Einführung in die Bewegungstherapie

Originale Autorin Jess Bell basierend auf dem Kurs von Richard Jackson
Top-BeitragendeJess Bell, Wanda van Niekerk und Kim Jackson

Einleitung(edit | edit source)

Bei der Verschreibung von Übungen in der physiotherapeutischen Praxis ist es wichtig, den Unterschied zwischen therapeutischen Übungen und allgemeinen Übungen zu kennen. Allgemeine Übungen sind im Wesentlichen ein „Workout“. Es sind Übungen für das Wohlbefinden, die allgemeine Gesundheit, für ein besseres Aussehen, als Spaß, in der Freizeit usw.(1)

Therapeutische Übungen hingegen sind speziell für Personen gedacht, die ein körperliches Problem/eine körperliche Beeinträchtigung haben, die oft mit Schmerzen einhergeht.(1)


„Therapeutische Übungen unterscheiden sich von anderen Formen der Bewegung in der Freizeit, weil es eine zielgerichtete, körperbildende Aktivität ist, die oft von Experten verordnet wird (…), die ihr Wissen über die Körperfunktionen nutzen, um eine wirkungsvolle Form der Anatomiepolitik zu betreiben.“(2)


Rehabilitationsfachleute müssen in der Lage sein, die Ursache für die Schmerzen oder Beeinträchtigungen eines Klienten zu untersuchen, zu analysieren und zu ermitteln. Anschließend werden Übungen verschrieben, um Defizite in folgenden Bereichen zu beheben:(1)

  • Mobilität / Flexibilität
  • Kraft und Leistung
  • Neuromuskuläre Kontrolle
  • Muskuläre Ausdauer

Warum sollte ein Behandlungsplan therapeutische Übungen enthalten? ( edit | edit source )

Ein Vorteil bewegungstherapeutischer Interventionen liegt darin, dass sie dem Übenden ermöglichen, seine Symptome selbst in die Hand zu nehmen.(1) Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Forschungsergebnissen, die den Einsatz in der klinischen Praxis unterstützen.(3)(4)(5)

  • Die Forschung unterstützt den Einsatz von bewegungtherapeutischen Interventionen für das Erlangen von langfristigen Veränderungen im Vergleich zu alleiniger manueller Therapie
    • Eine systematische Übersichtsarbeit von Lin et al.(6) bewertete 44 klinische Praxisleitlinien für muskuloskelettale Schmerzerkrankungen. Sie stellten fest, dass Übungen in allen Leitlinien empfohlen werden. Für die manuelle Therapie hingegen gilt, dass sie zusammen mit anderen Interventionen (z. B. Übungen, Psychotherapie, Information/Edukation, Aktivitätsberatung) eingesetzt werden sollte.(6)
  • Übungen werden im Vergleich zu anderen therapeutischen Interventionen stärker empfohlen(1)

Terminologie(edit | edit source)

Tabelle 1 enthält eine Liste von Begriffen, die häufig verwendet werden, wenn es um Bewegungstherapie geht.

Tabelle 1. Terminologie in der Bewegungstherapie(1)(7)
Begriff Definition
Übung Gezielte Bewegung der Gelenke, um die Muskeln zu fordern
Form Eine „Topographie der Bewegung“ oder eine spezifische Art und Weise, eine Übung auszuführen, um die Sicherheit zu maximieren und die Muskelkraft zu verbessern
Wiederholung / Wdh Ein Zyklus, der aus dem kontrollierten Heben und Senken eines Gewichts besteht
Satz Mehrere Wiederholungen hintereinander ohne Pause
Einwiederholungsmaximum / 1RM Das maximale Gewicht, das eine Person einmal heben kann
Agonist Hauptmuskel für die Bewegung
Antagonist Das Gegenteil eines Agonisten; kann schnelle Bewegungen exzentrisch steuern
Synergist Muskel(n), der/die ein Gelenk stabilisiert/stabilisieren, um den/die eine Bewegung stattfindet
Tempo Die Geschwindigkeit, mit der eine Übung ausgeführt wird; das Tempo wirkt sich sowohl auf die Menge an Gewicht, die bewegt werden kann, als auch auf den Muskel aus

Gewebeschädigung, Pathogenese, Schmerz und Leistung ( edit | edit source )

Verletzungen und Gewebeschäden führen zu einer Störung der Gelenkbiomechanik:(1)

  • Schmerzen nach einer Verletzung oder Operation führen zu einer Kaskade von Veränderungen, die Störungen im Gelenk und möglicherweise anhaltende Schmerzen verursachen können. Dieser Schmerz kann jahrelang anhalten. Dies wiederum kann zu degenerativen Veränderungen wie Facettengelenksarthrose, beschleunigte Bandscheibendegeneration und Nervenwurzelreizungen führen.
  • Eine Gewebeschädigung tritt auf, wenn ein Gewebe übermäßig belastet wird (d. h. die Kraft übersteigt die Festigkeit des Gewebes).(8) Eine Schädigung kann nach einer einmaligen Beanspruchung oder durch wiederholte Belastungen auftreten.(1) Gewebeschäden führen zu Problemen der motorischen Kontrolle und in der Folge zu langfristigen Schmerzen und degenerativen Veränderungen.

Auch Verletzungen können zu motorischen Veränderungen führen.(1) Die Forschung hat gezeigt, dass Personen, die über erhebliche Kreuzschmerzen berichten, Veränderungen in ihren Systemen der motorischen Kontrolle aufweisen.(9)(10)

Die Herausforderung besteht also darin, das Stabilisationssystem sowohl bei langsamen Aktivitäten als auch bei schnellen willkürlichen Bewegungen zu trainieren, damit der Körper plötzlichen, überraschenden Belastungen standhalten kann.(1) Das Vorhandensein von Schmerzen verhindert jedoch die Wiederherstellung von „gesunden“ Bewegungsmustern. Und so wie Bewegungsmuster durch Verletzungen beeinträchtigt werden, können auch unangemessene Bewegungsmuster zu Verletzungen führen. Daher sind gestörte Systeme der motorischen Kontrolle sowohl eine Ursache als auch eine Folge von Verletzungen.(1)

Wie bereits erwähnt, gibt es jedoch zahlreiche Evidenz, die den Einsatz therapeutischer Übungen als Intervention bei Verletzungen oder Schmerzen des Bewegungsapparats unterstützen.(11)(12) Sie können Folgendes verbessern:(1)

  • Bewegungsausmaß, Flexibilität und Mobilität
  • Aktivierung der Muskeln
  • Neuromuskuläre Koordination
  • Stabilität der Gelenke
  • Kraft und Leistung
  • Muskelausdauer

Gestaltungsprinzipien der Progression und Regression ( edit | edit source )

Bei der Verschreibung von Übungen ist es wichtig zu wissen, wie man für jede Übung Progressionen (d.h. Steigerungen) und Regressionen (d.h. Erleichterungen) gestaltet. Wenn sich die Patienten verbessern, können die Übungen progredient modifiziert werden. Wenn die Schmerzen/Symptome jedoch zunehmen, kann es erforderlich sein, bestimmte Parameter regressiv zu verändern, darunter:(1)

  • Sätze
  • Wiederholungen
  • Geschwindigkeit
  • Widerstand

Phasen der Bewegungstherapie ( edit | edit source )

  • Aktivierung
    • Zunächst muss festgestellt werden, ob der Patient den betroffenen Muskel aktivieren kann – d.h. ob eine Verbindung zwischen Muskel und Gehirn besteht.
  • Gewebeheilung
    • Die Phase der Heilung hat einen wesentlichen Einfluss darauf, welche Übungen durchgeführt werden
  • Stabilisation
    • Die Gelenke werden durch die Muskeln stabilisiert
  • Mobilisation
    • Mit zunehmender Stabilität kann das Bewegungsausmaß erhöht werden.
  • Verbesserung der Muskelleistung
  • Anspruchsvollere Koordination und Geschicklichkeit
    • Schrittweise Erhöhung der Schwierigkeit von Bewegungsmustern zur Wiederherstellung normaler funktioneller Fähigkeiten(1)

Anleitungsformen für Übungen ( edit | edit source )

  • Verbale Hinweise/Cues
  • Mentale Bewegungsvorstellung (Mental imagery)
  • Visuelles Feedback
  • Manuelle Hinweise/Cues(1)

Verschiedene Cues, die zur Unterstützung des motorischen Lernens verwendet werden, werden hier ausführlicher behandelt.

Arten der Muskelkontraktion ( edit | edit source )

Abbildung 1. Arten von Muskelkontraktionen.

Die Arten der Muskelkontraktion sind:(1)(5)(13)

  • Isotonisch
    • Konzentrisch (Verkürzung)
    • Exzentrisch (Verlängerung)
  • Isometrisch
    • Statisch/haltend
  • Isokinetisch

Exzentrische Übungen:(1)(14)

  • Negative Kraft einer Muskelkontraktion (d. h. negative Arbeit)
  • Führt zu Muskelhypertrophie
  • Vorteilhaft für Sehnen
  • Verursacht Muskelkater (Delayed Onset Muscle Soreness – DOMS)
  • Sollte nicht weniger als 4 Sekunden dauern

Isometrische Übungen:(5)

  • Muskelkontraktion ohne jede Bewegung oder Veränderung der Muskellänge

Konzentrische Übungen:(1)(14)

  • Positive Kraft einer Muskelkontraktion (d. h. positive Arbeit)
  • Zum Aufbau der Ausdauer und zur Erhöhung der Trainingstoleranz
  • Sollte nicht länger als 3 Sekunden dauern

Konzentrische versus exzentrische Übungen:(1)

  • Die exzentrische Kraft muss größer sein als die konzentrische Kraft(15)
  • Die exzentrische Last muss größer sein als die, die eine Person konzentrisch heben kann

Im folgenden Video werden konzentrische, exzentrische und isometrische Muskelkontraktionen ausführlich erläutert.

(16)

Überlastungsprinzip ( edit | edit source )

Um die Kraft zu verbessern, muss die Belastung eines Muskels erhöht werden. Dadurch wird die Leistungsfähigkeit des Muskels erhöht. Wenn das System schrittweise belastet wird, kann es sich anpassen. Außerdem bereitet es den Körper darauf vor, in Zukunft mehr zu leisten.(1)

Das folgende Video bietet eine kurze Diskussion über das Überlastungsprinzip.

(17)

Hier erfahren Sie mehr über einige der grundlegenden Prinzipien (wie Spezifität, Überlastung, Umkehrbarkeit und Individualisierung) in der Trainingsphysiologie.

Vorbereitung des Patienten ( edit | edit source )

Um den Patienten auf therapeutische Übungen vorzubereiten, sollten Sie Folgendes beachten:(1)

  • Edukation zum Erfolg:
    • Besprechen Sie, wie es weitergehen soll
    • Ermutigen Sie die Patienten, nach Abschluss der Therapie weiterzumachen
  • Setzen Sie Erwartungen:
    • Was ist normaler Muskelkater?
      • 24-48 Stunden
    • Wie oft sollten die Übungen durchgeführt werden?
    • Wie lange wird es dauern, bis Änderungen eintreten? Folgendes ist wichtig zu beachten:(1)
      • Es dauert 4-6 Wochen, um physiologische Veränderungen in einem Muskel zu erreichen
      • Frühe Steigerungen der Kraftproduktion sind mit neuronalen Anpassungen verbunden(18)
      • Ein Patient kann sich „stärker fühlen“, noch bevor 4-6 Wochen vergangen sind

Programmgestaltung ( edit | edit source )

Tabelle 2 gibt einen Überblick über das Ampelsystem. Anhand dieses Systems lässt sich bestimmen, auf welchem Niveau eine Person trainieren sollte.

Tabelle 2. Ampelsystem für therapeutische Übungen(1)
Rotes Licht
  • Bewegung tut weh und kann zu weiteren Verletzungen führen
  • Schmerz vor Widerstand
  • „Hands-off“-Ansatz oder isometrische Übungen
Gelbes Licht
  • Bewegung tut nicht weh, solange kein Überdruck ausgeübt wird
  • Schmerz bei Widerstand
  • Behandlung mit minimalen bis moderaten manuellen Techniken, Übungen unterhalb der Schmerzgrenze
Grünes Licht
  • Schmerz nach Widerstand
  • Verringertes Risiko, weitere Verletzungen zu verursachen
  • Direkt behandeln

Allgemeine Prinzipien ( edit | edit source )

Es ist wichtig, eine gezielte Übungsintervention durchzuführen und sich auf die entsprechende Beeinträchtigung zu konzentrieren (d. h. Schwäche im Gegensatz zu sensomotorischen oder neuromotorischen Defiziten). Bedenken Sie:(1)

  • Irritierbarkeit und derzeitiges Funktionsniveau
  • Schema der Wiederholungen und Sätze
  • Auf die Art der Beeinträchtigung abzielen
  • Progressionen (notwendig, um Veränderungen zu sehen)

Sensomotorische Beeinträchtigung ( edit | edit source )

Sensomotorische Kontrolle wird definiert als „afferente und efferente Informationsströme sowie die zentrale Verarbeitung dieser beiden, die zur Stabilität der Gelenke beitragen.“(19)

Sensomotorische Beeinträchtigungen bzw. Defizite werden mit verschiedenen muskuloskelettalen Erkrankungen in Verbindung gebracht, darunter auch Nackenschmerzen,(19) Erkrankungen der Hand,(20) Rückenschmerzen,(21) usw. Zu den Mechanismen für sensomotorische Defizite gehören:(22)

  • Beeinträchtigungen bei der Integration und Verarbeitung von Informationen in verschiedenen Teilen des sensomotorischen Systems (z. B. sensorischer Input, zentrales Nervensystem, motorischer Output)
  • Die neuronale Hemmung steht in Zusammenhang mit Schmerzen, Schwellungen, Entzündungen, Gelenklaxität und Schäden an den Afferenzen der Gelenke(23)
  • Bei Knieschmerzen wurden auch im nicht verletzten Bein sensomotorische Defizite festgestellt:(22)
    • Dies kann auf körperliche Inaktivität nach der Verletzung, eingeschränkte Funktion und beeinträchtigtes sensorisches Feedback des verletzten Gelenks zurückzuführen sein

Eine ausführliche Diskussion des sensomotorischen Systems finden Sie in diesem Artikel, insbesondere in Abbildung 1: The sensorimotor system, part I: the physiologic basis of functional joint stability(24)

Das folgende Video gibt einen Überblick über das sensomotorische System.

(25)

Neuromuskuläres Training ( edit | edit source )

Neuromuskuläre Trainingsprogramme haben sich als wirksam erwiesen, um die Funktion zu verbessern und die Symptome bei verschiedenen Verletzungen zu verringern.(26)(27) Zur Verbesserung der sensomotorischen Kontrolle werden häufig Übungen in der geschlossenen kinetischen Kette in einer Reihe von Positionen durchgeführt.(22)

Bitte beachten Sie, dass es sich bei Übungen in der geschlossenen kinetischen Kette um Übungen oder Bewegungen handelt, bei denen das distale Körpersegment an einem stationären Objekt fixiert ist.(28) Bei Übungen in der offenen kinetischen Kette bewegt sich das distale Körpersegment (z. B. der Fuß) frei im Raum.(29)

Progression der Funktion durch Prinzipien des motorischen Lernens:(1)

Progression der Funktion durch Bewegung:(1)

  • Häufigkeit, Intensität, Dauer (Zeit)
  • Ausdauer
  • Eingelenkig bis mehrgelenkig; geschlossen bis offen

Das folgende Video bietet eine grundlegende Zusammenfassung der FITT-Prinzipien (d. h. Häufigkeit/Frequency, Intensität/Intensity, Zeit/Time, Art/Type).

(30)

Das Verfahren läuft wie folgt ab:(1)

  • Aktivierung
  • Neuromuskuläre Reedukation
  • Motorisches Lernen
  • Funktionelles Bewegungstraining

Beachte:(1)

  • Die Rumpfmuskulatur (Core) ist der Schlüssel für die Bewegung der Extremitäten
    • Die Extremitäten sind an die Wirbelsäule gebunden
    • Die Wirbelsäule muss stabil sein

Kraft- und Konditionstraining ( edit | edit source )

Muskelkraft ist definiert als die Menge an innerer Kraft, die ein bestimmter Muskel oder eine Muskelgruppe erzeugen kann.(1)

Kondition (Ausdauer) wird definiert als die Fähigkeit, „eine wiederholte Muskelkontraktion gegen einen bestimmten Widerstand über einen längeren Zeitraum hinweg durchzuführen.“(31)


„Kraft ist nicht gleich Stabilität.“(1)


Kraft- und Ausdauertraining haben viele Vorteile:(1)

  • Verstärkte Vaskularisierung des Gewebes
  • Erhöhte strukturelle Integrität des Bindegewebes
  • Verbesserung der mageren Muskelmasse
  • Erhöhte Stoffwechselrate
  • Verringertes Körperfett

Toleranz:(1)

  • Jeder Mensch hat eine Toleranz für Arbeit
  • Gewebe werden geschädigt, wenn ihre Belastungstoleranz überschritten wird
  • Die Toleranz ist geringer in Geweben, die bereits durch Verletzungen geschwächt sind
  • Die Kenntnis der individuellen Toleranz hilft bei der Wahl der richtigen Dosierung/Belastung für jede Trainingsphase

Belastbarkeit:(1)

  • Jeder Mensch hat eine Belastbarkeit für Arbeit
  • Belastbarkeit ist definiert als „die Summe aller Aktivitäten über einen bestimmten Zeitraum“(1) (d. h. die maximale körperliche Anstrengung, die eine Person tolerieren kann)(32)
  • Die Menschen verbrauchen einen Teil ihrer täglichen Belastbarkeit mit jeder Aufgabe, die sie ausführen, einschließlich Aufwärmübungen oder schlechte Körperhaltung (Sitzen oder Stehen)
  • Ein ideales Training findet statt, wenn Belastbarkeit und Toleranz gemeinsam gesteigert werden.

Lesen Sie mehr darüber: Neuromuskuläre Anpassungen an körperliche Betätigung

Prinzipien des Konditionstrainings ( edit | edit source )

  • Aufwärmen/Abwärmen
  • Motivation
  • Überlastung (siehe unten)
  • Konsistenz
  • Progression
  • Intensität
  • Spezifität
  • Individualisierung
  • Stress minimieren(1)

SAID-Prinzip ( edit | edit source )

Das SAID-Prinzip (Specific Adaptation to Imposed Demands, etwa: „spezifische Anpassung an gestellte Anforderungen) ist ein Rahmen, auf dessen Grundlage Kraft- und Konditionsprogramme entwickelt werden können.(33)

  • Jedes Training ist auf eine bestimmte Aufgabe ausgerichtet
  • Spezifische Fertigkeiten oder Trainings lassen sich nicht ohne weiteres verallgemeinern oder auf andere Tätigkeiten übertragen(1)

Im folgenden Video werden das SAID-Prinzip und andere Prinzipien des Bewegungstrainings erläutert.

(34)

Prinzipien der Progression ( edit | edit source )

Progressive Überlastung:(1)

  • Erhöhen oder verringern Sie den Schwierigkeitsgrad mit:
    • Wiederholungen
    • Sätze
    • Geschwindigkeit
    • Komplexität der Übung
    • Gleichgewicht/Balance
    • Geschlossene versus offene Kette
      • Die besten Ergebnisse werden erzielt, wenn sowohl Übungen mit offener als auch mit geschlossener Kette einbezogen werden.
      • Offen bis geschlossen, geschlossen bis funktionell

Die Übungen können auch durch die Herausforderung des Gleichgewichtssystems gesteigert werden:(1)

  • Instabile Unterlagen
  • Drehen des Kopfes
  • Augen geschlossen
  • Visuelle Ablenkung

Weitere Informationen zum Gleichgewichtstraining finden Sie hier.

Zusätzliche Ressourcen ( edit | edit source )

(35)

Referenzen(edit | edit source)

  1. 1.00 1.01 1.02 1.03 1.04 1.05 1.06 1.07 1.08 1.09 1.10 1.11 1.12 1.13 1.14 1.15 1.16 1.17 1.18 1.19 1.20 1.21 1.22 1.23 1.24 1.25 1.26 1.27 1.28 1.29 1.30 1.31 1.32 1.33 1.34 1.35 1.36 1.37 Jackson R. Therapeutic Exercise Course. Plus. 2022.
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