Grundlagen der Befunderhebung und Behandlung in der Telegesundheit

Einleitung(edit | edit source)

Diese Seite soll Sie über die Voraussetzungen für eine Befunderhebung im Rahmen der Telegesundheit informieren. Sie erörtert die Wirksamkeit der Telegesundheit bei verschiedenen Krankheitsbildern und stellt verschiedene Behandlungsprinzipien der Telegesundheit vor, die bei der Durchführung einer Sitzung mittels digitaler Technologie hilfreich sein können.

Bei den Telegesundheitsdiensten handelt es sich entweder um virtuelle Sitzungen in Echtzeit (d. h. synchron), um „Store-and-Forward“-Telegesundheit (asynchron) oder um die Fernüberwachung („Telemonitoring“) von Patienten.(1)

Formate in der Telegesundheit ( edit | edit source )

Die Telegesundheit erfordert eine starke Plattform, die kompetente technische und technologische Dienste auf diversen Formaten anbietet. Die wichtigsten Formate in der Telegesundheit, die von den unterschiedlichen Plattformen bereitgestellt werden, sind:

Videokonferenzen: Hierbei handelt es sich um eine durchgehende Online-Plattform, die eine dynamische Interaktion zwischen dem Patienten und dem Therapeuten ermöglicht. Dazu können Plattformen wie Skype, Zoom, Google Meet, WhatsApp usw. gehören.

Bildübertragung: Dazu gehört die Übertragung ausgewählter Bilder zum Zwecke der Behandlung.

Datenübertragung: Dazu gehört die Übermittlung von Informationen durch andere Methoden als Bild- oder Videodaten, wie z. B. die Übermittlung von Krankenakten, Trainingsplänen usw. per E-Mail(2)

Technische Aspekte ( edit | edit source )

Die zur Unterstützung der oben genannten Formate eingesetzte Technik kann u.a. Folgendes umfassen:

  • Technik für die Audioübertragung und -wiedergabe
  • Technik für die Videoübertragung und -wiedergabe
  • Computernetzwerke (WANs und LANs)
  • Breitbandnetze
  • Interaktives Satellitenfernsehen (ITV)(2)

Weitere Informationen zu diesen technischen Aspekten finden Sie auf der Seite Praktische Überlegungen zur Telegesundheit

Empfehlungen für Sitzungen ( edit | edit source )

Es ist immer besser, Testsitzungen durchzuführen, um eventuell auftretende technische Störungen und die Netzstärke zu überprüfen(3)

Vor der Sitzung
  • Erwägen Sie, dem Patienten noch vor dem Termin Fragebögen zukommen zu lassen (z.B. Selbsteinschätzungen wie eine VAS-Skala oder Bodychart/Körpertabelle)
  • Fragen Sie den Patienten, ob er möchte, dass ein Partner oder ein Familienmitglied bei der Sitzung anwesend ist
  • Terminieren Sie die Sitzungen nach der Priorität der verschiedenen Patienten (Überlegungen zur klinischen Triage in der Telegesundheit)
  • Bestätigen Sie, ob eine Betreuung durch Videokonferenz klinisch sinnvoll ist. Verwenden Sie einen Raum, der privat und gut beleuchtet ist
  • Vergewissern Sie sich, dass die Telefonnummer des Patienten bereitsteht, falls es bei der Videoverbindung Probleme gibt
  • Halten Sie die klinischen Unterlagen des Patienten bereit, vorzugsweise auf einem zweiten Bildschirm
  • Testen Sie die Technologie vor der Sitzung, um zu prüfen, ob sie wie vorgesehen funktioniert.
Beginn der Sitzung
  • Starten Sie die Sitzung
  • Überprüfen Sie die Verbindung und Klarheit, indem Sie die Person fragen, ob sie Sie sehen und hören kann
  • Eine förmliche Vorstellung beim Patienten ist ein absolutes Muss
  • Die mündliche Einwilligung des Patienten muss vor Beginn der Befunderhebung eingeholt werden.
  • In einigen Ländern muss mündlich verifiziert werden, in welchem Bundesland sich der Patient befindet, damit Sie bestätigen, dass Sie für die Untersuchung und Behandlung dieses Patienten zugelassen sind
  • Es ist immer besser, in die Kamera zu schauen, damit der Patient Blickkontakt aufnehmen und sein Vertrauen in Sie gewinnen kann
  • Wenn zusätzlich andere Fachkräfte im Raum sind, müssen sie dem Patienten vorgestellt werden
  • Weisen Sie den Patienten an, was zu tun ist oder wie er die Verbindung wiederherstellen kann, wenn die Sitzung vorzeitig beendet wird oder eine schlechte Internet- oder Audioverbindung besteht
Die Sitzung
  • Führen Sie schriftliche Aufzeichnungen wie bei einem persönlichen Termin
  • Seien Sie sich bewusst, dass sich die Videokommunikation im Vergleich zur Kommunikation in Präsenz leicht unterscheidet
  • Falls Sie sich mit etwas beschäftigen, Notizen machen oder medizinische Unterlagen lesen müssen, teilen Sie dies dem Patienten mit und erklären Sie ihm dies im Voraus
Abschluss der Sitzung
  • Fassen Sie die wichtigsten Punkte zusammen – dies ist besonders wichtig, wenn es während der Sitzung technische Schwierigkeiten gab
  • Klären Sie eventuelle Zweifel und Fragen des Patienten
  • Überprüfen Sie, ob der Patient mit dem Videoformat der Telegesundheit zufrieden ist
  • Erinnern Sie die Patienten mit Komorbiditäten daran, ihre routinemäßigen Medikamente nicht abzusetzen, sondern wie verschrieben weiter zu nehmen
  • Verabschieden Sie sich und beenden Sie den Anruf
Nach der Sitzung
  • Aktualisieren Sie die Dokumentation
  • Vereinbaren Sie Folgetermine oder leiten Sie Überweisungen ein
  • Vergewissern Sie sich, dass Sie alle von Ihnen vorgeschriebenen/versprochenen Übungen per E-Mail versenden
  • Es sollte umgehend eine anschließende E-Mail versandt werden, in der die wichtigsten Punkte der virtuellen Sitzung sowie der weitere Plan zusammengefasst werden
  • Erforderliche persönliche Termine müssen vereinbart werden(4)

Planen Sie Ihre Sitzungen ( edit | edit source )

Der Therapeut muss immer vorbereitet sein. Er sollte eine Liste mit den Fragen verfassen, die gestellt werden müssen. Die Hauptpunkte der Befunderhebung, einschließlich aktiver und passiver Bewegungen und spezieller Tests, müssen so organisiert werden, dass die Sitzungszeit optimal genutzt werden kann. Stellen Sie fest, ob bei einem der Untersuchungsverfahren möglicherweise die Hilfe eines Familienmitglieds erforderlich ist.(3)

Anpassung der Befunderhebung an ein virtuelles Publikum ( edit | edit source )

Sollte die Inspektion im Rahmen der Befunderhebung virtuell erfolgen, muss berücksichtigt werden, dass die Ergebnisse von der Ansicht und dem Winkel des Geräts direkt beeinflusst werden. Sich auf diese Ergebnisse zu verlassen kann schwierig werden, da die Kamera richtig auf die Körpersegmente ausgerichtet werden muss. Es ist also angebracht, zusätzliche Fragen zu stellen, um die Informationen aus der Inspektion zu ergänzen. Anpassungen der konventionellen Untersuchung an das virtuelle Format und Änderungen der speziellen Tests und anderer Methoden sind unerlässlich.(3)

Erstes Einrichten: Manchmal kann es notwendig sein, die Wohnung des Patienten aufzusuchen und einen Ort für die Anbringung des Videogeräts einzurichten. Dies kann den Untersuchungsprozess erleichtern und hilft bei der kontinuierlichen Begleitung des Patienten, während er seine Übungen durchführt.

Sicherheit ist eine Priorität: Noch vor dem Verständnis der technischen Einzelheiten ist das Bewusstsein wichtig, dass die Sicherheit des Patienten Vorrang hat und ein Hauptanliegen jedes Therapeuten sein sollte. Für den unwahrscheinlichen Fall von ernsteren Problemen muss ein Therapeut in der Lage sein, den Patienten zu erreichen oder zu seiner Sicherheit eingreifen zu können. Dafür kann ein im Vorfeld verfasster Sicherheitsplan nützlich sein. Tests, die nicht auf sichere Weise durchgeführt werden können, sollten durch einen anderen Test oder eine zusätzliche Befragung ersetzt werden. Vorzugsweise sollten solche Befundpunkte jedoch in einem persönlichen Termin untersucht werden.

Platzierung der Kamera für den Patienten: Die Platzierung muss eine gute Sicht auf den Patienten ermöglichen. Dies kann mit Hilfe von einigen Testplatzierungen ermittelt werden (z. B. auf einem Tisch, durch Anpassen der Neigung des Laptops oder durch Aufstellen des iPads auf einem Ständer, der so ausgerichtet ist, dass man den Patienten gut sehen kann, während er die Aufgabe durchführt).

Platzierung der Kamera für den Therapeuten: Die Patienten müssen beim Gespräch das ganze Gesicht des Therapeuten sehen können. Bei der Demonstration von Übungen muss der Patient möglichst den ganzen Körper des Therapeuten sehen. Der Therapeut sollte genügend Platz haben, um sich vor der Kamera zu bewegen. Wenn Sie die Kamera bewegen, um Übungen auf dem Boden zu zeigen, stellen Sie sicher, dass Sie eine stabile Unterlage haben, auf der Sie die Kamera abstellen können, damit Sie das Gerät nicht halten oder auf den Boden legen müssen. (5)

Anweisungen anpassen: Die Anweisungen müssen spezifisch, laut und deutlich sein. Komplizierter Fachjargon und medizinische Terminologie sollten vermieden werden bzw. verständlich vermittelt werden. Wenn die Hilfe eines Familienmitglieds erforderlich ist, müssen die Anweisungen sehr spezifisch sein, was die Platzierung der Hände und die Richtung (hin zu welchem Körperteil) der Bewegung betrifft.

Zeit für eine Sitzung: Der Erstbefund kann mehr Zeit in Anspruch nehmen, während die Folgesitzungen weniger Zeit benötigen. Bei technischen Störungen und schlechter Verbindung kann sich die Sitzungszeit verlängern.

Praktische Aspekte der Befunderhebung ( edit | edit source )

Stellen Sie sicher, dass Sie auf jede telegesundheitliche Sitzung gut vorbereitet sind, insbesondere auf eine erste Befunderhebung, und berücksichtigen Sie Folgendes:(3)

  • Halten Sie eine Liste mit Fragen und Tests bereit. Wenn Sie gerade erst mit der Telegesundheit beginnen, sind Sie vielleicht von der Technologie und der Fehlerbehebung überwältigt; eine Liste hilft Ihnen, den Überblick zu behalten
  • Überlegen Sie sich zusätzliche Fragen, die Sie dem Patienten stellen können. Wenn Sie z. B. wegen einer schlechten Einrichtung der Kamera nicht den ganzen Patienten sehen können, können Sie ihn bei der Untersuchung der Rumpfbeugung fragen, wie weit er nach unten reichen kann – Fingerspitzen bis zu den Knien, der Mitte des Schienbeins oder dem Knöchel?
  • Überlegen Sie, welche orthopädischen Tests sinnvollerweise über die Telegesundheit durchgeführt werden sollten und ob sie unabhängig voneinander durchgeführt werden können.
  • Für das passive und aktive Bewegungsausmaß müssen Sie den Winkel des Patienten zur Kamera berücksichtigen. Ziehen Sie andere Testmethoden in Betracht, wenn Sie nicht mit einem Goniometer (Winkelmesser) messen können.
  • Der Therapeut kann dem Patienten vor der Sitzung ein aufgezeichnetes Video zur Verfügung stellen, in dem er ihm beibringt, wie er einen bestimmten Test während der Sitzung durchführen kann. Dabei sind oft zusätzliche Hinweise nützlich, damit der Patient weiß, was er für den Test benötigt, z. B. einen Stuhl oder ein Bett.
  • Einem Familienmitglied kann gezeigt werden, wie man das passive Bewegungsausmaß ausführt
  • Überlegen Sie, welche Tests ohne Ihre unmittelbare Mithilfe nicht sicher und effektiv durchgeführt werden können. Sind diese Tests für Ihr klinisches Reasoning im Hinblick auf die Diagnose oder die Behandlungsrichtung des Patienten unerlässlich? Kann ein Test durch einen anderen Test oder eine zusätzliche Befragung ausreichend ersetzt werden? Oder müssen Sie den Patienten persönlich untersuchen, um eine eindeutige Diagnose zu stellen?(3)
  • Ein vor Kurzem veröffentlichter Leitfaden für das muskuloskelettale Assessment bietet Klinikern, die in der Primärversorgung tätig sind, eine Planung und Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Untersuchung per Videokonferenz, damit sie ihre Befunderhebungen auf der Grundlage veröffentlichter Evidenz und bewährter Praktiken anpassen können; es enthält außerdem Ressourcen für Patienten und Kliniker (Informationsblatt für Patienten und Fotos von Untersuchungen). Die Autoren schlagen vor, den traditionellen Ansatz „Sehen, Fühlen, Bewegen“ in „Sehen, Zeigen, Bewegen“ umzuwandeln, was die zunehmende Rolle der Patientenbeteiligung bei virtuellen Sitzungen widerspiegelt.(6)

Klicken Sie auf diesen Link, um mehr zu erfahren: Remote Musculoskeletal Assessment Framework: A Guide for Primary Care

Behandlung(edit | edit source)

Welche Interventionen können Sie im Rahmen der Telegesundheit auf sichere Weise durchführen? ( edit | edit source )

Die Akzeptanz von Telegesundheit und Telerehabilitation bei chronischen muskuloskelettalen Erkrankungen ist offensichtlich gegeben.(7) Die Forschung legt nahe, dass die Physiotherapie im Rahmen der Telegesundheit in folgenden Bereichen wirksam ist:

  • Chronische Gelenkschmerzen oder Arthrose (Gonarthrose(8) und Arthrose in anderen Gelenken(9))
  • Hemiarthroplastik der Schulter
  • Totaler Hüftgelenkersatz (Hüft-TEP)
  • Subakute unspezifische Kreuzschmerzen
  • Chronische unspezifische Nackenschmerzen(10)
  • Totaler Kniegelenkersatz (Knie-TEP)(11)
  • Degenerative lumbale Spinalkanalstenose(12)

Die Telegesundheit eignet sich nicht für Interventionen wie manuelle Therapie, Weichteiltechniken oder andere Techniken, bei denen der Therapeut den Patienten berühren muss („Hands-On“).(13)

Patientenedukation ( edit | edit source )

75 % der Menschen suchen im Internet nach einer Antwort auf ihre Gesundheitsfragen. Es wurde auch festgestellt, dass 40-67 % der Menschen auf Online-Plattformen einschließlich gesundheitsbezogener Apps angewiesen sind, um grundlegende Gesundheitsinformationen zu erhalten. Dies zeigt uns, dass die Telegesundheit ein großes potenzielles Publikum besitzt. Es ist jedoch wichtig, diese Personen in die richtige Richtung zu lenken, da sie möglicherweise Vorbehalte gegen virtuelle Methoden als primären Behandlungsweg haben. Daher müssen die Aufklärung über die Telegesundheit, die allgemeinen Erwartungen an die Behandlung und die Informationen über das spezifische Problem des Patienten klar und prägnant sein. Die Patienten können aufgefordert werden, sich auf dem jeweiligen Online-Portal zu registrieren und bei Bedarf ihre Fragen zu stellen. Es wäre ideal, in regelmäßigen Abständen Veranstaltungen zur Patientenedukation organisieren.(14) Viele Patienten sind der Ansicht, dass Telegesundheit eher für Folgesitzungen als für den Erstbefund geeignet ist. Daher muss der Therapeut den Patienten darüber aufklären, wie das System funktioniert, und ihn bei etwaigen Schwierigkeiten unterstützen und beruhigen können.(2)

Übungstherapie ( edit | edit source )

Es gibt mehrere Möglichkeiten, einem Patienten eine bestimmte Übung beizubringen und sie kontinuierlich zu überwachen, so wie es in einer persönlichen Sitzung geschieht. Folgende Methoden können bei Bedarf mit Hilfe von Familienmitgliedern durchgeführt werden:

  • Voraufgezeichnetes Video
  • Online-Video-Demonstration
  • Anzeige von visuellem Feedback
  • Videokonferenzen
  • In Geräten, die von dem Patienten genutzt werden, können eingebettete Sensoren, sofern vorhanden, Informationen aufzeichnen und an den Therapeuten weitergeben(15)
  • Familienmitglied, das bei Bedarf hilft, z. B. bei passiven Bewegungen

Funktionelle Rehabilitation ( edit | edit source )

Funktionale Ziele müssen individuell zugeschnitten sein. In Studien zogen tatsächlich die meisten Patienten mit chronischen Krankheiten die Telegesundheit der normalen Behandlung vor, da sie kosteneffizient und zeitsparend ist und Fehlzeiten verringert. Websites und Apps können anstelle von Telefon- und Videokommunikation eingesetzt werden, um die Überwachung der Übungen zu ermöglichen und die Fortschritte kontinuierlich zu erfassen. Diese Methode hat sich als wirksamer erwiesen, wenn es darum geht, sich an das Training zu halten (Adhärenz). Somit zeigt sich die Telegesundheit als gut geeigneter Ansatz für die Rehabilitation in Bezug auf:

  • Edukation des Patienten über die Erkrankung
  • Beratung des Patienten zu Techniken des Selbstmanagements
  • Verordnung und Anleitung von Übungen
  • Beratung in Bezug auf körperliche Aktivität und individualisierte Planung
  • Überwachung der Fortschritte und Follow-up

Empfehlungen an die Organisatoren ( edit | edit source )

  • Telegesundheitliche Netze müssen eingerichtet werden, vorzugsweise unter Verwendung standardisierter Software oder Systeme
  • Beratungs- und Überweisungsstellen müssen zur Verfügung stehen, um bei Bedarf sofort konsultiert werden zu können
  • Für die effiziente Erbringung von Rehabilitationsleistungen, insbesondere in der Akutphase, müssen standardisierte, zielgerichtete und zeitgesteuerte Protokolle vorhanden sein
  • Es wird empfohlen, sich fortzubilden und Testinterventionen durchzuführen, um die Fachkräfte, die Dienstleistungen anbieten, kontinuierlich zu schulen und zu aktualisieren.(16) Eine aktuelle Studie(17) von Luke Davies et al. entwickelte einen internationalen Rahmen für die Kernkompetenzen von Physiotherapeuten, die eine qualitativ hochwertige Versorgung über Videokonferenzen anbieten. In diesem Rahmenwerk werden 60 spezifische Fähigkeiten beschrieben, die sich auf sieben Bereiche verteilen und dazu beitragen sollen:
    • Kenntnisse und Fähigkeiten zu entwickeln, die Physiotherapeuten benötigen, um eine qualitativ hochwertige Versorgung über Videokonferenzen zu gewährleisten
    • Physiotherapeuten in der digitalen Umgebung zu schulen und
    • als Grundlage für die künftige Entwicklung von Physiotherapie-Lehrplänen und Initiativen zur beruflichen Fortbildung im Bereich der Telegesundheit zu dienen.
  • Die Telerehabilitation umfasst eine Art der Kommunikation. Um die Ergebnisse zu optimieren und die Adhärenz zu bewerten, können mehrere Kommunikationsformen erforderlich sein, z. B. Videokonferenzen, Telefon, Desktop-Videotelefone, Messaging-Geräte, Online-Chats, Videoaufzeichnungen und E-Mail.(18)

Leitfaden für Patienten ( edit | edit source )

  1. Entscheiden Sie, welche Art von Betreuung Sie wünschen oder benötigen (eine telefonische Sitzung eignet sich gut, wenn ein Video nicht notwendig ist). Videositzungen können aufgrund des visuellen Feedbacks bestärkender wirken.
  2. Vergewissern Sie sich, dass Ihre Angaben, die Sie zuletzt beim Gesundheitsdienstleister angegeben haben, noch aktuell sind (E-Mail, Telefonnummer). Suchen Sie sich einen ruhigen Ort mit guter Internetanbindung. Testen Sie das Gerät, das Sie verwenden werden, vor dem vereinbarten Termin. Vergewissern Sie sich, dass der Physiotherapeut Ihre Anmeldedaten hat, damit er weiß, dass Sie es sind, und dass er rechtzeitig reagieren kann. Loggen Sie sich in die Verbindung einige Minuten vor der Sitzung ein
  3. Während der Sitzung können Sie auf den Bildschirm schauen. Es ist nicht zwingend erforderlich, in die Kamera zu schauen, da dies schwierig sein kann. Alle Fragen, die eine Überprüfung erfordern, können in Ruhe geklärt werden. Wenn die Verbindung zwischendurch unterbrochen wird, stellen Sie den Anruf wieder her
  4. Achten Sie darauf, dass Sie alles, was Sie vereinbart haben, auch einhalten.

Zusätzliche Ressourcen ( edit | edit source )

Referenzen(edit | edit source)

  1. Cabrera CI, Ning AY, Cai Y, D’Anza B. Systematic review of telehealth cost minimization for patients and health systems in otolaryngology. Laryngoscope. 2021 Aug;131(8):1741-8.
  2. 2.0 2.1 2.2 Australian Physiotherapy Association. Telehealth Guidelines. Available from: https://australian.physio/sites/default/files/APATelehealthGuidelinesCOVID190420FA.pdf (Accessed 17 May 2020)
  3. 3.0 3.1 3.2 3.3 3.4 Cottrell, M. General Patient Assessment and Management in Telehealth. Course. Plus. 2020
  4. Specialty guides for patient management during the coronavirus pandemic. Clinical guide for the management of remote consultations and remote working in secondary care during the coronavirus pandemic. NHS Report number: 001559 (27/03/2020)
  5. WebPT. The Rehab Therapist’s Guide to Practicing Telehealth.
  6. Murray T, Murray G, Murray J. Remote Musculoskeletal Assessment Framework: A Guide for Primary Care. Cureus. 2021 Jan;13(1).
  7. Jansons PS, Haines TP, O’Brien L. Interventions to achieve ongoing exercise adherence for adults with chronic health conditions who have completed a supervised exercise program: systematic review and meta-analysis. Clin Rehabil. 2017 Apr;31(4):465-77.
  8. Yang Y, Li S, Cai Y, Zhang Q, Ge P, Shang S, Han H. Effectiveness of telehealth-based exercise interventions on pain, physical function and quality of life in patients with knee osteoarthritis: A meta-analysis. J Clin Nurs. 2022 Jul 25.
  9. Ezzat A, Kemp J, Heerey J, Pazzinatto M, Silva DDO, Dundules K, Barton C. Implementing telehealth-delivered group-based education and exercise for osteoarthritis during the COVID-19 pandemic: A mixed-methods evaluation. J Sci Med Sport. 2022 Nov;25:S9–S10.
  10. Özel M, Kaya Ciddi P. The effectiveness of telerehabilitation-based structured exercise therapy for chronic nonspecific neck pain: A randomized controlled trial. J Telemed Telecare. 2022 May 16:1357633X221095782.
  11. LeBrun DG, Martino B, Biehl E, Fisher CM, Gonzalez Della Valle A, Ast MP. Telerehabilitation has similar clinical and patient-reported outcomes compared to traditional rehabilitation following total knee arthroplasty. Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc. 2022 Dec;30(12):4098-4103.
  12. Cottrell MA, Galea OA, O’Leary SP, Hill AJ, Russell TG. Real-time telerehabilitation for the treatment of musculoskeletal conditions is effective and comparable to standard practice: a systematic review and meta-analysis. Clin rehabil. 2017 May;31(5):625-38.
  13. Rush KL, Hatt L, Janke R, Burton L, Ferrier M, Tetrault M. The efficacy of telehealth delivered educational approaches for patients with chronic diseases: A systematic review. Patient Educ Couns. 2018 Aug 1;101(8):1310-21.
  14. Rush KL, Hatt L, Janke R, Burton L, Ferrier M, Tetrault M. The efficacy of telehealth delivered educational approaches for patients with chronic diseases: A systematic review. Patient Educ Couns. 2018 Aug 1;101(8):1310-21.
  15. Brennan DM, Lum PS, Uswatte G, Taub E, Gilmore BM, Barman J. A telerehabilitation platform for home-based automated therapy of arm function. Conf Proc IEEE Eng Med Biol Soc 2011 Sep 3 (pp. 1819-1822). IEEE.
  16. Blacquiere D, Lindsay MP, Foley N, Taralson C, Alcock S, Balg C, Bhogal S, Cole J, Eustace M, Gallagher P, Ghanem A. Canadian stroke best practice recommendations: Telestroke best practice guidelines update 2017. Int J Stroke. 2017 Oct;12(8):886-95.
  17. Davies L, Hinman RS, Russell T, Lawford B, Bennell K, Billings M, Cooper-Oguz C, Finnan K, Gallagher S, Gilbertson DK, Holdsworth L. An international core capability framework for physiotherapists to deliver quality care via videoconferencing: a Delphi study. Journal of Physiotherapy. 2021 Sep 11.
  18. Laver KE, Schoene D, Crotty M, George S, Lannin NA, Sherrington C. Telerehabilitation services for stroke. Cochrane Database of Syst Rev. 2013(12).


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