Originale Autorin – Diane Hodges Popps
Top-Beitragende – Laura Ritchie, Diane Hodges Popps, Jocelyn Fu, Kim Jackson , Admin, Katherine Knight, Nupur Smit Shah, Evan Thomas, WikiSysop, Ulrike Lambrix, Jess Bell, Felicia Daigle, Jeremy Brady, Elien Lebuf, Tarina van der Stockt , Karen Wilson, Lauren Lopez and Tony Lowe
Der Radius (Speiche) ist der größere der beiden Knochen des Unterarms und befindet sich radial zur Ulna. Das distale Ende des Radius wird definiert als die drei Zentimeter proximal des Radiokarpalgelenks, wo der Radius mit dem Os lunatum (Mondbein) und dem Os scaphoideum (Kahnbein) des Handgelenks gelenkig verbunden ist. Eine Fraktur des distalen Radius wird in der Regel durch einen Sturz auf den ausgestreckten Arm verursacht.(1) Bei der Mehrzahl der distalen Radiusfrakturen handelt es sich um geschlossene Verletzungen, bei denen die darüber liegende Haut intakt bleibt.(2)(3) Der Radius ist der am häufigsten gebrochene Knochen der oberen Extremität.
Jahrhundertelang wurde diese Fraktur fälschlicherweise als eine Luxation des Handgelenks beschrieben. Im Jahr 1814 wurde sie von dem irischen Chirurgen und Anatomen Abraham Colles als Fraktur neu definiert. Eine Sonderform dieser Fraktur erhielt später den Namen Colles-Fraktur.(4)
Das Handgelenk (Radiokarpalgelenk, Art. radiocarpea) ist ein Synovialgelenk der oberen Extremität, das den Übergang zwischen Unterarm und Hand auszeichnet.
Das Handgelenk wird distal von der proximalen Reihe der Handwurzelknochen (mit Ausnahme des Os pisiforme) gebildet;
Der proximale Anteil des Handgelenk bildet sich durch das distale Ende des Radius und der Knorpelscheibe des distalen Radioulnargelenks, dem Discus articularis.
Die multiplanare Bewegung des Handgelenks basiert auf drei Gelenken:
Die Ulna (Elle) ist nicht Teil des Handgelenks – sie bildet mit dem Radius an zwei Stellen ein Gelenk, das proximale und distale Radioulnargelenk. Achtzig Prozent der axialen Belastung auf dem Handgelenk werden vom distalen Radius getragen, nur zwanzig Prozent von der Ulna. Am distalen ende der Ulna befindet sich ein dreieckiger Faserknorpelkomplex, das Triangular Fibrocartilage Complex (TFCC), eine tragende Struktur zwischen dem Lunatum, dem Triquetrum und dem Caput ulnae. Dieser Faserknorpel dient als Stabilisator für die ulnare Seite des Handgelenks und verbindet die Ulna mit den Handwurzelknochen. Zusammen bilden die Handwurzelknochen der proximalen Reihe eine konvexe Fläche, die für das Radiokarpalgelenk mit der konkaven Fläche des Radius und dem Discus articularis zusammenwirkt.
Es gibt mehrere bekannte Bandansätze am distalen Radius. Diese bleiben bei distalen Radiusfrakturen oft intakt. Die volaren Bänder sind stärker und geben dem Radiokarpalgelenk mehr Stabilität als die dorsalen Bänder.(5)
Distale Radiusfrakturen gehören zu den häufigsten Frakturen der oberen Extremität bei Erwachsenen und machen ein Sechstel aller Frakturen in der Notaufnahme aus. Sie treten vor allem in der älteren kaukasischen Bevölkerung auf.(2)(3)(6)(7)(8) In der Regel liegt ein Sturz oder ein ähnliches Trauma der oberen Extremität vor. Schmerzen und Schwellungen im Unterarm oder Handgelenk sind häufige klinische Erscheinungen. Blutergüsse/Hämatome und Deformitäten des Handgelenks oder Unterarms sind ebenfalls möglich.(9)
Bei Frauen steigt die Inzidenz der distalen Radiusfraktur mit dem Alter ab 40 Jahren. Vor dem 40. Lebensjahr ist die Inzidenz von distalen Radiusfrakturen bei Männern wesentlich höher. Distale Radiusfrakturen bei jüngeren Erwachsenen sind in der Regel das Ergebnis eines energiereichen Traumas wie eines Autounfalls, eines Sturzes aus der Höhe oder einer sportlichen Aktivität.(10) Bei älteren Erwachsenen sind sie häufig die Folge eines energiearmen oder mittelschweren Traumas, z. B. eines Sturzes aus dem Stand. Dies könnte auf die größere Fragilität der Knochen aufgrund von Osteoporose bei älteren Erwachsenen zurückzuführen sein.(2)(11)
Distale Radiusfrakturen können anhand ihres klinischen Erscheinungsbildes und der typischen Deformität klassifiziert werden. Dorsale Verschiebung, dorsale Abkippung, mehrfragmentäre Fraktur und Radiusverkürzung können zur Beschreibung des Frakturbildes verwendet werden. Eine Klassifikation auf der Grundlage von Frakturmustern wie intraartikulär (Gelenkfläche unterbrochen) oder extraartikulär (Gelenkfläche des Radius intakt) kann ebenfalls verwendet werden.(2) (13)
1. Klassifikation von intraartikulären Frakturen nach Melone
2. AO-Klassifikation von extraartikulären distalen Unterarmfrakturen nach Müller
Eine Colles-Fraktur ist typischerweise die Folge eines Sturzes auf eine ausgestreckte Hand (Extensionsfraktur) und führt zu einer Dislokation des distalen Radiusfragments nach dorsal und radial:
Das Gegenteil der Colles-Fraktur ist eine Smith-Fraktur, mit Dislokation des distalen Fragments nach palmar und radial. Sie entsteht durch einen Sturz auf ein gebeugtes Handgelenk (Flexionsfraktur) mit in Supination fixiertem Unterarm(14)
Hier handelt es sich um eine intraartikuläre Fraktur mit dorsalem Kantenfragment (Extensionsfraktur). Manchmal kann eine Subluxation oder Luxation der Handwurzelknochen vorliegen.
Komplikationen von distalen Radiusfrakturen sind häufig und vielfältig. Sie können die Folge von der Verletzung an sich oder von Behandlungsinterventionen sein und sind mit schlechteren Ergebnissen verbunden. Zu den Komplikationen können gehören:(15)
Da der Verletzungsmechanismus bei einer distalen Radiusfraktur in der Regel ein traumatisches Ereignis mit hoher Energie ist, sollten Röntgenbilder angefertigt werden, um die Diagnose zu bestätigen und sicherzustellen, dass das umliegende Gewebe noch intakt ist. Andere Verletzungen, die Schmerzen auf der radialen Seite verursachen, können ein Riss oder eine Perforation des TFCC, eine Galeazzi-Fraktur (Fraktur der distalen 2/3 des Radius), eine Skaphoidfraktur oder eine Verletzung der Ligg. radiocarpalia sein.
Anhand von Röntgenparametern wird geprüft, ob anatomische Anomalien vorliegen.
Es gibt viele Klassifikationssysteme, die Frakturen des distalen Radius beschreiben. Klassifikationssysteme sollten den folgenden beiden Grundsätzen folgen:
Zur Verbesserung der prospektiven Datenerfassung wurde eine Checkliste und ein Bewertungsbogen für Komplikationen bei distalen Radiusfrakturen entwickelt.(19) Die Checkliste enthält eine Klassifikation für alle Komplikationen bei distalen Radiusfrakturen, die jeweils nach Schweregrad eingestuft sind (leicht = 1, mittelschwer = 2, schwer = 3). Anschließend wird eine Gesamtpunktzahl berechnet. Die Kategorien des Fragebogens sind
Physiotherapeuten müssen eine gründliche Befunderhebung durchführen, die subjektive und objektive Untersuchung umfasst.
Bei anhaltenden Schmerzen im Zusammenhang mit einer vermuteten Instabilität der Handwurzel sollte so früh wie möglich eine Untersuchung der Integrität der Bänder veranlasst werden, um schlechte funktionelle Ergebnisse und eine lange Genesungszeit zu vermeiden. Spezifische Frakturmuster und Verletzungen mit hoher Energie stehen im Zusammenhang mit karpalen Bandverletzungen.(16)
Um die Diagnose zu bestätigen, können Röntgenaufnahmen die Fraktur, die Dislokation sowie die Anzahl der Knochenfragmente erkennen.(1)
Wenn die Fraktur in einer akzeptablen Position ist, kann ein Gipsverband bzw. Cast angelegt werden, bis der Knochen verheilt ist. Bei einer gering dislozierten Fraktur werden die Fragmente neu ausgerichtet (reponiert), anschließend wird eine Schiene oder ein Gips angelegt. Der Gips wird zwei bis drei Wochen nach dem Anlegen gewechselt, wenn die Schwellung zurückgeht, und sechs Wochen nach der Reposition entfernt, sofern eine angemessene Heilung stattgefunden hat. Danach kann mit der Physiotherapie begonnen werden, um die Funktion des verletzten Handgelenks wiederherzustellen.(1)
Wenn die Dislokation der Fraktur so groß ist, dass eine Reposition nicht ausreicht, um eine akzeptable Position der Knochen zu erreichen, ist eine Operation erforderlich.
Orthopädische Chirurgen empfehlen in der Regel eine chirurgische Versorgung bei dislozierten intraartikulären Frakturen des distalen Radius bei aktiven, gesunden Menschen.(22) Die Vielfalt der Repositions- und Fixationsmöglichkeiten wird durch die Veröffentlichung von fünf Cochrane-Reviews deutlich, die sich allein mit diesem Thema befassen. Zu den Verfahren gehören: 1) geschlossene Reposition und perkutane Fixation, entweder extrafokal oder intrafokal, 2) gelenküberbrückende externe Fixation mit oder ohne zusätzlicher Kirschnerdrahtfixation, 3) dorsale Plattenosteosynthese, 4) fragmentspezifische Fixation, 5) Offene Reposition und Interne Fixation (ORIF) mit einer volaren Platte über einen klassischen Henry-Zugang, 6) eine Kombination dieser Methoden(2)(3)(13)(17)(18)(22)(23). Nach Bushnell und Bynum (2007) gehören zu den chirurgischen Komplikationen „Ödeme, Hämatome, Steifheit, Infektionen, neurovaskuläre Verletzungen, Verlust der Fixation, wiederkehrende Malunion, Nonunion oder Delayed Union, Instabilität, Sehnenreizungen oder -risse, Arthrose, residuale ulnarseitige Schmerzen, Neuropathie des N. medianus, komplexes regionales Schmerzsyndrom und Probleme mit der Entnahmestelle des Knochentransplantats.“(13)
Das derzeitige physiotherapeutische Management von distalen Radiusfrakturen umfasst die postoperative Nachbehandlung oder die funktionelle Nachbehandlung nach der Ruhigstellung.(27) Es gibt derzeit keinen Konsens über die Rehabilitation von distalen Radiusfrakturen, und das Thema bedarf weiterer Forschung. Die Rehabilitation sollte eine Vielzahl von Behandlungsmöglichkeiten zur Auswahl haben und individuell orientiert sein. Die Empfehlung eines allgemeinen Goldstandards liegt zur Zeit nicht vor. Die geeignetste Behandlungsoption muss je nach Art der Fraktur, die anhand der Röntgenbilder nach der vorläufigen Reposition beurteilt wird, gewählt werden. Die Wahl hängt ab von:(1)
Die Anwendung von Konzepten des Selbstmanagements hilft bei der Entwicklung eines positiven Gesundheitsverhaltens während der Rehabilitation. Programme zum Selbstmanagement können sich positiv auf das Wissen der Teilnehmer, das Symptommanagement, die Selbstwirksamkeit und Aspekte des Gesundheitszustands auswirken. Diese Programme werden in der Regel für Patienten mit chronischen Krankheiten angeboten.(28)
Kühlen, Hochlagerung und nicht verschreibungspflichtige Medikamente zur Schmerzlinderung sind in der Regel ausreichend, um die Schmerzen bei dieser Art von Verletzung zu lindern.(1)
(8) fanden heraus, dass ein Rehabilitationsprogramm, das aus physiotherapeutischer Beratung und Übungen bestand, bei Erwachsenen nach der Immobilisation und/oder Bohrdrahtosteosynthese einer distalen Radiusfraktur einen gewissen zusätzlichen Nutzen gegenüber keiner physiotherapeutischen Intervention bot.(29) Diese Vorteile bestanden aus einer Verbesserung der Schmerzen in Woche 3 und Woche 6, geringere Aktivitätseinschränkungen in Woche 3 und eine größere Zufriedenheit im Vergleich zur Kontrollgruppe. Beide Gruppen unterschieden sich jedoch nicht in Bezug auf die Wiederherstellung des aktiven Bewegungsausmaßes des Handgelenks oder der Griffkraft.(29)
Michlovitz et al.(30) veröffentlichten die Ergebnisse einer Umfrage unter Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und zertifizierten Handtherapeuten zur Ermittlung der gängigen Praktiken bei der Rehabilitation von Patienten mit distaler Radiusfraktur.
Während der Ruhigstellung:
Weniger als 10 % der Fälle werden in dieser Phase zur Therapie überwiesen. Zu den Prioritäten während der Immobilisation gehören die Behandlung von Ödemen und der Fingersteifigkeit sowie die Patientenedukation. In der Regel werden Übungsprogramme für zu Hause angeboten, die den Erhalt der Beweglichkeit in der Schulter, im Ellbogen und in den Finger berücksichtigen. Zur Schmerzbehandlung können Wärme-/Kältebehandlungen angewandt werden. Zur Behandlung von Ödemen können Kompressionsbandagen und retrograde Massage eingesetzt werden. In 50 % der Fälle wurden Lagerungsschienen zur Unterstützung und zum Schutz verwendet.(30)
Nach der Ruhigstellung:
Neunzig Prozent der befragten Therapeuten wenden in dieser Phase Wärme / Kälte sowie Beweglichkeitsübungen an. Achtzig Prozent verwenden Kompressionsbandagen mit retrograder Massage, Übungen für die Koordination und Feinmotorik, Gelenkmobilisationen und Weichteiltechniken. Fast 90 % der Befragten führten auch Kräftigungsübungen durch, um sowohl die Kraft als auch die Funktion zu verbessern. Statische oder dynamische Schienen (oder beides) können zur Behandlung der Gelenksteifigkeit eingesetzt werden.(30)
Smith et al.(31) gaben die folgende Zusammenfassung der postoperativen Rehabilitationstechniken:
| Fixateur externe | Dorsale Plattenosteosynthese | Winkelstabile volare Plattenosteosynthese |
|---|---|---|
| 1. Frühzeitige Kontrolle von Schmerz und Ödem | 1. Frühzeitige Kontrolle des Ödems | 1. Ödemkontrolle, sofortige Verbesserung des aktiven Bewegungsausmaßes des Handgelenks und der unbeteiligten Gelenke |
| 2. Pflege und Überprüfung der Pins | 2. Statische Lagerungsschiene für das Handgelenk | 2. Statische Lagerungsschiene für das Handgelenk in 30° Extension |
| 3. Sofortige Verbesserung des aktiven Bewegungsausmaßes der umliegenden Gelenke; Pronation/Supination im Unterarm und Bewegung im Handgelenk sind während der FIxation nicht erlaubt | 3. Sofortige Verbesserung des aktiven Bewegungsausmaßes der umliegenden Gelenke | 3. Nach der knöchernen Heilung: progressive aktive/aktiv-assistive/passive Übungen für das Bewegungsausmaß des Handgelenks; statische Handgelenksschiene nur zum Schutz; eine Progression der Schienenversorgung selten angezeigt |
| 4. Desensibilisierungsprogramm im Falle einer Reizung des sensorischen Asts des N. radialis oder eines CRPS | 4. Vorsichtige Verbesserung des aktiven Bewegungsausmaßes des Handgelenks | 4. Steigerung von Aktivität und ADLs |
| 5. Nach Entfernung der Fixation: aktive/aktiv-assistive/passive Übungen für das Bewegungsausmaß von Handgelenk und Unterarm; Schwerpunkt auf Flexion der Finger, Dorsalextension und ulnare Abduktion des Handgelenks, Supination des Unterarms; statische progressive Schienen, wenn indiziert; Steigerung von Aktivitäten und ADLs | 5. Nach der knöchernen Heilung: aktive/aktiv-assistive/passive Übungen für das Bewegungsausmaß des Handgelenks mit Schwerpunkt auf aktiver Volarflexion des Handgelenks; Preload-and-Release-Techniken für die Strecksehnen; statische progressive Schienen, wenn indiziert | |
| 6. Steigerung der Aktivitäten und ADLs |
Da distale Radiusfrakturen so unterschiedlich sind und die Behandlungsinterventionen so breit gefächert sind, verläuft die Genesung bei jedem Einzelnen anders. In Absprache mit dem behandelnden Chirurgen kann festgelegt werden, wann eine Rückkehr zu verschiedenen Aktivitäten möglich ist.(1)
In den ersten zwei Monaten nach der Operation berichten die Patienten teils über starke Schmerzen bei der Bewegung und schwere Beeinträchtigungen bei Aktivitäten des täglichen Lebens, die mit validen und zuverlässigen Ergebnismessungen wie dem Patient Rated Wrist Evaluation (PRWE) und dem Disabilities of the Arm, Shoulder, and Hand Questionnaire (DASH) ermittelt werden.(35) Diese selbstberichteten Defizite spiegeln sich in einem verminderten Bewegungsausmaß und einer verminderten Griffkraft wider, wobei die Kraft stärker mit der funktionellen Fähigkeit korreliert. Die meisten Patienten erreichen den größten Teil ihrer Genesung innerhalb der ersten sechs Monate. Eine kleine Minderheit von Patienten wird ein Jahr nach der Verletzung unabhängig vom Behandlungsprotokoll anhaltende Schmerzen und Behinderungen haben,(7) (35) (36) insbesondere beim Abstützen aus dem Sitzen in den Stand und beim Tragen von Lasten. Patienten mit atypischen Genesungsverläufen nach distalen Radiusfrakturen benötigen modifizierte Behandlungsprogramme, die auf eine Steigerung der Funktionsfähigkeit abzielen.
Handoll et al. führten acht Cochrane Reviews durch, die sich mit distalen Radiusfrakturen befassten. Es lagen nicht genügend Daten vor, um klare Schlussfolgerungen zu ziehen. Dies könnte auf ein schlechtes Studiendesign und die Heterogenität der distalen Radiusfrakturen selbst zurückzuführen sein.
In einer randomisierten kontrollierten Studie befürworteten Kay et al.(27) eine physiotherapeutische Intervention, obwohl die Studie zahlreiche Einschränkungen aufwies.(8) Während in der Versuchsgruppe keine signifikanten Unterschiede bei der Griffkraft und der Dorsalextension des Handgelenks festgestellt wurden, ist es wichtig zu erwähnen, dass einige der sekundären Messwerte eine signifikante Verbesserung im Vergleich zur Kontrollgruppe aufwiesen. Dazu gehören Vorteile bei Aktivität, Schmerzen und Zufriedenheit.
Da distale Radiusfrakturen zu den häufigsten Verletzungen in der Orthopädie gehören, ist es für Physiotherapeuten wichtig, die Risikofaktoren und Behandlungsmöglichkeiten zu kennen. Obwohl weitere Untersuchungen erforderlich sind, um die besten Behandlungsoptionen für jede Subgruppe von Patienten nach der Operation zu ermitteln, wird auf der Grundlage der derzeitigen Evidenz empfohlen, die Patienten routinemäßig an einen Physiotherapeuten zur Edukation und Übungen zu überweisen.