Anwendung der ICF in der Gesundheitspolitik und Gesundheitsverwaltung

Originale Autorin Ewa Jaraczewska basierend auf dem Kurs von Patricia Saleeby

Top-Beitragende Ewa Jaraczewska und Jess Bell

Einleitung(edit | edit source)

Die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (International Classification of Functioning, Disability, and Health – ICF ) ist ein Instrument, das in der klinischen Praxis, in der Forschung und bei der Entwicklung von Strategien zum Verständnis von Funktionsfähigkeit und Behinderung eingesetzt wird.(1) Viele Länder haben die ICF als Referenzrahmen für die Entwicklung von gesundheits- und sozialpolitischen Maßnahmen und Rechtsvorschriften zu Behinderungen und verwandten Bereichen übernommen.(2) Die ICF hat eine breite Anwendung auf der Ebene der Bevölkerung und der Gesundheits- und Sozialdienste.(3) In diesem Artikel wird erörtert, wie die ICF bei der Entwicklung der Gesundheitspolitik und der Gesundheitsverwaltung auf lokaler und globaler Ebene angewendet werden kann.

ICF und Gesundheitspolitik ( edit | edit source )

Gesundheitsdienstleister verwenden das ICF-Modell, um den Gesundheitszustand und die Behinderung eines Patienten zu beurteilen. Die ICF kann jedoch auch Daten auf der Bevölkerungsebene erfassen.(4) So bieten beispielsweise Informationen aus der Internationalen Klassifikation der Krankheiten (International Classification of Diseases – ICD) über die Sterblichkeit (Mortalität) in Verbindung mit gesundheitsbezogenen Ergebnissen, die von der ICF geliefert werden, ein umfassendes Maß für die Gesundheit der Bevölkerung und liefern wichtige Informationen für die Entwicklung neuer gesundheitspolitischer Maßnahmen oder die Überwachung bestehender Maßnahmen und Praktiken.(4)

Im Folgenden werden Beispiele für die Anwendung der ICF auf der Bevölkerungsebene genannt:

Bevölkerungsebene:

  • Erfassung von Gesundheits- und Behinderungsdaten für Erhebungen bei allgemeinen und spezifischen Bevölkerungsgruppen. Die ICF „liefert den konzeptionellen Rahmen und den Itempool“.(3) Beispiele:
    • Global Study on Ageing – SAGE;(5)
    • Nationale Erhebungen (Erste nationale Studie über Behinderungen in Chile);(3)
    • Mehrländerstudie der Weltgesundheitsorganisation (WHO);(6)
    • World Health Survey (2002-2004).(6)
  • Zusammenstellung und Analyse von Daten. Beispiele:
    • Measurement of Health and Disability in Europe (MHADIE).(7) Die ICF wurde zur Analyse der Gesundheits- und Behinderungsdaten der Bevölkerung verwendet;
    • Australian Health Data Dictionary. Die ICF wird verwendet, um „die Harmonisierung und Vergleichbarkeit von Datensätzen zu erleichtern“.(3)
  • Entwicklung von Modulen und Fragensätzen für internationale und regionale Erhebungen über Behinderungen. Beispiele:
    • Das EUROSTAT-Erhebungsmodul über „Behinderung und soziale Integration“.(8) Die ICF wird verwendet für:
      • die Entwicklung von Fragen, die den interaktiven Charakter der ICF-Definition von Behinderung widerspiegeln;
      • die Gestaltung eines Fragebogens auf der Grundlage der ICF-Klassifikation;
      • Beschaffung zuverlässiger Informationen über Barrieren und Förderfaktoren.
  • Entwicklung und Überwachung von Strategien sowie Festlegung von Zielen und Indikatoren für die nationale Gesundheits- und Sozialpolitik.(9) Beispiele:
    • United Nations Convention on the Rights of Persons with Disabilities – CRPD (Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen), dessen Zweck es ist, „den vollen und gleichberechtigten Genuss aller Menschenrechte und Grundfreiheiten durch alle Menschen mit Behinderungen zu fördern, zu schützen und zu gewährleisten und die Achtung der ihnen innewohnenden Würde zu fördern „.(10)

Im Folgenden finden Sie Beispiele für die Verwendung der ICF auf der Ebene der Gesundheits- und Sozialdienste:

Ebene der Gesundheits- und Sozialdienste:

  • Nationale Gesetzgebung: Gesundheits- und behinderungsbezogene Gesetzgebungen verwenden das ICF-Modell und die Definition von Behinderung als Referenz. Beispiele:
    • Das 9. deutsche Sozialgesetzbuch (SGB IX). Die ICF hilft bei der Regelung von Ansprüchen und der Bereitstellung von Dienstleistungen für Menschen mit chronischen Krankheiten und Behinderungen;(11)
    • Das spanische Gesetz zur Förderung der persönlichen Autonomie und der Betreuung pflegebedürftiger Personen (LPAD). Dieses Gesetz „regelt die grundlegenden Bedingungen für die Förderung der persönlichen Autonomie und der Betreuung von Menschen in einer Situation der Abhängigkeit“;(12)
    • In Schweden dokumentiert die ICF den Verwaltungsprozess der Sozialdienste für die ältere erwachsene Bevölkerung;(4)(13)
    • Italiens Arbeitspolitik. Eine auf der ICF basierende Checkliste bewertet das Funktionsprofil von Menschen mit einer Behinderung, die eine Beschäftigung suchen.(14)
  • Leistungserbringung: Die ICF hilft bei der Bewertung der „Patientenbedürfnisse, der Planung der Gesundheits- und Sozialfürsorge und der Messung der Veränderungen, die durch Interventionen in vielen Dimensionen bewirkt werden“.(3) Beispiel:
    • WHO Disability Assessment Schedule (WHODAS 2.0).
  • Bescheinigung von Behinderungen: Die Beurteilung des Behinderungsstatus anhand der ICF hilft bei der Bestimmung des Anspruchs der Person auf Gesundheits-, Sozial- oder Bildungsleistungen.(15) Beispiel:
    • Der mexikanische Behindertenausweis wurde entwickelt, um eine administrative Erfassung der behinderten Bevölkerung für den Gesundheitssektor zu erstellen und Probleme bei Prävention und Intervention zu ermitteln;(4)(16)
    • Italien nutzte die ICF als Referenzrahmen für den Prozess der Bescheinigung von Behinderungen;(4)
    • Irische Nationale Erhebung über Behinderungen. Eine auf der ICF basierende Untersuchung wurde verwendet, um Personen mit Behinderungen zu identifizieren, die in der allgemeinen Volkszählung nicht erfasst wurden.(17)
  • Anspruchsverfahren im Bildungsbereich: Das ICF-CY-Modell und die Klassifikation können bei der Entwicklung eines Kontinuums von Dienstleistungen für Kinder mit Behinderungen helfen.(18)

ICF und Gesundheitsverwaltung ( edit | edit source )

Verwalter im Gesundheitswesen sind an der Planung, Leitung und Management medizinischer Dienstleistungen beteiligt. Die ICF kann für die Gesundheitsverwaltung nützlich sein, da sie Daten über die Funktionsfähigkeit liefert. Diese Daten wiederum helfen bei der Vorhersage des Leistungsbedarfs, der Dauer des Krankenhausaufenthalts oder der funktionellen Ergebnisse.(4)

Beispiele für die Verwendung des ICF-Modells im Rahmen der Gesundheitsverwaltung:

  • Das National Committee on Vital and Health Statistics (etwa „Nationaler Ausschuss für Vital- und Gesundheitsstatistiken“, ein beratendes Gremium des US-Gesundheitsministeriums) empfahl die Verwendung der ICF zur Erfassung von Informationen über den Funktionsstatus, um „Gesundheitsdienstleister in die Lage zu versetzen, ihre Ergebnisse sowohl für klinische als auch für verwaltungstechnische Zwecke konsistent über das gesamte Kontinuum der Versorgung zu melden“;(4)
  • Bewertung der langfristigen klinischen Ergebnisse bei Ausbrüchen von Coronaviren. Eine Studie von Patel et al.(19) empfiehlt die Verwendung des ICF-Modells für Ergebnismessungen in den Follow-up-Studien von COVID-19-Überlebenden;
  • Van Leeuwen et al.(20) untersuchten die Entwicklung eines ICF-basierten E-Intake-Tools, das in der oto- und audiologischen Praxis zur Unterstützung bei Überweisungen und Behandlungsentscheidungen eingesetzt wird;
  • Verwendung des ICF-Modells zusammen mit dem Befähigungsansatz (Capability) („theoretischer Rahmen, der auf der normativen Annahme beruht, dass Menschen die Freiheit haben sollten, ein Leben zu führen, das sie schätzen“(21)) über eine E-Health-Anwendung zur Förderung einer ganzheitlichen, patientenzentrierten Versorgung.

ICF und elektronische Patientenakte (EMR) / elektronische Gesundheitsakte (EHR) ( edit | edit source )

Elektronische Patientenakten (EMR) ( edit | edit source )

Elektronische Patientenakten (engl.: Electronic Medical Records – EMR) sind digitale Versionen der in Kliniken und Praxen verwendeten Papierdokumente.(4) Mit EMRs können Anbieter Gesundheitsdaten über einen längeren Zeitraum überwachen und verfolgen. Sie helfen bei klinischen Entscheidungen und verbessern die Qualität der Versorgung.(4) Mehrere Länder haben Initiativen zur Implementierung der ICF in EMRs ergriffen. Maritz et al.(22) weisen darauf hin, dass die ICF vor allem in der Dokumentation von Rehabilitationseinrichtungen eingesetzt wurde. Die Verwendung der ICF in EMRs kann auf verschiedene Weise erfolgen. Die folgenden Beispiele zeigen die Integration von ICF und EMR.

Dokumentationsvorlage ( edit | edit source )

Dokumentationsvorlagen können die Konsistenz und Vollständigkeit der Therapiedokumentation verbessern. Darüber hinaus könnte die ICF-basierte Vorlage dazu beitragen, den Schwerpunkt auf das biopsychosoziale Modell der Gesundheit zu legen,(23) das sich auf die Interaktion zwischen biologischen, psychologischen und sozial- und umweltbezogenen Faktoren konzentriert. Die Integration von ICF und EMR kann erfolgen durch:(23)

  • Verwendung der Core-Sets der ICF zur Beschreibung des Funktionsstatus und des Aktivitätsniveaus;
  • Verwendung der krankheitsspezifischen Core-Sets der ICF;
  • Verwendung von Elementen des Patientenmanagements aus dem Leitfaden für die physiotherapeutische Praxis.

Diese Integration könnte folgende Vorteile für die Rehabilitation mit sich bringen:(23)

  • der konzeptionelle Rahmen der WHO wird umgesetzt;
  • die Ergebnismessungen werden standardisiert;
  • die krankheitsspezifischen Core-Sets der ICF bieten mehr Flexibilität bei der Beurteilung der Patienten;
  • alle gesammelten Daten können zu klinischen und Forschungszwecken über Praxiseinrichtungen und Länder hinweg verglichen werden.

Digitale Patientenakten für Physiotherapeuten ( edit | edit source )

Finezjo ist ein Beispiel für eine digitale Patientenakte, die alle Mitglieder des Rehabilitationsteams nutzen können. Polnische Physiotherapeuten verwenden es seit Januar 2020. Das System verfügt über „ein eingebautes intelligentes ICF-Wörterbuch, eine Datenbank mit über 70 Aktivitätstests auf der Grundlage der ICF und (…) den WHODAS 2.0-Fragebogen.“(24)

Elektronische Gesundheitsakten (EHR) ( edit | edit source )

Elektronische Gesundheitsakten (engl.: Electronic Health Records – EHR) konzentrieren sich auf die allgemeine Gesundheit und das Wohlbefinden des Patienten, während er von einer klinischen Umgebung in eine andere wechselt.(4) EHRs werden verwendet, um:

  • den Austausch klinischer Informationen zwischen Gesundheitsdienstleistern zu fördern;
  • eine bessere und gemeinsame Kommunikation zu ermöglichen;
  • eine schnellere Entscheidungsfindung im Interesse des Patienten zu begünstigen.

Um den Austausch von Daten und Informationen zu ermöglichen, muss eine standardisierte klinische Terminologie verwendet werden, damit das EHR-System genau und einheitlich ist.(25) Diese Terminologie muss alle diagnostischen Aussagen für alle Berufsgruppen, die das System nutzen, repräsentieren. Sie muss sich auch auf nationale und internationale Datenstandards stützen, einschließlich Kodierungsterminologien.

Klinische Terminologie ( edit | edit source )

Im Folgenden finden Sie Beispiele für klinische Terminologie in Verbindung mit der ICF:

  • SNOMED-CT – US-amerikanischer Standard für den elektronischen Austausch von Gesundheitsinformationen;(26)
  • International Classification of Nursing Practise (ICNP);(27)
  • Nutrition Care Process Terminology (NCPT);(28)
  • Technologien der natürlichen Sprachverarbeitung (Natural language processing – NLP).(29)

Taxonomie der ICF-Klassifikation ( edit | edit source )

Unter Taxonomie versteht man „die Benennung und Einteilung von Dingen wie Tieren und Pflanzen in Gruppen innerhalb eines größeren Systems nach ihren Ähnlichkeiten und Unterschieden.“(30) Die ICF unterteilt die „Domänen“ in Funktionsfähigkeit und Behinderung sowie in Kontextfaktoren.

„Die ICF-Taxonomie gilt als weltweiter Standard für die Berichterstattung über Funktionsfähigkeit und Behinderung und bietet ein umfassendes Spektrum an Kategorien für die Dokumentation aller Rahmenkomponenten.“(31)

Die Taxonomie der ICF-Klassifikation gruppiert die Kapitel in einem organisierten, hierarchischen System. Dadurch eignet sich die ICF für eine Vielzahl von Anwendungen auf verschiedenen Ebenen.(4) Beispiel für die Gruppierung von Kapiteln:

  • 1. Ebene – Kapitel 2: SINNESFUNKTIONEN UND SCHMERZ
  • 2. Ebene – b280-b289 Schmerz
  • 3. Ebene – b2801 Schmerz in einem Körperteil
  • 4. Ebene – b28010 Kopf- und Nackenschmerz oder b28013 Rückenschmerz

Ressourcen(edit | edit source)

Referenzen(edit | edit source)

  1. Ustün TB, Chatterji S, Bickenbach J, Kostanjsek N, Schneider M. The International Classification of Functioning, Disability and Health: a new tool for understanding disability and health. Disabil Rehabil. 2003 Jun 3-17;25(11-12):565-71.
  2. Salvador-Carulla L, Garcia-Gutierrez C. The WHO construct of health-related functioning (HrF) and its implications for health policy. BMC Public Health. 2011 Dec;11(4):1-0.
  3. 3.0 3.1 3.2 3.3 3.4 Kostanjsek N. Use of The International Classification of Functioning, Disability and Health (ICF) as a conceptual framework and common language for disability statistics and health information systems. InBMC public health 2011 Dec (Vol. 11, No. 4, pp. 1-6). BioMed Central.
  4. 4.00 4.01 4.02 4.03 4.04 4.05 4.06 4.07 4.08 4.09 4.10 Saleeby P. International Classification of Functioning, Disability and Health(ICF) , Administration and Policy. Plus Course 2023
  5. World Health Organization: WHO Study on Global Ageing and Adult Health (SAGE). Wave 1 Individual Questionnaire – Set A. 2009. Available from https://www.who.int/data/data-collection-tools/study-on-global-ageing-and-adult-health (last access 9.01.2023)
  6. 6.0 6.1 WHO Multi-Country Studies Data Archive. Available from https://apps.who.int/healthinfo/systems/surveydata/index.php/catalog/mcss/about (last access 11.01.2023)
  7. Functioning and disability in Europe MHADIE project results. Available from https://www.cdc.gov/nchs/ppt/citygroup/meeting7/citygroup7_session6_6_leonardi.pdf (last access 9/01/2022)
  8. Module on „Disability and Social Integration“ – CDC. Available from https://www.cdc.gov/nchs/ppt/citygroup/meeting7/citygroup7_session6_6_leonardi.pdf (last access 9.01.2023)
  9. Griffo G, Leonardi M, Martinuzzi A, Francescutti C, Raggi A, Kosic V, Barbieri PV. Moving towards ICF use for monitoring the UN Convention on the rights of persons with disabilities: the Italian experience. Disabil Rehabil. 2009;31 Suppl 1:S74-7.
  10. United Nations Convention on the Rights of Persons with Disabilities (UNCRPD). Available from https://humanrights.gov.au/our-work/disability-rights/united-nations-convention-rights-persons-disabilities-uncrpd (last access 10.01.2023)
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  12. Law 39/2006, Of 14 December, Promotion Of Personal Autonomy And Care For People In A Situation Of Dependence. Available from https://www.global-regulation.com/translation/spain/1446019/law-39-2006%252c-of-14-december%252c-promotion-of-personal-autonomy-and-care-for-people-in-a-situation-of-dependence.html (last access 10.01.2023)
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  14. Francescutti C, Martinuzzi A, Leonardi M, Kostanjsek NF. Eight years of ICF in Italy: principles, results and future perspectives. Disabil Rehabil. 2009;31 Suppl 1:S4-7.
  15. Francescutti C, Frattura L, Troiano R, Gongolo F, Martinuzzi A, Sala M, Meucci P, Raggi A, Russo E, Buffoni M, Gorini G, Conclave M, Petrangeli A, Solipaca A, Leonardi M. Towards a common disability assessment framework: theoretical and methodological issues for providing public services and benefits using ICF. Disabil Rehabil. 2009;31 Suppl 1:S8-15.
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  17. Good A. Using the ICF in Ireland. BMC Public Health. 2011 May 31;11 Suppl 4(Suppl 4):S5.
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  22. Maritz R, Aronsky D, Prodinger B. The International Classification of Functioning, Disability and Health (ICF) in electronic health records. Applied clinical informatics. 2017 Jul;8(03):964-80.
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