Originale Autorin – Ewa Jaraczewska basierend auf dem Kurs von Marike Venter
Top-Beitragende – Lucinda hampton, Jess Bell, Ewa Jaraczewska, Kim Jackson, Naomi O’Reilly, Angeliki Chorti und Mohamed A Hassanin
Das Hören ist für die Kommunikation, die Wahrnehmung der Umgebung, soziale Kontakte und die sichere Fortbewegung unerlässlich. Es unterstützt die Spracherkennung, die Sprachentwicklung, den Ausdruck von Emotionen und die kognitive Gesundheit. Ein Hörverlust kann die Fähigkeit eines Menschen, an den täglichen Aktivitäten teilzunehmen, erheblich beeinträchtigen und die Lebensqualität insgesamt mindern.
Weltweit benötigen über 430 Millionen Menschen, darunter 34 Millionen Kinder, eine Rehabilitation, um eine behindernde Schwerhörigkeit zu behandeln. Es wird erwartet, dass diese Zahl bis 2050 auf über 700 Millionen steigen wird, was einem Zehntel der Weltbevölkerung entspricht. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Schwerhörigkeit als einen Hörverlust von mehr als 35 Dezibel (dB) auf dem besser hörenden Ohr.(1) Die Prävalenz nimmt mit dem Alter zu, und mehr als 25 % der Menschen über 60 Jahre sind betroffen. Fast 80 % der Betroffenen leben in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen.(1)
Schwerhörigkeit kann zu sozialer Isolation, Depressionen, kognitivem Abbau und einem erhöhten Risiko für Demenz führen. Trotz der Verfügbarkeit von Hilfsmitteln nutzt nur ein Fünftel der Menschen, die von Hörgeräten profitieren würden, diese auch tatsächlich.(2)
Dieser Artikel befasst sich mit Schwerhörigkeit, ihren Arten, Ursachen, der Untersuchung, den technischen Hilfsmitteln und der Rolle des Audiologen bei der Rehabilitation.
Das Gehör (auditive Wahrnehmung) ermöglicht es dem Menschen, gesprochene Sprache und Umweltreize zu erkennen, zu interpretieren und darauf zu reagieren. Es spielt eine wichtige Rolle bei:
Auditive Reize helfen dabei, die eigene Lautstärke in der Kommunikation zu regulieren, und in manchen Situationen sind auditive Reize effektiver als visuelle Reize, um Emotionen oder Absichten zu interpretieren.(2)
Diese hörbezogenen Fähigkeiten haben einen erheblichen Einfluss auf die soziale Teilhabe, das psychische Wohlbefinden sowie die körperliche und kognitive Gesundheit.(3)
Das menschliche Ohr, ein paariges Organ, wandelt physikalische Schwingungen (Schall) in Nervenimpulse um, die von der zentralen Hörbahn des Gehirns verarbeitet werden. Jedes Ohr enthält eine schneckenförmige, gewundene Struktur, die Cochlea genannt wird und das primäre Sinnesorgan für das Hören ist. Strukturell und funktionell ist das Ohr in drei Teile gegliedert, die für das normale Hören notwendig sind:
In der Cochlea sind die empfindlichen Haarzellen für die Umwandlung von Schallschwingungen in elektrische Signale verantwortlich.(5) Das normale menschliche Hörvermögen reicht von etwa 20 bis 20.000 Hz.(6)
Wenn Sie mehr über die Anatomie des Ohrs erfahren möchten, lesen Sie bitte: Hören im Alter.
„Schwerhörigkeit, die häufigste Form der sensorischen Beeinträchtigung beim Menschen, ist die teilweise oder vollständige Unfähigkeit, Geräusche in einem oder beiden Ohren zu hören.“(7)
Die Schwerhörigkeit (Hypakusis) kann anhand ihrer zugrunde liegenden Ursache, ihres Schweregrads und ihrer anatomischen Lage innerhalb der Hörbahn definiert werden. Es gibt drei Arten von Schwerhörigkeit:(8)
Der Schweregrad der Schwerhörigkeit wird anhand des Dezibelwerts (dB) der Hörschwellen bei einzelnen Frequenzen kategorisiert. Die Schwerhörigkeit kann als leicht (26–40 dB), mittel (41–55 dB), mittelschwer (56–70 dB), schwer (71–90 dB) oder erheblich (über 91 dB) eingestuft werden.(7)
Eine Schallleitungsschwerhörigkeit (konduktiver Hörverlust, Mittelohrschwerhörigkeit) tritt auf, wenn die Übertragung von Schallwellen durch das Außen- oder Mittelohr zum Innenohr gestört ist. Sie kann alle Frequenzbereiche betreffen (Abbildung 2).(7) Die Obstruktion tritt typischerweise im Außen- oder Mittelohr auf und kann verursacht werden durch:
Diese Pathologien verringern die mechanische Effizienz der Schallleitung. Die Behandlung der Schallleitungsschwerhörigkeit erfordert ein umfassendes Verständnis des anatomischen und entwicklungsbezogenen Kontext des Patienten. Je nach zugrunde liegender Ursache kann die Behandlung eine medikamentöse Therapie, eine chirurgische Korrektur oder die Verwendung von Hörgeräten umfassen.(8)
Eine Schallempfindungsschwerhörigkeit (Innenohrschwerhörigkeit) kann im Extremfall zur vollständigen Ertaubung führen. Sie kann durch eine Schädigung des Innenohrs, insbesondere der Haarzellen der Cochlea, oder des Hörnervs (N. acusticus) entstehen (Abbildung 3).(8)
Zu den Ursachen für eine Schallempfindungsschwerhörigkeit gehören:(7)
Eine Schallempfindungsschwerhörigkeit ist oft irreversibel, kann aber mit Hörgeräten, Cochlea-Implantaten und auditiver Rehabilitation behandelt werden, um die Kommunikation und Lebensqualität zu verbessern.(8)
Der kombinierte Hörverlust ist eine komplexe Erkrankung, die durch eine Schädigung sowohl des Innenohrs (Schallempfindung) als auch des Außen- oder Mittelohrs (Schalleitung) verursacht wird (Abbildung 4). Diese Kombination führt in der Regel zu einer stärkeren Beeinträchtigung als die Hörschädigung einer Form allein.
Mehrere Faktoren können zu einem kombinierten Hörverlust beitragen, darunter:(9)
Die Behandlung der kombiniertem Hörverlusts hängt von den jeweiligen Ursachen ab. Während die konduktive Komponente mit medizinischen oder chirurgischen Eingriffen behandelt werden kann, ist die Komponente der Schallempfindung schwieriger zu behandeln. Die Behandlungsansätze umfassen häufig eine Kombination aus medizinischen, chirurgischen und rehabilitativen Maßnahmen, die auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnitten sind.(8)
Ein früh einsetzender Hörverlust vor dem zweiten Lebensjahr kann die Entwicklung der gesprochenen Sprache, die Lesefähigkeit und die schulischen Leistungen eines Kindes erheblich beeinträchtigen.
Ein allmählicher Hörverlust durch altersbedingte Veränderungen oder Lärmbelastung wirkt sich zunächst eher auf das funktionelle Hören als auf andere kognitive Fähigkeiten aus.(10) Ein unbehandelter Hörverlust kann jedoch Folgewirkungen haben, einschließlich sozialer Isolation und möglichem kognitiven Abbau.(11)(12) Da Schwerhörigkeit die Kommunikation und die Wahrnehmung der Umgebung beeinträchtigen kann, kann sie verschiedene psychosoziale Auswirkungen haben, darunter zwischenmenschliche Probleme, Einsamkeit, Depressionen, Schwierigkeiten bei der Verrichtung alltäglicher Tätigkeiten und eine verminderte Lebensqualität.(13) Es besteht auch ein Zusammenhang zwischen unbehandeltem Hörverlust und einem erhöhten Risiko für Demenz.(14) Eine mittelschwere oder schwere Schwerhörigkeit ist mit funktionellen Einschränkungen und einem schnelleren Funktionsverlust verbunden, insbesondere in den Bereichen Gleichgewicht, Gehgeschwindigkeit und Ausdauer beim Gehen.(15)
Verschiedene medizinische Fachkräfte, darunter Ärzte, Pflegekräfte, Logopäden, Audiologen und Hörakustiker, können mit automatisierten Geräten ein erstes Screening durchführen. Allerdings dürfen in manchen Ländern nur Audiologen eine diagnostische Höruntersuchung durchführen, die die Analyse, Interpretation und Dokumentation der Testergebnisse umfasst.(16)
Der Audiologe ermittelt/bewertet den Grad der Schwerhörigkeit und unterstützt den Patienten dabei, sein Hörvermögen zu verbessern, z.B. durch:(17)
In den folgenden Abschnitten werden wichtige Aspekte der audiologischen Untersuchung behandelt, die eine Reihe von subjektiven und objektiven Messungen umfasst.(18)
Die Reintonaudiometrie ist der Goldstandard der audiologischen Untersuchung. Dieses Verfahren umfasst Luft- und Knochenleitungstests, um die Art der Schwerhörigkeit zu bestimmen. Die Luft- und Knochenleitungsschwellen werden verglichen, um den Ort der Pathologie genau zu bestimmen. Diese Informationen dienen dem Audiologen als Grundlage für die Erstellung eines maßgeschneiderten Behandlungsplans, der medizinische Interventionen, Hörgeräte, Cochlea-Implantate oder andere Rehabilitationsstrategien umfasst.(8)
Luftleitungstests bewerten die Funktionalität des Hörsystems, einschließlich des Außen-, Mittel- und Innenohrs. Reine Tonreize werden über Kopfhörer oder Ohrstöpsel präsentiert, und der Patient wird gebeten, auf Reize unterschiedlicher Intensität und Frequenz zu reagieren. Dieser Test liefert Informationen über die allgemeine Empfindlichkeit des auditorischen Systems, und die Ergebnisse helfen dabei, den Grad und die Konfiguration der Schwerhörigkeit zu bestimmen.(8)
Knochenleitungstests bewerten die Integrität der Cochlea unter Umgehung des Außen- und Mittelohrs. Ein Knochenleitungshörer wird auf das Planum mastoideum hinter dem Ohr aufgesetzt. Er sendet Schwingungen durch den Schädelknochen direkt in das Innenohr.
Testauswertung: Eine normale Knochenleitung bei erhöhten Luftleitungsschwellen deuten auf eine Schallleitungsschwerhörigkeit hin. Wenn zwischen den Knochen- und Luftleitungsschwellen ein ähnlicher Anstieg auftritt, deutet dies auf eine Schallempfindungsschwerhörigkeit hin. Eine Diskrepanz zwischen Luft- und Knochenleitungsschwellen könnte auf einen kombinierten Hörverlust hinweisen, dabei sind jedoch meist auch die Knochenleitungsschwellen erhöht.(8)
Ein Audiogramm ist eine grafische Darstellung der Hörfähigkeit einer Person über verschiedene Frequenzen (hohe gegenüber tiefen Tönen) und Intensitäten (Lautstärke). Das Audiogramm wird verwendet, um das Hörvermögen zu beurteilen, eine Schwerhörigkeit zu diagnostizieren und die geeignete Behandlung oder Intervention zu bestimmen.(8)
Objektive Testverfahren können bei der Beurteilung des Hörvermögens von Personen hilfreich sein, die möglicherweise keine bzw. keine verlässliche aktive Mitarbeit bei subjektiven Verfahren leisten können, darunter Säuglinge, Kleinkinder und Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen oder geistigen Behinderungen. Diese Art der Hörprüfung kann die Ergebnisse der subjektiven Tests bestätigen oder als eigenständige Beurteilung verwendet werden. Objektive Verfahren können Hinweise auf eine Funktionsstörung der Cochlea oder des neuralen Systems liefern, was die Diagnose einer Schwerhörigkeit unterstützt und die allgemeine Zuverlässigkeit des Untersuchungsprozesses erhöht.(8) Beispiele für objektive Testverfahren sind: Hirnstammaudiometrie (BERA) und otoakustische Emissionen (OAE).
Wenn Sie mehr über audiologische Untersuchungen bei Schwerhörigkeit erfahren möchten, sehen Sie sich bitte das folgende Video an:
Audiologen arbeiten bei der Auswahl und Anpassung von Hörgeräten eng mit den Patienten zusammen und berücksichtigen dabei die individuellen Hörbedürfnisse, die Art und den Schweregrad der Schwerhörigkeit sowie die Lebensgewohnheiten. Jede Verstärkungsstrategie bietet unterschiedliche Vorteile und Einschränkungen. Audiologen bieten auch Beratung und Unterstützung während des gesamten Anpassungsprozesses, um das bestmögliche Ergebnis für den Einzelnen zu gewährleisten.(8)
Wie bereits erwähnt, gibt es einen Zusammenhang zwischen Hörverlust, Kognition und dem Risiko einer Demenz bei älteren Erwachsenen.(20)(21)(22) Die kognitive Belastung durch die Verarbeitung akustischer Informationen ist bei Menschen mit Schwerhörigkeit höher. Zu den Faktoren, die mit einer Hörminderung einhergehen und die kognitive Belastung erhöhen, gehören Schwierigkeiten beim Ausblenden von Hintergrundgeräuschen, beim Unterscheiden von Sprachlauten und beim Verfolgen von Gesprächen.
Verstärkungsstrategien können diese kognitive Belastung verringern und möglicherweise kognitive Veränderungen bei älteren Erwachsenen reduzieren, die einem Risiko für kognitiven Abbau ausgesetzt sind.(22)
Ob eine Person eine Hörverstärkung akzeptiert oder ablehnt, hängt von audiologischen und nicht audiologischen Faktoren ab.
Zu den audiologischen Faktoren zählen die Hörsensibilität und der Schweregrad der Schwerhörigkeit. Zu den wichtigsten audiologischen Faktoren, die die Akzeptanz von Hörgeräten bei einer Person beeinflussen, gehören: ein hoher Grad an Schwerhörigkeit, das Bewusstsein der Person für ihre Erkrankung und die Notwendigkeit des Geräts im täglichen Leben.(23) Häufige Gründe für die Ablehnung von Hörgeräten sind der fehlende wahrgenommene Nutzen oder Unbehagen bei der Verwendung des Geräts.
Verschiedene nicht audiologische Faktoren können die Akzeptanz von Hörgeräten beeinflussen. Menschen, die in städtischen Gebieten leben, entscheiden sich eher für ein Hörgerät als Menschen in ländlichen Gebieten. Sozialer Druck und Stigmatisierung können für die Nutzer eine große Herausforderung darstellen.(24) (25) Der Zugang zu finanzieller Unterstützung und ein unzureichendes Einkommen sind ebenfalls wichtige Faktoren.(23)
Direkt an Verbraucher verkaufte Geräte, wie beispielsweise rezeptfreie Hörgeräte, können theoretisch die Zugänglichkeit und Erschwinglichkeit für Personen mit leichtem bis mittelschwerem Hörverlust verbessern, die keine Red Flags aufweisen und keine weiteren hörbezogenen medizinischen Eingriffe benötigen.(8)
Die professionelle Beratung durch medizinisches Fachpersonal, wie beispielsweise Audiologen oder HNO-Ärzte, kann Anwendern jedoch dabei helfen, die zugrunde liegenden Erkrankungen zu identifizieren, die die Schwerhörigkeit verursachen, und so eine optimale Behandlung und Versorgung sicherzustellen.
„Meiner Meinung nach verpassen Patienten, die frei verkäufliche Geräte verwenden, möglicherweise die Gelegenheit, medizinische Maßnahmen oder geeignetere Arten der Verstärkung in Anspruch zu nehmen. Die Anpassung eines frei verkäuflichen Geräts unter professioneller Anleitung kann den Benutzern helfen, diesen Selbstanpassungsprozess zu bewältigen.“ – Marike Venter, Communication Pathologist und Audiologin(8)
Verstärkungsstrategien, darunter Hörgeräte, Knochenleitungshörgeräte, Cochlea-Implantate und Mittelohrimplantate, helfen bei der Bewältigung von Problemen im Zusammenhang mit Schwerhörigkeit.
Hörgeräte verstärken Töne und Geräusche für Menschen mit leichter bis schwerer Schwerhörigkeit.
Die folgenden Arten von Hörgeräten sind erhältlich. Jede Art bietet unterschiedliche Funktionen und ein unterschiedliches Maß an Diskretion (Abbildung 5):(8)
Audiologen programmieren Hörgeräte mit einer speziellen Software und dem Audiogramm des Patienten, um die Verstärkungspegel einzustellen, die Geräusch- und Rückkopplungsunterdrückung anzupassen und andere Funktionen zu aktivieren. Viele Hörgeräte verfügen mittlerweile über fortschrittliche Funktionen wie Bluetooth®-Streaming, AuraCast™ und KI-Technologie für das Geräuschmanagement.(8)
Knochenleitungshörgeräte behandeln Schallleitungsschwerhörigkeit, kombinierten Hörverlust und einseitige Gehörlosigkeit in Fällen, in denen herkömmliche Luftleitungshörgeräte möglicherweise weniger wirksam sind.(8) Sie wandeln Schallenergie in Schädelvibrationen um (Abbildung 6).(26) Manche Knochenleitungshörgeräte werden chirurgisch implantiert und über eine Schnappkupplung oder einen Magneten unter der Haut mit dem externen Hörverstärker verbunden. Andere können einfach mit einem Kopfband, einem weichen Brillengestell als „Hörbrille“ oder einem Klebeadapter getragen werden.
Cochlea-Implantate (CI) bieten eine Lösung für die auditive Rehabilitation, wenn herkömmliche Hörgeräte nicht ausreichen. Dabei handelt es sich um chirurgisch implantierte Geräte, die für Personen mit hochgradiger Schallempfindungsschwerhörigkeit oder kombiniertem Hörverlust empfohlen werden. Das Implantat besteht aus internen und externen Komponenten, die Schall in elektrische Signale umwandeln, die wiederum unter Umgehung der beschädigten Haarzellen in der Cochlea direkt den Hörnerv stimulieren (Abbildung 7).(27) Ein Cochlea-Implantat wird meist von einem HNO-Chirurgen implantiert. Es besteht aus einem internen Elektrodenarray, das in die Cochlea implantiert wird, und einem externen Prozessor, der hinter dem Ohr getragen wird. Nach der Operation nehmen Menschen mit Cochlea-Implantaten an einer auditiven Rehabilitation teil, um zu lernen, wie sie die Signale des Cochlea-Implantats interpretieren können. Die Rehabilitation umfasst in der Regel Sprach- und Sprechtherapie sowie Hörtraining.(8)
Mittelohrimplantate sind eine gute Option für Menschen, die nicht von Hörgeräten oder Cochlea-Implantaten profitieren. Sie sind chirurgisch eingesetzte Geräte, die das Mittelohr direkt stimulieren (Abbildung 8). Das Implantat wird an einem der kleinen Knochen im Mittelohr befestigt und arbeitet mit einem externen Soundprozessor. Dadurch kann der Schall unter Umgehung des Gehörgangs direkt an das Innenohr weitergeleitet werden.(28) Im Vergleich zu herkömmlichen Hörgeräten bieten Mittelohrimplantate einen besseren Klang, weniger Rückkopplungen und sind diskreter.(8)
Hier sind einige Tipps zur Fehlerbehebung bei häufigen Problemen mit Hörgeräten, wenn kein Audiologe verfügbar ist.
Es ist kein Ton zu hören oder der Ton ist verzerrt oder schwach:
Es ist ein Pfeif- oder Brummton zu hören:
Die Batterien entladen sich zu schnell oder die Akkus werden nicht geladen:
Es gibt Probleme mit der Bluetooth®-Verbindung:
Millionen Menschen weltweit leiden unter einer Hörminderung, die sich auf die Kommunikation, die psychische Gesundheit, die kognitiven Funktionen und die allgemeine Lebensqualität auswirken kann. Glücklicherweise stehen verschiedene Untersuchungsmethoden und Hilfsmittel zur Verfügung, die die Diagnose und Rehabilitation unterstützen. Audiologen spielen eine wichtige Rolle dabei, Menschen durch geeignete Verstärkungsstrategien zu begleiten, Erwartungen zu steuern und funktionelle und psychosoziale Probleme anzugehen. Dank zunehmender Innovation und Zugänglichkeit sind Hörgeräte heute effektiver und benutzerfreundlicher denn je – dennoch bleiben der gleichberechtigte Zugang und die langfristige Unterstützung in allen globalen Gesundheitssystemen eine Priorität.