Untersuchung der Muskelkraft

Einleitung(edit | edit source)

Muskelkraft ist definiert als die maximale Kraft, die ein Muskel oder eine Muskelgruppe bei einer bestimmten oder festgelegten Geschwindigkeit erzeugen kann.(1) Im Wesentlichen handelt es sich um die Fähigkeit der Skelettmuskulatur, Kraft zu entwickeln, um Stabilität und Mobilität innerhalb des Bewegungsapparats zu gewährleisten, die für funktionelle Bewegungen erforderlich sind.(2) Die Beurteilung der Muskelkraft ist ein wesentlicher Bestandteil der objektiven Untersuchung, da sie wertvolle Informationen über Kraft und neurologische Defizite liefert.

Die Muskelkraft nimmt mit dem Alter ab, und viele Krankheiten können die Muskelkraft und -kontrolle verringern.(2) Sie kann zum Beispiel nach einer Verletzung, einer Infektion, einer größeren Operation oder bei vielen anderen Erkrankungen beeinträchtigt sein, unter anderem bei Schlaganfall, Zerebralparese, Muskeldystrophie, metabolischen Syndromen, Rückenmarksverletzungen, Motoneuron-Krankheit, Multiple Sklerose, Parkinson, COPD, Herzinsuffizienz und Arthrose. Die Muskelkraft kann ein Prädiktor für die Sterblichkeit, die Dauer des Krankenhausaufenthalts und die Wiederaufnahme ins Krankenhaus sein.

Faktoren, die die Muskelkraft bestimmen ( edit | edit source )

Kraft hängt von einer Kombination aus morphologischen und neuralen Faktoren ab, darunter:(3)

  • Art der Muskelkontraktion
  • Querschnittsfläche des Muskels
  • Muskelarchitektur
  • Steifigkeit der muskulotendinösen Struktur
  • Rekrutierung von motorischen Einheiten, Geschwindigkeitskodierung und Synchronisierung von motorischen Einheiten
  • Neuromuskuläre Hemmung (Inhibition)
  • Geschwindigkeit der Kontraktion

Arten der Muskelkontraktion ( edit | edit source )

Eine Muskelkontraktion entsteht, wenn die spannungserzeugenden Stellen in den Muskelzellen aktiviert werden. Die Art der Kontraktion wird durch die Veränderung der Länge des Muskels während der Kontraktion bestimmt.

Isometrische Kontraktion ( edit | edit source )

Griechisch, isos: „gleich“ und metron: „Maß“

  • Eine isometrische Kontraktion ist eine statische Kontraktion mit variablem/angepasstem Widerstand, die nicht zu einer Veränderung der Muskellänge führt.(4) Es wird eine Spannung im Muskel erzeugt, aber der Abstand zwischen Muskelursprung und -ansatz bleibt gleich. Bei einer isometrischen Kontraktion bilden sich Querbrücken, die sich wieder lösen und neu bilden. Es findet keine Bewegung statt, und der Muskel verrichtet keine externe Arbeit.

Bitte beachten Sie, dass sich „Querbrücke“ auf die Verbindung zwischen den Myosin- und Aktinfilamenten bezieht.(5) Lesen Sie hier mehr über Querbrücken und die „Theorie der gleitenden Filamente“: Sarkomer.

Isotonische Kontraktion ( edit | edit source )

Griechisch, isos: „gleich“ und tonos: „Spannung“

Abbildung.1 Arten von Muskelkontraktionen(6)

Bei einer isotonischen Kontraktion bleibt die Spannung gleich, aber die Länge des Muskels ändert sich. Es gibt zwei Arten von isotonischen Kontraktionen: konzentrische und exzentrische Kontraktionen.

Konzentrische Kontraktion

  • Bei einer konzentrischen Kontraktion kommt es zu einer Verkürzung des Muskels,(7) so dass der Ursprung und der Ansatz des Muskels näher zusammenrücken.
  • Ein Muskel führt eine konzentrische Kontraktion aus, wenn er eine Last oder ein Gewicht anhebt, die/ das geringer ist als die maximale tetanische Spannung, die er erzeugen kann.
  • Der Muskel verkürzt sich, es kommt zu einer Bewegung, und es wird externe Arbeit verrichtet.

Exzentrische Kontraktion

  • Bei einer exzentrischen Kontraktion verlängert sich der Muskel, wenn er einer äußeren Kraft nachgibt, die größer ist als die vom Muskel ausgeübte Kontraktionskraft.(8)(9)
  • Der Begriff „Verlängerung“ bezieht sich dabei nicht auf eine permanente Längenänderung des Muskels. Vielmehr kehrt er aus einer verkürzten Position in die normale Länge zurück.
  • Der Muskel verlängert sich, die Bewegung findet statt, und es wird externe Arbeit verrichtet.

Muskellänge ( edit | edit source )

Die Muskellänge ist ein wichtiger Faktor bei der Steuerung von Kraft und Spannung. Der gesamte Bewegungsbereich, in dem ein Muskel arbeiten kann, ist der Bereich zwischen der Position der maximalen Dehnung und der Position der maximalen Verkürzung. Wie aus Tabelle 1 hervorgeht, ist der gesamte Bewegungsbereich in drei Teile unterteilt.(10)

Tabelle 1. Drei Teile des Muskellängenbereichs
Äußerer Bereich (outer range) Innerer Bereich (inner range) Mittlerer Bereich (mid range)
  • Muskel arbeitet in maximal gedehnter Position (10)
  • Muskel bewegt sich zwischen der längsten Länge und der Mitte des Bewegungsbereichs(10)
  • geringste Überlappung von Aktin und Myosin(11)
  • weniger Querbrücken
  • weniger Spannung
  • Muskel arbeitet in maximal verkürzter Position(10)
  • Muskel bewegt sich zwischen der kürzesten Länge und der Mitte des Bewegungsbereichs(10)
  • Überlappung von Aktin und Myosin
  • verringerte Anzahl von Stellen, die für die Bildung von Querbrücken zur Verfügung stehen(11)
  • weniger Kraft
  • Muskel arbeitet zwischen dem Mittelpunkt des äußeren Bereichs und dem Mittelpunkt des inneren Bereichs(10)
  • optimale Überlappung von Aktin und Myosin
  • optimale Anzahl von Stellen für die Bildung von Querbrücken
  • maximale Spannung(11)

Muskelfasertyp ( edit | edit source )

  • Es gibt drei Typen von Muskelfasern.
    • Diese lassen sich danach einteilen, wie schnell sich die Fasern im Vergleich zu anderen Fasern zusammenziehen und wie die Fasern Adenosintriphosphat (ATP) regenerieren (d. h. die Energiequelle der Muskeln).
    • Der Muskelfasertyp kann auch durch Training beeinflusst werden.
      • Menschen, die Ausdauersport betreiben, haben in der Regel einen höheren Anteil an langsamen ST-Fasern.(12)
      • Menschen, die in Sprintdisziplinen besser sind, haben in der Regel einen höheren Anteil an schnellen F-Fasern.(12)
Tabelle 2. Muskelfasertypen(13)
Typ I / Slow-Twitch (ST) / Langsam-oxidativ Typ IIa / Fast-Twitch (FR) / Oxidativ-glykolytisch Typ IIb / Fast-Twitch (FF) / Glykolytisch
  • relativ langsame Kontraktionen
  • nutzen die aerobe Atmung (Sauerstoff und Glukose) zur ATP-Produktion
  • erzeugen Kontraktionen über lange Zeiträume mit geringer Kraft und ermüden nur langsam
  • hohe aerobe Kapazität, effizientes isometrisches Arbeiten, nützlich für die Aufrechterhaltung der Körperhaltung und die Stabilisation der Gelenke
  • schnelle Kontraktionen
  • nutzen hauptsächlich die aerobe Atmung
  • reagieren schneller als Typ I, ermüden aber auch schneller, weil sie gelegentlich auf anaerobe Atmung (Glykolyse) umschalten
  • schnelle Kontraktionen
  • nutzen hauptsächlich die anaerobe Glykolyse
  • reagieren am schnellsten, ermüden aber schnell und erholen sich relativ langsam.

Lesen Sie mehr: Muscle Fibre Types, Sliding Filament Model of Contraction, The Muscle Contraction Process

Neurale Faktoren ( edit | edit source )

  • Neurale Faktoren beeinflussen die Fähigkeit des Muskels, Spannung aufzubauen, und damit das Ausmaß, in dem ein Muskel aktiviert wird.
  • Die Spannung wird durch den neuralen Input über zwei Mechanismen beeinflusst:(14)
    • Rekrutierung motorischer Einheiten
    • Veränderung der Feuerungsfrequenz (Frequenzierung) motorischer Einheiten

Integrität des Bindegewebes ( edit | edit source )

  • Damit eine Person einen Muskel willkürlich anspannen kann, muss sie ein Signal in ihrem Gehirn erzeugen. Dieses Signal wird vom Gehirn über die Nervenzellen im Hirnstamm und im Rückenmark zu den peripheren Nerven und den Muskeln weitergeleitet.
  • Verschiedene Faktoren können die Integrität des Bindegewebes an jeglicher Stelle dieses Weges beeinträchtigen und damit die Kraftproduktion und die Gesamtmuskelkraft beeinflussen.
    • Schmerz beeinflusst nachweislich die Muskelkraftproduktion
      • Schmerz reduziert die maximale willkürliche Kontraktion (Maximum Voluntary Contraction – MVC) und die Ausdauerzeit bei submaximalen Kontraktionen.(15)
    • Es besteht ein Zusammenhang zwischen der Schmerzintensität und der verminderten Muskelkraft bei Personen mit chronischen Schmerzen
      • Eine erhöhte Schmerzintensität führt zu einer verminderten Muskelkraft und Kraftproduktion.(16)
    • Entzündungen können die Kraftproduktion beeinträchtigen
      • Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass höhere Werte zirkulierender Entzündungsmarker signifikant mit geringerer Skelettmuskelkraft und -masse verbunden sind.(17)
    • Viele Erkrankungen, darunter neuromuskuläre Störungen, Krebs, chronisch-entzündliche Krankheiten und akute kritische Erkrankungen, sind mit Muskelschwund, Muskelschwäche, allgemeiner Muskelermüdung, erhöhter Morbidität und Mortalität sowie verminderter Lebensqualität verbunden.(18)

Alter(edit | edit source)

  • Mit zunehmendem Alter verändern sich unsere Muskeln allmählich. Diese Veränderungen führen vor allem zu einer Verringerung der Muskelmasse und -kraft.
  • Nach dem 30. Lebensjahr nimmt die Muskelmasse um etwa 3-8 % pro Jahrzehnt ab. Dieser Rückgang ist nach dem 60. Lebensjahr noch stärker.(19)(20)
  • Die Gesamtzahl der Muskelfasern nimmt mit dem Alter ab, und zwar ab einem Alter von etwa 25 Jahren und von da an immer schneller. Dies führt zu einer Verringerung der Muskelquerschnittsfläche und der Muskelkraft.(21)
  • Auch die Zahl der funktionellen motorischen Einheiten nimmt ab.(22) Dies geht mit einer Vergrößerung der verbleibenden motorischen Einheiten einher (diese verbleibenden Einheiten weisen auch eine „verringerte Übertragungsstabilität der motorischen Endplatte“ auf.(23)
  • Insgesamt sind diese Veränderungen der Muskelmasse, der Muskelfaser und der Querschnittsfläche des Muskels während des Alterungsprozesses klinisch wichtig, da sie zu einer verminderten Muskelkraft führen.

Lesen Sie weiter: Muscle Function: Effects of Ageing

Kontraindikationen(edit | edit source)

Muskelkraftmessungen sind in der Regel kontraindiziert, wenn eine Muskelkontraktion oder Bewegung des getesteten Körperteils den Heilungsprozess stören, eine Verletzung verursachen oder den Zustand verschlechtern könnte.(10) Einige Fälle, in denen eine Untersuchung der Muskelkraft kontraindiziert sein kann, sind:(10)

  • Instabile Fraktur
  • Luxation oder instabiles Gelenk
  • Situationen, in denen eine aktive Bewegung oder das Anspannen gegen Widerstand kontraindiziert sind (z. B. bei bestimmten postoperativen Vorgaben usw.)
  • Wenn Schmerzen das Testergebnis einschränken
  • Schwere Entzündung
  • Schwere Osteoporose
  • Hämophilie
  • Kognitive Probleme / verminderte Fähigkeit, den Test zu absolvieren

Vorsichtsmaßnahmen(edit | edit source)

Achten Sie bei der Untersuchung der Muskelkraft darauf, dass Sie die Schmerzgrenze respektieren und das Wohlbefinden des Patienten berücksichtigen. Besondere Vorsicht sollte bei folgenden Zuständen und Erkrankungen gelten:

Messung der Muskelkraft ( edit | edit source )

Muskelkrafttests dienen dazu, die Fähigkeit eines Muskels oder einer Muskelgruppe zu bestimmen, Kraft zu erzeugen. Sie liefern Informationen, die für die Differenzialdiagnose, die Prognose und das Management von neuromuskulären und muskuloskelettalen Erkrankungen nützlich sind.(24) Es gibt zwar viele Methoden zur Testung der Muskelkraft, aber drei Hauptansätze, die in der Literatur beschrieben und klinisch verwendet werden (siehe Tabelle 3): isokinetische, isotonische und isometrische Tests.

Tabelle 3. Wichtige Ansätze für Muskelkrafttests
Isotonisch Isokinetisch Isometrisch
  • testet die Muskelkraft mit einem konstanten äußeren Widerstand(25)
  • verwendet freie Gewichten oder Geräte des Widerstandstrainings(25)
  • es werden Techniken wie das Einwiederholungsmaximum (1-RM) verwendet:(25)
    • 1-RM = das maximale Gewicht, das ein Patient gegen die Schwerkraft über das gesamte Bewegungsausmaß heben kann
    • das Gewicht wird durch wiederholtes Heben angepasst, bis die Person das Gewicht nur noch ein einziges Mal heben kann
    • zwischen den Versuchen ist eine ausreichende Pause erforderlich, um Ermüdung zu vermeiden
    • zeitaufwändiges Testverfahren
    • die Testung der groben Kraft von Muskelgruppen und nicht von einzelnen Muskeln
    • Lesen Sie mehr über 1-RM
  • testet die Muskelkraft mit speziellen Geräten (isokinetische Dynamometer), bei denen die Bewegungsgeschwindigkeit während einer Muskelkontraktion konstant bleibt(25)
  • das isokinetische Dynamometer erzeugt eine isokinetische Drehmomentkurve
  • der höchste Punkt der Kurve zeigt die Kraft des getesteten Muskels oder der getesteten Muskelgruppe an
  • bietet eine objektive und quantitative Beurteilung der Muskelkraft
  • isokinetische Geräte ermöglichen:(25)
    • die Isolierung bestimmter Gelenke – dies ermöglicht ein gezieltes Testen bestimmter Muskelgruppen
    • die Untersuchung der Muskelkraft bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Bewegungsausmaßen
    • den Vergleich zwischen linker und rechter Seite
    • zuverlässige Tests (wenn die Testprotokolle befolgt werden), die jedoch sehr kostspielig sein können
    • die Testung der groben Kraft von Muskelgruppen und nicht von einzelnen Muskeln
  • Art des Muskeltests, bei dem der Muskel eine Kraft (in einem bestimmten Gelenkwinkel) gegen einen unbeweglichen Widerstand erzeugt, so dass die Muskellänge während des gesamten Tests gleich bleibt(25)
  • die am häufigsten verwendeten Methoden für isometrische Muskeltests:(25)
    • Manueller Muskeltest (MMT)
    • manuelle Dynamometrie
    • beide sind kostengünstig und sehr mobil, wobei MMT außer den Händen des Prüfers keine weitere Ausrüstung erfordert

Manueller Muskeltest (MMT) ( edit | edit source )

  • Die manuelle Muskeltestung hilft, das Ausmaß und den Grad der Muskelschwäche infolge von Krankheiten, Verletzungen oder Nichtgebrauch zu bestimmen, um eine Grundlage für die Planung therapeutischer Maßnahmen zu schaffen.
  • Sie dient der Bewertung der Funktion und der Kraft eines einzelnen Muskels oder einer Muskelgruppe auf der Grundlage der effektiven Ausführung einer Bewegung im Verhältnis zu den Kräften der Schwerkraft oder des manuellen Widerstands über das verfügbare Bewegungsausmaß.(10)
  • Für die Durchführung manueller Muskeltests steht eine breite Palette von Skalen zur Verfügung, u. a:
Tabelle 4. MRC-Skala (Oxford-Skala)(26)
Wert Beschreibung
0 Keine Kontraktion
1 Sichtbares und/oder tastbares Muskelzucken
2 Volles Bewegungsausmaß unter Minimierung der Schwerkraft*
3 Volles Bewegungsausmaß gegen die Schwerkraft
4 Volles Bewegungsausmaß gegen die Schwerkraft mit minimalem Widerstand
5 Volles Bewegungsausmaß gegen die Schwerkraft mit maximalem Widerstand

* Bitte beachten Sie, dass vorgeschlagen wird, den Begriff „Aufhebung der Schwerkraft“ zu vermeiden, da dies nur in der tatsächlichen Schwerelosigkeit möglich ist. Stattdessen wird empfohlen, den Begriff „Minimierung der Schwerkraft“ zu verwenden.

Gemäß Daniels und Worthinghams „Muscle Testing: Techniques of Manual Examination and Performance Testing“ gibt es zwei verschiedene Methoden für den manuellen Muskeltest:(27)

  1. Break-Test: Der Widerstand gegen das Körperteil wird am oder nahe dem Ende des verfügbaren Bewegungsausmaßes ausgeübt (oder an dem Punkt im Bewegungsbereich, an dem der Muskel am stärksten beansprucht wird). Dieser Test wird als „Break-Test“ (etwa: „Bruch-Test“) bezeichnet, weil der Patient versucht, den Therapeuten daran zu hindern, den Muskel zu „brechen“, wenn ein Widerstand aufgebracht wird.
  2. Aktiver Widerstandstest: Auf das Körperteil wird über das gesamte vorhandene Bewegungsausmaß ein Widerstand ausgeübt. Diese Art des manuellen Muskeltests erfordert Geschick und Erfahrung und ist nicht die empfohlene Praxis.

Dynamometrie(edit | edit source)

Die Dynamometrie ist eine genauere und objektivere Messung der Kraft, die ein Muskel erzeugen kann. Sie ermöglicht dem Untersucher, die Kraft auf beiden Seiten zu vergleichen und die Kraftveränderungen während des Behandlungsprogramms zu messen. Dabei wird in der Regel dieselbe Positionierung wie beim manuellen Muskeltest verwendet, doch liefert die Dynamometrie mehr quantifizierbare Daten.(28)

Vorteile der Dynamometrie:

  • empfindlicher als manuelle Muskeltests
  • verfügbare Normwerte

Prinzipien der Untersuchung ( edit | edit source )

Für die Untersuchung der Muskelkraft gelten folgende allgemeine Prinzipien:(29)(30)

  • Vergleichen Sie die nicht betroffene Seite mit der betroffenen Seite
    • Untersuchen Sie, wenn möglich, zuerst das aktive Bewegungsausmaß der nicht betroffenen Extremität.
      • Dies zeigt, wie sehr der Patient bereit ist, sich zu bewegen, und liefert einen Ausgangswert für die normale Bewegung des zu testenden Gelenks.
      • Es zeigt dem Patienten auch, was ihn erwartet, was das Vertrauen des Patienten stärkt und seine Angst vor der Untersuchung der betroffenen Seite verringert.
  • Schmerzhafte Bewegungen sollten zuletzt ausgeführt werden. Dadurch wird das Risiko einer Ausstrahlung bzw. Übertragung der schmerzhaften Symptome auf die nächste Bewegung minimiert.(29)(30)
  • Vorbereitung
    • Stellen Sie fest, ob es Kontraindikationen oder Vorsichtsmaßnahmen gibt und welche Gelenke, Muskeln und Bewegungen getestet werden müssen.(10)
    • Organisieren Sie die Testsequenz nach Körperposition, um Positionsänderungen des Patienten zu minimieren.
  • Kommunikation
    • Erläutern Sie dem Patienten kurz das Verfahren des manuellen Muskeltests.(2)
    • Erklären und demonstrieren Sie die auszuführende Bewegung und/oder bewegen Sie die Extremität des Patienten passiv durch die Testbewegung.(2)
    • Erklären und demonstrieren Sie die Rollen des Untersuchers und des Patienten und bestätigen Sie, dass der Patient sie versteht und bereit ist, daran teilzunehmen.(2)
  • Der zu untersuchende Bereich wird freigelegt
    • Erklären und demonstrieren Sie anatomische Landmarken und warum sie freigelegt werden müssen.
    • Legen Sie den Bereich angemessen frei und decken Sie den Patienten wie erforderlich ab.
  • Positionierung
    • Durch die richtige Ausgangsstellung des Patienten wird sichergestellt, dass der richtige Muskel getestet wird. Sie trägt auch dazu bei, Kompensationsbewegungen/-aktionen durch andere Muskeln zu verhindern.(2)
    • Ziel ist es, die Aktion eines bestimmten Muskels zu isolieren, um den Einfluss anderer Muskeln beim Testen zu minimieren
      • Bringen Sie den Patienten in die Ausgangsstellung.
      • Vergewissern Sie sich, dass der Patient bequem liegt/sitzt und gut abgestützt wird.
      • Der getestete Muskel oder die getestete Muskelgruppe kann beim Krafttest in den maximalen äußeren Bereich der Muskellänge platziert werden, wenn nach Längenbereichen differenziert wird.(2)(10)(29) In den Fällen, in denen die Kraft isometrisch geprüft wird, sollten der Muskel oder die Muskelgruppen in die entsprechende Testposition gebracht werden.(10) Diese liegt oft im mittleren Bereich der Muskellänge, so dass der Muskel während des Tests die maximale Kraft erzeugen kann. Bei isometrischen Tests ist zu beachten, dass die Kraft im gesamten Bewegungsausmaß variiert.(10) Ein besseres Bild der Fähigkeit des Muskels ergibt sich, wenn der Muskel isometrisch jeweils im inneren, mittleren und äußeren Bereich der Muskellänge getestet wird.(10) Unabhängig davon, welche Ausgangsstellung oder Methode Sie wählen, ist es von entscheidender Bedeutung, dass Sie bei den Tests und Retests konsequent vorgehen; die Dokumentation der Testpositionen und Testarten ist von entscheidender Bedeutung.
      • Wenn die Position des Patienten von der Standardposition abweicht (Standardpositionen werden in den Technikvideos demonstriert), sollten Sie dies in Ihrer Dokumentation vermerken.
        • Kann ein Patient beispielsweise den Ellbogen nicht vollständig in die Extension bringen, sollte der Winkel der Ausgangsstellung erfasst werden, bevor die Kraft der Ellbogenflexion gemessen wird.
    • Die Tabellen 5 und 6 enthalten Informationen zur Positionierung des Patienten für die Testung:
Tabelle 5. Anleitung zur Positionierung der oberen Extremität für manuelle Muskeltests
Körperregion Muskelfunktion Position des Patienten in Bezug auf den zu prüfenden Wert
Wert 0 und 1 Wert 2 Wert 3, 4 und 5
Schulter Extension Bauchlage Seitenlage Bauchlage
Flexion Rückenlage Seitenlage Rückenlage
Abduktion Rückenlage Rückenlage Seitenlage oder Stand
Adduktion Rückenlage Rückenlage Seitenlage oder Stand
Außenrotation Bauchlage Rückenlage Sitz – Hüfte und Knie in 90°
Innenrotation Rückenlage Rückenlage Sitz – Hüfte und Knie in 90°
Ellenbogen Extension Bauchlage Seitenlage oder Sitz Bauchlage oder Sitz
Flexion Rückenlage Seitenlage oder Sitz Rückenlage oder Sitz
Supination Rückenlage oder Sitz Minimierung der Schwerkraft für das gesamte Bewegungsausmaß kaum möglich Rückenlage oder Sitz; Wert 3 – Bewegung gegen die Schwerkraft im gesamten Bewegungsausmaß kaum möglich
Pronation Rückenlage oder Sitz Minimierung der Schwerkraft für das gesamte Bewegungsausmaß kaum möglich Rückenlage oder Sitz; Wert 3 – Bewegung gegen die Schwerkraft im gesamten Bewegungsausmaß kaum möglich
Handgelenk Extension Rückenlage oder Sitz Rückenlage oder Sitz; Unterarm in Neutralstellung Rückenlage oder Sitz; Unterarm in Pronation
Flexion Rückenlage oder Sitz Rückenlage oder Sitz; Unterarm in Neutralstellung Rückenlage oder Sitz; Unterarm in Supination
Ulnare Abduktion Rückenlage oder Sitz Rückenlage oder Sitz; Unterarm in Pronation Rückenlage oder Sitz; Unterarm in Pronation
Radiale Abduktion Rückenlage oder Sitz Rückenlage oder Sitz; Unterarm in Pronation Rückenlage oder Sitz; Unterarm in Neutralstellung
Tabelle 6. Anleitung zur Positionierung der unteren Extremität für manuelle Muskeltests
Körperregion Muskelfunktion Position des Patienten in Bezug auf den zu prüfenden Wert
Wert 0 und 1 Wert 2 Wert 3, 4 und 5
Hüfte Extension Bauchlage Seitenlage Bauchlage
Flexion Rückenlage Seitenlage Rückenlage
Abduktion Rückenlage Rückenlage Seitenlage oder Stand
Adduktion Rückenlage Rückenlage Seitenlage oder Stand
Außenrotation Bauchlage Rückenlage Sitz – Hüfte und Knie in 90°
Innenrotation Rückenlage Rückenlage Sitz – Hüfte und Knie in 90°
Knie Extension Rückenlage Seitenlage Sitzen
Flexion Bauchlage Seitenlage Bauchlage oder Stand
Sprunggelenk Plantarflexion Bauchlage Seitenlage Bauchlage oder Stand
Dorsalextension Rückenlage Seitenlage Rückenlage oder Sitz
Eversion Rückenlage Rückenlage Seitenlage
Inversion Rückenlage Rückenlage Seitenlage
  • Fixation(27)
    • Der Patient muss sich in einer stabilen Position befinden – das Gelenk, auf das der Muskel wirkt, muss gut fixiert sein.
    • Die Wirkung der Schwerkraft und das Gewicht des Patienten auf der Behandlungsbank oder auf dem Stuhl sorgen für eine erste Fixation. Die Hand des Therapeuten an der Extremität des Patienten sorgt für eine zusätzliche Fixation der proximalen Gelenke, während der Widerstand distal angesetzt wird.
    • Ohne ausreichende Fixation kann es zu weiterlaufenden oder kompensatorischen Bewegungen an anderen Gelenken kommen, was die Ergebnisse beeinträchtigen kann. Rehabilitationsfachleute sollten die möglichen weiterlaufenden und Kompensationsbewegungen an jedem Gelenk kennen und erkennen, um die Genauigkeit der Testung zu erhöhen.
  • Anwendung des Widerstands(27)
    • Eingelenkige Muskeln: Für mehr Konsistenz den Test am äußeren Bereich der Muskellänge durchführen.
    • Zweigelenkige Muskeln: Test im mittleren Bereich der Muskellänge ausführen, da das Verhältnis Länge/Spannung in diesem Bereich günstiger ist.
    • Ziel ist es, Muskeln und Muskelgruppen bei optimaler Länge und Spannung zu testen. Es kann jedoch Situationen geben, in denen eine Unterscheidung zwischen den Werten 5 und 4 nicht möglich ist, es sei denn, man setzt den Patienten einem mechanischen Nachteil aus.
    • Achten Sie darauf, dass Sie den Widerstand am distalen Ende der Extremität langsam und schrittweise ansetzen. Der Druck sollte entgegen der Zugrichtung des zu testenden Muskels ausgeübt werden. In der Regel ist ein lumbrikaler Griff für den Patienten am bequemsten.
  • Bewertung
    • Beginnen Sie den Muskeltest immer in einer Position gegen die Schwerkraft (Wert 3 der MRC-Skala), um festzustellen, ob der Patient das volle Bewegungsausmaß gegen die Schwerkraft ausführen kann. Achten Sie darauf, dass Sie den zu testenden Muskel oder die Muskelgruppe isolieren.
    • Wenn sich der Patient in einem Teil des Bewegungsausmaßes nicht gegen die Schwerkraft bewegen kann, positionieren Sie ihn so, dass der Widerstand der Schwerkraft für die Testbewegung minimiert ist (d. h. der Patient führt die Bewegung in der horizontalen Ebene aus).
    • In diesem Fall kann es erforderlich sein, das Gewicht der Extremität auf einer relativ reibungsfreien Oberfläche oder manuell zu unterstützen.(2)
  • Dokumentation
    • Die Dokumentation der manuellen Muskeltests sollte Folgendes auflisten:(10)
      • den getesteten Muskel
      • den zugewiesenen Muskelwert
      • aktuelle Symptome, die sich auf die Kraft ausgewirkt haben könnten
      • nötige Änderungen der Positionierung, um den Test zu absolvieren. Beispiel: rechter M. quadriceps femoris 4/5 mit Schmerzen, in Rückenlage durchgeführt.

Klinische Relevanz ( edit | edit source )

Mit Hilfe von Muskelkrafttests lässt sich feststellen, ob ein Verlust an Muskelkraft vorliegt. Eine sorgfältige und konsistente Technik ist wichtig, um valide und reproduzierbare Ergebnisse zu gewährleisten. Das Verständnis der Faktoren, die sich auf die Muskelkraft auswirken können, ist auch wichtig, um klinisch begründen zu können, warum eine Person einen Kraftverlust erleidet. Die MRC-Skala ist die am weitesten verbreitete Bewertungsskala. Sie ist schnell auszuführen und erfordert keine spezielle Ausrüstung. Obwohl es sich um eine subjektive Messung handelt, weist sie eine angemessene Interrater-Zuverlässigkeit auf. Genauere Messmethoden, wie die Dynamometrie, sind weniger subjektiv und liefern eine quantifizierbare Messung, die über einen längeren Zeitraum verfolgt werden kann. Sie können jedoch zeitaufwändiger sein und erfordern den Zugang zu teurerer Ausrüstung.

Zusammenfassung(edit | edit source)

  • Konsistenz der Techniken ist wichtig für valide und zuverlässige Ergebnisse
  • Ein gutes Verständnis der Faktoren, die die Muskelkraft beeinflussen, wird Ihre Fähigkeiten im klinischen Reasoning verbessern.
  • Der manuelle Muskeltest ist eine klinische Fertigkeit, die an einer Vielzahl von Patienten geübt werden muss, um die erforderlichen Fertigkeiten und Erfahrungen zu erwerben

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