Originale Autorin – Kristen Mason
Top-Beitragende – Kristen Mason, Jess Bell, Admin, Kim Jackson, Laura Ritchie, Lucinda hampton, Rachael Lowe, Shauni Van Overstraeten, Shaimaa Eldib, 127.0.0.1, Evan Thomas, Tarina van der Stockt, Kai A. Sigel, WikiSysop, Wanda van Niekerk und Joseph Ayotunde Aderonmu
Der dreieckige ulnokarpale Komplex (triangulärer fibrokartilaginärer Komplex, TFCC) ist eine tragende Struktur zwischen dem Lunatum (Os lunatum, Mondbein), dem Triquetrum (Os triquetrum, Dreiecksbein) und dem Ulnakopf. Er dient der Stabilisierung des ulnaren Anteils des Handgelenks. Eine Verletzung des TFCC kann akut durch ein Trauma auftreten oder sich allmählich entwickeln. TFCC-Verletzungen geschehen oft begleitend bei einer distalen Radiusfraktur.(1) Zu den Risikofaktoren gehören eine forcierte ulnare Abduktion und eine positive Ulnavariante (Ulna-Plus-Variante). Zu den Behandlungsmöglichkeiten gehören konservative sowie operative Verfahren.(2) Die Prognose einer TFCC-Verletzung ist bei adäquater Behandlung im Allgemeinen günstig.
Der TFCC umfasst die Band- und Knorpelstrukturen, die das Radiokarpalgelenk vom distalen Radioulnargelenk (DRUG) trennen. Er besteht aus Discus ulnocarpalis, Meniscus ulnocarpalis, Lig. collaterale carpi ulnare, Lig. radioulnare dorsale und palmare sowie der Sehnenscheide des M. extensor carpi ulnaris. Dieser Komplex ist der Hauptstabilisator des distalen Radioulnargelenks. Der volare Anteil des TFCC verhindert eine dorsale Verlagerung der Ulna und spannt sich bei Pronation. Der dorsale Anteil des TFCC verhindert eine volare Verlagerung der Ulna und spannt sich bei Supination. Der TFCC trägt darüber hinaus noch zur ulnokarpalen Stabilität bei.(4)(5)
- Ursprung: Medialer Rand des distalen Radius
- Ansatz: Fovea ulnae (Lamina fovealis) und Basis des Processus styloideus ulnae (Lamina styloidalis); Handwurzelknochen, einschließlich Os lunatum, Os triquetrum, Os hamatum (über die ulnokarpalen Ligamente und dem Meniscus ulnocarpalis bzw. Meniscus homologue)
- Gefäßversorgung: der zentrale Diskus ist avaskulär, periphere Blutgefäße durchdringen die Ränder des TFCC
Während der Bewegung in die ulnare Abduktion erfährt der TFCC eine erhöhte axiale Druckbelastung, die im Falle einer Plusvarianz der Ulna noch verstärkt wird. Sportliche Aktivitäten, die eine starke ulnare Abduktion des Handgelenks erfordern, wie beispielsweise das Schlagen eines Baseballs, verursachen hohe Belastungen auf den TFCC.(5)
Die Patienten klagen über Schmerzen im ulnarseitigen Handgelenk, die sich bei Aktivität oft verschlimmern. Es kann auch zu einer verminderten Griffkraft, einer Instabilität oder einem Klicken kommen.(6) Die Verletzungsmechanismen variieren je nach den spezifischen Anforderungen der Sportart, darunter eine forcierte Dorsalextension des Handgelenks bei Slides oder die wiederholte Belastung beim Schlagen (Baseball)(2) sowie Überbeanspruchungen durch Druck und Zug beim Stützen und beim Hängen (Turnen).(7)
Bei der Untersuchung lässt sich der TFCC am besten palpieren, wenn sich der Unterarm in Pronation befindet. Er liegt zwischen dem M. flexor carpi ulnaris, dem Processus styloideus ulnae und dem Os pisiforme. Mehrere Tests können auf eine TFCC-Verletzung hinweisen. Dazu gehören:
Röntgenaufnahmen können eine Avulsion des Processus styloideus ulnae, eine Skaphoidfraktur, eine distale Radiusfraktur, eine volare Kippung des Lunatum oder des Triquetrum sowie eine Ulnavarianz aufzeigen. Eine Arthrographie des TFCC mit Dreifach-Kompartment-Injektion kann bei der Identifizierung von Rissen helfen, weist jedoch nur eine geringe Spezifität auf. Eine MRT des Handgelenks sorgt durch hohe Sensitivität und Spezifität für bessere diagnostische Sicherheit.
Die Palmer-Klassifikation unterteilt TFCC-Läsionen in zwei übergreifende Kategorien: Traumatisch (Typ 1) und Degenerativ (Typ 2). Diese Klassifikation bietet eine genaue anatomische Beschreibung von Rissen, sie ist jedoch kein Anhaltspunkt für die Behandlung oder die Prognose.(9)
Die anfängliche Behandlung einer TFCC-Verletzung umfasst Ruhe, Änderung der Aktivität (um provozierende Belastungen zu beseitigen), Kühlung, NSARs und einer Ruhigstellung in einer Schiene für 3 bis 6 Wochen.(12)
Chirurgische Optionen sollten in Betracht gezogen werden, wenn die konservative Behandlung fehlschlägt oder eine deutliche Instabilität des DRUG vorliegt. Zu den gängigen chirurgischen Optionen gehören die arthroskopische Reparatur, das arthroskopische Débridement, die Ulnaverkürzungsosteotomie und die distale Ulnaresektion (Wafer-Resektion).(2)
Die postoperative Genesungszeit hängt von dem verwendeten chirurgischen Ansatz ab. Arthroskopische Verfahren benötigen in der Regel 4 bis 6 Wochen bis zur Genesung, während offene chirurgische Eingriffe in der Regel etwa 3 Monate benötigen. Nach der Operation sollten die Patienten zur Handtherapie überwiesen werden. Der genaue Zeitpunkt für den Beginn der Rehabilitation sowie ihre Dauer hängen von der Art des durchgeführten Eingriffs und dem Nachbehandlungsschema des Operateurs ab.(2) Die Rehabilitation folgt ähnlichen Prinzipien wie die konservative Behandlung, wobei die Geschwindigkeit der Progression durch den chirurgischen Eingriff und der Heilungszeiten der Gewebe bestimmt wird.
Die folgende Progression kann sowohl für die konservative Behandlung als auch für die postoperative Rehabilitation verwendet werden. Zeitpunkt und Intensität werden je nach Schmerzniveau, Gewebeheilung und chirurgischem Eingriff (falls zutreffend) angepasst.
Eine sanfte Traktion des Radio- und Mediokarpalgelenks kann durchgeführt werden.(13)(14)

Der Patient sollte allgemeine Übungen zur Mobilisation des Handgelenks durchführen, darunter:(15)(16)(17)
Stufenweise können Kräftigungsübungen in die Nachbehandlung eingebaut werden. Als Widerstand können freie Gewichte, Fitnessbänder, Reifen oder flexible Übungsstäbe verwendet werden. Die Bewegungen umfassen:(18)
TFCC-Verletzungen verursachen Schmerzen auf der ulnaren Seite des Handgelenks. Die Stabilität des DRUG bestimmt die Behandlungsmethode – bei stabilen Verletzungen kann eine konservative Behandlung über einen Zeitraum von bis zu 6 Monaten versucht werden, während instabile Verletzungen eine chirurgische Beratung erfordern. Die Behandlung verläuft von der Ruhigstellung über passive Mobilisation bis hin zur aktiven Kräftigung.