Schuhanalyse – Grundlegende Anatomie eines Laufschuhs

Originale Autorin Dawn Nunes Top-BeitragendeWanda van Niekerk, Kim Jackson, Lucinda hampton und Jess Bell

Einleitung(edit | edit source)

Runner surface and shoes.jpg

Das Angebot an Laufschuhen auf dem Markt ist groß. Es gibt eine Vielzahl von Marken, Modellen und Farben sowie verschiedene Schuhe für bestimmte Lauftypen (z. B. Straße, Trail oder Bahn). Mit dem Bestreben der Läufer, ihre Leistung zu steigern und das Verletzungsrisiko zu verringern, ist der Schuhmarkt aufgeblüht und mit ihm die technologische Weiterentwicklung der Laufschuhe.(1) Es ist wichtig, den Aufbau eines Laufschuhs und die spezifischen Bedürfnisse des Läufers zu verstehen – welcher Schuh eignet sich am besten für sein Training und seine Wettkämpfe? Es kann sogar sein, dass Läufer mehr als einen Schuhtyp benötigen, wenn sie sowohl auf der Straße als auch „offroad“ trainieren, sowie verschiedene Arten von Trailschuhen für unterschiedliche Terrains.

Es gibt nicht nur eine große Auswahl an Schuhen, sondern auch einen enormen Wandel im Schuhdesign in den letzten 100 Jahren.

Forschung zum Thema Laufschuhe ( edit | edit source )

Außensohle eines Trailrunning-Schuhs

Laufschuhe werden speziell für ihren Einsatzzweck entwickelt. Sie werden mit Begriffen wie „Stabilität“, „Dämpfung“, „lightweight“, „minimalistisch“ oder „barfuß“ beschrieben.(2) Ein grundlegendes Verständnis ihres Aufbaus ist notwendig, um Läufer effektiv beurteilen, behandeln und ihnen Schuhe empfehlen zu können.(3)

  • Laufschuhe spielen eine wichtige Rolle für die Biomechanik und die Laufökonomie von Läufern:
    • Vercruyssen et al.(4) fanden heraus, dass Wadenschmerzen bei Trailläufern, die einen minimalistischen Schuh trugen, im Vergleich zu Trailläufern, die einen herkömmlichen Schuh trugen, deutlich zunahmen.
  • Bei der Auswahl eines Schuhs für einen Läufer sollten Bewegungskontrollschuhe (Stabilschuhe oder Schuhe mit Pronationsstütze) in Betracht gezogen werden.
    • Eine Studie(5) ergab, dass die plantare Kraft über die medialen Fußstrukturen mit zunehmender Laufleistung / Distanz bei Freizeitläufern in Neutralschuhen zunahm, nicht aber bei Läufern in Bewegungskontrollschuhen. Die Läufer in dieser Studie hatten eine Fußpronation von 6 Grad oder mehr.
  • Die Veränderung der Materialhärte der Zwischensohle kann die Muskelaktivierung als Reaktion auf die Belastungsrate der Aufprallkräfte beim Fersenauftritt beeinflussen.(6)
  • Das Gewicht des Laufschuhs kann ebenfalls die Biomechanik beeinflussen.
    • Wang et al.(7) zeigten, dass die vertikale Spitzenbodenreaktionskraft mit zunehmender Schuhmasse deutlich anstieg – ein Faktor, der das Verletzungsrisiko erhöhen kann.
    • Während jeder Mensch seine eigene Laufstrategie hat, kann die Masse des Laufschuhs eine Veränderung des Auftrittsmusters und der Koordination der Laufstrategie bewirken.(7)
  • Zwei Paradigmen wurden von Nigg et al. vorgeschlagen.(2)
    • Bevorzugter Bewegungspfad – das Skelett eines Sportlers versucht, für eine bestimmte Aufgabe stets denselben Bewegungspfad einzuschlagen
    • Komfortfilter – der Komfort des vom Läufer gewählten Schuhs wird durch den Komfortfilter des Läufers selbst bestimmt. Dieser Komfortfilter verringert automatisch das Verletzungsrisiko und könnte erklären, warum es im Laufe der Zeit keinen eindeutigen Trend bei der Zahl der Laufverletzungen gibt.(2)
  • Vergleich von drei verschiedenen Schuhmodellen (minimalistisch, gedämpft und mit hoher Sprengung)(8):
    • Große Anpassungen in der Muskelaktivierung sind erforderlich, wenn sich die Laufbedingungen drastisch ändern – zum Beispiel beim Wechsel von einem minimalistischen Schuh zu einem Schuh mit hoher Dämpfung oder extremer Sprengung.
    • Der Bewegungspfad kann mit kleinen Änderungen der Muskelaktivierung beibehalten werden, wenn die Laufbedingungen ähnlich sind, einschließlich der Verwendung ähnlicher Schuhe.

Die Forschung verdeutlicht somit, wie wichtig es ist, seinen Laufschuh zu kennen, damit er zum Läufer passt, und welchen Einfluss die Schuhe auf die Muskelaktivierung haben können. Die Studien zeigen auch, dass der Komfort eines Schuhs einen erheblichen Einfluss auf das Verletzungsrisiko haben kann.

Bedeutung der Anatomie des Schuhs ( edit | edit source )

  • Vielfalt und Bedeutung
    • Seien Sie spezifisch für jeden Läufer
    • Verstehen Sie die Ziele des Läufers
    • Was sind seine Ziele und was will er erreichen?

Diese Faktoren spielen eine wesentliche Rolle bei der Entscheidung, welcher Schuhtyp empfohlen werden sollte.

Weitere Informationen finden Sie hier: Den Läufer verstehen – Eine Einführung; Subjektive Untersuchung des Läufers

  • Die richtige Passform finden
    • Bedenken Sie Folgendes:
      • Die Anatomie des Läufers
      • Die Form des Fußes
      • Vorbestehende bzw. frühere Erkrankungen und Verletzungen – bestimmte Schuhe können spezifische Strukturen unterstützen und ein erneutes Aufflammen der Beschwerden verhindern
  • Die Schuhe müssen richtig passen
    • Um Blasen zu vermeiden
    • Um eine gute Durchblutung zu fördern
    • Um einem Engegefühl vorzubeugen, insbesondere wenn die Füße anschwellen
    • Um Parästhesien (Missempfindungen wie Kribbeln oder Nadelstiche) zu vermeiden
    • Um sicherzustellen, dass der Tragekomfort gewährleistet ist

Es ist wichtig zu wissen, auf welcher Art von Untergrund der Läufer hauptsächlich läuft: Straße, Trail oder Bahn? Braucht der Läufer einen vielseitigen Schuh für beides: Straße und Trail? Oder möchte er verschiedene Paar Schuhe für den Straßenlauf und den Trailrunning-Bereich haben? Berücksichtigen Sie auch die Erschwinglichkeit dieser Option.

Richtiges Anpassen des Schuhs ( edit | edit source )

Die Folgenden sind allgemeine Richtlinien, die jedoch für jeden Läufer individuell angepasst werden müssen:

  • Passen Sie ein Schuh im Idealfall am Ende des Tages an.
  • Ziehen Sie den Schuh an und prüfen Sie im Stehen, ob vorne ein Fingerbreit Platz ist, damit die Zehen genügend Raum haben.
  • Gehen Sie in dem Schuh und bestimmen Sie den Komfort.
  • Achten Sie darauf, dass die Ferse nicht hochrutscht.
  • Überprüfen Sie die Schnürung – schnüren Sie den Schuh wie gewohnt, um ein genaues Gefühl für den Schuh zu bekommen.
  • Das richtige Anpassen eines Schuhs kann Blasen vorbeugen.
  • Der Laufschuh darf nicht zu eng sein – die Füße müssen anschwellen können. Dies ist besonders wichtig für Ultraläufer, die lange Zeit in ihren Schuhen verbringen.
  • Einige Trailläufer bevorzugen eine engere Passform, vor allem in technischem Terrain. Hier kommt es darauf an, was sich für den Läufer bewährt hat und was er persönlich bevorzugt.
  • Wenn der Schuh zu eng ist, kann es zu Durchblutungsstörungen oder sogar zu Missempfindungen kommen.
  • Die Art und Weise, wie der Schuh geschnürt wird, kann sich ebenfalls auf die oben genannten Punkte auswirken, selbst wenn die richtige Schuhgröße getragen wird.

Diese Richtlinien können Ihnen helfen, den Schuh gut anzupassen, den Schuh zu verstehen und in der Lage zu sein, Läufer zu beraten, welcher Schuh der beste für sie ist.(3)

Straßenlaufschuhe versus Trailrunning-Schuhe ( edit | edit source )

Trailrunning-Schuhe mit Stollen an der Außensohle

Straßenlaufschuhe und Trailrunning-Schuhe sehen unterschiedlich aus. Der Hauptunterschied liegt in der Außensohle: Trailrunning-Schuhe haben Stollen (tiefe Einkerbungen in einem Muster, das für guten Halt sorgen soll), während Straßenlaufschuhe nur ein minimales Profil vorweisen. Es gibt viele verschiedene Arten von Straßen- und Trailschuhen. Trailschuhe können unterschiedliche Stollen haben:

  • Große und weit auseinander liegende Stollen
  • Kleinere Stollen – mit mehr Stollen an der Außensohle
  • Große, tiefe und ziemlich dichte Stollen

Verschiedene Stollen haben unterschiedliche Funktionen. Schuhe mit tieferen Stollen eignen sich für schlammiges Gelände – sie verhindern, dass sich der Schlamm zwischen den Stollen festsetzt. Da sie dadurch eine größere Oberfläche haben, besitzen diese Schuhe eine allgemein bessere Griffigkeit. Schuhe mit kleineren Stollen in größerer Anzahl werden für technischeres Gelände verwendet. Über längere Strecken bieten diese Schuhe einen besseren Komfort.

Straßenlaufschuhe

Der Straßenlaufschuh ist unten flach und hat keine Stollen, da eine stärkere Griffigkeit nicht wirklich benötigt wird. Die Dämpfung von Straßenlaufschuhen variiert jedoch je nach Funktion oder Vorliebe des Läufers.

Wenn ein Läufer lieber nur einen Schuh sowohl für den Trail als auch für die Straße haben möchte, empfiehlt sich ein Trailrunning-Schuh mit kleineren Stollen. Beachten Sie, dass sich die Stollen beim Straßenlauf wahrscheinlich schneller abnutzen als beim Traillauf, was Sie berücksichtigen sollten.

Der obere Teil des Schuhs ist ebenfalls speziell für die Straße oder den Trail konzipiert. Die Schäfte, d.h., die Oberteile von Trailschuhen variieren, sind aber in der Regel fester, um dem rauen Terrain standzuhalten, ohne zu reißen. Sie müssen aber dennoch atmungsaktiv sein. Trailschuhe haben oft einen festeren Teil an der Vorderseite des Schuhs.

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Wichtige Aspekte bei der Auswahl von Laufschuhen ( edit | edit source )

Standhöhe / Dämpfung ( edit | edit source )

Standhöhe des Laufschuhs

Die Dämpfung eines Schuhs verringert den Aufprall zwischen dem Schuh und dem Untergrund (Straße/Trail). Für längere Läufe empfiehlt sich eine stärkere Dämpfung, damit die Füße einen besseren Komfort erfahren. Die Dicke der Zwischen- oder Mittelsohle kann beeinflussen, wie und wie lange der Läufer den Boden berührt. Außerdem beeinflusst die Verteilung der Sohlendicke zwischen Ferse und Zehen die Laufbewegung.(10)

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Sprengung / Rückfußhöhe ( edit | edit source )

Sprengung (Drop)

Die Sprengung (auch Heel-to-Toe Drop oder Drop genannt) bezeichnet den Höhenunterschied von der Ferse bis zur Spitze eines Schuhs. In der Regel liegt die Sprengung zwischen 0 und 11 mm:

  • 0 mm ist eine minimalistische Sprengung
  • 5 mm ist eine mittlere Sprengung
  • 11 mm ist die maximale Sprengung

Es ist möglich, einen Schuh mit einer großen Dämpfung, aber einer minimalistischen (0 mm) Sprengung zu haben. Mit anderen Worten: Der Schuh ist in diesen Fällen flach (ähnlich wie beim Barfußlaufen), aber er ist gedämpft. Sie können auch einen gedämpften Schuh mit einer Sprengung von 5 oder 10 mm wählen.

Es gibt auch Schuhe mit minimaler Dämpfung und niedriger Sprengung – das wäre ein minimalistischer Schuh (d.h. Barfußlaufen) -, oder Schuhe mit minimaler Dämpfung, die eine hohe Sprengung von 5 bis 10 mm haben.

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Flexibilität(edit | edit source)

Beispiel für einen minimalistischen Schuh

Es gibt zwei Möglichkeiten, die Flexibilität von Laufschuhen auf einfache Weise zu testen:

  1. Biegen Sie die Zehenbox bzw. die Schuhspitze nach oben, um die Flexibilität der Sohle zu testen; damit wird die Vorschwungsphase („toe off“) des Gangzyklus nachgeahmt.
  2. Torsionstest – Prüfen Sie, wie leicht sich der Schuh verdrehen lässt. Gibt es irgendeinen Widerstand? Wie stark verdreht sich der Schuh?

Durch die Prüfung der Flexibilität lässt sich feststellen, welche Art von Unterstützung der Schuh bieten kann. Wenn es ein großes Spiel oder eine große Bewegung in einer oder beiden Bewegungsrichtungen gibt, wird der Schuh wahrscheinlich nicht sehr unterstützend sein. Wenn es jedoch ein wenig Widerstand und weniger Bewegung gibt, wird mehr Unterstützung verfügbar sein.

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Stabilschuhe ( edit | edit source )

Art. subtalaris (Subtalargelenk)

Stabilschuhe werden auch als Antipronationsschuhe bezeichnet,(14) obwohl diese Bezeichnung immer seltener verwendet wird. Auf der Innenseite (mediale Seite) des Schuhs wird eine Pronationsstütze mit festerer Zwischensohle angebracht, um eine Überpronationsbewegung zu verhindern.(15) Unter Pronation versteht man die Innenrotation des Rückfußes um die subtalare Gelenkachse. Supination ist die Außenrotation des Rückfußes um die subtalare Gelenkachse.(16) Wenn der Läufer einen Stabilschuh hat und dieser für ihn funktioniert, sollte er ihn behalten. Wenn er jedoch nach dem Wechsel zu einem Stabilschuh eine Verletzung entwickelt, kann dies eine mögliche Ursache sein, die man im Auge behalten sollte.(3)

Wenn der Läufer keinen Stabilschuh hat und eine zusätzliche Unterstützung benötigt, entscheiden Sie sich für einen Neutralschuh und überweisen Sie ihn an einen Orthopädietechniker/-schuhmacher, um die notwendige Einlagenversorgung zu ermitteln, d. h., um den Umfang und den Bereich der Unterstützung zu bestimmen.(3)

Unterschiede zwischen Laufschuhen ( edit | edit source )
  • Neutralschuhe
    • Laufschuhe, die im Allgemeinen leicht und flexibel sind und keine besonderen Merkmale aufweisen, um eine Überpronation zu vermeiden(17)
  • Stabilschuhe
    • Diese Schuhe sind so konzipiert, dass sie das Fußgewölbe stützen und eine gewisse Pronationskontrolle ermöglichen. Die Zwischensohle bietet mehr Halt und kann bis in die Ferse reichen. Diese Schuhe sind etwas steifer und schwerer als ein Neutralschuh.(17)
  • Bewegungskontrollschuhe
    • Bewegungskontrollschuhe stützen das Fußgewölbe in der Zwischensohle, verfügen aber in der Regel zusätzlich über eine stabile Fersenschale und andere Merkmale, die ein zu starkes Einknicken des Fußes bei jedem Schritt verhindern. Die Schuhe sind steifer und schwerer als Neural- oder Stabilschuhe. Sie sind oft für Läufer mit Plattfüßen oder starker Überpronation konzipiert.(17)

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Die verschiedenen Teile des Schuhs ( edit | edit source )

Fersenkragen

Vergleichen Sie immer die Schuhe des Läufers, den linken mit dem rechten Schuh und vor allem die neuen mit den alten Schuhen.

  • Fersenkragen (heel collar)
    • Prüfen Sie, ob eine Asymmetrie vorliegt – wenn der innere Fersenkragen nach medial neigt, kann dies auf eine Pronationskomponente hinweisen.
    • Mit Hilfe der Videoanalyse kann festgestellt werden, ob der Läufer eine Vorfuß- oder Rückfußpronation oder eine Kombination davon hat.
  • Zunge des Schuhs

    Überprüfen Sie die Zunge des Schuhs (z. B. Polsterung und Abnutzung)

  • Schaft
    • Woraus besteht er? Ist er zum Beispiel aus maschenartigem Material, und wie dicht?
    • Trailschuhe haben meist eine Zehenschutzkappe, d. h. einen festen Teil, der die Zehen vor Steinschlägen schützt.
    • Wie hoch ist der Verschleiß des Schaftes? Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass der Läufer während des Laufens mit einem Fuß am anderen schrammt.
  • Zehenbox

    Zehenbox (toe box)

    • Dies ist ein wichtiger Aspekt des Schuhs.
    • Es gibt verschiedene Größen für dieselbe Art von Schuhen, so dass man sich vergewissern muss, dass der Läufer die richtige Größe hat.
      • Wölben sich die Zehen an den Seiten heraus oder ist die Zehenbox locker und bietet zu viel Platz?
      • Wie breit oder schmal ist die Zehenbox und passt sie gut?
  • Schnürung
    • Beachten Sie, wie der Läufer seinen Schuh schnürt. Dies kann einen Einfluss auf die Entwicklung möglicher Beschwerden oder Verletzungen haben.
    • Der Schuh kann unterschiedlich geschnürt werden, um die Bereiche, die mehr oder weniger Unterstützung benötigen, anzupassen.
    • Lock Laces (ein Schnellschnürsystem) sind ebenfalls eine Option, hängen aber von den persönlichen Vorlieben ab. Lock Laces können großartig sein, denn wenn sie einmal an ihrem Platz sind, muss man nicht mehr anhalten, um den Schnürsenkel zu binden!

Schnürtechniken ( edit | edit source )

Lesen Sie mehr über Schnürtechniken in diesem Blogbeitrag von RunRepeat: The top 12 shoe lacing techniques. Die folgende Abbildung ist ein nützlicher Leitfaden für diese 12 Schnürtechniken. Die Videos unten zeigen auch, wie die verschiedenen Schnürtechniken ausgeführt werden.

Wie man seine Schuhe schnürt (Bild von RunRepeat)

Wettkampf- versus Trainingslaufschuhe ( edit | edit source )

Es gibt eine Vielzahl von Marken, und innerhalb jeder Marke gibt es verschiedene Arten von Schuhen: Trailschuhe, Straßenlaufschuhe, Bahnlaufschuhe und eine Kombination davon. Es ist wichtig zu wissen, ob der Läufer, insbesondere der Straßenläufer, gerne unterschiedliche Wettkampf- und Trainingsschuhe benutzt. Im Allgemeinen ist der Wettkampfschuh leichter – das heißt, das Gesamtgewicht des Schuhs ist geringer. Das Material, vor allem die Dämpfung, ist aus sehr guter Qualität, aber es kann aufgrund der Stöße nicht lange halten; daher haben diese Schuhe eine kürzere Lebensdauer. Trainingsschuhe können hingegen besser gedämpft und möglicherweise stabiler sein – dies ermöglicht eine längere Zeit im Schuh im Bezug auf Komfort und Langlebigkeit.(3)

Verschiedene Marken ( edit | edit source )

Verschiedene Marken können für bestimmte Aspekte ihrer Schuhe bekannt sein. Einige haben traditionell eine engere Passform, während andere Marken unterschiedliche Zehenboxgrößen anbieten. Wenn der Läufer mit einer bestimmten Marke ausgestattet ist und diese gut funktioniert, sollten Sie sie nur wenn unbedingt nötig wechseln. Weitere Informationen darüber, wie Sie den Läufer und seine Bedürfnisse genau analysieren können, finden Sie unter Den Läufer verstehen – Eine Einführung und Subjektive Untersuchung des Läufers.

Schuhe variieren ( edit | edit source )

Wenn möglich, wird empfohlen, dass ein Läufer zwei Paar Schuhe hat, zwischen denen er in der Trainingsphase wechseln kann. Es kann sich sogar um Schuhe derselben Marke handeln, die zu verschiedenen Zeiten getragen werden. Auf diese Weise können die Füße des Läufers eine wechselnde sensorische Stimulation erfahren und darauf reagieren, anstatt ständig im selben Schuh gehalten zu werden. Malisoux et al.(35) zeigten, dass Läufer, die mehr als ein Paar Laufschuhe während des Trainings benutzen, ein geringeres Risiko für laufbedingte Verletzungen hatten. Es wird davon ausgegangen, dass das Abwechseln von Laufschuhen zu einer unterschiedlichen Belastung des Bewegungsapparates führt.(35)

Achten Sie darauf, dass Sie den Schuh empfehlen, der den Bedürfnissen, den Fähigkeiten und dem Untergrund des Läufers entspricht. Das Aussehen ist KEIN Kriterium!

Ressourcen(edit | edit source)

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Referenzen(edit | edit source)

  1. Andreyo E, Unverzagt C, Schoenfeld BJ. Influence of Minimalist Footwear on Running Performance and Injury. Strength and Conditioning Journal. 2022 Jun 26;44(3):107-16.
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  4. Vercruyssen F, Tartaruga M, Horvais N, Brisswalter J. Effects of footwear and fatigue on running economy and biomechanics in trail runners. Med Sci Sports Exerc. 2016 Oct 1;48(10):1976-84
  5. Cheung RT, Ng GY. Influence of different footwear on force of landing during running. Phys Ther. 2008;88(5):620-8.
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  27. RunRepeat.com. Swollen feet lacing technique by RunRepeat.com. Available from https://www.youtube.com/watch?v=LSps4kSkdxE&list=PLL-rh1VZDnMTUPkEqMx1BRkmcA1yaA7Vw&index=9. (last accessed 13 October 2021)
  28. RunRepeat.com. Toe pains lacing technique by RunRepeat.com. Available from https://www.youtube.com/watch?v=mmsv238FFs0&list=PLL-rh1VZDnMTUPkEqMx1BRkmcA1yaA7Vw&index=10. (last accessed 13 October 2021)
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  35. 35.0 35.1 Malisoux L, Ramesh J, Mann R, Seil R, Urhausen A, Theisen D. Can parallel use of different running shoes decrease running‐related injury risk?. Scandinavian journal of medicine & science in sports. 2015 Feb;25(1):110-5.
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