flucht und Vertreibung ist die normale Entwicklung beeinträchtigt, da sie unter ständigem oder extremem Stress aufwachsen. Ihr Gehirn, ihr Nervensystem, ihr Immunsystem und die Stressreaktionssysteme ihres Körpers entwickeln sich möglicherweise nicht normal. Kinder passen sich an beängstigende und überwältigende Umstände durch die Überlebensreaktion des Körpers an. Wenn sie also auch nur einem normalen Maß an Stress ausgesetzt sind, kann ihr System automatisch so reagieren, als ob sie unter extremem Stress stünden. Dies kann zu schneller Atmung und Herzrasen führen, wenn sie sich in einer stressigen Situation befinden.
Schwierigkeiten, Gefühle zu erkennen oder zu benennen und Bedürfnisse mitzuteilen, Unfähigkeit, sich zu entspannen, verminderte Fähigkeit, Emotionen zu steuern und/oder sich selbst zu beruhigen. Kleine Kinder sind weniger in der Lage, ihre Emotionen zu erkennen, zu verbalisieren, was sie innerlich empfinden, und ihre Reaktionen zu steuern. Ihre emotionalen Reaktionen können unvorhersehbar oder explosiv sein.
Veränderte Bewusstseinszustände, Amnesie, Gedächtnisstörungen. Dissoziation ist ein Abwehrmechanismus, mit dem sich Kinder von einer überwältigenden und erschreckenden Erfahrung abgrenzen. Sie kann auch zu einem späteren Zeitpunkt auftreten, wenn das Kind mit stressigen Situationen konfrontiert ist oder an ein Trauma erinnert wird. Die Kinder können sich selbst als von ihrem Körper losgelöst wahrnehmen, oder sie befinden sich an einem anderen Ort im Raum und beobachten, was mit ihrem Körper geschieht. Sie können das Gefühl haben, sich in einem Traum oder einem veränderten Zustand zu befinden, der nicht ganz real ist, oder als ob die Erfahrung jemand anderem widerfährt. Die Dissoziation kann die Fähigkeit eines Kindes beeinträchtigen, bei den Aktivitäten des täglichen Lebens, dem Verhalten im Klassenzimmer und seinen sozialen Interaktionen voll präsent zu sein. Es könnte den Anschein haben, dass das Kind einfach „abschweift“, tagträumt oder nicht aufpasst.
Probleme mit der Konzentration, dem Lernen, der Verarbeitung neuer Informationen, der Sprachentwicklung, der Planung und der Orientierung in Zeit und Raum.
Fehlen eines kohärenten Selbstkonzepts, Körperbildprobleme, geringes Selbstwertgefühl, Scham und Schuldgefühle.
Schwierigkeiten bei der Impulskontrolle, oppositionelles Verhalten, Aggression, gestörte Schlaf- und Essgewohnheiten, Wiederholung von Traumata, Hypervigilanz.
In allen körperlichen, emotionalen und verhaltensbezogenen Bereichen
Es kann sein, dass die Kinder wieder anfangen, ins Bett zu nässen, oder dass sich ihre Kommunikationsfähigkeiten verschlechtern.(15)
Die Auswirkungen einer Traumaexposition bei Kindern sind komplex und können zu einer Reihe von damit verbundenen Störungen führen:
Interventionen für Kinder mit Flucht- und Vertreibungserfahrungen müssen sowohl die Behandlung für das Kind als auch einige Interventionen für die Betreuer umfassen. Zu den bei Kindern angewandten therapeutischen Prinzipien gehören:
Ein Trauma betrifft die gesamte Familie. Die Zusammenarbeit mit der Familie ermöglicht es, den therapeutischen Nutzen für das Kind und die gesamte Familie zu maximieren. Wenn die Familie gut funktioniert, bietet sie den Kindern zu Hause ein besseres Umfeld, um sich von ihrem Trauma zu erholen, und fördert ihr Wohlbefinden.
Die Befähigung der Eltern / Betreuer ist eine der wichtigsten Prioritäten. In der Physiotherapie können Edukationssitzungen für die Eltern / Betreuer wirksame Erziehungsstrategien und gesunde Bewältigungsmethoden fördern und Möglichkeiten zur Stärkung der Bindung zu ihren Kindern bieten. Dies hat auch eine heilende Wirkung auf die Eltern / Betreuer, da sie sich effektiver fühlen.
Ein Trauma hat Auswirkungen auf den ganzen Menschen, auf Geist und Körper. Die Heilung von Traumata erfordert die Beachtung von Geist, Körper, Seele und Beziehung und wird durch einen integrierten interdisziplinären Ansatz erreicht. Die ganzheitliche Sichtweise besagt, dass die psychische Gesundheit mit dem körperlichen Wohlbefinden zusammenhängt und von diesem abhängig ist und umgekehrt. Rehabilitationsdienste sollten einen biopsychosozialen Ansatz verfolgen, der nicht nur der körperlichen, sondern auch der seelischen Heilung dient. Indem sichergestellt wird, dass die Patienten je nach Bedarf an Beratungsdienste und andere soziale Einrichtungen verwiesen werden, wird gewährleistet, dass mehrere Bereiche angesprochen werden. Wenn möglich, sollte ein interdisziplinärer und ganzheitlicher Therapieansatz für die Rehabilitation verfolgt werden. Mit diesem Ansatz wird ein besseres Verständnis für die komplexen und weitreichenden Probleme einer Person nach traumatischen Ereignissen entwickelt. Noch wichtiger ist, dass die Therapieergebnisse größer sind als die Summe der einzelnen Disziplinen, die einzeln umgesetzt werden.
Resilienz ist die Fähigkeit, auf erhebliche Widrigkeiten, Bedrohungen oder Verluste in einer Weise zu reagieren, die es einem Kind und seiner Familie ermöglicht, sich anzupassen und zu gedeihen. Rehabilitationsfachleute können einen stärkenbasierten Ansatz anwenden, um die Resilienz von Kindern und Familien auf verschiedene Weise zu stärken.
Viele Kinder mit Flucht- und Vertreibungserfahrungen haben einen Mangel an Vertrauen und ein geringeres Sicherheitsgefühl. Die Intervention kann also nur wirksam sein, wenn eine positive therapeutische Beziehung zwischen dem Kind und dem Therapeuten besteht. Die therapeutische Beziehung beginnt bei der ersten Begegnung mit dem Kind und baut sich während der Therapiesitzungen weiter auf. Es ist wichtig, dass der Therapeut Fähigkeiten erlernt, die es ihm ermöglichen, auch in Notlagen präsent und aufmerksam zu bleiben und eine authentische Verbindung zu dem Kind herzustellen. Die Schaffung einer einladenden und berechenbaren Umgebung, in der sich Kinder und ihre Familien wohl fühlen können, ist ein wichtiger erster Schritt.
Helfen Sie den Eltern / Betreuern, die Anzeichen und Symptome eines Traumas bei ihren Kindern zu erkennen und zu verstehen, wie es sich auf das Verhalten auswirken kann. Es ist wichtig, auch den Eltern / Betreuern zu vermitteln, was sie tun können, um ihre Kinder zu unterstützen.
Die Normalisierung der Anzeichen, Symptome und Emotionen, die Kinder möglicherweise empfinden, ist wichtig, um ihnen zu helfen, zu verstehen und zu akzeptieren, was sie erleben, und um ihnen einfache Möglichkeiten zu vermitteln, ihren Körper zu Hause und in der Schule zu regulieren.
Durch die Festlegung von Zielen und die Teilnahme an Spielen während der Therapie, mit und ohne Anwesenheit von Eltern / Betreuern, erkennen die Kinder von Woche zu Woche kleine Erfolge und sind stolz darauf.(16)
Da ein Trauma oft die Entwicklung stört, ist es wichtig, die Therapiesitzungen und die Übungen, die Sie anbieten, auf die Entwicklungsbedürfnisse des Kindes abzustimmen, nicht nur auf die Bedürfnisse, die durch das Alter definiert sind. Um diese Bedürfnisse zu ermitteln, ist eine gründliche Befunderhebung unerlässlich. Wenn Sie Gruppenarbeit einsetzen, sollten Sie die Kinder nach ihren Bedürfnissen und nicht nur nach ihrem Alter gruppieren. Verwenden Sie altersgerechte Aktivitäten, um das Engagement und das Verständnis zu fördern. Zum Beispiel spielerische Beurteilungsmethoden und Behandlungen mit jüngeren Kindern, bei denen Bilder anstelle von Worten verwendet werden. Verwenden Sie Geschichten und Metaphern als Erklärungshilfe.
Traumata, die durch Flucht und Vertreibung entstehen, sowie die damit verbundenen Übergänge sind oft sehr belastend für das Kind und die Eltern / Betreuer. Solche Belastungen erhöhen die Anforderungen an die Eltern / Betreuer. Dies ist jedoch eine Zeit, in der Kinder, die oft ähnliche Belastungen durchmachen, mehr denn je eine sorgfältige und einfühlsame Begleitung benötigen.
Neben den therapeutischen Sitzungen für die Kinder ist es wichtig, die Eltern / Betreuer einzubeziehen, damit sie die Auswirkungen des Traumas auf ihre Kinder und den Therapieprozess verstehen können. Dies trägt dazu bei, das Gelernte aus den Sitzungen zu Hause zu vertiefen, was die Therapieergebnisse für das Kind erheblich verbessern kann. Es kann auch die positiven Auswirkungen der Behandlung vervielfachen, da auch andere Personen im Haushalt (z. B. Geschwister) davon betroffen sein werden.
Die Arbeit mit Kindern, die von Flucht oder Vertreibung betroffen sind, kann für Rehabilitationsfachleute emotional schwierig sein. Die Durchführung von Aktivitäten zur persönlichen Selbstfürsorge und die Nutzung von Reflexionsfähigkeiten zur Stärkung des Selbstbewusstseins sind für die Selbstfürsorge unerlässlich. Lesen Sie hier mehr über Selbstfürsorge für Rehabilitationsfachleute.
Wie bei allen Traumaüberlebenden ist es wichtig, einen traumainformierten Versorgungsansatz anzuwenden:
Viele Kinder, die ein traumatisches Erlebnis hatten, nehmen ihre Außenwelt als bedrohlich wahr, was bedeutet, dass ihr sympathisches Nervensystem überaktiv bleibt. Die Stimuliation des N. vagus aktiviert das parasympathische Nervensystem und hilft dem Kind, sich zu entspannen und zu beruhigen. Hilfreiche Techniken, um dies zu erreichen, sind unter anderem die kontrollierte, achtsame Atmung, die Achtsamkeit bei der Bewegung und Entspannungstechniken. Es ist wichtig, diese Interventionen für Kinder in einen bestimmten Kontext zu stellen, um die Adhärenz zu fördern. Folgende Atemübungen können nützlich sein: „Bohnensack-Bauch“, bei dem ein Bohnensack auf den Bauch gelegt wird, um die Zwerchfellatmung in Rückenlage zu unterstützen; „harte Spaghetti/weiche Spaghetti“, bei dem die Kinder die Prinzipien von Halten-Entspannen als körperliche Entspannungstechnik lernen. Achtsame Bewegungen, wie z. B. auf Yoga basierende Übungen für Kinder, fördern die Verbindung zwischen Geist und Körper, wobei die Kinder lernen, die mit den verschiedenen Bewegungen verbundenen Empfindungen sicher zu erkunden. In manchen Fällen vermeiden Kinder bestimmte Bewegungen oder Aktivitäten, weil sie sie als unangenehm empfinden.
Schmerzen sind eines der häufigsten somatischen Symptome bei Kindern. Anhand von einfachen Beispielen und Metaphern lernen die Kinder, dass nicht jeder Schmerz auf eine Schädigung hindeutet und dass Gefühle und Gedanken ihre Schmerzen sowohl verschlimmern als auch lindern können. Es hat sich gezeigt, dass die Informationen und der Kontext, in dem Kinder ihre Schmerzen wahrnehmen, die Schmerzerwartungen und die emotionale Reaktion auf Schmerzen beeinflussen. Sogar die Überzeugungen der Eltern über die Ursache der Schmerzen des Kindes haben einen Einfluss auf den Verlauf der Schmerzen des Kindes. Deshalb sollten die Eltern in die Schmerzedukation einbezogen werden.
Regelmäßiges Ausdauertraining wirkt sich nachweislich positiv auf die psychische Gesundheit aus und verbessert unter anderem die Konzentration und das Selbstwertgefühl. Gleichzeitig kann es die Symptome von Depressionen und Angstzuständen verringern. Durch die Förderung und Ausführung verschiedener Arten von Ausdauerübungen spüren die Kinder nicht nur den unmittelbaren Nutzen der Übungen, sondern lernen auch lebenslang, wie und warum sie diese beibehalten sollten. Spiele oder Aktivitäten, die die Freude an der Bewegung und den Spaß an der Sache fördern, kommen bei den Kindern gut an und führen oft dazu, dass sie diese Aktivitäten zu Hause an ihre Geschwister und Eltern weitergeben. Kegel- und Hindernisläufe, Würfelspiele, Zirkeltraining auf Zeit sind beliebte Übungen.
Zusätzlich zu diesen Vorteilen erzeugt Ausdauertraining viele der gleichen körperlichen Empfindungen, die häufig Angstreaktionen auslösen, wie z. B. eine erhöhte Herzfrequenz, Atmung und Schweißbildung. Die wiederholte Exposition gegenüber angstbezogenen Wahrnehmungsreizen durch „sicheres“ Ausdauertraining kann daher Angstreaktionen auslöschen, begleitet von Veränderungen in der Interpretation dieser Reize.(18)(19)
Die Körperhaltung ist mit Gefühlen verbunden. Indem man dem Kind hilft, Veränderungen in seiner Körperhaltung zu erkennen, wenn sich seine Gefühle ändern, kann es befähigt werden, Bewegungs- und Haltungsmuster selber zu erkennen. Beispiele sind eine zusammengesackte, abgerundete Haltung, wenn man traurig ist, und eine offene, ausladende Haltung, wenn man glücklich oder zuversichtlich ist. Das Erkennen dieser Muster und die aktive Nutzung dieser Strategie können positive Emotionen während des Tages fördern. Das Nachspielen dieser Stimmungen und Bewegungen in Rollenspielen oder Gruppenaktivitäten ist ein effektiver Weg, um dieses Wissen zu vermitteln.
Die allgemeine Edukation über ergonomische Grundsätze wie Sitzen, Bücken und Heben sorgt für gesunde Gewohnheiten in der Zukunft. Es wird auch anerkannt, dass Traumaüberlebende bereits ein sensibilisiertes Nervensystem haben und dass sie später im Leben eher Komorbiditäten oder Erkrankungen wie chronische Schmerzen entwickeln werden. Schulungen in den Bereichen Prävention, Ergonomie und Umgang mit akuten Verletzungen können dazu beitragen, den Übergang zu chronischen Schmerzzuständen abzumildern.
Nach einem traumatischen Erlebnis ist der Schlaf häufig beeinträchtigt. Die Folgen von Schlafmangel sind vielfältig. Er beeinträchtigt die körperliche Gesundheit, die Genesung von Krankheiten, die Fähigkeit, mit Schmerzen umzugehen, die schulischen Leistungen und die allgemeine Fähigkeit, das Verhalten während des Tages selbst zu regulieren. Einige hilfreiche Ratschläge zur Schlafhygiene für Kinder und Eltern / Betreuer helfen ihnen, ihren Tagesablauf und die Schlafenszeit so zu gestalten, dass der Schlaf gefördert wird. Mit Hilfe von Bildern oder Karten, die den Kindern helfen zu erkennen, was hilfreiche und was nicht hilfreiche Gewohnheiten sind, können Sie mit ihnen auf interaktive Weise über dieses Thema sprechen.
Im Allgemeinen sind folgende Ratschläge nützlich:
Das Centre for Victims of Torture (Zentrum für Folteropfer) stellt sehr aufschlussreiche Blogs zur Verfügung, die eine großartige Ressource darstellen, wenn es um eine effektive und integrierte Betreuung von Kindern geht.
Finding the Most Effective Ways to Help Children Affected by War
Integrated Care for Children Brings Great Progress
Taking Extra Steps to Care for Survivors, Including Children