Häufige Hüftpathologien – Funktionseinschränkungen und Behandlung

Originale Autorin Ewa Jaraczewska basierend auf dem Kurs von Rina Pandya
Top-Beitragende Ewa Jaraczewska und Jess Bell

Einführung(edit | edit source)

Der menschliche Körper kann seinen Schwerpunkt bei jeder Aktivität aufgrund der entgegengesetzten Kräfte der agonistischen und antagonistischen Muskeln anpassen. Dies trägt zur funktionellen Stabilisation der Gelenke durch dynamische Stabilität bei (1) und ermöglicht dem Einzelnen, das Gleichgewicht zu halten und energieeffiziente Bewegungen auszuführen. (2) Das Timing und die Aktivierung der dynamischen Stabilisatoren sind die wichtigsten Faktoren für das Erreichen funktioneller Stabilität. (1)

Wenn der Körper aus dem Gleichgewicht gerät, reagieren die Muskeln, indem sie den Veränderungen des Schwerpunkts entgegenwirken. Wenn das Ungleichgewicht jedoch fortbesteht, erfordert die Ausführung jeder Bewegung mehr Energie, was zu Ermüdung, Schmerzen und Schwäche führt.(2) Der Begriff „globale Effekte“ bezieht sich auf das gesamte motorische System, das einen lokalen Mangel an Stabilisation durch veränderte Bewegungsmuster ausgleicht.(1) Physiotherapeuten sollten in der Lage sein, zu erkennen, welche Hüftmuskeln betroffen sind, und wirksame Übungsprogramme entwickeln, um diese Probleme anzugehen.(3)

Die Hüftmuskeln spielen eine wichtige Rolle beim Gehen und bei funktionellen Aufgaben im Stehen. Ungleichgewicht, Schwäche oder Atrophie bestimmter Hüftmuskeln können die Funktion des Hüftgelenks bei diesen Aktivitäten verändern und zur Entwicklung globaler Auswirkungen der Gelenkpathologie führen. Eine Studie ergab, dass eine proximale Hüftschwäche Schmerzen im vorderen Knie verursachte (4) und mit einer funktionellen Sprunggelenksinstabilität verbunden war. (5) Darüber hinaus bieten Muskeln mit Atrophie ein vermindertes propriozeptives Feedback, was zu chronischen Schmerzen und beeinträchtigter Haltungsstabilität sowie zur Entwicklung von Ausgleichsbewegungen führt. (6)

Die Aufgabe von Klinikern, die Patienten mit Hüftpathologien behandeln, besteht darin, Übungen zu verschreiben, die auf diese dysfunktionalen Muskeln abzielen.(3)

„Ich versuche einfach, das Grundlegendste zu tun. Ich sage meinen Patienten, dass wir das, was locker ist, anspannen, das, was fest ist, lockern und das, was schwach ist, stärken müssen, weil wir nicht wollen, dass die anderen Muskeln Überstunden machen müssen“. Rina Pandya (7)

Ausrichtung und Fehlausrichtung

Ausrichtung(edit | edit source)

Die Ausrichtung der Körperhaltung bezieht sich auf die relative Position von Kopf, Schultern, Wirbelsäule, Hüften, Knien und Sprunggelenke zueinander.(8)

Damit eine Person eine stehende Position beibehalten kann, müssen alle Komponenten der Körperhaltung perfekt ausbalanciert sein und die Muskeln sollten so wenig wie möglich arbeiten müssen. Diese Person kann aufgrund der Lendenlordose, der Ausrichtung der oberen Wirbelsäule, der Halswirbelsäulenlordose, der kyphotischen Brustwirbelsäule und der angemessenen Ausrichtung des Beckens, das mit den unteren Extremitäten verbunden ist, still stehen und gehen. Wenn diese Ausrichtung fehlschlägt, können Fehlstellungen zu erheblichen Gleichgewichts- und Gangstörungen führen.(9) Eine veränderte Haltungsausrichtung kann durch Muskelverspannungen oder Muskelschwäche verursacht werden, z. B. wirken sich Veränderungen der Längenspannung in den Hüftbeugern und Hamstrings auf die Beckenposition aus. Nach Janda ist ein „Muskelungleichgewicht ein gestörtes Verhältnis zwischen Muskeln, die zu Verspannungen oder Verkürzungen neigen, und Muskeln, die zur Hemmung neigen“.(1)

Bewegungsebenen

Bewegungsebenen ( edit | edit source )

Bewegungen im Hüftgelenk finden in drei Bewegungsebenen statt: Flexion/Extension in der Sagittalebene, Abduktion/Adduktion in der Frontalebene und Außen-/Innenrotation in der Transversalebene.

Sagittal(edit | edit source)

  • Die Hüftbewegung in Extension und Flexion kann mit dem modifizierten Thomas-Test und dem Straight-Leg-Raise (SLR) beurteilt werden.(10)
  • Der Straight-Leg-Raise-Test ermöglicht dem Kliniker, die Dehnbarkeit der Hamstrings (ischiokrurale Muskulatur) zu beurteilen.(10)
  • Der modifizierte Thomas-Test ist nur dann ein gültiges Maß für die Hüftbeugekontraktur, wenn die Bewegung der Lenden-Becken-Region während des Tests kontrolliert wird.(11)

Frontal(edit | edit source)

  • Die funktionelle Aufgabe der Hüftabduktoren besteht darin, die Stabilität der Hüfte in der Frontalebene während der einbeinigen Stützphase des Gehens zu gewährleisten.(12)
  • Der posteriore Kopf des Adductor magnus unterstützt die ischiokrurale Muskulatur bei der Hüftextension, während die anderen Adduktoren bei der Hüftflexion helfen.(12)

Transversal ( edit | edit source )

  • Wenn sich das Hüftgelenk in Flexion befindet, werden die folgenden Außenrotatoren zu Innenrotatoren der Hüfte: M. piriformis, posteriore Fasern des M. gluteus minimus, anteriore Fasern des M. gluteus maximus.
  • Das Ausmaß der Hüftaußenrotation während des Gehens variiert zwischen 2,8° und 11,8° und ist in der Regel während der Belastungsphase und in der mittleren Standphase am größten. Die geringste Hüftaußenrotation tritt gegen Ende der Standphase des Gangs auf.(13)
  • Die Innenrotation der Hüfte wird benötigt, um die Hüfte gegen Ende des Gangzyklus in die Extension zu bringen.(14)

Muskelungleichgewicht und Abweichungen der Körperhaltung/des Gangbildes ( edit | edit source )

Ein effizientes Gangbild hängt vom Timing (zeitliche Abstimmung) der Muskelanspannung und vom Gleichgewicht ab.(15) Anhand des klinischen Bildes des Patienten lässt sich feststellen, welche Muskelgruppen schwach, verspannt oder überdehnt sind. (7) Um jedoch spezifische Einschränkungen des Hüftgelenks zu bestimmen, ist eine eingehende Beurteilung des Bewegungsausmaßes, der Kraft, der Muskellänge und der Koordination erforderlich.(16)

Sagittal(edit | edit source)

  • Eine übermäßige Hüftflexion kann durch eine Hüftbeugekontraktur, eine Iliotibialbandkontraktur, eine Spastik der Hüftflexoren, eine Kompensation der Knieflexion und der Dorsalextension des Sprunggelenks, Schmerzen in der Hüfte oder eine Kompensation der übermäßigen Plantarflexion in der mittleren Schwungphase verursacht werden.(7) Die Patienten zeigen eine kompensatorische Neigung zur Seite der übermäßigen Flexion, um den Körperschwerpunkt auszugleichen („Lurching gait“). Während der Standphase des Gangs kippt der Patient seinen Rumpf nach vorne oder kompensiert dies durch eine übermäßige Lordose der Wirbelsäule und eine anteriore Beckenkippung.(7)
  • Eine eingeschränkte Hüftflexion oder Hüftextension führt zu einer übermäßigen Lendenlordose und einem abnormalen Längen-Spannungs-Verhältnis zwischen dem lumbalen M. erector spinae und den Bauchmuskeln. Dies führt zu einer „Dehnschwäche“ der unteren Bauchmuskulatur.(16) Wenn der Verdacht auf verkürzte Hüftflexoren besteht, sollten Kliniker nicht einfach nur aufgrund der Beobachtung von Haltungsfehlern Dehnübungen für die Hüftflexoren oder Kräftigungsübungen für die Bauchmuskeln entwickeln. Nach Heino et al.(16) besteht kein Zusammenhang zwischen dem Bewegungsumfang der Hüftextension, der Beckenneigung im Stehen, der Lendenlordose im Stehen und dem Bauchmuskeltest mit doppelter Beinabsenkung. Stattdessen müssen die Beweglichkeit der Gelenke, die Muskellänge, die Kraft und die Koordination beurteilt werden, um das am besten geeignete Übungsprogramm zu verschreiben.(16)
  • Bei der arthrotischen Hüfte ist eine Verringerung der Hüftflexion in der Schwungphase und der Hüftextension in der Standphase zu beobachten, was zu einer Übertreibung der Bewegung in der gegenüberliegenden Extremität führt („hip hiking“, etwa „Hüftwandern“, auf der nicht betroffenen Seite, oder „Zehenspitzengehen“ auf der betroffenen Seite).(17)
  • Schwache Hüftextensoren können zu einer verstärkten Außenrotation des Femurs während der Abdruckphase des Gangzyklus führen. Die Person neigt dazu, einen kleineren Schritt zu machen, um die für den Anfangskontakt erforderliche Hüftflexion zu verringern. Dadurch wird die erforderliche Kontraktionskraft der Extensoren verringert. Der Gang wird langsamer, um Zeit für die Stabilisation der Extremitäten zu haben, und eine kompensatorische übermäßige posteriore Rumpfpositionierung hilft, die Ausrichtung des Beckens im Verhältnis zum Rumpf beizubehalten. (7) Die Patienten können aufgrund einer Schwäche des M. gluteus maximus ein hinkendes Gangbild aufweisen.(15)
  • Ein Ungleichgewicht oder eine Steifheit der Hüftextensoren führt zu einer verstärkten lumbalen Extension, und der Patient zeigt eine anteriore Beckenkippung.(15) Ein Test des Rückwärtsgehens kann helfen, zwischen einer Hemmung oder Schwäche des M. gluteus maximus zu unterscheiden.(15) Eine verstärkte Lendenlordose oder anteriore Beckenkippung deutet auf einen Mangel an Hüftextension aufgrund einer Muskelschwäche hin.(15)
  • Schwache Hüftflexoren können zu einer kürzeren Schrittlänge führen. Der Gang wird wahrscheinlich langsamer sein und kann zu einer verminderten Bodenfreiheit der Zehen führen. (7) Darüber hinaus können die Zehen in der mittleren Schwungphase schleifen. Außerdem verlagert sich der Rumpf zur Schwungseite, das Becken hebt sich auf der gewichtstragenden Seite und es geschieht eine Zirkumduktion des Beins während der Schwungphase.(18)
  • Der antalgische (schmerzvermeidende) Gang ist durch eine Verkürzung der Stand- und Schwungphase auf der betroffenen Seite gekennzeichnet. Der Rumpf wird schnell nach vorne geschoben, wobei die gegenüberliegende Schulter angehoben wird, um das Gewicht gleichmäßig auf die Gliedmaßen zu verteilen und die Belastung auf der schmerzenden Seite zu verringern.(7)

Frontal(edit | edit source)

  • Eine Schwäche der Hüftabduktoren führt dazu, dass die Hüfte zur Seite des nach vorne schwingenden Beins hin abfällt oder das Becken übermäßig rotiert.(15) Dies ist auch als Trendelenburg-Gang bekannt. (7)
  • Die Kontraktur der Hüftadduktoren führt zu einem Scherengang, (7) Dieser ist durch eine extreme Adduktion der Hüfte gekennzeichnet, bei der sich die Knie und Oberschenkel in einer scherenartigen Bewegung treffen oder kreuzen. Die antagonistischen Muskeln (Abduktoren) werden schwach.
  • Eine Schwäche der Hüftadduktoren lässt sich durch eine Abduktion des Oberschenkels beim Anfangskontakt und eine verstärkte Außenrotation des Oberschenkels während der mittleren Standphase erkennen.(18)

Transversal ( edit | edit source )

  • Steife oder schmerzhafte Hüften können eine eingeschränkte Hüftgelenksrotation aufweisen. In solchen Fällen wird der Gang asymmetrisch, die Basis ist in der Schwungphase verbreitert und die Standphase auf der betroffenen Seite verkürzt. Um die Spannung auf das Gelenk zu verringern, wird die Hüfte in Flexion, Abduktion und Außenrotation gehalten. Es besteht eine kompensatorische Flexion im Knie und Sprunggelenk.
  • Eine steife Außenrotation der Hüfte führt zu einer höheren Innenrotation der Hüfte beim Gehen.(19)
  • Eine verstärkte Hüftinnenrotation und -adduktion überlastet die Hüft- und Kniegelenke und führt zu einem dynamischen Knievalgus.(19)
  • Eine eingeschränkte Innenrotation verringert die Vorwärtsbewegung des Beckens über das Standbein, wodurch der Schritt verkürzt wird. Die häufigsten Kompensationen sind: Überpronation der Füße, Valgus des Knies, verkürzte Schrittlänge, Außenrotation des Fußes am Standphasenende und verstärkte LWS- und Knieextension.(14) Bei eingeschränkter Innenrotation kann die kompensatorische übermäßige Lumbalextension und Kniehyperextension zu einer verminderten Hüftextension führen.

Funktionelle Gehtests ( edit | edit source )

Es gibt mehrere Befundinstrumente zur Mobilität, die auf die Beurteilung des Gangs, des Gleichgewichts und der Transfers abzielen. Eine Beeinträchtigung des Gehens kann körperliche, kognitive und soziale Auswirkungen haben.(20) Physiotherapeuten sollten das am besten geeignete Instrument auswählen, das ihnen ermöglicht, einen Therapieplan zu entwickeln und die Fortschritte der Patienten zu überwachen.(21)

Im Folgenden finden Sie Beispiele für funktionelle Gehtests.(7)

10-Meter-Gehtest (10MGT) ( edit | edit source )

Der 10-Meter-Gehtest wird häufig zur Beurteilung der Gehgeschwindigkeit, des Gesundheitszustands und der Funktionsfähigkeit bei vielen Erkrankungen eingesetzt, z. B. bei gesunden Erwachsenen, Kindern mit neuromuskulären Erkrankungen, Senioren, Hüftfrakturen, Schädel-Hirn-Traumata, Parkinson-Krankheit,(22) unter anderem. (7) In klinischen und Forschungsrahmen werden verschiedene Methoden der Testdurchführung beschrieben, darunter Start im Stehen, Start im Gehen, selbstgewähltes Tempo und schnelles Tempo.(22)

(23)

6-Minuten-Gehtest (6MGT) ( edit | edit source )

Der 6-Minuten-Gehtest (6MGT) ist ein modifizierter Test zur Beurteilung der körperlichen Leistungsfähigkeit und Mobilität in einer geriatrischen Population.(20) Dieser Test wurde ursprünglich als Ausdauertest vorgestellt, aber die Forschung zeigt, dass er auch Informationen über die funktionelle Fähigkeit der Person, sich zu bewegen, liefert.(24) Mit diesem Test werden das kardiovaskuläre und das pulmonale System, der periphere Kreislauf und die Reaktion der Muskeln auf die Belastung beurteilt.(25)

(26)

2-Minuten-Gehtest ( edit | edit source )

Der 2-Minuten-Gehtest wird zur Beurteilung der allgemeinen Ausdauer von Patienten mit Atemwegserkrankungen, Multipler Sklerose, Amputationen der unteren Extremitäten, Mukoviszidose, Schädel-Hirn-Traumata und anderen neurologischen Erkrankungen eingesetzt. (7) Patienten mit eingeschränkter Ausdauer profitieren von einem 2-Minuten-Gehtest.(7)

(27)

Dynamic Gait Index (DGI) ( edit | edit source )

Der Dynamic Gait Index hilft bei der Bewertung der funktionellen Stabilität während der Gangaktivitäten. Er wird in der älteren Bevölkerung verwendet, um das Sturzrisiko zu bestimmen. (7) Je höher der Wert, desto besser die funktionelle Mobilität und die Gleichgewichtsstabilität. Die Kurzversion mit 4 Aufgaben zeigt ähnliche Ergebnisse wie der 8-Aufgaben-DGI.(20)

(28)

Tinetti(edit | edit source)

Der Tinetti Performance-Oriented Mobility Assessment (Tinetti-POMA) ist auch als Motilitätstest nach Tinetti bekannt. Es handelt sich um einen klinischen Test zur Bewertung des Gleichgewichts und des Gangs bei älteren Menschen, um die Beeinträchtigung der Mobilität und die Auswirkungen von therapeutischen Maßnahmen zu messen.(20)

(29)

TUG(edit | edit source)

Der Timed Up and Go-Test (TUG) ist ein Maß für das Gleichgewicht und die Gehfähigkeit in geriatrischen Bevölkerungsgruppen. Er besteht aus alltäglichen Aufgaben wie Stehen, Gehen und Drehen und wird daher häufig bei der klinischen Beurteilung verwendet.(20) Es hat sich gezeigt, dass er gut mit dem Berg Balance Score, der Gehgeschwindigkeit und dem Barthel-Index korreliert.(20)

(30)

Evidenzbasierte Physiotherapieprotokolle ( edit | edit source )

  1. Eine evidenzbasierte Übersicht über neuromuskuläre Übungen für die Hüfte zur Behandlung des dynamischen Valgus der unteren Extremitäten.(31) Ergebnisse:
    1. Das Abduktionsmoment des Knies trägt direkt zum dynamischen Valgus der unteren Extremität bei.
    2. Die Valgusstellung des Knies allein kann ein guter Prädiktor für VKB-Verletzungen sein.
    3. Das Außenrotationsmoment der Hüfte sagt das Verletzungsrisiko des vorderen Kreuzbandes bei jungen Sportlern voraus, die nach einer rekonstruktiven Operation und Rehabilitation zurückkehren.
    4. Ein hohes Knieabduktionsmoment war bei den jungen Frauen wiederum prädiktiv für patellofemorale Schmerzen und VKB.
    5. Nach einer VKB-Operation ist es wichtig, die Stabilität der Hüfte zu verbessern.
  2. Sind gewichtsbelastende Übungen nach einer Hüftfrakturoperation besser als nicht-gewichtsbelastende Übungen oder keine Übung?(32)
    1. Art der Übung: Gewichtstragende Schrittübungen und nicht-gewichtstragende Übungen einschließlich Abduktion, Flexion und Extension in Rückenlage.(7)
    2. Ergebnismessungen: Untersuchung der körperlichen Leistungsfähigkeit und der Mobilität.(7)
    3. Nach zwei Wochen gab es keinen Unterschied in Kraft, Gang oder Funktion zwischen Übungen mit und ohne Gewichtsbelastung.(7)
    4. Nach vier Monaten zeigten sich bei Gruppe der häuslichen gewichtsbelastenden Übungen größere Verbesserungen bei den Gleichgewichtstests und bei der Fähigkeit, selbstständiger zu gehen, als bei der Gruppe, die keine Belastungsübungen durchführte, doch wurde keine signifikante Abnahme der Kraft oder der Funktion festgestellt.(7)
  3. Progressive Rehabilitation nach einer Hüfttotalendoprothese: eine Pilot- und Machbarkeitsstudie.(33)
    1. Versuchsgruppe: einige beaufsichtigte Sitzungen zwischen der ersten und der zwölften Woche nach der HTEP, gefolgt von einem beaufsichtigten progressiven Aktivitätstraining auf hohem Niveau in den Phasen zwischen der zwölften und sechzehnten Woche. (7)
    2. Das Training in der Versuchsgruppe war auf die individuellen Ziele der Patienten sowie deren Freizeit und Alltag zugeschnitten und wurde für jeden Patienten strukturiert durchgeführt.(7)
    3. Kontrollgruppe: vom Chirurgen vorgegebene Übungen. (7)
    4. Die Ergebnisse wurden für folgende Punkte berechnet: Schmerz, Timed Up and Go-Test, Treppensteigtest, Sechs-Minuten-Gehtest, 30-Second Chair Test, Hip Outcome Scale, Hip Dysfunction and Osteoarthritis Outcome Score for joint replacement (HOOS). Die Bodenreaktionskraft während des Standes, das Hüftabduktionsmoment, die Bodenreaktionskraft im Sitzen bis zum Stehen und die Symmetrie zwischen den Extremitäten während des Standes und im Sitzen bis zum Stehen wurden zwischen den Gruppen verglichen.(7)
    5. Die Versuchsgruppe zeigte im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant positive Ergebnisse hinsichtlich der Biomechanik und der funktionellen Ergebnisse.(7)

Ressourcen(edit | edit source)

Referenzen(edit | edit source)

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