Die Intensivstation

Einleitung(edit | edit source)

Die intensivmedizinische Betreuung (Critical Care) stellt die höchste Stufe der Patientenpflege und -behandlung dar, die für kritisch kranke Patienten mit potenziell behebbaren lebensbedrohlichen Zuständen vorgesehen ist.(1) Die Centers for Medicare & Medicaid Services definieren eine kritische Erkrankung oder Verletzung als „akute Beeinträchtigung eines oder mehrerer lebenswichtiger Organsysteme, so dass eine hohe Wahrscheinlichkeit einer unmittelbar bevorstehenden oder lebensbedrohlichen Verschlechterung des Zustands des Patienten besteht.“(2) Die Intensivmedizin ist multidisziplinär und interprofessionell strukturiert und speziell auf das Management von Patienten ausgerichtet, bei denen ein lebensbedrohliches Organversagen droht oder bereits eingetreten ist.(3)(4)(5) Die Fähigkeit, die Funktion vieler versagender Organsysteme, insbesondere der Lunge, des Herz-Kreislauf-Systems und der Nieren, vorübergehend zu unterstützen und gegebenenfalls zu ersetzen, macht die Intensivmedizin aus.(3)(6)

Die Intensivstation (Intensive Care Unit – ICU) ist ein separater, in sich abgeschlossener Bereich innerhalb einer medizinischen Einrichtung, der mit hochmodernen Spezialgeräten ausgestattet ist, die für eine engmaschige Überwachung, ein rasches Eingreifen und eine oft längere Behandlung von Patienten mit akuten Organfunktionsstörungen ausgelegt sind.(2)(3)(7) Sie setzt sich für das Management und die kontinuierliche Überwachung von Patienten mit lebensbedrohlichen Zuständen ein.(3) Die intensivmedizinische Versorgung zielt darauf ab, die Vitalfunktionen aufrechtzuerhalten, um eine weitere physiologische Verschlechterung zu verhindern, die Mortalität zu senken und die Morbidität bei kritisch kranken Patienten zu vermeiden.(3)(8) Die Bereitstellung von intensivmedizinischer Versorgung ist Teil des Kontinuums von Primär-, Sekundär- und Tertiärversorgung, wobei die meisten dieser Leistungen im Rahmen der Sekundärversorgung erbracht werden.(3)

Arten von Intensivstationen ( edit | edit source )

Intensivstationen können nach den behandelten Pathologien/Krankheiten (z. B. neurologische, traumatologische, medizinische oder chirurgische Intensivstationen sowie Verbrennungseinheiten) oder nach der Altersgruppe der aufgenommenen Patienten (Erwachsene oder Kinder) unterteilt werden.(2) Zu den spezialisierten Intensivstationen gehören medizinische, chirurgische, pädiatrische und neonatologische Intensivstationen.

Medizinische Intensivstation ( edit | edit source )

Auf der medizinischen Intensivstation werden erwachsene Patienten betreut, deren Gesundheitszustand eine häufige Beobachtung, spezielle Überwachung und medizinische Behandlung erfordert. Dazu gehören Krankheiten wie diabetische Ketoazidose, gastrointestinale Blutungen, Medikamentenüberdosierung, Atemstillstand, Sepsis, Schlaganfall und Krebs.

Chirurgische Intensivstation ( edit | edit source )

Die anästhesiologisch-operative (chirurgische) Intensivstation widmet sich der Behandlung postoperativer Patienten, einschließlich Patienten nach großen Bauchoperationen, Kraniotomie-Patienten, Thorakotomie-Patienten, instabilen Patienten mit Polytraumen und allen chirurgischen Patienten, die eine kontinuierliche Überwachung oder Lebenserhaltung benötigen.

Pädiatrische Intensivstation ( edit | edit source )

Kritisch kranke Kinder werden auf der pädiatrischen Intensivstation betreut. Kinder, die gerade operiert wurden und bei denen die Gefahr einer Verschlechterung besteht, werden ebenfalls auf der pädiatrischen Intensivstation betreut.

Neonatologische Intensivstation ( edit | edit source )

Die Neugeborenen- oder neonatologische Intensivstation, auch „NICU“ genannt, ist für die Behandlung von Frühgeborenen, Hochrisikosäuglingen und kritisch kranken Säuglingen zuständig.(9) Neugeborene mit angeborenen Störungen und Geburtskomplikationen werden ebenfalls auf der neonatologischen Intensivstation behandelt.

(10)

Es gibt noch viele andere Arten von Intensivstationen, z. B. kardiologische und neurologische Intensivstationen, Verbrennungseinheiten, gemischte Intensivstationen und mobile Intensivstationen außerhalb des Krankenhauses.

Geräte auf der Intensivstation ( edit | edit source )

Die technische Ausrüstung auf der Intensivstation dient vor allem der Lebenserhaltung und der Unterstützung verschiedener Körperorgane (z. B. der Lunge, des Herzens oder der Nieren). Dazu gehören unter anderem:(3)

  • Monitore – zur Überwachung der Vitalparameter
  • Mechanisches Beatmungsgerät
  • Infusionspumpen – zur Regulierung des Flusses von Medikamenten, die über einen Tropf und über die Infusionspumpe titriert (dosiert verabreicht) werden
  • Spritzenpumpen – bei denen eine Spritze verwendet wird, um das Medikament für den Patienten zu titrieren
  • Absauggeräte
  • Sauerstoff
  • Andere Geräte zur Unterstützung der Atmung wie BiPAP und CPAP

Indikationen für die Aufnahme auf der Intensivstation ( edit | edit source )

Die Ressourcen für die intensivmedizinische Versorgung sind begrenzt und teuer. Daher sollten die Patienten für die Aufnahme in die Intensivstation sorgfältig ausgewählt werden.(1)(2)(4)(7)(13) Es wurden zwei Patientenkategorien identifiziert, die nicht von der intensivmedizinischen Betreuung profitieren. Diese werden als „zu gesund, um von intensivmedizinischen Leistungen zu profitieren“ und „zu krank, um von intensivmedizinischen Leistungen zu profitieren“ beschrieben.(13) Der spezialisierte Intensivmediziner sollte die Entscheidung über die Aufnahme eines Patienten in die Intensivstation in Absprache mit dem einweisenden Team treffen. Dabei richtet er sich nach der Schwere der Erkrankung, der chronischen Krankheiten, der physiologischen Reserven und der therapeutischen Beeinflußbarkeit sowie nach den Wünschen der Patienten oder Betreuer.

Viele Faktoren tragen zu den Triage-Entscheidungen bei, die für die Aufnahme in die Intensivstation getroffen werden. Eine Klassifikation schlägt vor, diese in Kontextfaktoren, Patientenfaktoren und ärztliche Faktoren einzuteilen.(13)

  • Zu den Kontextfaktoren gehören die Merkmale der Intensivstation, z. B. die aktuelle Bettenverfügbarkeit, die angemessene Ausstattung und die Fachkenntnisse des Pflegepersonals.
  • Patientenfaktoren beziehen sich auf die Merkmale des Patienten wie Präferenzen, Funktionsfähigkeit, Alter und Komorbiditäten sowie auf die Merkmale der Krankheit in Bezug auf Schweregrad, Reversibilität, Ansprechen auf die Therapie und Lebensqualität nach Entlassung aus der Intensivstation.(13)(14)
  • Ärztliche Faktoren beziehen sich auf die Eigenschaften der Person, die die Entscheidung trifft, einschließlich Erfahrung, Persönlichkeit, Stimmung und Biases.(13)

Auch wenn die Aufnahmekriterien von Intensivstation zu Intensivstation und von Land zu Land unterschiedlich sein können, wurden universelle Kriterien für die Aufnahme von Patienten in die Intensivstation empfohlen. In Anlehnung an ihr Priorisierungsmodell hat die Society of Critical Care Medicine (SCCM) in ihren Leitlinien für die intensivmedizinische Triage Patienten in vier Prioritätsstufen eingeteilt. Diese Gruppen basieren darauf, wie wahrscheinlich es ist, dass die Patienten von der Aufnahme in die Intensivstation profitieren(2) und sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen:

Prioritätsstufe Beschreibung
Priorität 1
  • Keine therapeutischen Grenzen
  • Kritisch kranke, instabile Patienten, die eine intensive Behandlung und Überwachung benötigen, die außerhalb der Intensivstation nicht gewährleistet werden kann
  • Hohe Genesungswahrscheinlichkeit
Priorität 2
  • Keine therapeutischen Grenzen
  • Intensive Überwachung erforderlich
  • Möglicherweise ist ein sofortiges Eingreifen erforderlich
  • Geringere Genesungswahrscheinlichkeit
Priorität 3
  • Kritisch krank
  • Geringere Genesungswahrscheinlichkeit aufgrund einer Grunderkrankung oder der Art der akuten Erkrankung
  • Therapeutische Grenzen vorhanden
Priorität 4
  • In der Regel nicht für die Aufnahme in die Intensivstation geeignet aus folgenden Gründen:
    • das Risiko einer aktiven Intervention, die außerhalb der Intensivstation durchgeführt wird, ist gering, so dass voraussichtlich wenig Nutzen in einem intensivmedizinischen Setting bestehen würde
    • terminale / irreversible Krankheit und unmittelbar bevorstehender Tod

Tabelle 1: Prioritätsstufen für die Aufnahme in die Intensivstation(2)(15)

In ihren früheren Leitlinien hatte die SCCM auch bereits einige Diagnosen und objektive Parameter für die Aufnahme in die Intensivstation angegeben.(16) Eine Liste dieser Parameter ist in der nachstehenden Tabelle aufgeführt. Derzeit gibt es jedoch keine schlüssige Evidenz für die Aufnahmekriterien für die Intensivstation.(2)

System Erkrankung
Herz-Kreislauf-System
  • Akuter Myokardinfarkt mit Komplikationen
  • Kardiogener Schock
  • Komplexe Herzrhythmusstörungen, die eine engmaschige Überwachung und Intervention erfordern; Akute Herzinsuffizienz mit Ateminsuffizienz und/oder Bedarf an hämodynamischer Unterstützung
  • Hypertensive Notfälle
  • Instabile Angina pectoris, insbesondere mit Herzrhythmusstörungen, hämodynamischer Instabilität oder anhaltenden Brustschmerzen
  • Plötzlicher Herzstillstand
  • Perikardtamponade oder Konstriktion mit hämodynamischer Instabilität
  • Aortendissektion
  • AV-Block III. Grades (totaler Herzblock)
Atmungssystem
  • Akutes respiratorisches Versagen, das Atemunterstützung erfordert
  • Lungenembolie mit hämodynamischer Instabilität
  • Patienten auf einer Intermediate-Care-Station (IMC), bei denen eine Verschlechterung der Atmung festzustellen ist
  • Bedarf an pflegerischer/respiratorischer Versorgung, die in Bereichen mit geringerer Ausstattung, wie z. B. auf Normalstation oder der Intermediate-Care-Einheit, nicht verfügbar ist
  • Massive Hämoptyse
  • Atemversagen mit unmittelbar bevorstehender Intubation
Nervensystem
  • Akuter Schlaganfall mit verändertem mentalen Status
  • Koma: metabolisch, toxisch oder anoxisch
  • Intrakranielle Blutung mit der Möglichkeit einer Herniation
  • Akute Subarachnoidalblutung
  • Meningitis mit verändertem mentalen Status oder Beeinträchtigung der Atmung; Störungen des zentralen Nervensystems oder des neuromuskulären Systems mit Verschlechterung der neurologischen oder pulmonalen Funktion
  • Status epilepticus
  • Hirntote oder potenziell hirntote Patienten, die während der Bestimmung des Organspendestatus aggressiv behandelt werden
  • Patienten mit einer schweren Kopfverletzung
Drogeneinnahme und Überdosierung von Drogen
  • Hämodynamisch instabile Drogeneinnahme
  • Drogeneinnahme mit deutlich verändertem mentalen Status und unzureichendem Schutz der Atemwege
  • Krampfanfälle nach Drogeneinnahme
Gastrointestinales System
  • Lebensbedrohliche gastrointestinale Blutungen, einschließlich Hypotonie, Angina, anhaltende Blutungen oder komorbide Erkrankungen
  • Fulminantes hepatisches Versagen
  • Schwere Pankreatitis
  • Ösophagusperforation mit oder ohne Mediastinitis
Endokrines System
  • Diabetische Ketoazidose, kompliziert durch hämodynamische Instabilität, veränderten mentalen Status, respiratorische Insuffizienz oder schwere Azidose
  • Schilddrüsensturm oder Myxödemkoma mit hämodynamischer Instabilität
  • Hyperosmolarer Zustand mit Koma und/oder hämodynamischer Instabilität
  • Andere endokrine Probleme, wie Nebennierenkrisen mit hämodynamischer Instabilität
  • Schwere Hyperkalzämie mit verändertem mentalen Status, die eine hämodynamische Überwachung erfordert
  • Hypo- oder Hypernatriämie mit Krampfanfällen, verändertem mentalen Status
  • Hypo- oder Hypermagnesiämie mit hämodynamischer Beeinträchtigung oder Herzrhythmusstörungen
  • Hypo- oder Hyperkaliämie mit Herzrhythmusstörungen oder Muskelschwäche
  • Hypophosphatämie mit Muskelschwäche
Chirurgische Indikationen
  • Postoperative Patienten, die hämodynamische Überwachung/Atmungsunterstützung oder umfassende Pflege benötigen
Sonstige
  • Septischer Schock mit hämodynamischer Instabilität
  • Hämodynamische Überwachung
  • Klinische Erkrankungen, die den Pflegeaufwand einer Intensivstation erfordern
  • Umweltverletzungen (Blitzschlag, Beinahe-Ertrinken, Hypo-/Hyperthermie)
  • Neue/experimentelle Therapien mit dem Potenzial für Komplikationen
  • Vitalzeichen * Herzfrequenz < 40 oder > 150 Schläge/Minute * Systolischer arterieller Druck < 80 mmHg oder 20 mmHg unter dem üblichen Druck des Patienten * Mittlerer arterieller Druck < 60 mmHg * Diastolischer arterieller Druck > 120 mmHg * Atemfrequenz > 35 Atemzüge/Minute
  • Laborwerte (neu bestimmt) * Serumnatrium < 110 mEq/L oder > 170 mEq/L * Serumkalium < 2,0 mEq/L oder > 7,0 mEq/L * PaO2 < 50 mm Hg * pH-Wert < 7.1 oder > 7,7 * Serumglukose > 800 mg/dl * Serumkalzium > 15 mg/dl *
  • Toxische Menge eines Medikaments oder einer anderen chemischen Substanz bei einem hämodynamisch oder neurologisch beeinträchtigten Patienten
  • In Röntgen/Ultrasonographie/Tomographie (neu entdeckt) * Zerebrovaskuläre Blutung, Kontusion oder Subarachnoidalblutung mit verändertem mentalen Status oder fokalen neurologischen Zeichen * Ruptur von Eingeweiden, Blase, Leber, Ösophagusvarizen oder Uterus mit hämodynamischer Instabilität * Aortendissektion
  • Elektrokardiogramm * Myokardinfarkt mit komplexen Arrhythmien, hämodynamischer Instabilität oder Herzinsuffizienz * Anhaltende ventrikuläre Tachykardie oder Kammerflimmern * Totaler AV-Block mit hämodynamischer Instabilität
  • Körperliche Befunde (akuter Beginn) * Ungleiche Pupillen bei einem bewusstlosen Patienten * Verbrennungen, die > 10% der Körperoberfläche bedecken * Anurie * Atemwegsobstruktion * Koma * Anhaltende Krampfanfälle * Zyanose * Herztamponade

Tabelle 2: Indikationen für die Aufnahme in die Intensivstation. Übernommen von der Leitlinie der European Critical Care Society für die Aufnahme in die Intensivstation.(16)

Warum früh mit der Physiotherapie auf der Intensivstation beginnen? ( edit | edit source )

Die Physiotherapie ist eine der wichtigsten und beständigsten Therapieformen in der Critical Care. Physiotherapeuten (PTs) führen individuelle Assessments von Patienten durch, die auf der Intensivstation aufgenommen werden, um die Bedürfnisse jedes einzelnen Patienten zu ermitteln.

Das Risiko von Muskelschwäche, Delirium und längerer mechanischer Beatmung ist bei Intensivpatienten aufgrund ihrer körperlichen Inaktivität erhöht. Diese Komplikationen können schließlich zu körperlichen und kognitiven Beeinträchtigungen führen, die noch Jahre nach der Entlassung aus der Intensivstation andauern können.(17) PTs spielen eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung und Behandlung von Atmungsstörungen sowie bei der Vorbeugung und Behandlung von muskuloskelettalen und neuromuskulären Störungen sowohl bei intubierten als auch bei spontan atmenden Patienten auf der Intensivstation.

Eine Frühmobilisation und frühzeitige körperliche Rehabilitation sind für die Genesung kritisch kranker Patienten auf der Intensivstation von größter Bedeutung. Es gibt Evidenz dafür, dass dies sicher durchführbar ist, ein geringes Risiko für unerwünschte Ereignisse birgt und dass es:(17)(18) Protokolle zur Frümobilisation umfassen Mobilisationen und Übungen. Sie können vom passiven Bewegen der Extremitäten und Änderungen der Positionierung bis hin zum Gehen und zu einfachen Alltagsaktivitäten reichen. (19)

Eine frühzeitige Physiotherapie für Patienten auf der Intensivstation ist auch notwendig, um andere mögliche Komplikationen wie Intensiv-Delir, beatmungsassoziierte Pneumonie (VAP) und auf der Intensivstation erworbene Neuropathien/Myopathien zu vermeiden.

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Ressourcen(edit | edit source)

Referenzen(edit | edit source)

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