Versorgungsprinzipien für komplexe Verletzungen und Multisystemerkrankungen

Originale Autorin Wanda van Niekerk basierend auf dem Kurs von Jason Giesbrecht

Top-BeitragendeWanda van Niekerk und Jess Bell

Einleitung(edit | edit source)

Fachkräfte in der Rehabilitation sollten eine umfassende, personenzentrierte Versorgung von Patienten mit schwierigen, komplexen Verletzungen und Multisystemerkrankungen anstreben. Komplexe Verletzungen und Erkrankungen beziehen sich auf Situationen, in denen Patienten mehrere, oft miteinander verbundene Gesundheitsprobleme haben, die ein umfassendes und koordiniertes Konzept für die Rehabilitation erfordern.(1) Dieser Ansatz führt zu positiven Ergebnissen für die Patienten und kann durch interdisziplinäre Teamarbeit, Zielsetzung, Kommunikation und funktionsorientierte Versorgung erreicht werden. Die komplexe Rehabilitation hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt, und Rehabilitationsfachleute sollten wissen, wie wichtig rechtzeitige, koordinierte und komplexe Rehabilitationsinterventionen durch interdisziplinäre Teams sind.(2)

Arten von komplexen Verletzungen und Erkrankungen ( edit | edit source )

  • Polytrauma(3)
    • das Vorliegen von zwei oder mehr Verletzungen von Körperregionen oder Organsystemen, wobei mindestens eine der Verletzungen oder eine Kombination aus zwei Verletzungen lebensbedrohlich ist, was zu körperlichen, psychischen oder psychosozialen Beeinträchtigungen oder Behinderungen führt.(4)
    • Berliner Definition: Polytrauma ist definiert als das Vorliegen mindestens zweier Verletzungen mit einem AIS (Abbreviated Injury Scale) von ≥ 3 mit mindestens einem zusätzlichen Merkmal aus den fünf folgenden physiologischen Parametern: Alter, Bewusstlosigkeit, Hypotension, Koagulopathie und Azidose.(3)
  • Verlust von Gliedmaßen (Amputation)
  • Komplexe Schmerzerkrankungen, wie Fibromyalgie und komplexes regionales Schmerzsyndrom (Complex Regional Pain Syndrome – CRPS) (5)
  • Multisystemische Herausforderungen
    • zum Beispiel Patienten mit mehreren medizinischen Problemen wie Diabetes, Herzkrankheiten, Bluthochdruck
  • Chronische Krankheiten, Krebs, übertragbare Krankheiten(6)
  • Neurologische Verletzungen
    • zum Beispiel traumatische Hirnverletzungen, Schlaganfall(7)
  • Kognitive und psychologische Herausforderungen
    • z. B. Depression, Angstzustände, posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
  • Andere relevante Erkrankungen, genetische Störungen, Autoimmunkrankheiten, altersbedingte Veränderungen

Ursachen von komplexen Verletzungen und Erkrankungen ( edit | edit source )

  • Trauma
    • Verkehrsunfälle, Stürze, Sportverletzungen, Gewalttaten
  • Chronische Krankheiten
    • Diabetes, Herzkrankheiten, Autoimmunkrankheiten
  • Alterung
  • Genetische Faktoren
    • Muskeldystrophie(8)
  • Umweltfaktoren
    • Luftverschmutzung oder Exposition gegenüber Umweltgefahren(9)
  • Lebensstilentscheidungen(10)
    • mangelhafte Ernährung, körperliche Inaktivität,(11) Substanzkonsum(12)

Sozioökonomische Auswirkungen komplexer Verletzungen und Erkrankungen ( edit | edit source )

  • Hohe Gesundheitskosten – für den Einzelnen und das Gesundheitssystem(13)
  • Verlust von Produktivität und Einkommen(14)
  • Soziale Isolation und Stigmatisierung(15)
  • Schulische und berufliche Herausforderungen(16)
  • Belastung der Familie und der Betreuungspersonen(17)(18)
  • Verlust der Lebensqualität(19)

Versorgungsprinzipien ( edit | edit source )

Personenzentrierter Ansatz ( edit | edit source )

Eine personenzentrierte Versorgung bedeutet, dass der Patient als Individuum und gleichberechtigter Partner bei seiner Heilung, Rehabilitation und Genesung behandelt wird. Es ist ein individualisierter, koordinierter und aktivierender Ansatz.(20)

  • Aufbau einer therapeutischen Allianz mit dem Patienten(21)
    • Die Herstellung einer sinnvollen Beziehung zwischen dem Patienten und der Fachkraft in der Rehabilitation führt dazu, dass alle Parteien gesehen, gehört und geschätzt werden. Rehabilitationsfachleute können diese Beziehungen herstellen, indem sie(22):
      • den Einzelnen anerkennen
        • Rehabilitationsfachleute begegnen dem Patienten auf Augenhöhe, validieren seine Erfahrungen und individualisieren die Behandlung
        • z. B. sich auf die Ebene des Patienten begeben, den Gefühlsausdruck des Patienten bestätigen und das Rehabilitationsprogramm unter Berücksichtigung der besonderen Umstände des Patienten anpassen
      • den Körper als Dreh- und Angelpunkt verwenden
        • die Fachkraft in der Rehabilitation kann die körperlichen Probleme des Patienten erklären und den Behandlungsplan oder die Lösung erläutern und ist in der Lage, die Verbindung des Patienten zu seinem Körper zu erleichtern
        • z. B. klare Erklärungen der Untersuchungsergebnisse für den Patienten und vorsichtiger Umgang mit den betroffenen Körperregionen
      • uneigennützig handeln
        • dies ist der zusätzliche Schritt, den Rehabilitationsfachleute gehen, um ihren Patienten zu helfen, wenn es nötig ist; dies kann innerhalb oder außerhalb der klinischen Interaktion sein
        • z.B. lässt die Fachkraft den Patienten gegebenenfalls an ihrem Leben oder ihren Erfahrungen teilhaben und berät sich mit den anderen Gesundheitsdienstleistern des Patienten
  • Verstehen der Ziele und Werte des Patienten(21)
  • Befähigung der Patienten, sich an ihrer Versorgung zu beteiligen(21)
    • Rehabilitationsfachleute können Patienten beim Selbstmanagement ihrer Erkrankung unterstützen, indem sie Ziele setzen, gemeinsam Entscheidungen treffen, Maßnahmen planen und Partnerschaften bilden

Herausforderungen für eine personenzentrierte Versorgung in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen ( edit | edit source )

Zu den Herausforderungen können gehören:(22)

  • unzureichende Humanressourcen
  • unzureichende Haushalts- und Finanzmittel
  • mangelhafte Führung und mangelhaftes Management

Wie auch immer die Situation aussieht: ein aufgeklärter Patient ist ein mündiger Patient.(22) Rehabilitationsfachleute sollten darauf abzielen, Patienten durch Patientenedukation zu befähigen. Dadurch wird die Patientenautonomie gestärkt und die Patienten werden ermutigt, sich an ihrer Versorgung zu beteiligen.(24) In Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen ist die Gesundheitskompetenz jedoch oft gering, weil das Niveau der Allgemeinbildung niedrig ist und die Gesundheitssysteme unzureichend funktionieren und nur über begrenzte Ressourcen verfügen.(25)

Implementierung der personenzentrierten Versorgung in der klinischen Praxis ( edit | edit source )

Zu den Vorschlägen für die Umsetzung der personenzentrierten Versorgung in der klinischen Praxis können gehören:(22)

  • die Perspektive des Patienten in den Rehabilitationsprozess einzubeziehen
  • darauf zu achten, was und wie kommuniziert wird
  • die Beteiligung des Patienten bei der Untersuchung und Behandlung zu fördern
  • einen personalisierten Plan zu erstellen, der den Kontext des Patienten berücksichtigt
  • Rehabilitationsfachleute werden ermutigt, ihre eigenen Überzeugungen und Praktiken durch Peer-Reviews oder selbstreflektierende Fragen zu überdenken, wie z. B.:(22)
    • „Kommuniziere ich effektiv mit den Patienten?“
    • „Ist meine Sitzung lang genug, um einen personenzentrierten Ansatz umzusetzen?“

Lesen Sie weiter: Therapeutic Alliance

Interdisziplinärer Teamansatz ( edit | edit source )

  • Im Rahmen eines interdisziplinären Teamansatzes arbeiten Rehabilitationsfachleute aus verschiedenen Disziplinen zusammen, und es gibt Überschneidungen in ihrer Praxis (anstatt dass jede Person einzeln arbeitet) mit gemeinsamen Zielen, die in einem einheitlichen Managementplan koordiniert werden. In einem interdisziplinären Team bauen die Teammitglieder auf das Fachwissen der anderen auf, um gemeinsame Ziele zu erreichen.(26)
  • Die Fortschritte der Patienten werden durch schriftliche Dokumentation und regelmäßige Teambesprechungen, die sich auf die Gesamtziele des Patienten konzentrieren, kommuniziert.
  • Die Mitglieder des Rehabilitationsteams berücksichtigen im Allgemeinen die folgenden Fragen bei der Entwicklung interdisziplinärer Versorgungspläne:(27)
    • welche Herausforderungen gibt es?
    • wer wird beteiligt sein?
    • wie werden die Interventionen aussehen?
    • was sind die Ziele der Intervention?
    • wann wird eine Neubewertung stattfinden?
  • Interdisziplinäre Teams sind in stationären Rehabilitationszentren üblich und umfassen:
    • Fachleute, die an der gemeinsamen Lösung von Problemen beteiligt sind
    • sich überschneidende, auf den Patienten ausgerichtete Behandlungsziele
    • Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen
    • regelmäßige Kommunikation zwischen den Teammitgliedern
    • aktive Einbeziehung des Patienten
    • Abwägung zwischen dringender Behandlung und umfassender Versorgung(21)

Lesen Sie mehr: Rehabilitation Teams; Characteristics of Successful Teams; Barriers to Effective Teams

Gemeinsame Zielsetzung ( edit | edit source )

  • Festlegung realistischer und erreichbarer Ziele mit dem Patienten(21)
  • Entwicklung eines Plans zur Erreichung dieser Ziele(21)

Eine personenzentrierte und kooperative Zielsetzung führt zu besseren Ergebnissen und höherer Patientenzufriedenheit. Die Zielsetzung bietet eine Möglichkeit, die Perspektiven und Wünsche des Patienten einzubeziehen.(28)

Einige Richtlinien zur Festlegung von Rehabilitationszielen:(29)

  • Implementieren Sie kurz- und langfristige Ziele mit dem Patienten, den Familienmitgliedern und Betreuungspersonen
  • Überprüfen Sie diese Ziele regelmäßig
  • Setzen Sie Ziele im Einklang mit:
    • was für den Patienten am wichtigsten ist
    • was der Patient am meisten schätzt
    • sinnvollen Aktivitäten für den Patienten (diese sollten sich auch auf das beziehen, was für den Patienten am wichtigsten ist)
    • stärkenbasierte Ansätze – Konzentration auf die Stärken des Patienten und nicht auf seine Defizite, um das Wohlbefinden zu fördern
    • die häuslichen Verhältnisse des Patienten
    • die Pläne des Patienten zur Wiederaufnahme der Arbeit oder der Ausbildung
    • der Entwicklung von Fähigkeiten, Selbstvertrauen und Wissen, damit der Patient sein Wohlbefinden und seine Gesundheit selbst in die Hand nehmen kann
    • Flexibilität bei der Zielsetzung – auf dem Weg dorthin wird es Rückschläge und Fortschritte geben
  • Überwachen Sie langfristige Rehabilitationsziele durch kleine Schritte, die sinnvoll sind und den Patienten motivieren
  • Die Teammitglieder sollten in der Lage sein, den Patienten bei der Festlegung geeigneter Ziele zu helfen und zu verstehen, wie die psychologischen Auswirkungen des Traumas des Patienten die Zielsetzung und die Rehabilitation beeinflussen.

Lesen Sie weiter: Goal Setting in Rehabilitation

Kontinuität der Versorgung und Kommunikation ( edit | edit source )

  • Koordinierung der Versorgung in verschiedenen Einrichtungen(21)
  • Klare und zeitnahe Kommunikation mit dem Patienten und seiner Familie(21)

Lesen Sie weiter: Continuity and coordination of care(30)

Ljungolm et al.(31) schlägt ein Modell der Versorgungskontinuität mit sechs miteinander verbundenen Konzepten vor, um die Kontinuität der Versorgung bei Patienten mit komplexen Bedürfnissen und ihren Familien/Betreuungspersonen zu erreichen. Diese Konzepte sind(31):

  • Zeit und Raum
  • maßgeschneiderte Informationen
  • gegenseitiges Verständnis
  • Klarheit der Zuständigkeiten und Rollen
  • interprofessionelle Zusammenarbeit
  • vertrauensvolle Beziehungen

Patienten und Angehörige sind der Meinung, dass Zeit für die Kontinuität der Versorgung entscheidend ist. Es braucht Zeit, um Beziehungen zu den verschiedenen Mitgliedern des interdisziplinären Teams aufzubauen und zu stärken, und der Zugang zu maßgeschneiderten Informationen ist der Schlüssel zur Entwicklung eines gegenseitigen Verständnisses. Dazu bedarf es klarer Zuständigkeiten und Rollen, interprofessioneller Zusammenarbeit und einer vertrauensvollen Beziehung zwischen allen Beteiligten.(31)

Einige Grundsätze für den Informationsaustausch und die Einbeziehung von Familienangehörigen und Betreuungspersonen:(29)

  • Patienten, Familienangehörige und Betreuer (soweit zutreffend) sollen in allen Rehabilitationsphasen in die Beurteilung, die Planung der Versorgungskoordination und die Entscheidungsfindung einbezogen werden
  • Patienten sollten ermutigt werden, sich aktiv an den Entscheidungen über ihre Rehabilitation zu beteiligen
  • Ermutigung durch Familie, Betreuungspersonen, Freunde und Rehabilitationsfachleute wirkt sich positiv auf den Rehabilitationsweg einer Person aus
  • Verwenden Sie eine klare Sprache, wenn Sie Informationen geben – seien Sie spezifisch für die Verletzungen des Patienten, einfühlsam, unterstützend und respektvoll

Funktionsorientierte Versorgung ( edit | edit source )

Die funktionsorientierte Versorgung analysiert die zugrunde liegenden Fähigkeiten des Patienten in Bezug auf Funktion und körperliche Aktivität und hilft dem Patienten, diese funktionellen Fähigkeiten zu optimieren und zu erhalten. Sie wird häufig eingesetzt, um bei den Patienten ein Höchstmaß an Selbstversorgung und Unabhängigkeit zu erreichen.(32) Ein funktionsorientierter Ansatz umfasst(21):

  • Betonung von funktionellen Ergebnissen und Lebensqualität
  • Berücksichtigung der physischen, kognitiven und psychosozialen Aspekte der Rehabilitation
  • Berücksichtigung der Auswirkungen auf die Partizipation (Teilhabe) (Lebensqualität, gesellschaftliches und soziales Engagement, Selbstversorgung, Arbeit/Beschäftigung)
  • Überwachung der Fortschritte und Anpassung des Versorgungsplans nach Bedarf

Bei der funktionsorientierten Versorgung wird ein interdisziplinärer Ansatz gefördert, da er die körperlichen, sozialen und kognitiven Funktionen von Patienten mit komplexem Gesundheitsstatus verbessert. Diese Versorgungsziele sollten genau bewertet und durch kontinuierliche und integrierte Versorgung unterstützt werden.(32)

Komplexe Rehabilitation und der ICF-Rahmen ( edit | edit source )

Abbildung 1. Die wechselseitige Beziehung im ICF-Rahmen

Die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) wurde geschaffen, um das Verständnis der Konzepte von Gesundheit und gesundheitsbezogenem Status zu verbessern. Der Schwerpunkt liegt auf der menschlichen Funktionsfähigkeit in Beziehung zu den Aktivitäten und der Partizipation (Teilhabe) des Einzelnen. Diese können durch Umweltfaktoren, Gesundheitsprobleme und personenbezogene Faktoren beeinflusst werden.(33) Der Rahmen hat sich von negativen Deskriptoren wie „Beeinträchtigung“, „Behinderung“ und „Handicap“ zu positiven Deskriptoren wie „Körperstrukturen“, „Aktivitäten“ und „Partizipation (Teilhabe)“ entwickelt. Auf diese Weise konzentriert sich der Rahmen auf positive Bewertungen und Befähigung statt auf Negativität und Behinderungen. Die komplexe Rehabilitation sollte als ein Prozess betrachtet werden, bei dem es darum geht, zu entdecken und zu verbessern, was für eine Person möglich ist, und sich nicht auf das zu konzentrieren, was nicht möglich ist. Rehabilitationsfachleute werden ermutigt, zu lernen, wie man „Rehabilitationsprozesse nach ihren positiven Merkmalen“ beschreibt.(2) Abbildung 1 zeigt die wechselseitige Beziehung zwischen den Schlüsselkomponenten des ICF-Rahmens.

Der ICF-Rahmen bietet Rehabilitationsfachleuten eine gemeinsame Sprache, die unabhängig von ihren eigenen Fachgebieten ist. Sie kann Fachkräften dabei helfen, über ihren eigenen Fachbereich hinauszuschauen und mit anderen Mitgliedern des interdisziplinären Teams zu kommunizieren. Dies trägt auch dazu bei, dass der Schwerpunkt auf die Funktionsfähigkeit und nicht auf die Diagnose oder die Erkrankung des Patienten gelegt wird.(2)

Lesen Sie weiter: Einführung in die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF)

Ressourcen(edit | edit source)

Referenzen(edit | edit source)

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