Tiefes gluteales Schmerzsyndrom

Einleitung(edit | edit source)

Die tiefe Region des Gesäßes hat eine komplizierte Anatomie und ist in der Literatur noch nicht eingehend erforscht worden.(1)

Tiefe Gesäßschmerzen können durch Kompression, Entzündung oder Verletzung einer oder mehrerer Strukturen in diesem Bereich entstehen.(2) Schmerzsymptome und Funktionsstörungen in diesem Bereich können Ausdruck verschiedener Erkrankungen sein, wie z.B. eine Dysfunktion des Iliosakralgelenks (ISG), gluteale Tendinopathie, lumbale Radikulopathie und Piriformis-Syndrom. In der neueren Literatur wurde die Beteiligung verschiedener Strukturen an der Entstehung der Symptome untersucht.(3)

Das tiefe gluteale Schmerzsyndrom wird definiert als Schmerz oder Taubheitsgefühl im Gesäß,(4) der Hüfte oder des hinteren Oberschenkels mit ausstrahlenden oder radikulären Schmerzen im Verteilungsmuster des N. ischiadicus.(5) Dieses Krankheitsbild ist durch folgende Merkmale gekennzeichnet:(6)

  1. Nicht diskogen
  2. Pathologie des N. ischiadicus
  3. Einklemmung des Nervs im tiefen Gesäßraum. Die häufigsten Einklemmungsstellen sind: M. piriformis (67,8 %), Foramen ischiadicum (6 %), zwischen Os ischii und proximaler ischiokruraler Muskulatur (4,7 %)(7)

Das tiefe gluteale Schmerzsyndrom ist ein Sammelbegriff für verschiedene Erkrankungen mit ähnlichen und sich überschneidenden Symptomen.(3)

Symptome des tiefen glutealen Schmerzsyndroms:(5)

  • Gluteale und oft retrotrochantäre Schmerzen
  • Auch bilaterale, aber in der Regel unilaterale Symptome
  • Schmerzen bei längerem Sitzen (länger als 20-30 Minuten)
  • Schmerzen in der endgradigen Extension beim Gehen
  • Patienten könnten beim Gehen hinken
  • Neurologische sensorische Veränderungen
  • Starke nächtliche Schmerzen mit gestörtem Schlaf

Anatomie(edit | edit source)

Piriformis, gemmeli, obturator, quadratus femoris.PNG

Der tiefe Gesäßraum hat eine einzigartige Anatomie. Das Verständnis seiner Begrenzungen und Kontakte hilft dem Kliniker bei der Verbesserung seiner Palpationsfähigkeiten sowie bei der Diagnose der Symptome und der Präsentation des Patienten.

Der tiefe Gesäßraum wird begrenzt durch:

  • Posterior: M. gluteus maximus
  • Anterior: hintere Säule des Azetabulums, Hüftgelenkkapsel und proximaler Femur
  • Lateral: Labium laterale lineae asperae und Tuberositas glutea
  • Medial: Lig. sacrotuberale und Fascia falciformis
  • Superior: Incisura ischiadica major
  • Inferior: proximaler Ursprung der Hamstrings (ischiokrurale Muskulatur) am Tuber ischiadicum(8)

Die „tiefen Sechs“ sind wichtige Strukturen, die unter dem M. gluteus maximus und dem M. gluteus medius liegen. Die „tiefen Sechs“ sind der M. piriformis, der M. gemellus superior, M. obturator internus, M. obturator externus,(9) M. gemellus inferior und M. quadratus femoris(10). Der M. piriformis und der M. quadratus femoris sind am einfachsten zu palpieren.(5)

Der N. ischiadicus liegt über dem Gemelli-Obturator-Internus-Komplex.(11) Danach verläuft er lateral zum Ursprung des M. biceps femoris am Tuber ischiadicum. Er wird medial durch das Tuber ischiadicum und lateral durch den Trochanter minor femoris begrenzt.

Der N. ischiadicus kann unter dem M. piriformis eingeklemmt werden.(12)

Die Kinematik des Nervs ist ein entscheidender Aspekt der Pathophysiologie von Engpasssyndromen.(8) Der N. ischiadicus gleitet über den posterioren Rand des Trochanter major, wenn sich die Hüfte in tiefe Flexion, Abduktion und Außenrotation bewegt. Außerdem können der Ursprung des M. semimembranosus und der posteriore Rand des Trochanter major in der vollständig flektierten, abduzierten und außenrotierten Position in Kontakt kommen.(5) Bei Flexion des Knies bewegt sich der Nerv nach posterolateral, während er in der Extension tiefer in seinen Tunnel gleitet.(13)

Einklemmung des N. pudendus ( edit | edit source )

Pudendal nerve.svg.png

Das Lig. sacrotuberale entspringt am Tuber ischiadicum und setzt am Kreuzbein (Os sacrum) und am Steißbein (Os coccygis) an, während das Lig. sacrospinale im 90-Grad-Winkel dazu verläuft, tiefer liegt und an der Spina ischiadica ansetzt. Die Dicke dieser Bänder kann zu einer Einklemmung des N. pudendus führen, die oft als Alcock-Kanal-Syndrom bezeichnet wird.(5) Dieses Engpasssyndrom ist relativ unbekannt und wird oft mit anderen Beckenbodenerkrankungen fehldiagnostiziert.(14)

Zusätzlich zu den Gesäßschmerzen können Symptome der Pudendusneuralgie auftreten, darunter sexuelle Dysfunktion, rektale Schmerzen, Stuhlinkontinenz und Harninkontinenz. Eine Einklemmung des N. pudendus kann die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.

Diese Art der Einklemmung kommt öfter bei Radfahrern vor und wird durch langes Sitzen, insbesondere auf einem harten Fahrradsattel, oder durch einen kürzlichen Wechsel des Sattels ausgelöst. Normalerweise verschlimmern sich die Symptome durch das Sitzen. Es wird jedoch berichtet, dass das Sitzen auf dem Toilettensitz die Schmerzen lindert, da der Druck auf den Nerv nachlässt.

Ischiofemorales Impingement ( edit | edit source )

Quadratus Femoris - Bigstock Images.jpg

Nach Hüftoperationen, insbesondere nach einer Hüfttotalendoprothese (Hüft-TEP), klagen einige Patienten über Schmerzen im hinteren Oberschenkel und im Gesäß, insbesondere bei Extension und Adduktion der Hüfte.(5) Ischiofemorale Schmerzen sind eine seltene Ursache für Hüftschmerzen, die erstmals in 1977 bei drei Patienten nach einer Hüft-TEP und einer proximalen femoralen Osteotomie beschrieben wurden.(15)

Der ischiofemorale Raum ist ein sehr kleiner Bereich zwischen Tuber ischiadicum und Trochanter minor. Ein verspannter/verdickter M. quadratus femoris(16) und/oder eine Entzündung wie eine Schleimbeutelentzündung können zu einer Verengung und dem Impingement der nozizeptiven Strukturen in dieser Region führen. Eine Studie brachte die Symptome mit dem verkürzten Abstand zwischen den knöchernen Rändern des Sitzbeins und des Femurs in Verbindung, der in axialen MRT-Sequenzen gemessen wurde.(17)

Bild: M. quadratus femoris

Symptome:

  • Gesäßschmerzen, die oft als „tiefer Schmerz“ beschrieben werden und manchmal bis zum Knie ausstrahlen
  • beim Laufen wird oft eine höhere Kadenz (kürzere Schritte) bevorzugt. Dies ist auf die Verengung des ischiofemoralen Raums bei der Extension und Adduktion der Hüfte zurückzuführen, die mit größerer Schrittlänge zunehmen.
  • die Schmerzen können unter Umständen mit einem primären Problem der Lendenwirbelsäule verwechselt werden, da das Schmerzmuster der Facettengelenke L3-4 oder L4-5 sich mit dem des ischiofemoralen Impingements überschneidet. Andererseits kann der Verlust der Hüftextension selbst zu Rückenschmerzen führen, da die Kompensation über eine vermehrte lumbale Extension die Facettengelenke beansprucht
  • die typischen Schmerzen beim ischiofemoralen Impingement sind bei terminaler Hüftextension und -adduktion schlimmer
  • Schmerzempfindlichkeit bei der Palpation des Sitzbeins (Os ischii) während passiver provozierender Bewegungen(18)
  • Schnappendes, klickendes oder blockierendes Gefühl im Hüftgelenk beim Gehen mit langen Schritten, verursacht durch den Trochanter minor, der gewaltsam am Sitzbein entlangschrammt

Die Befunde der körperlichen Untersuchung sind für die Diagnose des Ischiofemoralen Impingements nicht aussagekräftig. Die Kombination aus passiver Extension, Adduktion und Außenrotation der Hüfte kann jedoch verwendet werden, um die Symptome zu provozieren.(19)

Der Long Stride Walking Test (Gehen mit großen Schritten) hat eine Sensitivität von 92 % und eine Spezifität von 82 %.(20)

(21)

Hamstring-Tendinopathie ( edit | edit source )

Der Ursprung der ischiokruralen Muskulatur (oder Hamstrings) liegt am Tuber ischiadicum, ganz in der Nähe des N. ischiadicus. Eine proximale Hamstring-Tendinopathie tritt häufig bei Langstreckenläufern und Athleten auf, die Aktivitäten in der Sagittalebene (z. B. Sprinten, Hürdenlauf) oder Richtungswechsel (z. B. bei Fußball- und Hockeyübungen) ausführen.(22)

Zeichen und Symptome:(5)

  • Vorgeschichte der wiederholten Gewichtsübernahme in flektierter Ausgangsstellung. Bei Bewegungen aus der Flexion heraus, wie das Kreuzheben (Deadlifts), wird die proximale Hamstring-Sehne durch Zug auf das Tuber ischiadicum belastet
  • Tiefe, lokalisierte Schmerzen in der Region des Sitzbeinhöckers (Tuber ischiadicum)
  • Der Schmerz verschlimmert sich beim Sitzen (beschrieben als Sitzen auf einer „schwammigen Masse“), beim Autofahren, beim Heben von Kisten und beim Bergauflaufen. Dies ist auf die Scherkräfte zwischen dem Ursprung der Hamstrings und dem Sitzbeinhöcker bei verstärkter Hüftflexion zurückzuführen. Beim Laufen tritt die Spitzenkraft in der terminalen Schwungphase auf, wobei eine zweite Spitze beim initialen Kontakt der Standphase berichtet wird
  • Positiver Straight Leg Raise (SLR)
  • Positiver neurodynamischer Slump-Test, der auf Druck auf den N. ischiadicus hinweist, aber eine Hamstring-Tendinopathie nicht ausschließt
  • Palpierbare Verdickung vor allem am lateralen Aspekt des Tuber ischiadicum

Die Schmerzen können mit Belastungstests reproduziert werden, in denen die proximalen Sehnen der ischiokruralen Muskulatur einer progressiv zunehmenden Druck- und Zugbelastung ausgesetzt werden (durch Vergrößerung des Flexionswinkels):(22)

  • Die Progression geschieht von der (1) einbeinigen Brücke mit gebeugtem Knie über die (2) Brücke mit langem Hebel und (3) Arabeske bis zum (4) einbeinigen Kreuzheben, wie in den Abbildungen gezeigt:

Einbeinige Brücke mit gebeugtem Knie:

Single Leg Long Lever Bridge.png

Brücke mit langem Hebel

Arabeske

  • Einbeiniges Kreuzheben

Einbeiniges Kreuzheben

  • Drei passive Dehnungstests haben eine mäßige bis hohe Validität und eine hohe Sensitivität und Spezifität für die Diagnose der proximalen Hamstring-Tendinopathie bei einer positiven Reproduktion der Symptome. Dies sind der Bent Knee Stretch (aus maximaler Hüft- und Knieflexion langsam in die Knieextension gehen), der Modified Bent Knee Stretch (schnellere Ausführung der Knieextension) und der Puranen-Orava-Test (Vorwärtsbeugung des Oberkörpers bei abgelegter Ferse im Stehen):

(23)

(24)

(25)

Untersuchung(edit | edit source)

Eine Pathologie der Lendenwirbelsäule sollte zuerst ausgeschlossen werden. Die körperliche Untersuchung umfasst die Palpation, Tests des Beckengürtels und des Iliosakralgelenks, Tests wie den Marsch-/Gillet-Test und den aSLR-Test (aktiver Straight Leg Raise).

Patienten mit einer Einklemmung des N. ischiadicus berichten häufig von traumatischen Ereignissen, Schmerzen beim Sitzen, radikulären Beinschmerzen und Parästhesien(26)

Ein positiver Marsch- oder aSLR-Test deutet auf eine schlechte motorische Kontrolle und eine mangelhafte Lastübertragung hin, aber keiner von beiden kann die pathologische Struktur differenzieren.(5)

(27)

Um eine Hüftarthrose auszuschließen, werden das gesamte Bewegungsausmaß und der FADIR-Test verwendet. Ein negativer FADIR-Test kann eine intraartikuläre Pathologie ausschließen, wie z.B. einen Labrumschaden oder eine Hüftarthrose.(5)

(28)

Ein positiver FABER-Test löst Symptome des N. ischiadicus aus, wenn der Nerv in dieser Position über den hinteren Rand des Trochanter major gleitet.(5) Der gleiche Test kann auf eine gluteale Tendinopathie hinweisen, wenn der Schmerz am Trochanter major angegeben wird. Wenn der Patient hingegen tiefe Gesäßschmerzen verspürt, handelt es sich wahrscheinlich um eine Kompression oder Reizung im Bereich des M. piriformis oder einer der „tiefen Sechs“.

(29)

Patienten mit einem tiefen glutealen Schmerzsyndrom können veränderte Nervenleitfähigkeitstests, veränderte Reflexe, motorische Schwäche(30) und Sensibilitätsstörungen aufweisen, die es schwierig machen, die Lendenwirbelsäule von den Strukturen im Gesäß zu differenzieren.(5)

Die Kombination des Dehnungstests des M. piriformis im Sitzen mit dem aktiven Piriformis-Test hat eine Sensitivität von 91 % und eine Spezifität von 80 % für die Einklemmung des N. ischiadicus ergeben (Referenzbefund: endoskopische Untersuchung).(31)

(32)

(33)

Palpationsfertigkeiten können nützlich sein, um die Lokalisation des Schmerzes und die Beschaffenheit der Weichteile zu differenzieren.(5) Verwenden Sie das Tuber ischiadicum als Referenzpunkt, während Sie versuchen, die Schmerzen des Patienten durch Palpation zu reproduzieren, um die wahrscheinliche Quelle der Symptome zu verstehen.(34)

(35)

Differenzialdiagnose ( edit | edit source )

Die folgende Tabelle ordnet den Pathologien mit tiefen Gesäßschmerzen ihre wahrscheinlichsten bzw. typischsten Symptome zu:(5)

Erkrankung Symptome
Gereizte Hamstring-Sehne, Schleimbeutelentzündung (Bursitis) Schlimmer durch Bergauflaufen, Kreuzheben (Deadlift),
Aufheben von Kisten / andere Aktivitäten mit Gewichtsübernahme in Flexion;
Fühlt sich an, als säße man auf einer „schwammigen Masse“
Nicht diskogene Einklemmung des N. ischiadicus Radikuläre Beinschmerzen bei Flexion der Hüfte
Einklemmung des N. pudendus Schlimmer durch längere Zeit auf dem Fahrrad oder Wechsel des Sattels; Sitzen auf einem Toilettensitz lindert die Schmerzen durch Entlastung
Ischiofemorales Impingement, lumbale Facettenschmerzen, ISG-Schmerzen Schmerzen bei Extension der Hüfte bzw. langen Schritten
Ischiofemorales Impingement Trauma oder Hüftoperation in der Vergangenheit
Gluteale Tendinopathie, Obturator- / Gemelli-Tendinopathie Hinken nach längerem Sitzen

Management(edit | edit source)

Allgemeine Grundsätze(edit | edit source)

  • Es wird empfohlen, die Schmerzquelle mit Hilfe des klinischen Reasonings, des eigenen Wissens und der Untersuchungsfertigkeiten zu differenzieren
  • Klären Sie Ihren Patienten über die Anatomie und die Ursachen der Symptome auf
  • Principals of Deep Gluteal Pain management.PNG

    Gehen Sie die Faktoren für chronische Schmerzen mit Hilfe des biopsychosozialen Ansatzes an

  • Beraten Sie den Patienten in Bezug auf das Belastungsmanagement

Hamstring-Tendinopathie:

  1. Vermeiden Sie Kreuzheben (Deadlifts) und andere Aktivitäten mit Gewichtsübernahme in Flexion
  2. Vermeiden Sie Dehnungen der Hamstrings, wie z.B. die Extension des Knies in 90 Grad Hüftflexion

Beteiligung des N. ischiadicus:

  1. Stellen Sie beim Autofahren den Autositz näher ans Lenkrad, um die neurale Spannung des N. ischiadicus zu verringern
  2. Raten Sie Läufern, ihre Schrittlänge zu reduzieren, um die Symptome zu lindern

Bei typischen Symptomen des N. pudendus müssen Sie den Patienten möglicherweise an einen Physiotherapeuten für Frauen- oder Männergesundheit überweisen, der Sie bei den Symptomen wie Rektalschmerzen, Stuhlinkontinenz oder Harninkontinenz unterstützt. Überweisen Sie weibliche Patienten über 50 an den Gynäkologen, um ihren Hormonstatus zu überprüfen. Eine Änderung des Lebensstils und eine Beratung zur Gewichtskontrolle werden ebenfalls empfohlen

Allgemeine Edukation zu den folgenden Themen:

  • Gewichtsmanagement
  • Veränderungen des Lebensstils
  • Schlafhygiene
  • Risikofaktoren wie Rauchen

Myofasziales Release, manuelle Therapie in Verbindung mit der entsprechenden Rehabilitation und Edukation sind hilfreiche klinische Instrumente bei der Behandlung von tiefen Gesäßschmerzen.(5)

Bildgesteuerte anästhetische Blockaden oder Steroid-Injektionen können ebenfalls wirksam sein(7)

Chirurgische Optionen sind:

Partielle Trochanterplastik des Trochanter minor bei ischiofemoralem Impingement

Arthroskopisches oder endoskopisches Release von Verwachsungen zwischen den Hamstring-Sehnen oder der Piriformis-Sehne und dem N. ischiadicus.(36)(12)

.

Übungen(edit | edit source)

Prinzipien der Übungsverordnung:(5)

Exercise principals DGS.PNG

Versuchen Sie, die Übungen auf 15 oder 20 Minuten pro Tag zu beschränken, um die Adhärenz und die Einhaltung der Vorgaben zu verbessern.

Vermeiden Sie zu Beginn der Behandlung einer Tendinopathie Dehnungsübungen, um die Zugbelastung auf die Sehne zu reduzieren. Führen Sie sie eventuell später ein, wenn sich die Schmerzen gelegt haben.

Versuchen Sie bei der Behandlung der Tendinopathie ein Niveau zu erreichen, bei dem die Schmerzen unter 5/10 bleiben und sich nach 24 Stunden nicht verschlimmern, insbesondere bei funktionellen Belastungsübungen wie dem Step Down, der einbeinigen Kniebeuge (One Leg Squat), dem dynamischen Ausfallschritt (Dynamic Lunge) und dem Split Squat.

Wenn Sie die Piriformis-Dehnung mit der Hüfte im 90-Grad-Winkel durchführen, muss die Hüfte in Außenrotation gehen. Der M. piriformis ist unterhalb von 45 bis 60 Grad Hüftflexion ein Hüftabduktor und -außenrotator, agiert aber oberhalb von 60 Grad Hüftflexion als Innenrotator

Kombinieren Sie Übungen mit neurodynamischen Sliders, wie z.B. einem Slider des N. ischiadicus

Raten Sie zur Kräftigung der glutealen Muskulatur mittels Bird Dog, Split Squats und funktionellen Belastungsübungen.

Progressive Belastung mit Schwerpunkt auf den Extensoren, Abduktoren und Außenrotatoren der Hüfte als allgemeine Regel

Single Leg Squat

Bird Dog (Diagonales Anheben im Vierfüßlerstand) mit Widerstand

Referenzen(edit | edit source)

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