Vorausschauende Versorgung bei chronischen Krankheiten in der Physiotherapie

Einleitung(edit | edit source)

Chronische Krankheiten oder nicht übertragbare Krankheiten (Non-communicable Diseases – NCDs), teils auch „Langzeiterkrankungen“ genannt,(1) sind definiert als körperliche oder geistige Gesundheitsprobleme, die über einen langen Zeitraum hinweg behandelt werden müssen.(2) (3) Diese Krankheiten sind derzeit nicht heilbar, können aber mit Medikamenten und anderen Maßnahmen behandelt/kontrolliert werden.(4) Es handelt sich um chronische Erkrankungen, die nicht von einer Person zur anderen übertragen werden können. Sie werden durch verschiedene Faktoren verursacht, darunter die Genetik, die Physiologie, die Umwelt und das Verhalten des Einzelnen.(5)

Beispiele für NCDs sind: Herzkrankheiten, Schlaganfall, Krebs, Diabetes und chronische Lungenkrankheiten wie chronisch obstruktive Lungenerkrankung und Asthma.

Statistiken und Fakten (Aktualisiert im April 2026)(edit | edit source)

Im Jahr 2021 starben mindestens 43 Millionen Menschen an NCDs, was etwa 75 % aller nicht pandemiebedingten Todesfälle weltweit entspricht. Kardiovaskuläre Erkrankungen machen mit über 19 Millionen jährlich den größten Anteil der NCD-Todesfälle aus, gefolgt von Krebserkrankungen (10 Millionen), chronischen Atemwegserkrankungen (etwa 4 Millionen) und Diabetes (1,6 Millionen bzw. über 2 Millionen, wenn die auf Diabetes zurückzuführenden Todesfälle durch Nierenerkrankungen berücksichtigt werden). Zusammen sind diese vier Krankheitsgruppen für 80 % aller vorzeitigen NCD-Todesfälle verantwortlich.(6)

Im Jahr 2021 starben 18 Millionen Menschen vor ihrem 70. Lebensjahr an einer NCD – mehr als an allen Verletzungen, Infektionen (einschließlich COVID-19) sowie mütterlichen und ernährungsbedingten Todesursachen zusammen. Von diesen vorzeitigen Todesfällen ereigneten sich 82 % in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Von allen NCD-Todesfällen weltweit treten 73 % in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen auf.(6)

Ursachen und Risikofaktoren ( edit | edit source )

„Die Hauptursache für Langzeiterkrankungen sind ungesunde oder schädliche Verhaltensweisen. (…) Ein weiterer Faktor, der bei Langzeiterkrankungen zu berücksichtigen ist, sind gesundheitliche Ungleichheiten, die sich auf die ungerechte und vermeidbare Verteilung der gesundheitlichen Ergebnisse in der Bevölkerung beziehen.“(2) — Matthieu Haentjens

Ungesunde oder schädliche Verhaltensweisen. Schädliche Verhaltensweisen tragen zu Langzeiterkrankungen bei. Dazu gehören ein sedentärer Lebensstil (Bewegungsmangel), ungesunde Ernährung,(7)Exposition zu Tabakrauch oder den schädlichen Konsum von Alkohol.(1) Eine bevölkerungsbezogene Kohortenstudie aus dem Jahr 2019 ergab, dass das Fehlen von drei Risikofaktoren (Rauchen, Bluthochdruck und Übergewicht) das Auftreten von NCDs bei Personen im Alter von über 45 Jahren um neun Jahre verzögert.(8) Ebenso sind Nichtrauchen, kein Bluthochdruck und kein Übergewicht mit einer längeren Lebenserwartung (von etwa sechs Jahren) und einer kürzeren Lebenszeit mit NCDs (von etwa 2 Jahren) verbunden.(8)

„Diese Ergebnisse unterstreichen das Potenzial, die vorzeitige Morbidität und Mortalität von NCDs in der Allgemeinbevölkerung durch Prävention von Rauchen, Bluthochdruck und Übergewicht erheblich zu reduzieren.“(8)

Gesundheitliche Ungleichheiten. Diese werden von der Weltgesundheitsorganisation definiert als: „vermeidbare Ungleichheiten in der Gesundheit zwischen Gruppen von Menschen innerhalb von Ländern und zwischen Ländern. Diese Ungleichheiten ergeben sich aus Ungleichheiten innerhalb und zwischen Gesellschaften.“(9) Die COVID-19-Pandemie hat dazu beigetragen, zahlreiche gesundheitliche Ungleichheiten aufzudecken und zu verdeutlichen. Im Vereinigten Königreich traf die Pandemie „Menschen aus schwarzen und ethnischen Minderheiten, aus ärmeren sozioökonomischen Verhältnissen, aus benachteiligten städtischen und ländlichen Gebieten sowie aus besonders schutzbedürftigen Bevölkerungsgruppen“ überproportional stark.(10)

Ein Beispiel für gesundheitliche Ungleichheiten betrifft das Rauchen. Angehörige marginalisierter Gruppen rauchen häufiger und haben größere Schwierigkeiten, mit dem Rauchen aufzuhören. Zwar ist die Zahl der Raucher insgesamt rückläufig, doch „vergrößern sich die sozioökonomischen Ungleichheiten hinsichtlich der Raucherquote und der Krebssterblichkeit.“(11)

Die Weltgesundheitsorganisation teilt die Faktoren, die zu Langzeiterkrankungen beitragen, in folgende Kategorien ein:(6)

Modifizierbare verhaltensbedingte Risikofaktoren:

Metabolische Risikofaktoren:

Umweltbedingte Risikofaktoren:

  • Luftverschmutzung
    • ist weltweit für 6,7 Millionen Todesfälle verantwortlich, von denen 5,7 Millionen auf NCDs wie Schlaganfall, ischämische Herzkrankheit, chronisch obstruktive Lungenerkrankung und Lungenkrebs zurückzuführen sind

Auswirkungen auf den Einzelnen und die Gesellschaft (edit | edit source)

Chronische Krankheiten treten häufig als Multimorbidität (Mehrfacherkrankungen) auf, eine Tatsache, die die Lebensqualität des Einzelnen beeinträchtigt und das Gesundheitssystem belastet. Diese Multimorbiditäten belasten auch das Gesundheitssystem.

Auswirkungen auf den Einzelnen. Menschen mit Multimorbidität haben einen schlechteren Funktionsstatus, eine schlechtere Lebensqualität, verminderte Arbeitsfähigkeit und schlechtere Gesundheitsergebnisse als Menschen ohne Multimorbidität.(12) Chronische Krankheiten können sich negativ auf die Mobilität der Person auswirken und zu sozialen Konsequenzen führen, wie z. B. Hausgebundenheit, Behinderung bei der Selbstpflege und Bettlägerigkeit. Die letztendliche Folge dieser Faktoren können soziale Isolation, familiäre Konflikte und Stigmatisierung sein.(13)(14) Die Bewältigung von Langzeiterkrankungen kann schwierig sein und zu Stress oder Behinderungen führen. Interessenverlust, Schuld- oder Verantwortungsgefühle und ein geringes Selbstwertgefühl können die Entwicklung der Krankheit verschlimmern. Die Person kann auch die Fähigkeit verlieren, sich an Aktivitäten zu beteiligen, die dem Leben einen Sinn und ein Ziel geben.(15)

Auswirkungen auf die Gesellschaft:

Die wirtschaftliche Belastung durch chronische Krankheiten ist erheblich. Die geschätzten Kosten für die Langzeitpflege im Vereinigten Königreich beliefen sich im Jahr 2017 auf 320 Millionen Pfund.(2)

Die Vereinten Nationen haben geschätzt, dass der kumulative Verlust für die Weltwirtschaft durch Langzeiterkrankungen bis 2030 47 Billionen Dollar erreichen könnte.(16) Bei der COPD werden bis 2050 weltweit direkte Kosten in Höhe von 24,35 Billionen Dollar und indirekte Kosten in Höhe von 15,43 Billionen Dollar erwartet.(17)

Gesundheitspolitik ( edit | edit source )

Chronische Erkrankungen stellen eine große Herausforderung für die Gesundheitssysteme dar, die dazu übergegangen sind, ihr Versorgungsmodell von einer reaktiven auf eine vorausschauende Versorgung umzustellen, um diese Erkrankungen besser bewältigen zu können.(2)

Bei der proaktiven Versorgung „sucht eine Person bereits vor dem Auftreten von Symptomen ärztliche Hilfe auf, um einer Erkrankung vorzubeugen oder diese frühzeitig zu erkennen und zu behandeln, bevor sie fortschreitet oder chronisch wird.“(18)

„Vorausschauende Versorgung ist ein weit gefasster Begriff, der verschiedene Strategien umfasst, die Physiotherapeuten im Alltag anwenden können, um zu verhindern, dass Menschen überhaupt erkranken oder sich ihr Zustand verschlechtert.“(2) — Matthieu Haentjens

Wie bereits erwähnt, haben Verhaltensfaktoren einen erheblichen Einfluss auf chronische Erkrankungen. Eine Veränderung dieser Faktoren kann dazu beitragen, diese Erkrankungen zu verhindern und zu bewältigen. Gesundheitsmodelle können die Prävention und vorausschauende Versorgung bei chronischen Erkrankungen durch vorbeugende Maßnahmen, Gesundheitsförderung und die Stärkung der Patienteninteressen unterstützen.(2)(19)

Das Modell „Making Every Contact Count (MECC)“ ist ein Ansatz zur Verhaltensänderung, der vom NHS im Vereinigten Königreich eingeführt wurde(20) und Gesundheitsfachkräfte dazu ermutigt, alltägliche Interaktionen zu nutzen, um Verhaltensänderungen zu fördern, die sich positiv auf die Gesundheit und das Wohlbefinden von Einzelpersonen, Gemeinschaften und Bevölkerungsgruppen auswirken.(21)(22) Es soll „die Prävention chronischer Krankheiten in der täglichen Praxis verankern und die öffentliche Gesundheit verbessern.“(20)

Das MECC konzentriert sich auf Änderungen des Lebensstils, die die Gesundheit der Person beeinflussen können, wie z. B.: Mit dem Rauchen aufhören, Beschränkung des Alkoholkonsums auf die empfohlenen Grenzwerte, gesunde Ernährungsweisen (wie die Mittelmeerdiät und die neue nordische Diät),(23) die Förderung körperlicher Aktivität, die Aufrechterhaltung eines gesunden Gewichts sowie die Förderung der psychischen Gesundheit und des Wohlbefindens.

Mehr über das MECC erfahren Sie hier.

Das MECC-Modell wurde von mehreren Organisationen in die physiotherapeutische Praxis integriert und führte zu erfolgreichen Ergebnissen bei der Verbesserung der Gespräche über die Gesundheit und der Förderung körperlicher Aktivitäten.(24)

Physiotherapie und Gesundheitsförderung ( edit | edit source )

Die Physiotherapie spielt eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung von chronischen Krankheiten in verschiedenen Stadien:(2)

  1. Medizinische Prävention durch verschiedene Interventionen in der kardialen Rehabilitation bei Herzerkrankungen
  2. Verhaltensprävention durch individuelle Unterstützung und Förderung eines gesunden Lebensstils
  3. Soziale und umweltbezogene Prävention durch Aufklärung über umweltbezogene Maßnahmen und der Unterstützung von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Das Modell „Making Every Contact Count“ kann in vier Stufen in die physiotherapeutische Praxis integriert werden:(2)

  1. Screening des Gesundheitszustands und Ermittlung von Bereichen, in denen Veränderungen notwending sind
  2. Festlegung von Schwerpunkten („Agenda Setting“) durch Besprechung der erforderlichen Veränderungen mit dem Patienten
  3. Bereitschaft zur Veränderung durch Erörterung und Beurteilung von Hindernissen für die Veränderung
  4. Zielsetzung mit Hilfe von SMART-Zielen
    • Wie in Abbildung 1 hervorgehoben. SMART-Ziele sollten spezifisch, messbar, ausführbar, realistisch und terminiert sein.
    • Für weitere Informationen zur Gestaltung von SMART-Zielen klicken Sie bitte hier

Abbildung 1. SMART-Ziele.

Die mentale Bereitschaft kann ein Hindernis für Veränderungen des Lebensstils sein. Wie in Abbildung 2 dargestellt und im Folgenden zusammengefasst, gibt es sechs Phasen der mentalen Vorbereitung, die Rehabilitationsfachleute kennen sollten, um Patienten dabei zu helfen, ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden zu verbessern:(2)

  • Absichtslosigkeit (Precontemplation): Der Patient ist sich des Problems bewusst, aber nicht bereit, eine Maßnahme zu ergreifen
  • Absichtsbildung oder Kontemplation (Contemplation): Der Patient ist sich des Weges zur Veränderung bewusst
  • Vorbereitung (Preparation): Rehabilitationsfachleute können mit Hilfe von SMART-Zielen helfen
  • Handlung (Action): Basiert auf die festgelegten Ziele
  • Aufrechterhaltung (Maintenance): In dieser Phase versagen die meisten Menschen. Rehabilitationsfachleute können helfen, indem sie das Engagement des Patienten fördern und unterstützen
  • Rückfall (Relapse): Wenn es dazu kommt, können Rehabilitationsfachleute helfen, indem sie die Situation neu beurteilen und neue Ziele setzen

Abbildung 2. Die Phasen der Verhaltensänderung.

Selbstmanagement(edit | edit source)

Das Selbstmanagement ist der Prozess, der es den Patienten ermöglicht, ihre Gesundheit und Behandlung selbst in die Hand zu nehmen. Und im Grunde ist es die Idee, Dinge mit dem Patienten zu tun, anstatt Dinge am Patienten zu tun.(2) — Matthieu Haentjens

Die Rolle von Physiotherapeuten und Rehabilitationsfachleuten beim Selbstmanagement:(2)

  • Die Patienten dabei unterstützen, eine korrekte Diagnose zu erhalten und die Pathologie klar zu verstehen
  • Kommunikation mit den Patienten unter Verwendung offener Fragen, die die Patienten dazu anregen, sich zu engagieren und über ihren Lebensstil und ihr Verhalten nachzudenken
  • Ziele setzen, um den Patienten ihr Potenzial zu zeigen
  • Nutzung digitaler Gesundheitsdienste/Telegesundheit: um mit den Patienten auf einfache Weise Kontakt aufzunehmen und in Verbindung zu bleiben, insbesondere wenn Fahrten oder Pendeln eine Herausforderung darstellen. Die Verfügbarkeit von Videos und Bildern kann die Behandlung einfacher und verständlicher machen. Smartphone-Apps bieten eine einfache und zugängliche Schnittstelle und eine Reihe von Technologien, die die Adhärenz zum Behandlungsplan erleichtern, z. B. Übungsvorlagen, Online-Terminplaner, Feedback in Echtzeit und Überwachung der Vitalwerte. Der Einsatz der digitalen Gesundheit hat jedoch auch einige Nachteile, wie das Risiko der Verletzung des Datenschutzes und der Privatsphäre der Patienten sowie die damit verbundenen hohen Kosten, insbesondere in ressourcenarmen Gebieten. Weitere Informationen über digitale Gesundheit und Telegesundheit finden Sie hier: Einführung in die Telegesundheit
  • Förderung der Verwendung von Sets zur Selbstkontrolle der Vitalparameter bei Diabetes und Blutdruck
  • Anwendung von Screening-Tests zur Erkennung von Risiken, z. B. Erfassung der Gehgeschwindigkeit und Timed-Up-And-Go-Test
  • Arbeit in einem integrierten Versorgungsteam und Nutzung eines effektiven Überweisungsschemas, um Patienten mit anderen Diensten in Verbindung zu bringen und sie bei Bedarf an Unterstützung zu verweisen(2)

Referenzen(edit | edit source)

  1. 1.0 1.1 World Health Organization. Noncommunicable diseases. Available from:https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/noncommunicable-diseases (Accessed 20 May 2020)
  2. 2.00 2.01 2.02 2.03 2.04 2.05 2.06 2.07 2.08 2.09 2.10 2.11 Haentjens M. Anticipatory Care for Long Term Conditions in Physiotherapy Course. Plus, 2020.
  3. Pan M, Li R, Wei J, Peng H, Hu Z, Xiong Y, Li N, Guo Y, Gu W, Liu H. Application of artificial intelligence in the health management of chronic disease: bibliometric analysis. Frontiers in Medicine. 2025 Jan 7;11:1506641.
  4. Ambrosio L, Hislop-Lennie K, Barker H, Culliford D, Portillo MC. Living with Long term condition Scale: A pilot validation study of a new person centred tool in the UK. Nurs Open. 2021 Jul;8(4):1909-19.
  5. Tabish SA. Lifestyle diseases: consequences, characteristics, causes and control. Journal of Cardiology & Current Research. 2017;9(3): 326-9.
  6. 6.0 6.1 6.2 World Health Organization. Noncommunicable diseases (fact sheet). Geneva: WHO; 2024 (updated 2024; cited 2026 Apr 21). Available from: https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/noncommunicable-diseases
  7. Ma H, Wang M, Qin C, Shi Y, Mandizadza OO, Ni H, Ji C. Trends in the burden of chronic diseases attributable to diet-related risk factors from 1990 to 2021 and the global projections through 2030: a population-based study. Frontiers in Nutrition. 2025 May 9;12:1570321.
  8. 8.0 8.1 8.2 Licher S, Heshmatollah A, van der Willik KD, Stricker BHC, Ruiter R, de Roos EW et al. Lifetime risk and multimorbidity of non-communicable diseases and disease-free life expectancy in the general population: A population-based cohort study. PLoS Med. 2019;16(2):e1002741.
  9. World Health Organization. Social determinants of health: Key concepts. Available from: https://www.who.int/news-room/questions-and-answers/item/social-determinants-of-health-key-concepts (last accessed 30 October 2023).
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  16. Institute for Global Health Sciences. Non-communicable Disease Could Cost Global Economy $47 Trillion by 2030. Available from:https://globalhealthsciences.ucsf.edu/news/non-communicable-disease-could-cost-global-economy-47-trillion-2030 (Last Accessed 20 May 2020)
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  20. 20.0 20.1 Parchment A, Lawrence W, Perry R, et al. Making Every Contact Count and Healthy Conversation Skills as very brief or brief behaviour change interventions: a scoping review. J Public Health (Berl.). 2023;31:1017-34.
  21. Lawrence W, Black C, Tinati T, Cradock S, Begum R, Jarman M,et al. ‚Making every contact count‘: Evaluation of the impact of an intervention to train health and social care practitioners in skills to support health behaviour change. J Health Psychol. 2016 Feb;21(2):138-51.
  22. Lussiez A, Hallway A, Lui M, Perez-Escolano J, Sukhon D, Palazzolo W, et al. Evaluation of an Intervention to Address Smoking and Food Insecurity at Preoperative Surgical Clinic Appointments. JAMA Netw Open. 2022 Oct 3;5(10):e2238677.
  23. Iriti M, Varoni EM, Vitalini S. Healthy Diets and Modifiable Risk Factors for Non-Communicable Diseases-The European Perspective. Foods. 2020;9(7):940.
  24. Cooper-Ryan AM, Ure CM. Making Every Contact Count: Evaluation of the use of MECC within the outpatient MSK Physiotherapy service and Bury Integrated MSK Service at Fairfield General Hospital, part of the Bury and Rochdale Care Organisation which is part of the Northern Care Alliance Group.


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