Fitness- und Bewegungsstrategien für Personen mit Parkinson

Originaler Autor Thomas Longbottom basierend auf dem Kurs von Z Altug

Top-BeitragendeThomas Longbottom, Stacy Schiurring, Kim Jackson, Jess Bell und die Lucinda hampton

Einleitung(edit | edit source)

Derzeit leben weltweit etwa 10 Millionen Menschen mit der Parkinson-Krankheit.(1) Eine Meta-Analyse weltweiter Daten zeigt, dass die Prävalenz der Parkinson-Krankheit mit dem Alter zunimmt und sich von fast 0,5 % im siebten Lebensjahrzehnt auf etwa 2 % bei den über 80-Jährigen vervierfacht.(2) Andere Quellen berichten, dass 1,5-2 % der Bevölkerung über 60 Jahre von Parkinson betroffen sind.(3)

Die Parkinson-Krankheit geht einher mit dem Verlust von Dopamin produzierenden Neuronen in der Substantia nigra des Mittelhirns und ist klinisch gekennzeichnet durch Ruhetremor, Rigor und Bradykinese zusammen mit einer Reihe von nichtmotorischen Merkmalen wie Anosmie, Schlafverhaltensstörungen, Depression, autonome und kognitive Dysfunktion.(4) Die Ätiologie dieser Krankheit ist noch nicht vollständig geklärt, aber es wird vermutet, dass eine Kombination aus Umwelt- und genetischen Faktoren ursächlich ist.(4) Dazu gehören verschiedene Lebensstilfaktoren wie Tabakkonsum, Ernährung und körperliche Aktivität.(5)(6)

Lebensstilmedizinische Fitnessstrategien für Personen mit Parkinson (PmP) ( edit | edit source )

Laut dem Lifestyle Medicine Handbook umfasst die Lebensstilmedizin die Anwendung von evidenzbasierten therapeutischen Ansätzen zur Behandlung, Umkehrung und Vorbeugung von lebensstilbedingten chronischen Krankheiten.(7) Dazu gehören:

  1. Eine überwiegend pflanzliche Vollwertkost
  2. Regelmäßige körperliche Aktivität
  3. Ausreichender Schlaf
  4. Stressmanagement
  5. Sozialer Anschluss
  6. Vermeidung des Missbrauchs von Risikosubstanzen(7)

Komponenten der Fitness bei Parkinson: Aerobe Fitness, Kraft, Flexibilität, Neuromotorische Funktion, Freizeitfitness, Aufgabenspezifische Fitness, Mind-Body-Fitness

Das Ziel der Lebensstilmedizin ist es, die Ursachen von Krankheiten zu behandeln und nicht nur die Symptome zu bekämpfen. Dazu gehört, dass die Patienten gesunde Verhaltensweisen erlernen und übernehmen. Lebensstilinterventionen haben das Potenzial, die Prognose vieler chronischer Krankheiten zu beeinflussen, was nicht nur zu einer besseren Lebensqualität für viele Menschen führt, sondern auch die Kosten für das Gesundheitssystem senken kann.(8) Es ist zwar verständlich, dass man dazu neigt, die Lebensstilmedizin als Domäne des Arztes zu betrachten, aber auch andere Leistungserbringer wie Ernährungsberater, Sozialarbeiter, Verhaltenstherapeuten und Lebensstil-Coaches gehören dazu.(8) Auch Physiotherapeuten sind an diesem Tätigkeitsbereich beteiligt:(9)

  • Diät und Ernährung sind Schlüsselelemente bei vielen der von Physiotherapeuten behandelten Erkrankungen
  • Physiotherapeuten sind Experten für Übungen und Bewegung
  • Prävention, Gesundheitsförderung, Fitness und Wohlbefinden sind wichtige Aspekte der physiotherapeutischen Versorgung

Mind-Body-Fitness ( edit | edit source )

Ein Mind-Body-Fitnessprogramm kann eine Vielzahl von Aktivitäten umfassen, die körperliche Bewegung mit geistiger Konzentration verbinden. Ein Merkmal ist dabei oft das Üben einer kontrollierten Atmung.

  • Yoga ist ein Beispiel für eine Aktivität, die sowohl den Körper als auch den Geist anspricht. Dabei werden verschiedene Körperhaltungen eingenommen und gehalten, während eine koordinierte Zwerchfellatmung erfolgt.(10) Es gibt Evidenz dafür, dass Yoga bei der Bewältigung von Depressionen, der Verringerung des Sturzrisikos und der Verbesserung der motorischen Funktionen bei PmP helfen kann.(11)(12)(13)
  • Traditionelle Kampfkünste wie Tai Chi und Karate können das Gleichgewicht, die Sturzprävention und die Lebensqualität verbessern.(14)(15) Tai Chi, auch bekannt als Schattenboxen, beinhaltet sanfte, langsame Bewegungen und Dehnungen in Kombination mit kontrollierter Atmung und Meditation. Karate, japanisch für „leere Hand“, beinhaltet das Üben spezifischer Positionen zusammen mit Schlag-, Tritt- und Blocktechniken unter Verwendung der Extremitäten. Qigong ist eine weitere Form der chinesischen Kampfkunst, die sanfte, fließende Übungen mit Achtsamkeit verbindet. Eine besondere Form des Qigong ist Ba Duan Jin, was soviel bedeutet wie „Acht Stücke Brokat“. Ba Duan Jin verwendet eine Kombination aus acht Bewegungen mit tiefer, langsamer Atmung. Es wird als eine Form des medizinischen Qigong betrachtet, die die Gesundheit verbessern soll.(16) Es gibt Evidenz dafür, dass Qigong und Ba Duan Jin Qigong den Gang und die Schlafqualität bei Morbus Parkinson verbessern können.(17)(18)
  • Pilates wurde ursprünglich für Tänzer entwickelt und ist eine Trainingsmethode, die den Schwerpunkt auf die Spannung der Bauch-, Rücken- und Hüftmuskulatur legt.(19) Es kann das Gleichgewicht und die körperliche Funktion bei PmP verbessern.(20)
  • Die Feldenkrais-Methode ist eine weitere achtsame Bewegungspraxis. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Qualität der Bewegung. Feldenkrais kann zu einer verbesserten Lebensqualität für PmP führen.(21) Ebenfalls aus dem Ansatz der Körperpädagogik entstand die Alexander-Technik. Diese Technik konzentriert sich auf die Erkennung und Veränderung dynamischer Haltungsmuster. Es gibt einige Evidenz dafür, dass PmP nach dem Üben der Alexander-Technik eine Verbesserung der selbst eingeschätzten Behinderung erfahren können.(22)
  • Meditatives / Achtsames Gehen oder Gehmeditation ist ein weiterer Ansatz der Mind-Body-Fitness, der sich positiv auf Stimmung, Affekt und Kognition auswirken kann.(23)(24) Diese Aktivität kann so einfach sein wie ein Spaziergang im Freien, bei dem Sie sich auf die Anblicke, Geräusche und Gerüche der Natur konzentrieren, den Wind im Gesicht spüren oder die Empfindungen durch die Füße.(10) Die Verwendung eines Labyrinths ist eine neuartige Möglichkeit, eine Gehmeditation durchzuführen.(25)

Aerobe Fitness ( edit | edit source )

Ein Ausdauertraining für die aerobe Fitness kann auf verschiedene Weise durchgeführt werden, z. B. auf dem Laufband oder durch freies Gehen, auf dem Fahrradergometer, auf dem elliptischen Rudergerät, im Sitzen mit reziproken Schritten, an einem Armergometer, durch Schwimmen oder sogar durch Tanzen.(10) Es gibt Evidenz dafür, dass ein hochintensives Training zu einer signifikanten Verbesserung der funktionellen Mobilität führen kann.(26) Ein Programm, das aus zügigem Gehen (Walking) und Gleichgewichtstraining besteht, kann die motorischen Funktionen und die Gehfähigkeit bei Morbus Parkinson verbessern.(27) Aerobes Training kann auch eine schützende Wirkung gegen Depressionen haben(28) und die Konsolidierung des motorischen Gedächtnisses verbessern.(29)

Leitlinien des American College of Sports Medicine (ACSM) für Ausdauertraining:(30)

  1. Trainingshäufigkeit – 3 bis 4 Tage pro Woche
  2. Trainingsdauer – 30 Minuten kontinuierliches oder kumuliertes Training
  3. Trainingsintensität – wird vom Arzt oder der entsprechenden Fachkraft festgelegt

Kraft(edit | edit source)

Krafttrainingeinschließlich Widerstandstraining an Geräten, Übungen mit elastischem Widerstand, freien Gewichten (z. B. Hanteln) und dem eigenen Körpergewicht, kann zu einer Verbesserung der Kraft, einer verbesserten körperlichen Funktion, einer geringeren Depression und einer verbesserten allgemeinen Lebensqualität bei PmP führen.(31)(32)

Leitlinien des American College of Sports Medicine (ACSM) für Krafttraining:(30)

  1. Trainingshäufigkeit – 2 bis 3 Tage pro Woche
  2. Trainingsdauer/Wiederholungen – 1 bis 3 Sätze mit 8 bis 12 Wiederholungen, beginnend mit 1 Satz und aufbauend auf 3 Sätze
  3. Trainingsintensität – wird vom Arzt oder der entsprechenden Fachkraft festgelegt

Flexibilität(edit | edit source)

Ein Flexibilitätsprogramm für Personen mit Parkinson kann langsame statische Dehnungen für alle wichtigen Muskelgruppen beinhalten. Flexibilitätsübungen können die funktionelle Leistungsfähigkeit und die ADLs bei PmP verbessern, indem sie die Fähigkeit verbessern, sich zu bücken, um die Schuhe zu binden, Kleidung an- und auszuziehen und nach Gegenständen zu greifen, die über dem Kopf oder auf dem Boden liegen.(10)(33)

Leitlinien des American College of Sports Medicine (ACSM) für Flexibilitätstraining:(30)

  1. Trainingshäufigkeit – 2 bis 3 Tage pro Woche
  2. Trainingsdauer/Wiederholungen – 10- bis 30-sekündiges Halten mit 2 bis 4 Wiederholungen für jede Dehnung
  3. Trainingsintensität – bis zu dem Punkt dehnen, an dem ein leichtes Unbehagen oder Spannungsgefühl einsetzt

Neuromotorische Funktion ( edit | edit source )

Übungen zur Verbesserung der neuromotorischen Funktion können Aspekte enthalten wie Gleichgewichtstraining (z.B. das OTAGO-Übungsprogramm), Training der Agilität, Übungen für die Koordination, Gehtraining und Dual-Task- Training (z.B. Gehen und gleichzeitiges Werfen eines Balls). Das Gleichgewichtstraining könnte zum Beispiel Aktivitäten wie multidirektionale Schritte und das Training von antizipatorischen und reaktiven Haltungsanpassungen umfassen. Ein spezifisches Gleichgewichtstraining ist wirksam bei der Verbesserung der posturalen Kontrolle bei PmP.(34) Andere Übungsprogramme wie Tai Chi, Yoga, Boxen und Tanzen fallen ebenfalls in diese Kategorie. Es gibt Evidenz dafür, dass Ai Chi, eine Form des Tai Chi im Wasser, wirksam zur Verbesserung des Gleichgewichts, der Mobilität, der Motorik und der Lebensqualität von PmP beiträgt.(35)

Video-Demonstration des Gleichgewichtstrainings (Dual-Task-Training ab Minute 6:51):

Aufgabenspezifisches Zirkeltraining ( edit | edit source )

Zirkeltraining kann ein effektiver Ansatz sein, um PmP in eine Vielzahl von Übungsaktivitäten einzubinden und so möglicherweise zu einem verbesserten motorischen Lernen beizutragen. Bei diesem Ansatz wechselt man zwischen mehreren Aktivitäten mit unterschiedlich verteilten Ruhe- oder Dehnungsphasen.(10) Das variable Üben, dazu noch in Form eines verteilten Übens, kann im Gegensatz zu einem geblockten Üben für das motorische Lernen von Vorteil sein. Es gibt Evidenz dafür, dass ein aufgabenorientiertes Zirkeltraining (engl. „task-oriented circuit training“) die Gleichgewichts- und Gehleistung und damit auch die sturzassoziierte Selbstwirksamkeit und die Lebensqualität von PmP verbessern kann.(36)

Beispiel für ein Zirkeltraining:(10)

  1. Beginnen Sie mit einer 5-minütigen Aufwärmphase auf einem Fahrradergometer oder Laufband
  2. Vom Sitz in den Stand, 10 Wiederholungen
  3. Vom Sitz in den Stand plus 6 Meter gehen
  4. Auf- und Abgehen auf geneigten Flächen
  5. Auf- und Absteigen von unterschiedlich hohen Flächen
  6. Hütchen umgehen, die im Abstand von 6 Metern aufgestellt sind
  7. Treppen auf- und absteigen
  8. Im Sitzen und Stehen in mehrere Richtungen greifen
  9. Schritte aus dem Stand in mehrere Richtungen
  10. „Luftboxen“ (Boxbewegungen ausführen)
  11. Beenden Sie das Training mit einem 5-minütigen Abwärmen auf einem Fahrradergometer oder Laufband

Freizeitfitness ( edit | edit source )

Zu den Aktivitäten, die als Freizeitfitness betrachtet werden könnten, gehören Nordic Walking, Tanzen, Tischtennis und Exergames-Videospiele. All diese Aktivitäten haben den Vorteil, dass sie Spaß machen, was zu einer besseren Adhärenz und Teilnahme führt.

  • Nordic Walking verwendet Trekkingstöcke für eine Ganzkörperversion des Gehens, die den Einsatz der oberen und unteren Extremitäten fördert und gleichzeitig die Rumpfrotation fazilitiert. Es ist wirksam bei der Verbesserung der motorischen Funktion sowie einiger der nicht motorischen Symptome, die mit Parkinson in Verbindung gebracht werden, wie Apathie, Depression und Müdigkeit.(37)
  • Tanzen hat ebenfalls das Potenzial, den Gang, die Kognition, das Gleichgewicht, die funktionelle Mobilität und die Müdigkeit zu verbessern.(38)(39)
  • Die Teilnahme am Tischtennis hat das Potenzial, die motorischen Funktionen und die ADLs bei PmP zu verbessern.(40)
  • Die Teilnahme an Exergames, die über das reine Videospiel hinaus verschiedene körperliche Komponenten der Aktivität beinhalten, kann zusammen mit der Förderung der simultanen Ausführung zweier Tätigkeiten (Dual-Tasking) die motorischen Funktionen, das Gleichgewicht, die kognitiven und exekutiven Funktionen sowie die kognitive Verarbeitungsgeschwindigkeit verbessern.(41)

Update 2024: Klinische Praxisleitlinien für die Behandlung von PmP ( edit | edit source )

Die American Physical Therapy Association (APTA) hat im Jahr 2022 klinische Praxisleitlinien für die Behandlung von PmP veröffentlicht. Die Leitlinien basieren auf einer systematischen Überprüfung der aktuellen Evidenz und der anerkannten Ansätze für die klinische Behandlung bei Morbus Parkinson. Die Leitlinien sind als edukatives Instrument gedacht, um die klinische Entscheidungsfindung von qualifizierten Klinikern zu verbessern, die PmP auf der Grundlage der besten verfügbaren Evidenz behandeln. Ihr Ziel ist es, die Qualität und Effizienz der Versorgung von PmP zu verbessern und gleichzeitig unnötige Unterschiede in der Versorgung in verschiedenen Rehabilitationseinrichtungen und -orten zu reduzieren. Die meisten Studien, die bei der Erstellung dieser Leitlinien herangezogen wurden, beziehen sich auf Patienten im frühen bis mittleren Stadium der Parkinson-Krankheit (Hoehn-und-Yahr Stadien 1-3) und lassen sich möglicherweise nicht auf Patienten mit fortgeschrittener Parkinson-Krankheit (Hoehn-und-Yahr Stadien 4-5) verallgemeinern.(42)

Viele dieser eher „traditionellen“ Interventionen haben die gleichen Wurzeln und Techniken wie das Modell der integrierten Lebensstilmedizin. Es ist zu beachten, dass die Leitlinien aufgrund der großen Variabilität, die in der systematischen Überprüfung festgestellt wurde, keine Informationen oder Empfehlungen zur Dosierung, Häufigkeit oder Intensität der Interventionen geben können.(42) Rehabilitationsfachleute sollten ihr bestes klinisches Urteilsvermögen und Screening-Instrumente einsetzen, um die Fähigkeiten und die Eignung eines einzelnen Patienten zu beurteilen, wenn sie einen Therapieplan aufstellen.

Tabelle 1. Zusammenfassung und Details aus den klinischen Praxisrichtlinien der APTA für die Behandlung von PmP(42)
Intervention (Therapie) Qualität der Evidenz Empfehlungsgrad Empfehlung Beispiele für Interventionen
Aerobes Training Hoch Stark dafür Rehabilitationsfachleute sollten ein mäßig bis hoch intensives aerobes Training durchführen, um den VO2-Wert zu verbessern, den Schweregrad der motorischen Erkrankung zu verringern und die funktionellen Ergebnisse bei PmP zu verbessern(43)
  • Gehen auf dem Laufband
  • Fahrradergometer

Klinische Entscheidungen und angemessene Screening-Verfahren sind wichtig. Zum Beispiel: Auswahl des Fahrradergometers statt Laufbandtraining bei PmP mit hohem Sturzrisiko oder Freezing

Widerstandstraining; „Kraft und Leistung“ Hoch Stark dafür Rehabilitationsfachleute sollten ein Widerstandstraining durchführen, um den Schweregrad der motorischen Erkrankung zu verringern und Kraft, Leistung, nichtmotorische Symptome, funktionelle Ergebnisse und Lebensqualität bei PmP zu verbessern
  • Progressives Widerstandstraining(44)
  • Tai Chi
  • Power-Yoga

Die Verbesserungen der Ergebnisse sind wahrscheinlich dosisabhängig und die Ergebnisse können variieren, je nachdem, ob die Bewertung im On- oder im Off-Zustand (Wirkung der Medikation) stattfindet

Balance Training Hoch Stark dafür Rehabilitationsfachleute sollten Interventionsprogramme zum Gleichgewichtstraining einführen, um Beeinträchtigungen der Haltungskontrolle zu verringern und die Ergebnisse in Bezug auf Gleichgewicht und Gang, die Mobilität, die sturzassoziierte Selbstwirksamkeit und die Lebensqualität von PmP zu verbessern
  • Multidirektionale Schritte
  • Motorische Agilität
  • Antizipatorische posturale Kontrolle
  • Reaktives Gleichgewicht
  • Training zur Sturzprophylaxe
  • Integration von tragbaren Sensoren (Wearables)
  • Gleichgewichtsübungen im Wasser
  • Die Forschung zeigt, dass ein höheres Maß an Beaufsichtigung der Übungen zu besseren Ergebnissen führt
Flexibilitätsübungen Niedrig Schwach dafür Rehabilitationsfachleute können Flexibilitätsübungen durchführen, um die Beweglichkeit bei PmP zu verbessern
  • Flexibilität der Wirbelsäule
  • Steifigkeit (Rigor) ist ein auffälliges Symptom der Parkinson-Krankheit, das zu einer eingeschränkten Beweglichkeit führen kann. Daher können allgemeine Dehnungs- und Flexibilitätsübungen für PmP in allen Stadien der Krankheit durchgeführt werden
Externes Cueing Hoch Stark dafür Rehabilitationsfachleute sollten externes Cueing einsetzen, um den Schweregrad der motorischen Erkrankung und das „Einfrieren des Gehens“ (Freezing of Gait – FOG) zu reduzieren sowie die gangbezogenen Ergebnisse bei PmP zu verbessern
  • Rhythmische auditive Cues
  • Visuelle Cues
  • Verbale Cues
  • Somatosensorische Cues
  • Aufmerksamkeitsstrategien
  • Aktive Musiktherapie
  • LSVT

Es konnten keine Dosierungsempfehlungen für das Cueing gegeben werden, aber es wurde festgestellt, dass die positiven Wirkungen nachzulassen scheinen, wenn die Cues entfernt werden

Ambulante Trainingsprogramme und Angebote in der Gemeinde Hoch Stark dafür Rehabilitationsfachleute sollten gemeindenahe Bewegungsangebote empfehlen, um den Schweregrad der motorischen Erkrankung zu verringern und die nicht motorischen Symptome, die funktionellen Ergebnisse und die Lebensqualität von PmP zu verbessern
  • Yoga
  • Tanzen
  • Pilates
  • Tai Chi
  • Qigong
  • Nordic Walking
  • Kurse für Kraft und Gleichgewicht
  • (Kontaktloses) Boxen(45)(46)
  • Meditation
  • Feldenkrais-Methode
Gehtraining Hoch Stark dafür Rehabilitationsfachleute sollten ein Gehtraining durchführen, um den Schweregrad der motorischen Erkrankung zu reduzieren und die Schrittlänge, das Gangtempo, die Mobilität und das Gleichgewicht bei PmP zu verbessern
  • Gehtraining auf dem Laufband
  • Gehtraining bergab und auf kurvigen Strecken
  • Robotergestütztes Gehtraining
  • Laufbandtraining mit einer Virtual-Reality-Brille
  • Gehtraining mit Entlastung des Körpergewichts
  • Hindernisparcours
  • Nutzung einer Smartphone-App, die „positives und korrigierendes Feedback während des Gehens“ bietet
Aufgabenspezifisches Training (Task-specific training) Hoch Stark dafür Rehabilitationsfachleute sollten ein aufgabenspezifisches Training durchführen, um die aufgabenspezifischen Beeinträchtigungen und funktionellen Ergebnisse bei PmP zu verbessern
  • Mentale Bewegungsvorstellung (Mental imagery)
  • Training der oberen Extremitäten
  • Training von Richtungswechsel (Umdrehen)
  • Training zur Sturzprävention
  • Dual-Task-Training
  • Blasentraining

Bei der Auswahl von aufgabenspezifischem Training sollten der Input und die Präferenzen der Patienten berücksichtigt werden

Ansatz zur Verhaltensänderung Hoch Mäßig dafür Rehabilitationsfachleute sollten Ansätze zur Verhaltensänderung umsetzen, um die körperliche Aktivität und Lebensqualität von PmP zu verbessern
  • Zielsetzung
  • Aktionsplanung
  • Coaching
  • Feedback anbieten
  • Problemlösung
  • Nutzung von mobiler Gesundheitstechnologie und/oder Smartphone-Apps
Integrierte Versorgung Hoch Stark dafür Rehabilitationsleistungen sollten im Rahmen eines integrierten Versorgungsansatzes erbracht werden, um den Schweregrad motorischer Erkrankungen zu verringern und die Lebensqualität von PmP zu verbessern
  • Multidisziplinär
  • Interdisziplinär
  • Interprofessionelle Gesundheitsteams, die unter anderem Physiotherapeuten, Spezialisten für Bewegungsstörungen, Neurologen, Rehabilitationsmediziner, Gesundheits- und Krankenpfleger, Sozialarbeiter, Logopäden, Ergotherapeuten und Psychologen umfassen

Kommunikation und Koordination im Team sind entscheidend, um eine Überlastung der PmP oder ihrer Betreuungspersonen zu vermeiden

Telerehabilitation Mäßig Schwach dafür Rehabilitationsleistungen können per Telerehabilitation angeboten werden, um das Gleichgewicht bei PmP zu verbessern(47) Für diese Zwecke wird Telemedizin/Telerehabilitation definiert als „der Austausch von Informationen über Telekommunikationssysteme zwischen dem Anbieter und dem Patienten zur Verbesserung der Gesundheit des Patienten“.

Update 2024: Versorgungspfade für die Rehabilitation ( edit | edit source )

Die Forschung unterstützt die Überweisung an Rehabilitationsdienste für Personen kurz nach der Diagnose der Parkinson-Krankheit. Systematische Übersichtsarbeiten zeigen jedoch, dass die Rehabilitation für diese Patientengruppe viel zu wenig in Anspruch genommen wird. Rehabilitationsfachleute können eine proaktive Rolle bei der Pflege von PmP in allen Stadien der Krankheit spielen. Die Forschung zeigt auch, dass Rehabilitationsfachleute, die in der Behandlung von PmP geschult und erfahren sind, die Gesamtkosten der Gesundheitsversorgung für diese Patienten senken können(48)

Ein Behandlungsrahmen wurde von Rafferty et al. vorgeschlagen.(48) Mit diesem Rahmen wird versucht, klinische Praxisleitlinien für die effektive Durchführung von Rehabilitationsinterventionen zu straffen, wobei berücksichtigt wird, wie sich die Therapieziele in den verschiedenen Stadien der Parkinson-Krankheit unterscheiden.(48)

Tabelle 2. Eine Zusammenfassung und Rehabilitationsbeispiele in verschiedenen Stadien der Parkinson-Krankheit(48)
Stadium der Parkinson-Krankheit Frühes Stadium Mittleres Stadium Spätes Stadium
Versorgungspfade Beratende, proaktive Therapie

  • 1-4 Besuche mit Neubewertungen nach 6-12 Monaten
Wiederherstellende Therapie

  • 2-4 Besuche/Woche für weniger als 4 Monate
Kompetente Aufrechterhaltung

  • 1 Besuch alle 1-3 Monate, laufend
Beispiel für einen Rehabilitationsplan in jeder Phase
Physiotherapie
  • Beurteilung der Ausgangsfunktionalität
  • Verzögerung der Aktivitätseinschränkungen und Ermutigung zu fortgesetzter Aktivität durch Verordnung von Übungen und Coaching
  • Behandlung der Angst vor Bewegung oder vor Stürzen
  • Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit
  • Schmerzmanagement
  • Beurteilung der Funktionsfähigkeit
  • Verordnung von Übungen zur Behandlung der spezifischen Beeinträchtigungen
  • Beurteilung und Behandlung der Probleme in Bezug auf Gehen, Gleichgewicht, Transfers, manuelle Aktivitäten und motorische Funktion
  • Training von Bewegungsstrategien
  • Beurteilen der Funktion je nach Bedarf
  • Förderung des Trainings, um den Rückgang der körperlichen Leistungsfähigkeit zu minimieren
  • Richtige Körperhaltung im Bett/Rollstuhl
  • Förderung von regelmäßigen Änderungen der Position
  • Einbeziehung von Betreuungspersonen und Pflegepersonal in die Interventionen sowie Unterstützung
  • Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen; Vorbeugung von Komplikationen wie Dekubitus und Kontrakturen
Ergotherapie
  • Beurteilung der motorischen und nicht motorischen Symptome; Angebot von Edukation und Beratung
  • Edukation und Beratung zur Fortsetzung der Teilnahme an sinnvollen Aktivitäten und Beschäftigungen
  • Edukation über den Umgang mit und die Anpassung an zukünftige Einschränkungen bei Arbeit, Freizeit und Aktivitäten des täglichen Lebens (ADLs)
  • Beurteilung der motorischen und nicht motorischen Symptome
  • Verbesserung und/oder Aufrechterhaltung der ADL-Fertigkeiten
  • Management der Schwierigkeiten bei den ADLs mit Parkinson-spezifischen Strategien
  • Veränderung der Aktivitäten und der Umwelt, um die beschäftigungsbezogene Leistung zu verbessern
  • Beurteilung der Symptome nach Bedarf
  • Veränderung der Aktivitäten und der Umwelt, um die beschäftigungsbezogene Leistung zu verbessern
  • Verwendung von Hilfsmitteln und Anpassungen
  • Unterstützung der Betreuungspersonen
Logopädie
  • Beurteilung und Beratung zu Stimme, Schlucken und Kognition
  • Möglicherweise kurze, intensive Behandlung mit LSVT bei leichter bis mittelschwerer hypokinetischer Dysarthrie
  • Beurteilung und Beratung zu Sprache, Schlucken, Speichelkontrolle und kognitiven Einschränkungen
  • Verbesserung der Stimmlage und des Stimmumfangs mit einer intensiven Behandlung
  • Schulung und Unterstützung der Betreuungspersonen
  • Beurteilung von Sprache, Schlucken, Speichelkontrolle und Kognition
  • Beratung und/oder Unterstützung in Bezug auf die Verwendung alternativer Kommunikationsmittel bei schwerer Dysarthrie
  • Unterweisung und Schulung von Gesprächspartnern in Bezug auf Cues oder Strategien
  • Änderung der Nahrungskonsistenz und Edukation über Cues und Sicherheit für Personen mit mittelschwerer bis schwerer Dysphagie

Ressourcen(edit | edit source)

Ressourcen für Patienten ( edit | edit source )

(49)

Klinische Ressourcen ( edit | edit source )

Referenzen(edit | edit source)

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