Physiotherapie bei Rückenmarksverletzungen – Grundsätze der Behandlung

Original Editor Ewa Jaraczewska based on the course by Melanie Harding

Top ContributorsEwa Jaraczewska, Jess Bell and Kim Jackson

Einleitung(edit | edit source)

Die physiotherapeutische Behandlung von Rückenmarksverletzungen (Spinal Cord Injury – SCI) ist sehr komplex und muss nicht nur die Lähmung berücksichtigen, sondern auch die weitreichenden Folgen der beeinträchtigten Körperfunktionen. Dazu gehören Funktionen der Blase, des Darms, der Atemwege und des Herz-Kreislauf-Systems. Darüber hinaus beeinflussen soziale und persönliche Faktoren, die Teilhabe und das Umfeld den Genesungprozess von Menschen mit einer Rückenmarksverletzung.(1) Dieser Kurs zielt darauf ab, grundlegende Behandlungsideen während verschiedener Phasen der Rehabilitation nach einer Rückenmarksverletzung vorzustellen.

Grundprinzipien der physiotherapeutischen Behandlung bei Rückenmarksverletzungen(edit | edit source)

Frühversorgung(edit | edit source)

Die Frühversorgung einer Rückenmarksverletzung beginnt, sobald der Patient medizinisch stabil ist. Dies kann Tage oder Wochen nach der Verletzung der Fall sein, je nach der primären Ursache der Verletzung und den nachfolgenden medizinischen und/oder respiratorischen Komplikationen.(1) Die Dokumentation der Untersuchung durch den Rettungssanitäter kann dem Physiotherapeuten als zuverlässige Informationsquelle über den Verletzungsmechanismus des Patienten dienen, wenn in dieser Phase die physiotherapeutische Behandlung geplant wird.(3)

Neurologische Erholung(edit | edit source)

Die neurologische Erholung nach einer traumatischen Rückenmarksverletzung hängt von der Schwere, der Höhe und dem Mechanismus der Verletzung ab.(4) Die neurologische Erholung ist jedoch nicht mit der Behandlung, die ein Patient erhält, oder dem Land, in dem die Behandlung durchgeführt wird, verbunden.(4) Die ersten drei Monate nach einer Rückenmarksverletzung sind entscheidend für die Genesung von Personen mit einer vollständigen ASIA-A-Rückenmarksverletzung, da sich ihr Verletzungsgrad in ASIA B, C, D oder E ändern kann. Die höchste Anzahl von Verletzungsgradänderungen findet von ASIA A zu ASIA B statt (5,6 %).(5)(6) Diese Veränderungen sind bei Patienten mit Tetraplegie häufiger zu beobachten als bei Patienten mit Paraplegie.(6) Auch wenn der größte Teil der Erholung in den ersten drei Monaten eintritt, kann sie bis zu einem Jahr nach der Verletzung andauern.(7)

Die folgenden Ergebnisse Erstuntersuchung gelten als Prädiktoren für eine neurologische Erholung:

Weitere Informationen über die ASIA-Skala finden Sie hier. (In englischer Originalsprache).

Prävention von Komplikationen(edit | edit source)

Das Atmungssystem

Respiratorische Komplikationen(edit | edit source)

Die Atem- und Belüftungsfunktionen sind bei über 50 % der Personen mit einer Rückenmarksverletzung beeinträchtigt.(11) Dies kann dazu führen, dass die Patienten Schwierigkeiten beim Atmen haben oder gar nicht mehr atmen können. Eine Lungenentzündung kann die Dauer des Krankenhausaufenthalts und das neurologische Ergebnis eines Patienten beeinflussen.(11) Sie gilt auch als eine der Hauptursachen für Morbidität und Mortalität bei SCI-Patienten.(12) Andere respiratorische Komplikationen sind: Atelektase, Sekretverhalt und Atemversagen.

Die Rolle der Physiotherapie bei der Prävention von Komplikationen der Atmung:

Die Zwerchfellstimulation ist eine neue Methode, um Patienten mit SCI zu helfen, ihre Abhängigkeit von einem mechanischen Beatmungsgerät zu verringern. Weitere Vorteile sind die Förderung der neuromuskulären Plastizität, die Verbesserung der spontanen Zwerchfellaktivierung und der Atemfunktion sowie die Verbesserung der Atmung, der Sprache und der Lebensqualität von Menschen mit Rückenmarksverletzungen.(15) Weitere Informationen zur Zwerchfellstimulation finden Sie hier. (In englischer Originalsprache).

Weitere Informationen zur Versorgung der Atmung bei einer Rückenmarksverletzung finden Sie hier.

Typische Entstehungsorte für Druckgeschwüre (Dekubitus)

Komplikationen des Integuments (Haut)(edit | edit source)

Dekubitalgeschwüre können sich innerhalb von 6 Stunden oder weniger nach einer Verletzung entwickeln.(2) Die Prävention von Dekubitalgeschwüren liegt in der Verantwortung des gesamten multidisziplinären Teams.

Die Rolle des multidisziplinären Teams bei der Prävention von Druckgeschwüren:

Kardiovaskuläre Komplikationen(edit | edit source)

Zu den Herz-Kreislauf-Komplikationen bei Personen mit einer Rückenmarksverletzung gehören orthostatische Hypotonie und autonome Dysreflexie.(17)

Bei der autonomen Dysreflexie handelt es sich um einen plötzlichen und extremen Bluthochdruck als Reaktion auf afferente Reize unterhalb des Verletzungsniveaus. Sie kann bei bis zu 90 % der Personen mit Tetraplegie oder hoher Paraplegie auftreten und zu Gefäßfunktionsstörungen, Krampfanfällen, Herzstillstand, zerebralen Gefäßunfällen und zum Tod führen.(18)

Eine orthostatische Hypotonie tritt auf, wenn ein Patient in eine aufrechte Position wechselt und ein Abfall von mindestens 20 mmHg im systolischen Blutdruck oder 10 mmHg im diastolischen Blutdruck auftritt.(19) Wang et al.(20) haben jedoch festgestellt, dass eine Senkung des Blutdrucks nicht ausreicht, um eine orthostatische Hypotonie zu definieren. Um eine autonome Dysfunktion nach einer Rückenmarksverletzung zu bestätigen, müssen sowohl die Blutdruck- als auch die Herzfrequenzreaktionen quantifiziert werden.(20) Veränderungen der systolischen und diastolischen Funktion, die sich in Schwankungen des Blutdrucks (Hypertonie und Hypotonie) äußern, können bei Personen mit Rückenmarksverletzung zu einer vaskulären kognitiven Beeinträchtigung führen.(19)

Personen mit einer Rückenmarksverletzung haben auch ein erhöhtes Risiko für eine tiefe Venenthrombose (TVT).(21) ür dieses erhöhte Risiko sind mehrere Faktoren verantwortlich,(21) darunter :

Die Rolle der Physiotherapie bei der Prävention kardiovaskulärer Komplikationen:

Weitere Informationen über kardiovaskuläre Komplikationen im Zusammenhang mit Rückenmarksverletzungen finden Sie hier. (In englischer Originalsprache)

Muskuloskelettale Komplikationen(edit | edit source)

Muskuloskelettale Probleme sind bei Menschen mit Rückenmarksverletzungen häufig. Aktivitäten, die mit ungünstiger Biomechanik ausgeführt werden, führen zu Schulter- und Nackenschmerzen. Patienten, die über einen längeren Zeitraum in einer Position verharren, entwickeln eine Kontraktur. Spastizität kann die Beweglichkeit verringern und eine Verkürzung der Weichteile verursachen.(23)(24) Die Folgen dieser Komplikationen sind schwerwiegend. Wenn ein Patient beispielsweise Schulterschmerzen hat, wird er seinen Rollstuhl möglicherweise nicht mehr manuell antreiben und keinen Transfer durchführen können.

Die Rolle der Physiotherapie bei der Prävention von Komplikationen des Bewegungsapparats:(2)

Urologische Komplikationen(edit | edit source)

Patienten mit einer Rückenmarksverletzung haben ein höheres Risiko, urologische Komplikationen zu entwickeln. Ein höheres Risiko besteht bei Männern, Personen mit einer zervikalen Rückenmarksverletzung und Patienten, die einen Kondomkatheter verwenden.(25) Komplikationen der oberen Harnwege (UTI) betreffen 20–30 % der Patienten mit einer Rückenmarksverletzung, 49 % entwickeln Blasensteine, 47 % leiden an Hydronephrose (d. h. eine Ansammlung von Urin, die dazu führt, dass sich die Nieren dehnen und anschwellen), und bei 33 % wird ein vesikoureteraler Reflux diagnostiziert, der dazu führt, dass der Urin von der Blase zu einem oder beiden Harnleitern und manchmal zu den Nieren zurückfließt.(25) Die folgenden Faktoren können das Risiko einer Harnwegsinfektion erhöhen:

Physiotherapeuten können dazu beitragen, Harnwegsinfekte und eine Überfüllung der Blase bei Patienten mit einer Rückenmarksverletzung zu verhindern:(2)

Gastrointestinale Komplikationen(edit | edit source)

Rückenmarksverletzungen können zu erheblichen gastrointestinalen und blasenbedingten Funktionsstörungen führen,(26) die schwerwiegende Auswirkungen auf den allgemeinen Gesundheitszustand, die Lebensqualität und die soziale Teilhabe von Menschen mit Rückenmarksverletzungen haben. Eine Reihe von Patienten leidet unter Verstopfung, Bauchschmerzen, Übelkeit oder Blähungen. Die häufigste gastrointestinale Komplikation ist die kolorektale Dysfunktion.(27) Menschen mit einer Rückenmarksverletzung müssen über ein geeignetes Darmprogramm aufgeklärt und unterrichtet werden – ein Programm, das Kontinenz ermöglicht und Kotstauungen verhindert.(28)

Im Folgenden werden weitere Aktivitäten zur Vorbeugung von gastrointestinalen Begleiterkrankungen aufgeführt, an denen der Physiotherapeut beteiligt sein kann:

Bodenübungen bei SCI-Patienten

Vorbereitungen für die Funktion(edit | edit source)

Die frühzeitige Einführung von physiotherapeutischen Maßnahmen in der akuten Phase der Rehabilitation nach einer Rückenmarksverletzung sollte sich auf folgende Punkte konzentrieren:

Mehr über physikalische Techniken bei der Behandlung von Spastizität können Sie hier lesen. (In englischer Originalsprache).

Rehabilitationsphase(edit | edit source)

Ein personenzentrierter Ansatz für die Rehabilitation von Rückenmarksverletzungen ist allgemein bekannt und wird in den Gesundheitssystemen befürwortet, obwohl die Wahl der Rehabilitationsziele je nach Land und System unterschiedlich ausfallen kann. Diese Art von Rehabilitationsansatz konzentriert sich nicht nur auf die körperlichen Funktionen einer Person mit einer Rückenmarksverletzung, sondern auch auf ihre finanziellen, beruflichen und sozialen Bedürfnisse und Herausforderungen nach der Verletzung. Patienten und Angehörige der Gesundheitsberufe berichten jedoch, dass die Zielsetzung in der SCI-Rehabilitation zu oft nur auf die körperliche Funktionsfähigkeit abzielt, ohne die psychosoziale Komponente zu berücksichtigen, z. B. familiäre Fragen, einen Rollenwechsel usw.(29) Bei der Festlegung von Zielen in der Rehabilitationsphase ist es wichtig, Fragen im Zusammenhang mit dem täglichen Leben des Patienten anzusprechen, solange er noch im Krankenhaus ist.(30) In der Rehabilitationsphase nach einer Rückenmarksverletzung sollte der Schwerpunkt auf Folgendes gelegt werden: „klare Ziele zu haben, wo Sie hinwollen, was auf neurologischer Ebene möglich ist, und diese Ziele auf den Patienten zuzuschneiden“.(2) Außerdem ist es wichtig, dass:

Manueller Rollstuhl mit Kissen

Sitzen und Mobilität(edit | edit source)

Ein geeigneter Rollstuhl und ein geeignetes Sitzsystem sind ein grundlegendes Menschenrecht für eine Person mit einer Rückenmarksverletzung.(31) So werden Unabhängigkeit, Gesundheit, Funktion und soziale Partizipation (Teilhabe) ermöglicht.(32) Der Rollstuhl ist ein wesentliches Hilfsmittel zur Maximierung der Lebensqualität einer Person mit einer Rückenmarksverletzung. Bei der Auswahl des Sitz- und Mobilitätssystems müssen der Patient und der Gesundheitsdienstleister berücksichtigen, welche Barrieren beim Betreten der Wohnung des Patienten bzw. der Gemeinschaftseinrichtung bestehen, welches Verkehrsmittel der Patient primär benutzt (eigenes Auto oder Fahrdienst), wie der aktuelle Gesundheitszustand des Patienten ist (der sich im Laufe der Rehabilitation verschlechtern oder verbessern kann) sowie Schmerzen und Schwierigkeiten bei der Benutzung eines aktuellen Sitz- und Mobilitätssystems. Darüber hinaus müssen das Alter, der Grad der Verletzung, die Körpergröße, das Geschlecht, die Motivation, die Lebensweise, die familiären und sozialen Rollen und die kognitiven Fähigkeiten des Benutzers berücksichtigt werden.(2)

Jedes Sitz- und Mobilitätssystem umfasst ein Rollstuhlgestell (manuell oder elektrisch) und Sitzkomponenten (Kissen, Rückenlehne, Kopf- und Armstütze).(31) Für eine Person mit einer Rückenmarksverletzung sollte der gleichberechtigte und langfristige Zugang zu angemessenen Rollstuhlservices und Hilfsmitteln bei der Vorbereitung auf die Entlassung aus der Rehabilitation eine Priorität sein. Dies umfasst die Beurteilung, Bereitstellung, Schulung, Wartung und Nachbereitung von Sitzhilfetechnologien.(32)

Functional Independence Measure

Ergebnismessungen(edit | edit source)

Functional Independence Measure (FIM): ermöglicht die Quantifizierung des Ausmaßes an Unterstützung, die der Patient für folgende Bereiche benötigt:

Spinal Cord Independence Measure (SCIM) befasst sich mit:

Der SCIM dient Klinikern als Leitfaden bei der Festlegung von Behandlungszielen für Patienten mit einer Rückenmarksverletzung.(33)

Lokomat

Funktioneller Ansatz(edit | edit source)

Bei der Beurteilung der funktionellen Fähigkeiten eines Patienten sollten Kliniker die folgenden Grundsätze berücksichtigen::

Patient in einem Stehtrainer

Die folgenden Hilfsmittel können verwendet werden, um die Funktion zu erleichtern:

Neue Technologien(edit | edit source)

Die neuen Technologien, die für die Behandlung von Rückenmarksverletzungen zur Verfügung stehen, befinden sich noch im Anfangsstadium der Entwicklung. Damit sich diese Technologien als erfolgreich erweisen, müssen groß angelegte klinische Studien durchgeführt werden.(2)

Im Folgenden finden Sie Beispiele für verschiedene Technologien, die bei der Therapie nach einer Rückenmarksverletzung eingesetzt werden:

SCI-Übungsleitlinien

Spätphase(edit | edit source)

Zu den sich verändernden Bedürfnissen von Menschen mit einer Rückenmarksverletzung gehören Veränderungen des Gesundheitszustands, Veränderungen im Grad der Partizipation (Teilhabe) und Veränderungen des sozioökonomischen Status infolge der finanziellen Belastung nach einer Rückenmarksverletzung.(44)

Gesundheitszustand(edit | edit source)

Zu den Veränderungen des Gesundheitszustands gehören unter anderem:

Freizeitaktivitäten mit Rückenmarksverletzung

Partizipation (Teilhabe)(edit | edit source)

Wenn man die Teilnahme bzw. die Veränderungen der Teilnahme im Laufe der Zeit betrachtet, kann es notwendig sein, die derzeitigen Freizeitaktivitäten zu ändern oder neue zu entdecken.(44) Eine Studie von Charlifue und Gerhart(46) zeigt, dass die Verfügbarkeit von Ressourcen, die soziale Unterstützung und die fortgesetzte Teilnahme an Freizeitaktivitäten mit zunehmendem Alter von Menschen mit Rückenmarksverletzungen gut mit einer höheren Lebensqualität korrelieren.

Die Rolle des Gesundheitsdienstleisters bei der Verbesserung der Teilhabe älterer Menschen mit einer Rückenmarksverletzung umfasst Folgende:(44)

Ressourcen(edit | edit source)

Referenzen(edit | edit source)

  1. 1.0 1.1 1.2 1.3 1.4 Harvey LA. Physiotherapy rehabilitation for people with spinal cord injuries. Journal of physiotherapy. 2016 Jan 1;62(1):4-11.
  2. 2.0 2.1 2.2 2.3 2.4 2.5 2.6 2.7 2.8 2.9 Harding M. Spinal Cord Injury Physiotherapy Treatment Principles Course. Physioplus 2022
  3. Reznik J, Simmons J. Rehabilitation in Spinal Cord Injuries. Elsevier Health Sciences; 2020 Jul 15.
  4. 4.0 4.1 Khorasanizadeh M, Yousefifard M, Eskian M, Lu Y, Chalangari M, Harrop JS, Jazayeri SB, Seyedpour S, Khodaei B, Hosseini M, Rahimi-Movaghar V. Neurological recovery following traumatic spinal cord injury: a systematic review and meta-analysis. J Neurosurg Spine. 2019 Feb 15:1-17.
  5. Steeves J, Kramer J, Fawcett J, Cragg J, Lammertse DP, Blight AR, Marino RJ, Ditunno Jr JF, Coleman WP, Geisler FH, Guest J, Jones L, Burns S, Schubert M, van Hedel HJA, Curt A. Extent of spontaneous motor recovery after traumatic cervical sensorimotor complete spinal cord injury. Spinal Cord 2011; 49: 257–265.
  6. 6.0 6.1 Kirshblum S, Snider B, Eren F, Guest J. Characterizing Natural Recovery after Traumatic Spinal Cord Injury. J Neurotrauma. 2021 May 1;38(9):1267-1284
  7. Kirshblum S, Botticello A, Lammertse DP, Marino RJ, Chiodo AE, Jha A. The impact of sacral sensory sparing in motor complete spinal cord injury. Arch Phys Med Rehabil. 2011 Mar;92(3):376-83.
  8. Ditunno JF Jr, Cohen ME, Hauck WW, Jackson AB, Sipski ML. Recovery of upper-extremity strength in complete and incomplete tetraplegia: a multicenter study. Arch Phys Med Rehabil. 2000 Apr;81(4):389-93
  9. Ditunno JF Jr, Sipski ML, Posuniak EA, Chen YT, Staas WE Jr, Herbison GJ. Wrist extensor recovery in traumatic quadriplegia. Arch Phys Med Rehabil. 1987 May;68(5 Pt 1):287-90.
  10. Ditunno JF Jr, Stover SL, Freed MM, Ahn JH. Motor recovery of the upper extremities in traumatic quadriplegia: a multicenter study. Arch Phys Med Rehabil. 1992 May;73(5):431-6.
  11. 11.0 11.1 Agostinello J, Battistuzzo CR, Batchelor PE. Early clinical predictors of pneumonia in critically ill spinal cord injured individuals: a retrospective cohort study. Spinal cord. 2019 Jan;57(1):41-8.
  12. Warren PM, Steiger SC, Dick TE, MacFarlane PM, Alilain WJ, Silver J. Rapid and robust restoration of breathing long after spinal cord injury. Nature communications. 2018 Nov 27;9(1):1-4.
  13. Postma K, Haisma JA, Hopman MT, Bergen MP, Stam HJ, Bussmann JB. Resistive inspiratory muscle training in people with spinal cord injury during inpatient rehabilitation: a randomized controlled trial. Physical therapy. 2014 Dec 1;94(12):1709-19.
  14. Kang SW, Shin JC, Park CI, Moon JH, Rha DW, Cho DH. Relationship between inspiratory muscle strength and cough capacity in cervical spinal cord injured patients. Spinal Cord. 2006 Apr;44(4):242-8.
  15. Cavka K, Fuller DD, Tonuzi G, Fox EJ. Diaphragm Pacing and a Model for Respiratory Rehabilitation After Spinal Cord Injury. J Neurol Phys Ther. 2021 Jul 1;45(3):235-242.
  16. Barbosa PH, Glinsky JV, Fachin-Martins E, Harvey LA. Physiotherapy interventions for the treatment of spasticity in people with spinal cord injury: a systematic review. Spinal Cord. 2021 Mar;59(3):236-47.
  17. Popa C, Popa F, Grigorean VT, Onose G, Sandu AM, Popescu M, Burnei G, Strambu V, Sinescu C. Vascular dysfunctions following spinal cord injury. J Med Life. 2010 Jul-Sep;3(3):275-85. PMID: 20945818; PMCID: PMC3019008.
  18. Inskip JA, Lucci VM, McGrath MS, Willms R, Claydon VE. A Community Perspective on Bowel Management and Quality of Life after Spinal Cord Injury: The Influence of Autonomic Dysreflexia. J Neurotrauma. 2018 May 1;35(9):1091-1105.
  19. 19.0 19.1 Sachdeva R, Nightingale TE, Krassioukov AV. The Blood Pressure Pendulum following Spinal Cord Injury: Implications for Vascular Cognitive Impairment. Int J Mol Sci. 2019 May 18;20(10):2464.
  20. 20.0 20.1 Wang S, Wecht JM, Legg Ditterline B, Ugiliweneza B, Maher MT, Lombard AT, Aslan SC, Ovechkin AV, Bethke B, Gunter JTH, Harkema SJ. Heart rate and blood pressure response improve the prediction of orthostatic cardiovascular dysregulation in persons with chronic spinal cord injury. Physiol Rep. 2020 Oct;8(20):e14617.
  21. 21.0 21.1 Piran S, Schulman S. Thromboprophylaxis in patients with acute spinal cord injury: a narrative review. InSeminars in Thrombosis and Hemostasis 2019 Mar (Vol. 45, No. 02, pp. 150-156). Thieme Medical Publishers.
  22. Calvo-Infante RF, Narvaez-Rojas A, Padilla-Zambrano H, Hoz SS, Agrawal A, Moscote-Salazar LR. Cardiovascular complications associated with spinal cord injury. Journal of Acute Disease. 2018 Jul 1;7(4):139.
  23. Goldstein B. Musculoskeletal conditions after spinal cord injury. Physical medicine and rehabilitation clinics of North America. 2000 Feb 1;11(1):91-108.
  24. Biering-Sørensen F, Burns AS, Curt A, Harvey LA, Jane Mulcahey M, Nance PW, Sherwood AM, Sisto SA. International spinal cord injury musculoskeletal basic data set. Spinal Cord. 2012 Nov;50(11):797-802.
  25. 25.0 25.1 25.2 Leoni MG, De Ruz AE. Management of urinary tract infection in patients with spinal cord injuries. Clinical Microbiology and Infection. 2003 Aug 1;9(8):780-5.
  26. Squair JW, Dhaliwal R, Cragg JJ, Charbonneau R, Grant C, Phillips AA. National Survey of Bladder and Gastrointestinal Dysfunction in People with Spinal Cord Injury. Journal of Neurotrauma. 2019 Jun 15;36(12):2011-9.
  27. Holmes GM, Blanke EN. Gastrointestinal dysfunction after spinal cord injury. Experimental neurology. 2019 Oct 1;320:113009.
  28. Ko HY, Huh S. Bowel Dysfunction and Gastrointestinal Complications. Handbook of Spinal Cord Injuries and Related Disorders 2021 (pp. 429-449). Springer, Singapore.
  29. Maribo T, Jensen CM, Madsen LS, Handberg C. Experiences with and perspectives on goal setting in spinal cord injury rehabilitation: a systematic review of qualitative studies. Spinal Cord. 2020 Sep;58(9):949-58.
  30. Draaistra H, Singh MD, Ireland S, Harper T. Patients’ perceptions of their roles in goal setting in a spinal cord injury regional rehabilitation program. Can J Neurosci Nurs. 2012;34:22–30.
  31. 31.0 31.1 Michael E, Sytsma T, Cowan RE. A primary care provider’s guide to wheelchair prescription for persons with spinal cord injury. Topics in spinal cord injury rehabilitation. 2020;26(2):100-7.
  32. 32.0 32.1 Gallagher A, Cleary G, Clifford A, McKee J, O’Farrell K, Gowran RJ. “Unknown world of wheelchairs” A mixed-methods study exploring experiences of wheelchair and seating assistive technology provision for people with spinal cord injury in an Irish context. Disability and Rehabilitation. 2020 Sep 22:1-3.
  33. Catz A, Itzkovich M. Spinal cord independence measure: the comprehensive ability to rating scale for the spinal cord lesion. JRRD. 2007;44(1):65-68.
  34. Bergmann M, Zahharova A, Reinvee M, Asser T, Gapeyeva H, Vahtrik D. The effect of functional electrical stimulation and therapeutic exercises on trunk muscle tone and dynamic sitting balance in persons with chronic spinal cord injury: a crossover trial. Medicina. 2019 Oct;55(10):619.
  35. Pizzolato C, Gunduz MA, Palipana D, Wu J, Grant G, Hall S, Dennison R, Zafonte RD, Lloyd DG, Teng YD. Non-invasive approaches to functional recovery after spinal cord injury: Therapeutic targets and multimodal device interventions. Exp Neurol. 2021 May;339:113612.
  36. Zhang H, Liu Y, Zhou K, Wei W, Liu Y. Restoring Sensorimotor Function Through Neuromodulation After Spinal Cord Injury: Progress and Remaining Challenges. Front Neurosci. 2021 Oct 14;15:749465.
  37. The Royal Society. An introduction to neural interfaces | The Royal Society. 2019 Available from: https://www.youtube.com/watch?v=K8uijjp6hfc (last accessed 1/6/2022)

  38. Epidural Stimulation Now. Epidural Stimulation: The Breakthrough Procedure for Spinal Cord Injury patients. 2018.Available from: https://www.youtube.com/watch?v=5EWJhBJq0tw(last accessed 1/6/2022)
  39. Gao L, Peng Y, Xu W, He P, Li T, Lu X, Chen G. Progress in stem cell therapy for spinal cord injury. Stem Cells International. 2020 Nov 5;2020.
  40. Cappello L, Meyer JT, Galloway KC, Peisner JD, Granberry R, Wagner DA, Engelhardt S, Paganoni S, Walsh CJ. Assisting hand function after spinal cord injury with a fabric-based soft robotic glove. Journal of neuroengineering and rehabilitation. 2018 Dec;15(1):1-0.
  41. Kandilakis C, Sasso-Lance E. Exoskeletons for Personal Use After Spinal Cord Injury. Arch Phys Med Rehabil. 2021 Feb;102(2):331-337.
  42. Gagnon DH, Escalona MJ, Vermette M, Carvalho LP, Karelis AD, Duclos C, Aubertin-Leheudre M. Locomotor training using an overground robotic exoskeleton in long-term manual wheelchair users with a chronic spinal cord injury living in the community: Lessons learned from a feasibility study in terms of recruitment, attendance, learnability, performance and safety. J Neuroeng Rehabil. 2018 Mar 1;15(1):12.
  43. Austin PD, Siddall PJ. Virtual reality for the treatment of neuropathic pain in people with spinal cord injuries: A scoping review. The journal of spinal cord medicine. 2021 Jan 2;44(1):8-18.
  44. 44.0 44.1 44.2 44.3 44.4 44.5 44.6 Kern SB, Hunter LN, Sims AC, Berzins D, Riekena H, Andrews ML, Alderfer JK, Nelson K, Kushner R. Understanding the Changing Health Care Needs of Individuals Aging With Spinal Cord Injury. Top Spinal Cord Inj Rehabil. 2019 Winter;25(1):62-73.
  45. Hitzig SL, Eng JJ, Miller WC, Sakakibara BM; SCIRE Research Team. An evidence-based review of ageing of the body systems following spinal cord injury. Spinal Cord. 2011 Jun;49(6):684-701.
  46. Charlifue S, Gerhart K. Community integration in spinal cord injury of long duration. NeuroRehabilitation. 2004;19(2):91-101.

Berufliche Entwicklung in Ihrer Sprache

Schließen Sie sich unserer internationalen Gemeinschaft an und nehmen Sie an Online-Kursen für alle Rehabilitationsfachleute teil.

Verfügbare Kurse anzeigen