Bei der Kompressionstherapie wird kontrollierter Druck von außen auf den betroffenen Behandlungsbereich ausgeübt. Dieser kontrollierte Druck verbessert den venösen Blutfluss, verhindert Blutstauungen und fördert den Lymphabfluss. Diese therapeutischen Ziele werden durch die Anwendung einer abgestuften Kompression erreicht, bei der der Druck am Knöchel am höchsten ist und nach oben hin allmählich abnimmt, wodurch die Flüssigkeit aus dem Gewebe und zurück zum Herzen gedrückt wird. Die Kompressionstherapie hat eine Reihe von Funktionen, darunter die Verringerung von Ödemen, die Verbesserung der Durchblutung, die Verbesserung der Sauerstoffversorgung des Gewebes und die Förderung der Wundheilung.(1)(2)(3) Die Kompressionstherapie kann auch Schmerzen lindern, da sie hilft, überschüssige Flüssigkeit aus dem heilenden Gewebe zu entfernen.(1)(2)
Die Kompressionstherapie führt zu einem verbesserten venösen Rückfluss. Der Druck, der durch die Kompressionstherapie ausgeübt wird, trägt dazu bei, die Venen zu verengen, wodurch die Zirkulation der Flüssigkeit aus dem Gewebe und den Extremitäten zurück zum Herzen verbessert wird. Die Kompression erzeugt auch Druck auf die Lymphgefäße und hilft somit auch über diesen Weg, überschüssige Flüssigkeit aus dem Gewebe zu entfernen. Daher führt die Kompressionstherapie zu einer verbesserten physiologischen Lymphdrainage.
Unter normalen Umständen übt die Muskelpumpe Druck auf die Venen aus, was den Blutfluss fördert. Die Kompressionstherapie verstärkt diesen Effekt, indem sie einen externen Druck erzeugt, der die Muskelkontraktion unterstützt.
Die Kompressionstherapie für die unteren Extremitäten ist so konzipiert, dass sie eine abgestufte Kompression ausübt, wobei der stärkste Druck am Knöchel anliegt. Der Druck nimmt nach proximal ab und sorgt dafür, dass die Flüssigkeit effektiv zum Herzen gedrückt wird.
Durch den Druck auf das Gewebe kann die Kompressionstherapie die Menge der Flüssigkeit in den Gewebezwischenräumen (Interstitium) reduzieren, was zu einer Verringerung des Ödems führt.(3)(4)
Ödeme können an jeder Stelle des Körpers auftreten, am häufigsten jedoch an den Beinen und Füßen.(5) Einige häufige Ursachen für Ödeme in den unteren Extremitäten sind Veneninsuffizienz, Lymphödeme, Herzinsuffizienz, Niereninsuffizienz und Leberzirrhose(5) sowie Traumata.(6)
„… die medizinische Kompressionstherapie sollte nur nach einer gründlichen Befunderhebung des Patienten angewandt werden, um Kontraindikationen oder Vorsichtsmaßnahmen für die Kompression zu ermitteln.“ — Diane Merwarth, PT(6)
Bevor Sie mit der Kompression als Teil eines Behandlungsplans beginnen, sollte eine gründliche Befunderhebung durchgeführt werden, die Folgendes umfasst:
Die Beurteilung der Durchblutung kann Folgendes umfassen: Palpation der Pulse (A. tibialis posterior und A. dorsalis pedis), die Berechnung des Knöchel-Arm-Index (Ankle Brachial Index – ABI) und die Prüfung der Rekapillarisierungszeit (CRT – Capillary Refill Time) und der reaktiven Hyperämie (Rubor Dependency Test) .(7) Die folgenden optionalen Videos bieten klinische Demonstrationen dieser Untersuchungen:
Knöchel-Arm-Index (ABI) und Knöchel-Arm-Druck-Index (ABPI) sind austauschbare Begriffe für denselben nicht invasiven diagnostischen Test, der die Blutdruckmessungen zwischen Knöchel und Arm vergleicht, um eine periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) zu erkennen. Obwohl beide Begriffe denselben Test beschreiben, wird der Begriff ABPI im Kontext der Wundversorgung bevorzugt, insbesondere bei der Untersuchung von Patienten mit Beinulzera zur Beurteilung der arteriellen Durchblutung, bevor geeignete Behandlungsansätze festgelegt werden. In diesem Artikel werden sowohl ABI als auch ABPI synonym verwendet.
Die Anwendung einer Kompressionstherapie bei Patienten mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK), insbesondere wenn diese mit einer Veneninsuffizienz einhergeht, reduziert Ödeme in den unteren Extremitäten. Die Verringerung peripherer Ödeme hat den zusätzlichen Vorteil, dass sie den arteriellen Blutfluss und die Gewebedurchblutung verbessert und somit den Schweregrad der pAVK verringert. Bei der Erwägung einer Kompressionstherapie für Patienten mit pAVK müssen Kliniker die Risiken und Vorteile einer Kompressionstherapie abwägen und die geeignete Kompressionsmethode auswählen.(6)(11)(12)
Bei einer schweren pAVK, die durch einen Knöchel-Arm-Druck-Index (ABPI) von ≤ 0,5, einen Knöcheldruck von < 60mmHg oder einen Zehendruck von < 30mmHg gekennzeichnet ist, ist eine Kompressionstherapie absolut kontraindiziert. Es gibt zwar einige Berichte über einen möglichen Nutzen bei angemessener Kompression und sorgfältiger Überwachung, jedoch ist weitere Forschung auf diesem Gebiet erforderlich.
Bei einer mittelschweren pAVK, die durch einen ABPI von 0,6–0,8 gekennzeichnet ist, kann eine Kompressionstherapie mit angemessener Kompression und sorgfältiger Patientenüberwachung in Betracht gezogen werden (relative Kontraindikation).
Der Schweregrad einer Herzinsuffizienz kann anhand der Klassifikation der New York Heart Association (NYHA) bestimmt werden. Die Anwendung der Kompressionstherapie ausschließlich zur Behandlung von Ödemen bei Patienten mit Herzinsuffizienz wurde noch nicht umfassend untersucht. Es gibt jedoch einige Belege für ihre Anwendung bei der Behandlung von venöser Insuffizienz bei Vorliegen einer Herzinsuffizienz.(6)(12)
Bei einer schweren Erkrankung, die durch das Stadium NYHA IV gekennzeichnet wird, ist eine Kompressionstherapie absolut kontraindiziert. Bei mittelschwerer Erkrankung sollten Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, wenn die lokale Kompressionstherapie am Bein bei Menschen mit kompensierter Herzinsuffizienz angewendet wird. Diese Fälle erfordern eine sehr sorgfältige Überwachung zur Sicherheit der Patienten.
Eine dauerhafte Kompressionstherapie ist bei Patienten mit einer bestätigten Allergie gegen Kompressionsmaterialien kontraindiziert. Darüber hinaus ist bei Patienten mit schwerer diabetischer Neuropathie oder solchen, bei denen aufgrund einer schlechten Durchblutung das Risiko einer Hautnekrose besteht, Vorsicht geboten, auch wenn eine Kompression mit niedrigem Druck in einigen Fällen immer noch sicher sein kann.(12)
Zu den häufigen Komplikationen im Zusammenhang mit der Kompressionstherapie gehören Hautreizungen, Juckreiz, Beschwerden und/oder Schmerzen bei der Anwendung der Kompression. Weniger häufige Komplikationen sind Ödeme im Vorfußbereich und Lymphödeme. Seltene, aber potenziell gesundheitsgefährdende Komplikationen der Kompressionstherapie sind allergische Hautreaktionen, die Ausbreitung von bakteriellen oder Pilzinfektionen, Weichteilschäden oder Nekrosen (einschließlich Nekrosen der Extremitäten), Nervenschäden, arterielle Beeinträchtigungen, venöse Thromboembolien und kardiale Dekompensation.(12)
Die folgenden Empfehlungen und Restriktionen für die medizinische Kompressionstherapie wurden in einer internationalen Konsenserklärung aus dem Jahr 2020 vorgeschlagen.(12) Das Hauptziel dieses Berichts war es, eine Anleitung zur Vermeidung häufiger Komplikationen bei der Kompressionstherapie zu geben, indem geeignete Assessment- und Screening-Techniken angewendet werden.
Patienten, die eine Kompressionstherapie erhalten, sollten auf Erkrankungen gescreent werden, die das Risiko von Komplikationen erhöhen, und die Kompressionshilfsmittel sollten auf richtige Passform und Anwendung überprüft werden. Kontraindikationen für die Kompressionstherapie müssen ebenfalls berücksichtigt werden, um unerwünschte Wirkungen zu vermeiden.(12)
Die richtige Hautpflege ist wichtig, um Reizungen zu vermeiden, insbesondere bei Patienten mit empfindlicher Haut. Dazu gehört auch die Behandlung von Trockenheit und Juckreiz, die bei der Kompressionstherapie häufig vorkommen.(12)
Um allergischen Reaktionen vorzubeugen, sollten Kompressionshilfsmittel keine potenziell allergenen Stoffe enthalten, wie z.B. bestimmte Farbstoffe und Materialien (z.B. Gummi).(12)
Es ist wichtig, Beschwerden und Schmerzen zu behandeln. Wenn Patienten Beschwerden oder Schmerzen angeben, insbesondere im Bereich des Knöchels oder Fußes, sollte die Ursache untersucht werden, einschließlich der Überprüfung der richtigen Passform, der Druckwerte und der richtigen Verbandtechniken.(12)
Bei Patienten, die Schwellungen im Vorfuß- oder Zehenbereich entwickeln, sollten zusätzliche Elemente zur Kompression in Betracht gezogen werden, um diese Bereiche einzuschließen, insbesondere bei Lymphödemen oder Immobilität.(12)
Wenn bakterielle oder Pilzinfektionen unter den Kompressionsmaterialien auftreten, sollten sie mit geeigneten topischen Medikamenten behandelt werden. Eine systemische Behandlung kann erforderlich sein, wenn systemische Symptome wie Fieber vorhanden sind.(12)
Erwägen Sie eine Änderung oder Anpassung der Kompression, wenn das Kompressionsmaterial zu Infektionen beiträgt (z.B. seitlicher Druck auf die Zehen, der eine interdigitale Mazeration verursacht).(12)
Es ist wichtig, Druck auf knöcherne Bereiche zu vermeiden. Kompression kann einen höheren Druck auf empfindliche Bereiche (Tibia, Malleolen, Fibulakopf) ausüben und zu Gewebeschäden führen. Diese Bereiche sollten auf Hautläsionen überwacht werden, und es kann sein, dass eine zusätzliche Polsterung unter der Kompression erforderlich ist, um sie zu schützen.(12)
Um Weichteilschäden oder Nekrosen zu vermeiden, sollten geringere Kompressionsdrücke verwendet und eine sorgfältige Anpassung und Polsterung vorgenommen werden.(12)
Bei Menschen mit empfindlicher Haut sind Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Ältere Patienten oder solche mit fragiler, atrophischer Haut (z.B. aufgrund von Alterung oder Polyneuropathie) sollten besonders sorgfältig behandelt werden, wobei Polsterungen und eine richtige Anpassung erforderlich sind, um das Risiko von Hautschäden zu minimieren.(12)
Die Kompressionstherapie kann zu Nervenschäden führen, insbesondere in Bereichen wie dem Fibulakopf. Achten Sie auf die richtige Größe, vermeiden Sie übermäßigen Druck und achten Sie auf Symptome wie Taubheitsgefühl oder Fußheberschwäche, um diese Komplikation abzumildern.(12)
Bevor Sie mit der Kompressionstherapie beginnen, sollten Sie die arterielle Durchblutung des Patienten beurteilen (z. B. Berechnung des ABI). Bei einer pAVK muss die Kompression möglicherweise vermieden oder sorgfältig angepasst werden.(12)
Die Kompressionstherapie sollte nicht bei Patienten mit schwerer pAVK angewendet werden (ABPI ≤ 0,5, Knöcheldruck < 60mmHg oder Zehendruck < 30mmHg), da sie die Gewebeschäden verschlimmern kann. Im Zweifelsfall sind unelastische Kompressionsmaterialien möglicherweise sicherer.(12)
Bei Patienten mit eingeschränkter Durchblutung (ABI <0,9) sollten die Auswirkungen der Kompression auf den arteriellen Blutfluss engmaschig überwacht werden, um nicht heilende Hautverletzungen zu vermeiden, selbst bei Anwendungen mit niedrigem Druck.(12)
Nach einer Bypass-Operation zur Verbesserung des peripheren arteriellen Drucks kann eine Kompressionstherapie angewandt werden, sofern diese nicht direkt auf den Bereich des Bypasses selbst drückt. Bei oberflächlichen Bypässen ist besondere Vorsicht geboten.(12)
Die Kompressionstherapie kann für Patienten mit Herzinsuffizienz risikobehaftet sein, daher sind Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.(12)
Der Einsatz der Kompressionstherapie bei akuter Venenthrombose ist nach wie vor umstritten, wobei die aktuelle Evidenz gemischte Empfehlungen ausspricht. Bitte beachten Sie, dass der Begriff „akute Venenthrombose” ein allgemeiner Begriff ist, der die Bildung eines Blutgerinnsels in einer Vene beschreibt. Er umfasst sowohl tiefe als auch oberflächliche Venenthrombosen.. Einige Studien deuten zwar darauf hin, dass eine Kompressionstherapie Schmerzen und Schwellungen bei Menschen mit tiefer Venenthrombose (TVT) lindern kann, doch die Leitlinien der American Society of Hematology 2020 raten von der routinemäßigen Verwendung von Kompressionsstrümpfen für diese Patienten ab, da die Evidenz sehr gering ist.(13) Bei der oberflächlichen Venenthrombose (OVT, Thrombophlebitis) gilt die richtig angewendete Kompressionstherapie neben warmen Umschlägen und entzündungshemmenden Medikamenten als eine der Standardtherapieoptionen zur Linderung der Symptome. Das Risiko, dass sich Blutgerinnsel lösen und eine Lungenembolie (LE) verursachen, wird durch aktuelle Studien nicht bestätigt, sodass die Kompression in diesen Fällen in Kombination mit einer Antikoagulanzientherapie sicher ist.(12) Kliniker sollten sich an die aktuellen fachlichen Leitlinien halten und individuelle Entscheidungen auf der Grundlage patientenspezifischer Faktoren treffen, anstatt davon auszugehen, dass die Kompressionstherapie für alle Menschen mit Venenthrombose generell sicher ist oder empfohlen wird.
Bei Patienten mit Hautinfektionen oder entzündlichen Erkrankungen wie Erysipel, Zellulitis oder Vaskulitis kann die Kompression in Kombination mit geeigneten Antibiotika helfen, Entzündungen und Schwellungen zu reduzieren. Die Kompression sollte jedoch nur angewendet werden, wenn die Infektion unter Kontrolle ist, um Komplikationen zu vermeiden.(12)
Bei Risikopatienten mit „grenzwertigen Indikationen” (Patienten, die einem Risiko ausgesetzt sind, für die eine Kompressionstherapie jedoch nicht absolut kontraindiziert ist) sollte die Kompressionstherapie individuell angepasst und die Risiken und Vorteile sorgfältig abgewogen werden. Bei diesen Patienten kann die Verwendung von Kompression mit niedrigerem Druck, modifizierten Materialien und Polsterungen oder eine veränderte Technik (lieber Spiraltechnik/Schraubengang statt der Achtertouren eines Kornähren- oder Schikdkrötenverbands) dazu beitragen, Druckrisiken zu verringern und gleichzeitig therapeutische Vorteile zu erzielen.(12)
„… etwas Kompression ist besser als gar keine Kompression, der Druck sollte sowohl bei Bewegung als auch in Ruhe aktiv sein, und das Ziel der therapeutischen Kompression ist es, eine abgestufte Kompression mit einem angemessen angelegten Bandagensystem zu erzielen.“ — Diane Merwarth, PT
| Beschreibung | Vorteile | Risiken | |
|---|---|---|---|
| Mehrkomponentensysteme |
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| Kurzzugbinden | Bandagen, die sich um nicht mehr als 60 % ihrer ursprünglichen Länge dehnen lassen |
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| Zinkleimbinden |
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| Verstellbare Klettverschlusssysteme | Befestigung mit Klettverschlüssen |
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Der Fuß sollte nicht mitgewickelt werden |
| Langzugbinden | Bandagen, die sich um mehr als 100 % ihrer ursprünglichen Länge dehnen lassen |
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| Kompressionskleidung | Eng anliegende elastische Kleidungsstücke wie Strümpfe, Strumpfhosen, Hosen oder Hemden |
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| Schlauchverbände | Nahtlose, zylindrische Verbände, können aus Netz- oder geschlossenem Material hergestellt werden |
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Halten nur wenige Wochen, bevor sie ihre Elastizität verlieren |
| Längselastische Verbände | Elastische Fasern verlaufen vertikal |
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| Intermittierende Pneumatische Kompressionstherapie |
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Mehrere Faktoren können die Wahl des Kompressionssystems beeinflussen. Dazu gehören Faktoren, die den medizinischen und persönlichen Bedürfnissen des Patienten entsprechen. Bei der Auswahl der Art der Kompressionstherapie müssen Risikofaktoren des Patienten (vaskuläre Aspekte, Beinumfang, Sensibilität), Wundstatus, Produktverfügbarkeit, Produktkosten und Patientenfaktoren (Compliance, Fähigkeit zum An- und Ausziehen, Ästhetik, Komfort) berücksichtigt werden.(6)
Kompressionsverbände – Klinische Tipps (edit | edit source)
- Beginnen Sie immer an der Basis der Zehen des Patienten und enden Sie knapp unterhalb des Knies
- Die Binde sollte in ihrem Verlauf das Bein immer schräg kreuzen, nicht waagerecht
- Das Sprunggelenk sollte beim Anlegen des Verbandes in einer neutralen Position (Nullstellung) sein
- Der vordere Bereich des Sprunggelenks sollte immer gepolstert sein
- Überprüfen Sie die richtige Kompression: Zwischen dem Kompressionsverband an den Zehen und am Knie sollten zwei Finger leicht Platz finden
- Waschen Sie bei jedem Verbandswechsel das gesamte Bein (nicht nur die Wunde) und tragen Sie bei Bedarf eine Lotion auf
- Der Patient und/oder die Betreuungsperson müssen wissen, dass sie die Erlaubnis haben, den Kompressionsverband zu entfernen, wenn Schmerzen oder andere Beschwerden auftreten – denken Sie daran, sie darüber aufzuklären, wie der Patient sich nach dem Entfernen der Kompression verhalten soll(6)