ICF und Anwendung in der klinischen Praxis

Originale Autorin Ewa Jaraczewska basierend auf dem Kurs von Patricia Saleeby

Top-Beitragende Ewa Jaraczewska und Jess Bell

Einführung(edit | edit source)

Der umfassende und ganzheitliche Charakter der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) macht sie in der klinischen Praxis äußerst nützlich.(1) Der Hauptzweck der Anwendung der ICF in der klinischen Praxis besteht darin, eine gemeinsame Sprache für die Definition von Gesundheit und gesundheitsbezogenen Zuständen zwischen den Leistungserbringern zu schaffen.(2) Sie kann die Entscheidungsfindung von Fachleuten des Gesundheits- und Sozialwesens verbessern. Der ganzheitliche Ansatz der ICF ist für eine fundiertere Befunderhebung, die Entwicklung wirksamerer Maßnahmen und die Erzielung guter Ergebnisse für die Patienten unerlässlich.(1)

Überblick über die ICF ( edit | edit source )

Die ICF definiert die Interaktion zwischen Gesundheitszustand, persönlichen und sozialen Faktoren, täglichen Aktivitäten und sozialem Leben. (3) Die Beziehung zwischen diesen verschiedenen Domänen und Komponenten ist reziprok, was erklärt, wie sie sich gegenseitig beeinflussen.(1)

Die ICF zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:(4)

  • Die ICF ist universell: Sie gilt für alle Menschen, unabhängig von Alter, Geschlecht, sozioökonomischem Status und Gesundheitszustand.
  • Die ICF ist neutral: Sie setzt die Funktionsfähigkeit einer Person nicht mit der Ursache ihres Gesundheitszustands in Beziehung.
  • Die ICF verwendet eine neutrale Sprache bei der Beschreibung von Gesundheit und gesundheitsbezogenen Zuständen.
  • Die ICF bietet ein Kontinuum zwischen Funktionsfähigkeit und Behinderung.

Modell(edit | edit source)

Die ICF ist ein biopsychosoziales Modell der Funktionsfähigkeit, Gesundheit und Behinderung. Durch die Verwendung einer Standardsprache zur Definition und Messung von Behinderung hilft die ICF zu erklären, wie die körperlichen Probleme und sozialen Umstände einer Person ihre Funktionsfähigkeit beeinflussen.

Definitionen für die Domänen / Komponenten der ICF ( edit | edit source )

Biopsychosoziales Modell der ICF

Im ICF-Modell wird eine Person im Hinblick auf ihren Gesundheitszustand, ihre Körperfunktionen und -strukturen, ihre Aktivitäten und Partizipation (Teilhabe) sowie ihre Umwelt- und personbezogene Faktoren betrachtet.(1)

  • Gesundheitszustand: „ein Oberbegriff für die Krankheit, Störung, Verletzung, das Trauma“(4)
  • Körperfunktionen: „physiologische Funktionen von Körpersystemen, einschließlich psychologischer Funktionen“(4)
  • Körperstrukturen: „anatomische Teile des Körpers, wie z. B. Organe, Gliedmaßen und ihre Bestandteile“(4)
  • Aktivität: „Durchführung einer Aufgabe oder Handlung durch eine Person“.(4) Beeinträchtigungen der Aktivität beschreiben die Probleme oder Schwierigkeiten auf der Ebene des Individuums.(1)
  • Partizipation (Teilhabe): „das Einbezogensein in eine Lebenssituation“.(4) Beeinträchtigungen der Partizipation (Teilhabe) sind Probleme, die der Einzelne in seiner Lebenssituation oder in einem Umweltkontext erfahren kann.(1)
  • Umweltfaktoren: bilden „die materielle, soziale und einstellungsbezogene Umwelt ab, in dem Menschen leben und ihr Dasein entfalten“.(4)
  • Personbezogene Faktoren: der „spezielle Hintergrund des Lebens und der Lebensführung eines Menschen“.(4)

Mehr über die ICF-Komponenten und ICF-Qualifikatoren (Beurteilungsmerkmale) erfahren Sie hier.

Arten von Verbrennungen

Fallstudie ( edit | edit source )

Fallstudie: Ein Patient erlitt eine Verbrennungsverletzung dritten Grades an der Hand, die die Integrität der Hautstruktur beeinträchtigte.(1)

Ziel: ICF-Codes zu definieren, die der Verletzung dieses Patienten entsprechen, zum Zweck der Beurteilung

Gesundheitszustand (ICD-11): Verbrennungsverletzung an der Hand

  • ND95: Verbrennung des Handgelenkes oder der Hand, nicht näher bezeichnet
    • ND95.3: Verbrennung des Handgelenkes oder der Hand, Grad 3

Kodierung der Körperstruktur (s-Kodes) nach Spezifität:

  • s810: Struktur der Hautregionen
  • s8102: Haut der oberen Extremitäten

Körperfunktionen (b-Kodes) im Anschluss an den Heilungsprozess der Haut:

  • b810: Schutzfunktionen der Haut können vorübergehend beeinträchtigt sein
  • b820: Funktionen der Haut zur Heilung von Wunden und anderen Schäden der Haut (vom Wundstadium bis zur Narbenbildung)
    • Die Domäne der Körperfunktionen kann Inklusionen (Einschlusskriterien) und Exklusionen (Ausschlusskriterien) enthalten:
      • Inklusion: Funktionen der Krustenbildung, Heilung, Narbenbildung; Quetschung und Keloidbildung
      • Exklusion: Schutzfunktionen der Haut und andere Funktionen der Haut

Aktivitäten und Partizipation (Teilhabe) (d-Kodes) können aufgrund von Nervenschädigungen oder schlechter Heilung eingeschränkt sein, was sich langfristig auf die Mobilität und die Handfunktion auswirken kann, einschließlich

  • d445: Hand- und Armgebrauch
  • d440: Feinmotorischer Handgebrauch
    • d4401: Einen Gegenstand ergreifen. Mit beiden Händen etwas ergreifen und halten, wie ein Werkeug oder einen Türknauf ergreifen
  • d550: Essen (Beispiel: „Die koordinierten Handlungen und Aufgaben durchzuführen, die das Essen servierter Speisen betreffen, sie zum Mund zu führen und auf kulturell akzeptierte Weise zu verzehren, Nahrungsmittel in Stücke zu schneiden oder zu brechen, Flaschen und Dosen zu öffnen, Essbesteck zu benutzen, Mahlzeiten einnehmen, zu schlemmen oder zu speisen“)
  • d750: eingeschränkte oder fehlende informelle soziale Beziehungen, einschließlich Treffen mit Nachbarn oder Teilnahme an der Happy Hour mit Kollegen aufgrund kosmetischer Bedenken und eines gestörten Körperbildes
  • d845: Unfähigkeit, einen Arbeitsplatz zu behalten, aufgrund von Ängsten und wahrgenommener Stigmatisierung im Zusammenhang mit Narben im Bereich der Hand

Umweltfaktoren (e-Kodes)

  • e460: Fühlt sich nicht wohl beim Einkaufen aufgrund der gesellschaftlichen Einstellung zu sichtbaren Narben, die Angst verursacht

ICF-Core-Sets ( edit | edit source )

ICF-Core-Sets (ICF¬CS) sind eine „Auswahl wesentlicher Kategorien aus der allgemeinen ICF-Klassifikation, die für die Beschreibung der Funktionsfähigkeit einer Person mit einem spezifischen Gesundheitszustand oder in einem spezifischen Gesundheitskontext als am relevantesten angesehen werden“.(5) Sie sollen die Befunderhebung und Beurteilung in der klinischen Praxis erleichtern und die Forschung fördern.(6)

Die ICF-Core-Sets werden aus über 1400 ICF-Kategorien ausgewählt, die Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit beschreiben. Sie wurden für akute, frühe postakute und langfristige Zustände entwickelt. Sie sind auch in die Kategorien neurologische, muskuloskelettale, kardiopulmonale Erkrankungen, Rückenmarksverletzungen und berufliche Rehabilitation unterteilt. (5) jedes ICF-CS gibt es eine ausführliche und eine kurze Version. Die Kurzversion eines ICF-CS enthält Kategorien, die die Funktionsfähigkeit auf ihrem Mindeststandard beschreiben.(5)

Der Prozess der Erstellung des ICF-Core-Set ist komplex und umfasst drei Phasen:(5)

  • Phase 1: Sammlung von Evidenz, die eine empirische multizentrische Studie, eine systematische Literaturübersicht, eine qualitative Studie und eine Expertenbefragung umfasst. Expertenbefragungen erfassen die Sichtweise von Angehörigen der Gesundheitsberufe, die mit Patienten mit einem bestimmten Gesundheitszustand arbeiten.(1)
  • Phase 2: Es findet eine internationale Konsenskonferenz statt, auf der Experten und Angehörige der Gesundheitsberufe die vorgeschlagenen ICF-Kategorien prüfen und entscheiden, welche ICF-Kategorien in das ICF-CS aufgenommen werden sollen.
  • Phase 3: Das ICF-CS wird umgesetzt und in die Praxis eingeführt.

Die Verwendung der ICF-Core-Sets in der klinischen Praxis dient mehreren Zwecken, unter anderem:(7)

  • Unterstützung bei der Auswahl einer geeigneten Kombination von Ergebnismessungen.
  • Unterstützung bei der Auswahl eines Instruments zur Entwicklung umfassender Ergebnismessungen.
  • Beschreibung von Behinderungsmustern
  • Lieferung von Informationen über das Ausmaß, den Ort und die Art eines Funktionsproblems.
  • Hervorhebung der Stärken und Schwächen eines einzelnen Patienten.
  • Beschreibung von Veränderungen im Funktionsprofil eines Patienten im Laufe der Zeit.

Klinische Formulare ( edit | edit source )

Die Entwicklung klinischer Formulare ermöglicht es den Angehörigen der Gesundheitsberufe, sich auf spezifische Patientenprobleme zu konzentrieren und „die Behinderungen mit relevanten und veränderbaren Variablen in Verbindung zu bringen“.(8) Im Folgenden fassen Levesque und Thoomes die Vorteile der Verwendung klinischer Formulare in der Praxis zusammen:(9)

  • Sie fördern eine biopsychosoziale Perspektive.
  • Sie ermöglichen es dem Kliniker, alle Faktoren innerhalb des ICF-Modells zu identifizieren.
  • Sie helfen dem medizinischen Fachpersonal, die am besten geeigneten objektiven Tests und Ergebnismessungen zu verwenden.
  • Sie heben Kontextfaktoren hervor – personbezogene und Umweltfaktoren, die die Prognose und die Genesung eines Patienten beeinflussen können.
  • Sie ermöglichen es dem Kliniker, Faktoren zu identifizieren, die verändert werden können.

RPS-Form

Rehabilitation Problem-Solving Form (RPS-Form) ( edit | edit source )

Das Modellblatt „Rehabilitation Problem-Solving Form“ (RPS-Form) erleichtert das Assessment und die Beurteilung eines Patienten durch verschiedene Fachkräfte des Gesundheitswesens, da es alle Komponenten der menschlichen Funktionsfähigkeit sowie Umwelt- und personbezogene Faktoren berücksichtigt. Darüber hinaus bezieht die RPS-Form die Sichtweise der Patienten ein und fördert ihre Beteiligung am Entscheidungsprozess in der Rehabilitation.(10) Es ist ein Instrument für die klinische Praxis,(8) das Informationen aus der ICF sammelt, um den patientenzentrierten Ansatz und den Entscheidungsprozess zu verbessern. Die RPS-Form enthält Bereiche, die für die ICF-Domänen, -Kategorien und -Kodes vorgesehen sind.

Dieses Formular kann:(1)

  • Helfen, Zielprobleme und Faktoren, die zu diesen Problemen beitragen, zu identifizieren.
  • Den am besten geeigneten Plan in Bezug auf die für einen bestimmten Patienten erforderlichen Behandlungen und Interventionen zu ermitteln.
  • Die interprofessionelle Kommunikation erleichtern.
  • Bei der Bereitstellung von Informationen, einschließlich der Ansichten des Patienten, der Fachleute und der Kliniker helfen.
  • Die Kommunikation zwischen Angehörigen der Gesundheitsberufe und ihren Patienten durch Aufzeichnung ihrer Ansichten verbessern

Mehr über die Anwendung der RPS-Form für ein bestimmtes Krankheitsbild erfahren Sie hier.

Physical Therapy Clinical Reasoning and Reflection Tool (PT-CRT) ( edit | edit source )

Klinisches Denken („clinical reasoning“) ist eine Kernkompetenz, die für das Lösen klinischer Probleme und den Aufbau einer Beziehung zu den Patienten erforderlich ist. Es ermöglicht Gesundheitsdienstleistern, einschließlich Physiotherapeuten, die Bedürfnisse und Erfahrungen des Patienten in ihre Überlegungen und Entscheidungen in der Praxis einzubeziehen.(11)

Das Physical Therapy Clinical Reasoning and Reflection Tool (PT-CRT) nutzt das ICF-Modell, um die praktische Tätigkeit des Physiotherapeuten zu leiten und die klinische Reflexion zu erleichtern.(1) Der Erfolg des Clinical-Reasoning-Prozesses wird durch die Erzielung positiver Ergebnisse in Zusammenarbeit mit dem Patienten definiert.(12) Dieses Formular enthält Bereiche, die mit den ICF-Domänen übereinstimmen. Dies ermöglicht es dem Kliniker, relevante Kategorien und Kodes für die Arbeit mit einem Patienten zu erfassen. Der Abschnitt „Environmental“ dieses Instruments umfasst interne und externe Umweltfaktoren, die zu Barrieren und Förderfaktoren werden können. Die Barrieren werden durch ein Minuszeichen und die Förderfaktoren durch ein Pluszeichen gekennzeichnet.(1)

Abschnitte des Physical Therapy Clinical Reasoning and Reflection Tool (PT-CRT) können als Anleitung zum kritischen Denken verwendet werden, oder der Physiotherapeut kann das gesamte Arbeitsblatt ausfüllen, um „weitere potenzielle Nachforschungen zu identifizieren, die entweder durch eine Überprüfung der Evidenz oder durch die Entwicklung einer neuen und wichtigen klinischen Frage zu untersuchen sind“.(12)

Das Physical Therapy Clinical Reasoning and Reflection Tool (PT-CRT) finden Sie hier.

„Cross-Walking“ der ICF ( edit | edit source )

Mehrere klinische Berufsverbände haben die ICF in ihren jeweiligen Tätigkeitsbereich integriert.(1) In der Praxis kommt es jedoch häufiger vor, dass die ICF mit bestehenden klinischen Instrumenten abgeglichen wird („Cross-Walking“).(1) Dadurch können ICF-Kategorien in die Rehabilitationspraxis einbezogen werden.

Für das Cross-Walking gibt es spezielle Verknüpfungsregeln, die von einer Gruppe von Personen in der WHO entwickelt wurden, die an Aktivitäten der Entwicklung und Verwaltung beteiligt sind.(1) Die wichtigste Regel ist in der Arbeit von Cieza et al. beschrieben(13) und lautet wie folgt: „Bevor man sinnvolle Konzepte mit den ICF-Kategorien verknüpft, sollte man eine gute Kenntnis der konzeptionellen und taxonomischen Grundlagen der ICF sowie der Kapitel, Domänen und Kategorien der detaillierten Klassifikation, einschließlich der Definitionen, erworben haben“.(13)

Es ist anzumerken, dass mehr getan werden muss, um sicherzustellen, dass die ICF in die Praxis umgesetzt wird. In einer Studie von Pongpipatpaiboon et al.(14) wurde festgestellt, dass weniger als 50 % der ICF-Kategorien in den klinischen Assessmentverfahren für Personen mit einer Rückenmarksverletzung vorhanden waren.(14) Dieses Phänomen wurde vor allem in den akuten und späten Langzeitphasen der Rehabilitation von Rückenmarksverletzten beobachtet. Aktivitäten, Partizipation (Teilhabe) und Umweltfaktoren wurden in diesen Phasen am wenigsten erfasst. Allerdings wurden mehr ICF-Kategorien in die Befunderhebung aufgenommen, nachdem sie in der Befragung des Patienten genannt wurden.(14) Die Ergebnisse dieser Studie verdeutlichen die Unterrepräsentation der Umweltfaktoren im gesamten Kontinuum der Versorgung von Rückenmarksverletzungen. (14)

Ressourcen(edit | edit source)

Referenzen(edit | edit source)

  1. 1.00 1.01 1.02 1.03 1.04 1.05 1.06 1.07 1.08 1.09 1.10 1.11 1.12 1.13 Saleeby P. ICF and Application in Clinical Practice Course. Plus 2022
  2. Aims of the ICF. Available from https://www.icf-elearning.com/wp-content/uploads/ (last access 9.09.2022)
  3. Pasqualotto L, Lascioli A. ICF-based functional profile in education and rehabilitation: a multidisciplinary pilot experience. Journal of advanced health care, 2020; 2(1)
  4. 4.0 4.1 4.2 4.3 4.4 4.5 4.6 4.7 The ICF model. Available from https://www.icf-elearning.com/wp-content/uploads/articulate_uploads/ (last access 9.09.2022)
  5. 5,0 5,1 5,2 5,3 Selb M, Escorpizo R, Kostanjsek N, Stucki G, Üstün B, Cieza A. A guide on how to develop an International Classification of Functioning, Disability and Health Core Set. Eur J Phys Rehabil Med. 2015 Feb;51(1):105-17.
  6. Karlsson E, Gustafsson J. Validation of the international classification of functioning, disability and health (ICF) core sets from 2001 to 2019–a scoping review. Disability and rehabilitation. 2022 Jul 3;44(14):3736-48.
  7. Perin C, Bolis M, Limonta M, Meroni R, Ostasiewicz K, Cornaggia CM, Alouche SR, da Silva Matuti G, Cerri CG, Piscitelli D. Differences in rehabilitation needs after stroke: a similarity analysis on the ICF core set for stroke. International Journal of Environmental Research and Public Health. 2020 Jan;17(12):4291.
  8. 8.0 8.1 Steiner WA, Ryser L, Huber E, Uebelhart D, Aeschlimann A, Stucki G. Use of the ICF model as a clinical problem-solving tool in physical therapy and rehabilitation medicine. Phys Ther. 2002 Nov;82(11):1098-107.
  9. Levesque L,Thoomes E. Use of the RPS-Form as a Teaching Aid. Available from https://www.ifompt.org/site/ifompt/files/pdf/ (last access 10.09.2022)
  10. Eberhardt B, Greiner J. The clinical use of the RPS-Form is based on the ICF Model. Implementation of the RPS-Form in two centres in Indonesia and Nepal. 2008. Available from https://www.rehabnet.ch/files/categories/Downloads/Publikation_BEberhardt_Clinical_use_RPS_Form_Indonesia_Nepal_2008_RehabNET_EN.pdf (last access 11.09.2022)
  11. Abrandt Dahlgren M, Valeskog K, Johansson K, Edelbring S. Understanding clinical reasoning: A phenomenographic study with entry-level physiotherapy students. Physiotherapy Theory and Practice. 2021 Sep 23:1-0.
  12. 12.0 12.1 Atkinson HL, Nixon-Cave K. A tool for clinical reasoning and reflection using the international classification of functioning, disability and health (ICF) framework and patient management model. Phys Ther. 2011 Mar;91(3):416-30.
  13. 13.0 13.1 Cieza A, Geyh S, Chatterji S, Kostanjsek N, Ustün B, Stucki G. ICF linking rules: an update based on lessons learned. J Rehabil Med. 2005 Jul;37(4):212-8.
  14. 14.0 14.1 14.2 14.3 Pongpipatpaiboon K, Selb M, Kovindha A, Prodinger B. Toward a framework for developing an ICF-based documentation system in spinal cord injury-specific rehabilitation based on routine clinical practice: a case study approach. Spinal cord series and cases. 2020 May 5;6(1):1-9.


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