Einflussfaktoren auf die Wundheilung

Originale Autorin Stacy Schiurring basierend auf dem Kurs von Dana Palmer

Top-BeitragendeStacy Schiurring und Jess Bell

Einleitung(edit | edit source)

Haftungsausschluss: Auf dieser Seite wird unter anderem die Anwendung eines scharfen Débridements des Wundbetts („Wundtoilette“) erörtert. Dabei handelt es sich um eine spezielle Behandlungstechnik, die bestimmte Qualifikationen und Erfahrungen sowie eine Spezialausbildung und eine angemessene Ausstattung erfordert, um ordnungsgemäß und sicher durchgeführt werden zu können. Bitte beachten Sie die Vorschriften für die Ausübung Ihres Berufs. Traditionell kann ein scharfes exzisionales Débridement in gesundem, lebensfähigem Gewebe nur von einem Arzt mit geeigneter Weiterbildung durchgeführt werden. Sonstige medizinische Fachkräfte dürfen in einigen Regionen und Fachbereichen ein scharfes Débridement von nicht lebensfähigem Gewebe nach spezifischer Weiterbildung durchführen. Der Aufgabenbereich hängt dabei streng von den gültigen Vorschriften ab.

Bei der Wundversorgung gibt es viele Faktoren zu berücksichtigen. Einige dieser Faktoren liegen im Einflussbereich der Fachkräfte in der Rehabilitation, andere nicht. Durch die Kenntnis dieser Schlüsselfaktoren können Rehabilitationsfachleute den Behandlungsplan an die Wundversorgung anpassen, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Es gibt drei Arten von Faktoren, die die Wundheilung beeinflussen können: (1) intrinsische, (2) extrinsische und (3) iatrogene Faktoren.(1)

Das Verständnis des Einflusses dieser Faktoren kann dazu beitragen, eine Beurteilung der Wundversorgung durchzuführen, einen Behandlungsplan zu erstellen und eine Prognose zu begründen. So ist es beispielsweise unrealistisch zu erwarten, dass eine Wunde bei einem jungen, gesunden Menschen auf die gleiche Weise heilt wie bei einem älteren Menschen mit mehreren Begleiterkrankungen. Wenn man den Patienten realistische Erwartungen an den Heilungsprozess vermittelt, kann man besser Ziele setzen und das Vertrauen zwischen Patienten und Fachkräften stärken.(1)

Intrinsische Faktoren ( edit | edit source )

Intrinsische Faktoren sind Faktoren, die mit der Person zusammenhängen und die nicht verändert, dafür aber mitunter gesteuert werden können.(1)

  1. Young vs aged skin.jpeg

    Alter. Die Epidermis wird mit dem Alter dünner und hat einen langsameren Umsatz (Turnover). Auch die Produktion von Kollagen, Elastin und Hyaluronsäure nimmt mit zunehmendem Alter der Haut ab. Dies macht ältere Haut anfälliger für Risse und Wunden. Das menschliche Wachstumshormon spielt eine wichtige Rolle bei der Heilung von Gewebe, und auch dieses nimmt mit zunehmendem Alter ab. Wenn ältere Haut verwundet ist, heilt sie langsamer, weil der Zellumsatz der Keratinozyten langsamer ist, die Dermis weniger durchblutet wird und sich die komplexe Heilungskaskade verlangsamt.(1)

  2. Genotyp.
    • Im Jahr 2020 untersuchten Tipton et al.(2) das Mikrobiom chronischer Wunden und stellten fest, dass Menschen je nach ihrem Genotyp anfälliger für Infektionen durch bestimmte Erreger sind. Sie fanden auch heraus, dass die Vielfalt der vorhandenen Bakterien in einem signifikanten Zusammenhang mit der Wundheilung steht. Je vielfältiger das Mikrobiom einer Wunde ist, desto schneller schließt sich die Wunde. Das Mikrobiom eines Menschen ist zwar in gewissem Maße veränderbar, aber ein Großteil der Ausgangssituation hängt mit dem Genotyp und dem Mikrobiom zusammen, mit dem man geboren wird und das während des Geburtsvorgangs aufgenommen wird.(1)(2)
    • Auch die Elastizität der Haut und die Fähigkeit, Kollagen und Fibrin zu bilden, sind genetisch bedingt. Dieser Prozess zeigt sich in der Fähigkeit des Körpers zur Bildung von Narben, Dehnungsstreifen und Falten. Forschungen an Mäusen haben ergeben, dass die Wundheilung genetisch gesteuert wird und die Erblichkeitsrate bis zu 86 % beträgt. Andere Untersuchungen am Menschen haben ergeben, dass die Expression bestimmter Gene mit dem Beginn und dem Fortschreiten der Wundheilung zusammenhängt.(1)(3)
  3. Beachte: Diese Grafik bezieht sich speziell auf den genetisch bedingten Durchschnittswert der Sexualhormone und berücksichtigt nicht diejenigen, die eine veränderte sexuelle Ausprägung haben oder deren Hormonspiegel außerhalb des Durchschnittsbereichs liegt.

    Sexualhormone. Dies ist ein komplexes Thema, und die Forschung ist uneinheitlich. Einige Untersuchungen zeigen, dass Östrogene die Heilung beschleunigen, andere Untersuchungen sprechen für Androgene, je nachdem, in welcher Phase sich die Wunde befindet.(4) Für die meisten Patienten wird dies nicht von Belang sein. Bei Patientinnen, die synthetische Hormone einnehmen oder eine abrupte Hormonumstellung wie die Menopause durchmachen, muss dies jedoch möglicherweise in Betracht gezogen werden.(1)

  4. Systemische Krankheiten. Häufige Erkrankungen, die die Heilung beeinträchtigen können, sind (1) Diabetes, (2) Gefäßerkrankungen, (3) Lungenerkrankungen, (4) Immunschwächen oder Autoimmunerkrankungen und (5) Erkrankungen, die das vegetative Nervensystem beeinflussen. Sowohl der Sympathikus als auch der Parasympathikus spielen in den Wundheilungsphasen eine wichtige Rolle.(1)
    • Diabetes. Eine Hyperglykämie verzögert die Heilung. Deshalb sollte der Blutzuckerspiegel idealerweise so nahe wie möglich am Normalbereich gehalten werden. Selbst wenn er sehr hoch ist, kann sich eine Senkung des Blutzuckerspiegels auf 11,1 mmol/l (200 mg/dl) positiv auf die Wundheilung auswirken. Ebenso haben Patienten mit einem HbA1c-Wert von weniger als 7,1 % eine bessere Heilungszeit. Die Edukation der Patienten kann dazu beitragen, dass sie sich motiviert fühlen, ihren Blutzuckerspiegel besser zu kontrollieren.(1)
    • Venöse Insuffizienz. Eine Wunde wird nicht heilen, wenn ein anhaltendes Ödem vorhanden ist. Ödeme führen dazu, dass Fibrinogen aus den Kapillaren in die Dermis austritt, wodurch die Versorgung des Gewebes mit Sauerstoff und Nährstoffen blockiert wird. Dadurch verringert sich die Durchblutung, was zu einer Hypoxie des Gewebes führt. Die Hypoxie des Gewebes beeinträchtigt die Gewebereparatur und erhöht die Anfälligkeit für Infektionen durch anaerobe Mikroben. Außerdem hemmt sie die Funktion der Fibroblasten und unterdrückt die Epithelzellen.(1)
    • Arterielle Insuffizienz. Um den Wundverschluss zu fördern, muss die Durchblutung des Gewebes optimiert werden. Eine unzureichende Durchblutung verringert die Versorgung der Zellen mit Sauerstoff und Nährstoffen, die für die Heilung notwendig sind.(1)
    • Idiopathische Lungenfibrose. Die idiopathische Lungenfibrose (idiopathische pulmonale Fibrose – IPF) verringert die Sauerstoffversorgung des Gewebes und beeinträchtigt die Reparaturmechanismen des Gewebes durch weit verbreitete Epithelschäden.(1)
    • Auch andere chronische Lungenerkrankungen, die die Sauerstoffversorgung des Gewebes beeinträchtigen, können die Heilung beeinflussen.(1)
    • Immunschwäche . Eine Immuninkompetenz verhindert die notwendige Entzündungsreaktion, um die Heilungskaskade in Gang zu setzen. Dies führt zu einem erhöhten Infektionsrisiko, einer verringerten Phagozytose und einer verminderten Fibroblastenaktivität.(1)
    • Sensorische und autonome Neuropathie. Die von den Hautnerven produzierten Neurotransmitter und Neuropeptide sind für alle Phasen der Heilung unerlässlich. Diese Substanzen sind für die Plasmaextravasation, die Gefäßerweiterung und die neurogene Entzündung verantwortlich. Die Neuropathie schränkt die Produktion dieser Stoffe ein.(1)

Extrinsische Faktoren ( edit | edit source )

Extrinsische Faktoren sind Dinge außerhalb der Wunde, die wir direkt kontrollieren können.(1)

  1. Medikamente. Es ist wichtig, die Medikation zu überprüfen und alle potenziellen Wirkungen zu untersuchen, die die Heilung verzögern könnten. Im Folgenden finden Sie eine unvollständige Liste gängiger Medikamente, die die Wundheilung beeinträchtigen.(1)
    • Steroide verzögern alle Phasen der Wundheilung. Bei langfristiger Einnahme können sie auch zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel beitragen. Diese Hyperglykämie allein kann bereits die Heilung verzögern, wie oben besprochen.(1)
    • Antikoagulanzien (Gerinnungshemmer) hemmen die Gerinnungskaskade und können zu Gewebsnekrosen führen. Dies ist besonders häufig bei Fettgewebe der Fall.(1)
    • Die langfristige Einnahme nichtsteroidaler Antirheumatika (NSARs) verzögert die Wundheilung, indem sie (1) die Entzündungsreaktion unterdrückt, (2) die Kollagensynthese verringert, (3) die Zugfestigkeit reduziert und (4) das Infektionsrisiko erhöht.(1)
    • Chemotherapeutische Medikamente (1) beeinträchtigen die Zellproliferation, (2) verlängern die Entzündung, (3) hemmen die Proteinsynthese und (4) verringern die Kollagensynthese. Chemotherapie-assoziierte Übelkeit und Erbrechen können auch die Ernährung beeinträchtigen (siehe unten für weitere Einzelheiten zur Ernährung).(1)
    • Immunsuppressiva oder Medikamente gegen eine Abstoßungsreaktion (1) beeinträchtigen die Fibroblastenbildung, (2) erhöhen das Infektionsrisiko und (3) verringern die Zugfestigkeit der Wunde. Die gastrointestinalen Nebenwirkungen dieser Medikamente können auch die Ernährung beeinträchtigen (siehe unten für weitere Einzelheiten zur Ernährung).(1)
  2. Nutrition for wound healing.png

    Ernährung. Der Nährstoffbedarf für die Gewebeheilung ist höher als die für die reine Aufrechterhaltung des Gewebes empfohlenen Mengen oder die empfohlene Tagesdosis (RDA).(5)(6)(7) So wird beispielsweise je nach Größe der Wunde und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten zusätzliches Wasser zur Unterstützung der Gewebereparatur benötigt. Es wird geschätzt, dass der Wasserbedarf eines Menschen während der Wundheilung um etwa 20 bis 30 % über dem normalen Bedarf liegt. Diätetische Anpassungen werden von Diätassistenten oder Ärzten während der Heilung des Patienten vorgenommen. In der Regel werden dem Patienten für zwei bis 12 Wochen Nahrungsergänzungsmittel in einer Dosis verschrieben, die über den RDA-Werten eines Nährstoffs liegt, während die Wundheilung eingeleitet wird. Die Dosis wird dann wieder auf die RDA-Werte gesenkt, oder die Supplementation wird vollständig abgesetzt, sobald die Heilung abgeschlossen ist und eine regelmäßige Ernährung eingeführt wurde.(1)

  3. Stress und erhöhter Cortisolspiegel. Stress führt zu (1) einem Anstieg der Inzidenz opportunistischer Infektionen, (2) einer verminderten Expression des menschlichen Wachstumshormons und (3) einer verzögerten Heilung.(1)
    • Gouin et al.(8) verglichen die Heilungsrate einer kleinen Stanzbiopsiewunde bei einer Gruppe von Zahnmedizinstudenten. Sie fanden heraus, dass die Teilnehmer durchschnittlich drei Tage langsamer heilten, wenn sie unter Prüfungsstress standen, als wenn sie in den Ferien waren. Dies entsprach einer 40 % längeren Heilungszeit für eine kleine standardisierte Wunde bei einer jungen und ansonsten gesunden Bevölkerung.(8)
    • Ältere Menschen mit multiplen Begleiterkrankungen haben bereits ein Risiko für eine verzögerte Heilung, und Stress verstärkt dieses Risiko noch.(1)
    • Menschen, die gestresst sind, neigen auch eher zu anderen Gewohnheiten, die die Wundheilung noch zusätzlich verzögern können, wie z. B. (1) Alkohol-, Tabak- oder Drogenkonsum, (2) weniger körperliche Aktivität, (3) weniger Schlaf, (4) schlechte Ernährung und (5) mangelnde Medikamentencompliance.(1)
  4. Schlafentzug. Mangelnde Schlafqualität kann zu (1) erhöhter Cortisolproduktion, (2) erhöhter Krankheits- und Infektionsrate, (3) verzögerter Erholung der Hautbarriere, (4) verringerter Wachstumshormonproduktion und (5) beeinträchtigtem Heilungspotenzial führen. Es ist wichtig, daran zu erinnern, dass Schlafstörungen eine häufige Nebenwirkung vieler Medikamente und gesundheitlicher Grunderkrankungen sein können.(9) Daher sind eine gründliche Anamnese und eine Überprüfung der Medikation des Patienten angezeigt. Idealerweise sollten Erwachsene 8-9 Stunden Schlaf pro Nacht anstreben.(1)
  5. Rauchen. Rauchen führt zu (1) Hypoxie, (2) Ischämie des Gewebes, (3) Entzündung der Blutgefäße und (4) beeinträchtigt jede Phase der Wundheilung. Es hat sich gezeigt, dass das Rauchen einer einzigen Zigarette die Sauerstoffkonzentration im Gewebe verringert, während bei Rauchern, die eine Packung pro Tag rauchen, eine Hypoxie des Gewebes während eines erheblichen Teils des Tages auftritt. Es ist möglich, die durch das Rauchen verursachten Schäden rückgängig zu machen:
    • Nach 12 Stunden ohne Rauchen kehrt der Sauerstoffgehalt des Blutes auf ein nahezu normales Niveau zurück.
    • Nach 24 Stunden ohne Rauchen beginnen sich die Nerven zu erholen.
    • Es hat sich gezeigt, dass die Raucherentwöhnung die Mikroumgebung des Gewebes und die zellulären Funktionen innerhalb von vier Wochen wiederherstellen kann. Bei starken Rauchern, die nicht in der Lage sind, mit dem Rauchen aufzuhören, kann eine Verringerung der Anzahl der gerauchten Zigaretten zu einer Verbesserung der Heilungsfähigkeit des Gewebes führen.
    • Es hat sich auch gezeigt, dass Raucher im Vergleich zu Nichtrauchern deutlich niedrigere Plasma-Vitamin-C-Spiegel aufweisen. Daher sollte eine Vitamin-C-reiche Ernährung oder eine Vitamin-C-Supplementation in Erwägung gezogen werden, um die Schädigung der Blutgefäße zu mildern und die Heilung weiter zu fördern.(1)
      Bitte sehen Sie sich das folgende optionale kurze Video an, das eine prägnante Zusammenfassung darüber enthält, wie Rauchen die Wundheilung beeinflusst.

      (10)

  6. Alkohol. Alkoholkonsum (1) verzögert den Wundverschluss, (2) erhöht das Infektionsrisiko, (3) verringert die Angiogenese, (4) beeinträchtigt die Kollagenproduktion, (5) stört die Epithelisierung und (6) führt zu Gewebehypoxie. Die Wundheilung kann bereits nach wenigen Tagen Alkoholkonsum oberhalb der gesetzlichen Grenze beeinträchtigt werden.(1)
  7. Infektion.
    • Bakterielle Infektion. Alle Hautoberflächen, auch offene Wunden, sind mit Bakterien besiedelt. Einige Bakterien sind harmlos und gehören zum Mikrobiom der Haut. Sie sind für die Wundheilung notwendig. Chronische Wunden weisen eine stärkere bakterielle Besiedlung auf als akute Wunden und neigen dazu, mehr pathogene Bakterien zu enthalten. Dies stellt kein Problem dar, solange der Körper den Grad der bakteriellen Besiedlung kontrollieren kann. Die Menge der in der Wunde vorhandenen Bakterien wird in ein Spektrum eingeteilt. Eine lokale Infektion verzögert die Wundheilung, indem sie (1) die Kollagensynthese reduziert, (2) die für die Heilung verfügbaren Nährstoffe verringert und (3) für den Heilungsprozess wichtige Zellen abtötet.(1). Eine Aktualisierung dieser Informationen für das Jahr 2022 finden Sie in dem speziellen Themenkasten am Ende dieses Abschnitts.
    • Pilzinfektion. Diese Infektionen sind besonders problematisch für Patienten, deren Immunsystem geschwächt ist. Sie können bei Kompressionsverbänden, die bis zu sieben Tage lang angelegt bleiben, häufiger auftreten. Wunddrainage und Schweiß schaffen in Kompressionsverbänden ein feuchtes Milieu, das ideal für das Wachstum von Pilzen ist. Dies gilt insbesondere in heißen und feuchten Umgebungen. Pilzinfektionen lassen sich am besten durch (1) topische Antimykotika, (2) häufigere Verbandwechsel und (3) eine angemessene Absorption durch die Wahl des Verbandes zur Steuerung der Wunddrainage behandeln.(1)
  8. Biofilm. Es handelt sich um ein neues und aufstrebendes Forschungsthema, das noch nicht vollständig verstanden wird. Bakterien haben eine Vielzahl von Strategien entwickelt, um ihr Überleben zu sichern. Eine davon ist die Entwicklung einer extrazellulären Matrix (u.a. aus Polysacchariden), die mehrere Bakterien als Agglomerat zusammenhält und sie vor der Zerstörung durch die Immunabwehr des Wirts schützt.
    • Bakterielle Biofilme haften am Wundbett und lassen sich nur schwer entfernen, so dass die Wunde nicht heilen kann.
    • Ein Biofilm kann für das bloße Auge unsichtbar sein (er lässt die Wundoberfläche jedoch glänzend oder schleimig erscheinen) oder er kann auch wie eine dünne, gelbliche Schleimschicht auf der Wundoberfläche aussehen.
    • Ein reifer Biofilm kann sich innerhalb weniger Tage bilden – 90 % der chronischen Wunden weisen Biofilme auf.
    • Für eine adäquate Wundheilung muss der Biofilm entfernt werden. Regelmäßig wiederholtes scharfes Débridement ist die bevorzugte Methode zur Entfernung von Biofilmen. Antimikrobielle Verbände sind keine akzeptable Behandlungsmethode, da sie den Biofilm nicht durchdringen können, um die eindringenden Bakterien abzutöten.(1)
      Bitte sehen Sie sich dieses optionale kurze Video an, um mehr über die faszinierende Rolle des Biofilms bei der Verzögerung der Wundheilung zu erfahren.

      (11)

  9. Adipositas. Adipositas ist ein bekannter Risikofaktor für zahlreiche Krankheiten. Sie erhöht auch das Risiko von (1) Wundinfektionen, (2) Hämatomen, (3) chirurgischen Komplikationen, (4) venösen Ulzera und (5) Dekubitus.(1)
    • Diese Risiken sind wahrscheinlich auf (1) eine verringerte Gewebedurchblutung sowie eine Ischämie im Fettgewebe, (2) eine erhöhte Gewebespannung an den Wundrändern und (3) eine unzureichende Gewebeverteilung von Antibiotika zurückzuführen.
    • Es ist erwiesen, dass Adipozyten Faktoren absondern, die die normalen Entzündungs- und Immunreaktionen beeinträchtigen.
    • Zu den weiteren Problemen, die die Wundheilung bei Patienten mit Adipositas beeinträchtigen können, gehören ein erhöhtes Risiko für (1) Druck, (2) Reibung, (3) Mazeration, (4) eingeschränkte Mobilität und/oder einen sedentären Lebensstil und (5) Ödeme.(1)

Besonderes Thema: Das IWII-Wundinfektionskontinuum (IWII-WIC)
Das IWII-WIC (Original: International Wound Infection Institute – Wound Infection Continuum) ist ein Assessment-Instrument, das den Fachkräften in der Wundversorgung ein Rahmenkonzept bietet, um die Auswirkungen von Mikroorganismen auf (1) den Wirt, (2) die Wunde und (3) die Wundheilung zu verstehen. Die fünf Stadien des IWII-WIC nehmen in dem Maße an Schwere zu, wie die mikrobielle Belastung zunimmt und beginnt, den Wirt und die Wundfunktion zu beeinträchtigen.(12). Mit der Erstellung des IWII-WIC wurde auch der beschreibende Begriff der „kritischen Kolonisation“ für lokale Infektionen abgeschafft.(13)

Das IWII-WIC umfasst fünf konzeptionelle Stadien:(12)

Stadium Klinische Beobachtungen/Zeichen und Symptome Wirtsreaktion
1

(geringste mikrobielle Belastung)

Kontamination
  • Mikrooganismen sind in der Wunde vorhanden, vermehren sich aber nicht
  • Es wird keine signifikante Wirtsreaktion hervorgerufen
  • Klinisch wird keine Verzögerung der Heilung beobachtet
Die Abwehrkräfte des Wirtes zerstören Mikroorganismen durch Phagozytose
2 Kolonisation
  • Es sind Mikroorganismen vorhanden, die sich in begrenztem Umfang vermehren.
  • Es wird keine signifikante Wirtsreaktion hervorgerufen
  • Klinisch wird keine Verzögerung der Wundheilung beobachtet
  • Aufgrund der Schutzfunktion des Hautmikrobioms sind alle offenen Wunden zum Zeitpunkt der Hautschädigung mit Mikroorganismen kolonisiert.
  • Mikroorganismen, die eine Wunde kolonisieren, können auch aus exogenen Quellen oder als Folge einer Umweltexposition entstehen
3 Lokale Infektion
  • Mikroorganismen sind vorhanden und vermehren sich
  • Es wird eine Wirtsreaktion hervorgerufen, die zu einer Verzögerung der Wundheilung führen kann
  • Die lokale Infektion bleibt auf die Wunde und die unmittelbare Umgebung der Wunde beschränkt (weniger als 2 cm)
  • Lokale Infektionen äußern sich häufig zunächst als verdeckte Zeichen und Symptome, die möglicherweise nicht sofort als Anzeichen einer Infektion erkannt werden
  • Je weiter die Infektion fortschreitet, desto deutlicher werden die Zeichen und Symptome, die auf eine Wundinfektion hindeuten.
4 Ausbreitende Infektion

(auch bekannt als Zellulitis)

  • Ausdehnung der Induration
  • Ausbreitendes Erythem
  • Entzündung oder Erythem >2 cm vom Wundrand entfernt
  • Crepitus
  • Wundversagen/Dehiszenz
  • Lymphangitis / Schwellung der Lymphknoten
Eine sich ausbreitende Infektion kann tiefes Gewebe, Muskeln, Faszien, Organe oder Körperhöhlen befallen und zu weiter verbreiteten Zeichen und Symptomen wie Crepitis oder Lymphangitis führen.
5

(größte mikrobielle Belastung)

Systemische Infektion
  • Allgemeines Unwohlsein
  • Lethargie
  • Appetitlosigkeit
  • Fieber
  • Schwere Sepsis
  • Septischer Schock
  • Organversagen
  • Tod
  • Eindringende Mikroorganismen können sich über das Gefäß- oder Lymphsystem im ganzen Körper ausbreiten und eine massive Ganzkörper-Wirtsreaktion mit Fieber hervorrufen
  • Mögliches Systemisches Inflammatorisches Response-Syndrom (SIRS)
  • Eine generalisierte Entzündungsreaktion des Organismus (SIRS) kann auch durch eine lokale Wundinfektion über andere Wege ausgelöst werden, wie z. B. (1) die Freisetzung von Toxinen oder ein (2) dysreguliertes Immunsystem

Tabelle adaptiert nach der Aktualisierung 2022 des IWII-WIC(12)

Iatrogene Faktoren ( edit | edit source )

Iatrogene Faktoren hängen damit zusammen, wie die Wunde versorgt wird. Fachkräfte in der Rehabilitation können den größten Einfluss auf diesen Faktor nehmen, indem sie ihren Behandlungsplan während des gesamten Heilungsprozesses entsprechend der Reaktion der Wunde auf die Interventionen anpassen.(1)

  1. Auswahl und Management von Wundauflagen.(1)
    • Die Kompression ist bei venösen Wunden unerlässlich und auch bei anderen Wunden zur Ödemreduktion angezeigt. Es muss darauf geachtet werden, dass die Kompression angemessen angelegt und die Reaktion des Patienten regelmäßig überwacht wird. Kompression, die über einer arteriellen Wunde oder mit einer falschen Technik angewandt wird, kann die Gewebedurchblutung verringern oder einen Tourniquet-Effekt erzeugen, der sowohl die Wunde als auch das Gewebe in der Umgebung der Wunde schädigt.
    • Die inadäquat ausgeführte Entfernung einer Wundauflage kann zu einem Trauma des heilenden Wundgewebes führen.
    • Die ungeeignete Wahl der Wundauflage kann zu Rissen oder Mazeration führen. Wunden benötigen ein feuchtes Milieu, um richtig zu heilen. Bei der Auswahl der richtigen Wundauflage geht es darum, ein Gleichgewicht zwischen zu feuchtem und zu trockenem Wundbett zu finden. Bei der Auswahl der richtigen Wundauflage müssen die Art der Drainage sowie die Menge und die geplante Häufigkeit des Verbandwechsels berücksichtigt werden. Die Wunde muss wiederholt beurteilt werden, um die Reaktion auf die gewählten Materialien zu überwachen.
    • Auch zu viele Verbandwechsel können die Heilung verzögern. Wenn das Wundbett während eines Verbandwechsels der äußeren Umwelt ausgesetzt wird, kann es bis zu 40 Minuten dauern, bis das Wundgewebe wieder die für die Heilung erforderliche Temperatur erreicht hat. Darüber hinaus wird die Zellmitose bis zu drei Stunden nach einem Verbandwechsel unterbrochen.
  2. Falsches, unnötiges oder zu häufiges Débridement. Ein übermäßiges Débridement ist der Heilung abträglich, da es zu einer Störung des Wundbetts führt. Ein Erhaltungsdébridement ist zwar häufig erforderlich, doch sollte versucht werden, den Heilungsprozess möglichst wenig zu unterbrechen. Beim Débridement sollte ferner darauf geachtet werden, so viel nekrotisches Gewebe und Biofilm wie möglich zu entfernen, um die Wundheilung zu ermöglichen. Dies kann ein Débridement durch einen Arzt oder Chirurgen erfordern, der tiefer in das lebensfähige Gewebe und die blutende Basis eindringen kann.(1)
  3. Ödemmanagement durch Positionierung. Viele chronische Wunden sind mit Ödemen verbunden, insbesondere venöse Ulzera. Die Tieflagerung einer Extremität führt (1) zu einer Vergrößerung des Ödems, (2) zu einer Verringerung des Blut- und Lymphabflusses aus der Extremität und (3) zu einer Zunahme der Schmerzen.
    • Die Beine sollten höher als das Herz angehoben und mit Übungen zur Wadenpumpe kombiniert werden. Ist der Patient nicht in der Lage, diese Position zu tolerieren oder zu erreichen, versuchen Sie, den Unterschenkel auf Höhe der Hüfte zu positionieren.
    • Die einzigen Wunden, die in Tieflagerung gehalten werden sollten, sind Wunden, bei denen die Gewebedurchblutung beeinträchtigt ist, wie z. B. bei arteriellen Ulzera. In diesem Fall kann die Schwerkraft helfen, den Blutfluss zur Wunde zu verbessern.(1)
  4. Topische Antiseptika und antibiotische Salben.
    • Zytotoxische Antiseptika haben ein breites Wirkungsspektrum auf Bakterien. Sie führen jedoch auch zur Ausrottung nützlicher Bakterien und zur Schädigung der heilenden Zellen.
      • Gängige Beispiele für die Wundversorgung sind (1) Betadin (Povidon-Iod), (2) Dakinsche Lösung (Natriumhypochlorit), (3) Chlorhexidin, (4) Wasserstoffperoxid, (5) Burowsche Lösung (Aluminiumacetat) und (6) Silbernitrat.(1)
    • Topische Antibiotika haben ein engeres Wirkungsspektrum und sind weniger zytotoxisch als Antiseptika. Sie sind in der Regel weniger zerstörerisch für die heilenden Zellen, können aber bei unsachgemäßer Anwendung dennoch schädlich sein. Forschungen an Menschen und Tiermodellen haben gezeigt, dass topische Breitbandantibiotika die Hautheilung verlangsamen.
      • Zu den gängigen topischen Antibiotika, die bei der Wundversorgung eingesetzt werden, gehören (1) Bacitracin, (2) Mafenidacetat, (3) Mupirocin, (4) Neomycin, (5) Neosporin, (6) Polysporin und (7) Silbersulfadiazin.
      • Einige dieser Produkte können nicht nur die Wundheilung verzögern, sondern auch die Nieren und die Leber schädigen und sollten daher bei Personen mit vorbestehenden Nieren- oder Leberschäden vermieden werden.
      • Bei richtiger Anwendung sind diese Produkte wirksam. Sie sollten jedoch sorgfältig ausgewählt und nur so kurz wie nötig angewendet werden, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen und schädliche Auswirkungen zu minimieren.(1)
  5. Lokales Trauma.(1)
    • Äußerer Druck, der auf das Gewebe ausgeübt wird, lässt die Kapillaren kollabieren, was zu einer verminderten Durchblutung und Sauerstoffversorgung des Gewebes führt.
    • Reibung und Scherkräfte von Schuhen und Verbänden können Gewebeschäden verursachen, die zur Wundbildung führen und auch die laufende Wundheilung beeinträchtigen können. Dazu gehören Stöße, Reibung, Kratzen, übermäßige Bewegung oder andere Störungen der Wunde.
    • Diese lokalen Traumata können auch durch die Wundreinigung, den Verbandswechsel, lockere Kompressionsverbände, Schuhwerk oder die Lagerung des Patienten entstehen.

Faktoren, die die Wundheilung optimieren können ( edit | edit source )

Fünf Schlüsselfaktoren, die die Wundheilung optimieren können, sind:(1)

  1. Behandlung der zugrunde liegenden Krankheitsprozesse. Dazu können gehören: (1) Blutdruck, (2) Blutzuckerspiegel, (3) Gewebedurchblutung, (4) Ödemmanagement, (5) Verbesserung der Medikamenteneinnahme, (6) Entlastung und (7) Druckentlastung. Die Fachkraft in der Rehabilitation kann durch Patientenedukation darüber aufklären, wie diese Faktoren die Wundheilung beeinflussen können. Unterstützen Sie gegebenenfalls die von den zuständigen Fachkräften aufgestellten Behandlungspläne und überweisen Sie den Patienten bei Bedarf an andere Mitglieder des Gesundheitsteams.
  2. Förderung der Ernährung. Die Fachkraft in der Rehabilitation kann (1) an einen Diätassistenten oder Ernährungsberater verweisen, (2) die Einhaltung der verordneten Diät unterstützen, (3) die Bedeutung der Flüssigkeitszufuhr für die Heilung des Gewebes betonen, (4) über die Vorteile der Ernährung für die Heilung aufklären.
  3. Bewegung und körperliche Aktivität. Körperliche Aktivität (1) verbessert die Durchblutung und die Gewebeperfusion, (2) reduziert Ödeme, (3) verbessert den allgemeinen Gesundheitszustand und kann (4) die negativen Auswirkungen von Systemerkrankungen verringern.(14)
  4. Gegenseitige Unterstützung und Achtsamkeit. Wir wissen, dass Überzeugungen und Einstellungen zu chronischen Gesundheitszuständen beitragen können, und dazu gehören auch chronische Wunden. Dies kann bedeuten, dass mancher Patient die Verantwortung für seine Heilung auf die Gesundheitsfachkraft abwälzt, anstatt selbst die Kontrolle über seinen Heilungsprozess zu übernehmen. Es kann aber auch sein, dass der Patient sich machtlos fühlt oder nicht weiß, wie er die empfohlenen Änderungen vornehmen soll. Daher fühlen sich Patienten, die schon lange mit Wunden zu tun haben und/oder bereits mehrere medizinische Dienstleister aufgesucht haben, oft hoffnungslos.
    • Selbsthilfegruppen und Gruppen zur gegenseitigen Unterstützung („Peer-Support“) können hilfreich sein, um die Adhärenz der Patienten zu erhöhen.
      • Beispiele hierfür sind (1) Wander- oder Bewegungsgruppen, (2) Ernährungsgruppen, (3) Unterstützung bei gesundheitlichen Herausforderungen und Rückschlägen, (4) Gruppen für Atemarbeit und Atemübungen.
    • Achtsamkeit. Die Forschung hat herausgefunden, dass achtsame Techniken zum Stressabbau, Entspannung und geführte Imagination mit einer verbesserten Wundheilung in Verbindung gebracht werden.
      • Beispiele hierfür sind (1) positive Selbstgespräche über die Heilungsfähigkeit des Körpers, (2) die Förderung des Glaubens an das Heilungspotenzial, (3) Achtsamkeitsübungen, die sich mit der Sauerstoffversorgung des Gewebes, der Ernährung, der Gewebereparatur und der Widerstandsfähigkeit des Körpers befassen, oder (4) die Konzentration auf die Reparatur des Körpers statt auf den Stress des Lebens. Geführte Imagination kann auch verwendet werden, um den Patienten durch (1) die Phasen der Gewebeheilung, (2) Atemarbeit, (3) das Lenken von heilendem Atem und heilenden Zellen auf die Wunde oder (4) positive Affirmationen zu führen. Diese Übungen können in mündlicher, schriftlicher oder akustischer Form erfolgen. Viele Patienten wenden eine Kombination dieser Methoden an.
  5. Edukation. Eine auf die Wunde des Patienten und die zugrundeliegende Erkrankung abgestimmte Patientenedukation ist von zentraler Bedeutung, wird aber als Teil des Versorgungsplans oft übersehen. Wenn die Patienten den Behandlungsplan und die spezifischen Empfehlungen verstehen, kann dies die Einhaltung des Behandlungsplans und die Befolgung der heilungsfördernden Interventionen erheblich verbessern.
    • Die Patientenedukation sollte interdisziplinär erfolgen und auf allen Ebenen des Versorgungsteams durchgeführt werden.
    • Sie hilft ebenfalls im Bezug auf die internale versus externale Kontrollüberzeugung; Der Patient weiß, welche Faktoren veränderbar sind, welche Faktoren modifiziert werden können und welche Faktoren vollständig unter seiner Kontrolle stehen.
    • Edukation hilft dem Patienten, Ziele und Prioritäten zu setzen.
    • Die Patientenedukation kann je nach Bedarf durchgeführt werden. Rehabilitationsfachleute sind ideal für diese Aufgabe geeignet, da sie oft mehr Zeit mit dem Patienten verbringen und die Edukation in kleineren und besser überschaubaren Mengen vermitteln können.

Ressourcen(edit | edit source)

Optionale zusätzliche Lektüre:

Referenzen(edit | edit source)

  1. 1.00 1.01 1.02 1.03 1.04 1.05 1.06 1.07 1.08 1.09 1.10 1.11 1.12 1.13 1.14 1.15 1.16 1.17 1.18 1.19 1.20 1.21 1.22 1.23 1.24 1.25 1.26 1.27 1.28 1.29 1.30 1.31 1.32 1.33 1.34 1.35 1.36 1.37 1.38 1.39 1.40 1.41 Palmer, D. Physiotherapy Wound Care Programme. Factors Affecting Wound Healing. Plus. 2022.
  2. 2.0 2.1 Tipton CD, Wolcott RD, Sanford NE, Miller C, Pathak G, Silzer TK, Sun J, Fleming D, Rumbaugh KP, Little TD, Phillips N. Patient genetics is linked to chronic wound microbiome composition and healing. PLoS pathogens. 2020 Jun 18;16(6):e1008511.
  3. Zhu HJ, Fan M, Gao W. Identification of potential hub genes associated with skin wound healing based on time course bioinformatic analyses. BMC surgery. 2021 Dec;21(1):1-3.
  4. Engeland CG, Sabzehei B, Marucha PT. Sex hormones and mucosal wound healing. Brain, behaviour, and immunity. 2009 Jul 1;23(5):629-35.
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