Pre-Pointe-Untersuchung

Originale Autorin Carin Hunter basierend auf dem Kurs von Michelle Green-Smerdon
Top-BeitragendeCarin Hunter und Jess Bell

Einführung(edit | edit source)

Tanzverletzungen im Zusammenhang mit Spitzentanz sind in der Tanzszene weit verbreitet,(1) insbesondere bei jungen Tänzerinnen und Tänzern, die sich im Wachstum befinden und gleichzeitig motorische Muster und technisch anspruchsvolle Fähigkeiten erlernen müssen.(2) Die Pre-Pointe-Untersuchung dient dazu, festzustellen, ob der Balletttänzer bzw. die Balletttänzerin sicher zum Spitzentanz fortschreiten kann. Dieser Übergang findet häufig im Alter von etwa 12 Jahren statt.(1)(2)(3)

Grundlegende Untersuchungsprotokolle sind noch nicht standardisiert worden, aber es wurden Versuche unternommen, muskuloskelettale Variablen zwischen Schülern unmittelbar vor der Spitze und Anfängern zu identifizieren, um die Tauglichkeit zu ermitteln.(3) Bisher waren das chronologische Alter, die Anzahl der Tanzjahre, das Ausmaß der Plantarflexion im Sprunggelenk und die korrekte Ausführung des Relevés die einzigen Indikatoren für die Tauglichkeit. Die Forschung legt jedoch nahe, dass eine Kombination aus einer biomechanischen Untersuchung und einer Untersuchung der gesamten kinetischen Kette, des muskulären Ungleichgewichts, der Kompensation und anderer Haltungsprobleme sinnvoller ist, um eine sichere und erfolgreiche Leistung einzuschätzen.(2) Ebenso fehlt es an Studien zu Pre-Pointe-Trainingsprogrammen. Zwar werden häufig nützliche Programm eingeführt, doch gibt es kein einheitliches Programm, das als Goldstandard gilt.(4)

Es wird viel darüber debattiert, wer die Pre-Pointe-Untersuchung für den Tänzer oder die Tänzerin durchführen sollte, aber man geht davon aus, dass Gesundheitsdienstleister den größten Einfluss auf die Tauglichkeitsuntersuchung für den Spitzentanz haben.(5) Es wurde auch vorgeschlagen, dass Funktionstests, die die Stabilität des Rumpfes, die Kraft und Flexibilität der Füße und Sprunggelenke, die Ausrichtung der unteren Extremitäten und die Haltungskontrolle untersuchen, geeignet sein können, um festzustellen, wann ein Tänzer bereit ist, mit der Spitzenarbeit zu beginnen.(6)

Erklärungen zu unbekannten Ballettbegriffen finden Sie im Glossar am Ende dieser Seite. (In englischer Originalsprache)

Allgemein verwendete Kriterien ( edit | edit source )

  1. Alter
    • Tänzerinnen und Tänzer werden oft ermutigt, im Alter von 11 bis 12 Jahren mit dem Spitzentanz zu beginnen. Die muskuloskelettale und motorische Entwicklung ist in diesem Alter sehr unterschiedlich. Es gibt regelmäßige, schnelle Wachstumsschübe, die das Risiko von Wachstumsplattenverletzungen erhöhen können(4)
  2. Anzahl der Tanzjahre
    • Es wird davon ausgegangen, dass ein Tänzer bzw. eine Tänzerin im Alter von 12 Jahren mindestens 3 oder 4 Jahre klassisches Balletttraining absolviert hat und daher über die notwendigen kognitiven Fähigkeiten, Kraft, technische Fertigkeiten, Ausrichtung, Koordination, Knochenentwicklung und motorische Kontrolle verfügt, um mit der Spitzenarbeit zu beginnen.(7)
  3. Verletzungen
    • Tanzschüler und -schülerinnen kompensieren häufig neu erworbene oder noch nicht vollständig ausgeheilte Verletzungen
  4. Ausrichtung und Stabilität des Relevés
  5. Plié-Ausrichtung und -Stabilität
  6. Tendu
  7. Ausrichtung und Stabilität des Oberkörpers
  8. Anforderungen an die Technik und Erwerb von Fertigkeiten
    • Bei der Untersuchung eines Tänzers oder einer Tänzerin wird in der Regel die Technik bei der Ausführung bestimmter Bewegungen bewertet. Laut Meck und Kollegen(8) sind die wertvollsten Hinweise hinsichtlich der Anforderungen an die Technik in der Beurteilung von Relevé, Plié und Tendu zu finden.
    • Eine ausreichende Plantarflexion des Sprunggelenks ist für die Arbeit auf der Spitze unerlässlich.

Beurteilung der Kraft ( edit | edit source )

Kraft der intrinsischen Muskulatur ( edit | edit source )

Wenn ein Tänzer oder eine Tänzerin auf volle Spitze geht, arbeiten die intrinsischen Muskeln des Fußes 2,5 bis 3 Mal mehr als die anderen Muskeln des Fußes.(9) Aufgrund des repetitiven Charakters des Balletts ist die chronische Ermüdung der Muskeln, die über die Fußgelenke verlaufen, ein wichtiger Faktor bei Verletzungen im Zusammenhang mit der Spitzenarbeit.(4)

Kraft und neuromuskuläre Kontrolle der unteren Extremitäten ( edit | edit source )

Bei der Beurteilung der Kraft der unteren Extremitäten ist es wichtig, die kinetische Kette als Ganzes zu betrachten. Dies liegt daran, dass die Kinetik der unteren Extremitäten weitgehend von der Stabilität des Beckens und des Rumpfes abhängt. Um Becken und Rumpf zu stabilisieren, muss ein Tänzer seine Rumpfmuskulatur aktivieren. Dadurch wird die nötige Kontrolle erzeugt, um die erforderlichen Bewegungen auszuführen.(10)

Im Einbeinstand verlässt sich der Tänzer stark auf seine Hüftabduktoren und -außenrotatoren, um das Becken gerade zu halten. Dies wird zunehmend schwieriger, wenn die Unterstützungsfläche weiter verringert wird (z. B. beim Aufstehen auf die Spitze). Kompensationen können weiter oben in der kinetischen Kette in Form von verstärktem Haltungsschwanken beobachtet werden. Dies kann auch das Risiko von Inversionstraumata erhöhen.(4)

Evidenzbasierte Tests ( edit | edit source )

Es gibt zwar keinen Goldstandard, aber bestimmte evidenzbasierte Tests können einen Eindruck von der Tauglichkeit zum Spitzentanz vermitteln und werden für eine Pre-Pointe-Untersuchung empfohlen.(4)

Der Einbeinzehenstand kann ein objektives Maß für die Kraft der Plantarflexion sein und dazu beitragen, die Eignung eines Tänzers für das Spitzentraining zu bestimmen. Eine Anzahl von 25 Wiederholungen des Einbeinzehenstandes wird von einigen Autoren als normatives Maß für gesunde Personen angesehen.(11) (12)

DeWolf et al.(3) empfehlen außerdem, dass die ununterbrochene Durchführung von 15 einbeinigen Relevés und von 2 Zyklen des Flieger-Tests als Schwellenwert bei einer Pre-Pointe-Untersuchung betrachtet werden sollte.

Die Bewertung der dynamischen motorischen Kontrolle, wie z. B. die Kontrolle der Ausrichtung während ballettspezifischer Aufgaben, kann bei der Pre-Pointe-Untersuchung auch nützlich sein.(13) Der Flieger-Test, der Topple-Test und der Sauté-Test waren in der Lage, zwischen Tänzerinnen und Tänzern unterschiedlichen Niveaus zu unterscheiden (d.h. pre-Pointe, Spitzenanfänger und mittleres Spitzenniveau) und können nützlich sein, um die Tauglichkeit für die Spitze zu bestimmen.(3)(13)(14)

Sowohl der Relevé-Ausdauertest als auch der Flieger-Test können zur Unterscheidung zwischen Pre-Pointe-Tänzern und Spitzentänzern verwendet werden.(3) Diese Tests unterschieden auch zwischen Tänzern verschiedener Fähigkeitsniveaus, indem sie sowohl die Technik als auch die körperlichen Fähigkeiten berücksichtigten.(3)(13)(14)

1. Flieger-Test (3) (13)(14)(15)( edit | edit source )

Ziel: Messung der Kontrolle der unteren Extremitäten, des Rumpfes und des Gleichgewichts. Hewitt et al.(14) fanden heraus, dass der Flieger-Test (Airplane-Test) eine nützliche Methode ist, um die Fähigkeit eines Tänzers zu bestimmen, sein Becken in einer neutralen Position zu halten.

Anweisung: Die Tänzerin steht mit den Füßen parallel auf einem Bein. Der Rumpf wird in der Hüfte nach vorne gebeugt und das nicht belastete Bein nach hintern gestreckt, bis das Bein und der Rumpf parallel zum Boden sind. In dieser Position blickt die Tänzerin nach unten zum Boden. Dabei hebt sie die Arme neben den Oberkörper in Form eines „T’s“. Sobald der Oberkörper und das Schwungbein parallel zum Boden sind, beugt die Tänzerin ihr Standbein. Während der Rumpf und das nicht belastete Bein parallel zum Boden gehalten werden, senken sich die Arme mit gestreckten Ellbogen zum Boden, bis die Fingerspitzen den Boden vor dem Gesicht berühren. Die Tänzerin streckt dann das Knie des Standbeins und führt die Arme in die Ausgangsposition zurück. Der Test wird abgebrochen, wenn die Tänzerin den Fuß seines Standbeins bewegt, aus der Position fällt oder sich entscheidet, aufzuhören. Die Anzahl der absolvierten Wiederholungen (bis zu 10) auf beiden Seiten wird addiert und ergibt die Gesamtpunktzahl.(14)

Nicht vergessen: Testen Sie sowohl die rechte als auch die linke Seite.

Hinweis: Ein Versuch gilt als nicht erfolgreich, wenn es während der Bewegung zu einem Absinken des Beckens, einer Hüftadduktion, einer Hüftinnenrotation, einer Valgusstellung im Knie oder einer Fußpronation kommt.(14)

2. Sauté-Test (13)(14)(15)( edit | edit source )

Ziel: Beurteilung der dynamischen Rumpfkontrolle und der Ausrichtung der unteren Extremitäten.(14)

Anweisung: Die Tänzerin beginnt im Coupé derrière. Das Spielbein und das Standbein sind nach außen gedreht, und die Hände werden in die Hüften oder auf die Brust gelegt. Die Tänzerin springt hoch und muss dabei Folgendes erreichen:(14)

  • Neutrales Becken
  • Aufrechter / stabiler Rumpf
  • Standbein sollte in der Luft gerade sein
  • Der Fuß des Standbeins sollte in der Luft gestreckt sein (Pointe)
  • Das Bein, das das Coupé hält, darf sich nicht bewegen
  • Ihre Landung im Plié muss kontrolliert sein (d.h. sie rollt durch den Fuß von der Zehe über den Ballen bis zur Ferse)

Die Teilnehmer an der Studie von Hewitt et al.(14) versuchten bis zu 16 Sautés mit jedem Bein. Die Autoren addierten die Punkte der rechten und linken Seite, um die Gesamtpunktzahl zu ermitteln. Ein Minimum von 8/16 korrekt ausgeführten Sprüngen galt als bestandener Test.(14)

Nicht vergessen: Der Sauté-Test im Einbeinstand sollte nicht auf den Test des Einbeinzehenstands folgen, da beide Tests in erster Linie die Muskelkraft der Wade beurteilen. (4)

Hinweis: Die Zeitlupenanalyse ist erforderlich, um alle Kriterien des Tests zu bewerten. (4)(14)

3. Topple-Test (13)(14)(15)( edit | edit source )

Ziel: Der Topple-Test (engl. für „aus dem Gleichgewicht geraten“, „fallen“) beurteilt die Fähigkeit eines Tänzers, eine saubere Pirouette zu tanzen.(14)

Anweisung: Eine „saubere“ Pirouette ist definiert als:(14)

  1. Eine korrekte Ausgangsposition (d.h. gerades Becken, der Großteil des Gewichts liegt auf dem Vorfuß, eine ausgedrehte Position, das Becken ist zentriert und die Tänzerin hat starke Arme)
  2. Die Tänzerin bringt ihr Bein auf einem Taktschlag ins Passé
  3. Das Standbein wird gestreckt
  4. Die Tänzerin dreht ihren Oberkörper „in einem Stück“
  5. Die Arme der Tänzerin sind „stark“ und müssen richtig platziert werden
  6. Die Tänzerin demonstriert einen schnellen Spot
  7. Die Landung muss kontrolliert sein

In der Studie von Hewitt et al.(14) wurde für jedes erfüllte Kriterium ein Punkt vergeben. Die beste Pirouette auf jedem Bein wurde mit einer Punktzahl bewertet, und die Gesamtpunktzahl ergab sich aus den Punktzahlen für das rechte und das linke Bein.(14)

Nicht vergessen: Die Tänzer in der Studie von Hewitt et al. (14) hatten drei Versuche, die Pirouette auf jedem Bein zu absolvieren.

Hinweis: Die Tests sollten aufgezeichnet werden, damit die Videos für eine genauere Analyse in Zeitlupe abgespielt werden können.(14)

4. Bleistift-Test – Bewegungsausmaß der Plantarflexion (13)( edit | edit source )

Ziel: Bestimmung der gesamten Plantarflexion des Sprunggelenk-Fuß-Komplexes.(13)

Anweisung: Die Tänzerin befindet sich im Langsitz. Eine Wasserwaage oder ein Bleistift wird längs auf den dorsalen Talushals gelegt. Die Tänzerin besteht diesen Test, wenn sie eine ausreichende Plantarflexion (d. h. 90 Grad oder mehr) erreicht. Dies ist der Fall, wenn der Bleistift das distale Ende des Schienbeins knapp proximal der Malleoli berührt.(13)

Nicht vergessen: Eine hypermobile Person wird bei diesem Test gut abschneiden. (4)

Hinweis: Es ist wichtig, eine übermäßige Rundung des Fußes zu korrigieren. (4)

5. Einbeinzehenstand (Single Leg Heel Raise Test) (3) (13)(14)(15)( edit | edit source )

Ziel: Bestimmung der Ausdauer der Wadenmuskulatur.(13)

Anweisung: Die Tänzerin steht auf einem Bein. Sie hält ihr anderes Bein in einem parallelen Coupé. Die Tänzerin wird aufgefordert, so viele Relevés ohne Plié wie möglich zu einem Takt von 120 Schlägen pro Minute auszuführen (d. h. 30 Fersenhebungen pro Minute). Der Test ist beendet, wenn die Tänzerin nicht mehr mit dem Takt mithalten kann oder wenn sie aufhören möchte. Der Test wird auch abgebrochen, wenn eine Tänzerin 75 Relevés geschafft hat. Jede Seite wird geprüft und die Gesamtzahl der Relevés wird addiert.(14)

Dieser Test kann auch wie folgt durchgeführt werden: Die Kraft der posterioren Wade wird gemessen, indem die Anzahl der parallelen Fersenanhebungen im Einbeinstand gezählt wird, die die Tänzerin unter Beibehaltung der Relevé-Höhe vor dem Test auf einem geraden Bein ausführen kann. Als „bestanden“ wurde dieser Test definiert, wenn 20 oder mehr Fersenhebungen durchgeführt wurden.(2)

Nicht vergessen: Batalden(15) weist darauf hin, dass eine Plantarflexion von mindestens 90 Grad erforderlich ist, damit das Subtalargelenk in der Spitze verriegelt, was dazu beiträgt, Bänderverletzungen im Sprunggelenk zu vermeiden. Bei ihren Tests hat Batalden(15) eine Dorsalflexion „mit standardmäßigen 15°“ miteinbezogen.

Hinweis: Bei 5- bis 8-Jährigen liegt die durchschnittliche Anzahl der Wiederholungen beim Fersenheben bei 15,2 Wiederholungen. Die durchschnittliche Anzahl der Wiederholungen bei 9- bis 12-Jährigen beträgt 27,7.(15)

6. Beidseitiges Absenken der Beine (Double Leg Lower Test) (13)( edit | edit source )

Ziel: Objektive Beurteilung der Bauchmuskelkraft.(13)

Anweisung: Die Tänzerin liegt in Rückenlage. Das Becken befindet sich in einer neutralen Position und beide Beine sind in der Hüfte um 90 Grad gebeugt, so dass sie senkrecht zur Testfläche stehen. Die Tänzerin wird aufgefordert, ihre Beine unter Beibehaltung der Extension beider Knie langsam auf die Testfläche abzusenken. Der Prüfer achtet auf die Stabilität des Beckens und erfasst den Winkel der Beine, ab welchem das Becken nach vorne zu kippen beginnt. Auf der Grundlage dieses Winkels wird ein Kraftgrad vergeben.(13)

Nicht vergessen: Der Test gilt als bestanden, wenn dieser Winkel 45 Grad oder weniger beträgt.(13)

Hinweis: Achten Sie auf etwaige biomechanische Kompensationen weiter oben am Körper. (4)

7. Modifizierter Romberg-Test (13)(16)(17)( edit | edit source )

Ziel: Bestimmung der Propriozeption und des Sturzrisikos. (4)

Anweisung: Die Tänzerin steht in einem einbeinigen Parallelstand. Sie verschränkt die Arme und schließt die Augen. Eine Tänzerin besteht diesen Test, wenn sie diese Position mehr als 30 Sekunden lang halten kann, ohne die Augen zu öffnen, den Boden mit dem nicht belasteten Fuß zu berühren oder den Standbeinfuß zu bewegen.(13)

Bitte klicken Sie auf den Link, um weitere Informationen über den Romberg-Test zu erhalten.

8. Zeitgesteuerter Plank-Test (14)( edit | edit source )

Ziel: Beurteilung der Rumpfausdauer und der Fähigkeit, eine neutrale Beckenposition zu halten.(14)

Anweisung: Die Tänzerin beginnt in einer Plank-Position auf Händen und Zehen. Die Ausrichtung des Beckens muss stimmen, bevor der Test beginnen kann. Der Prüfer misst, wie lange die Tänzerin diese Position halten kann. Der Test endet, wenn die Tänzerin das Becken nicht mehr in der richtigen Position halten kann oder auf die Knie absinkt. Außerdem wird er grundsätzlich nach maximal fünf Minuten angehalten.(14)

Hinweis: Die Fähigkeit, die Körpermitte ruhig zu halten und gleichzeitig ein neutrales Becken zu bewahren, ist wichtig für die Kontrolle und das Gleichgewicht in der Arbeit sowohl an der Stange als auch in der Mitte.(14)

9. Star Excursion Balance Test (SEBT) (3) (17)( edit | edit source )

SEBT.png

Ziel: Messung des dynamischen Gleichgewichts. (3)

Anweisung: Es gibt zwei Versionen dieses Tests, die häufig verwendet werden. Zu beiden finden Sie Links zu Seiten, die die Tests näher beschreiben. Dieser Kurs bezieht sich auf einen Test, der als „Y-Balance-Test“ bekannt ist. Dabei balanciert die Person auf einem Bein und berührt mit dem nicht belasteten Fuß drei verschiedene Punkte auf dem Boden. Der zweite Test wird als Star Excursion Balance Test (SEBT) bezeichnet, wie nebenstehend abgebildet. Bei diesem Test werden vier Streifen aus Sporttape geschnitten (jeder Streifen ist 180-240 cm lang). Zwei Stücke werden verwendet, um ein „+“ zu formen, während die anderen beiden Streifen verwendet werden, um ein „x“ zu formen, das auf das „+“ gelegt wird und so eine Sternform bildet. Die einzelnen Streifen müssen in einem Winkel von 45 Grad zueinander stehen.(18) Beim SEBT geht es darum, den Einbeinstand beizubehalten und das kontralaterale Bein so weit wie möglich entlang der Sternstreifen zu strecken.(18)(19)

Nicht vergessen: Führen Sie den Test in allen erforderlichen Richtungen durch.

Leitlinien der International Association of Dance Medicine and Science (IADMS) (20)( edit | edit source )

Die IADMS bietet die folgenden Leitlinien für den Beginn des Spitzentrainings:(20)

  1. „Nicht vor dem 12. Lebensjahr.
  2. Wenn der Schüler oder die Schülerin anatomisch nicht gesund ist (z. B. unzureichendes Bewegungsausmaß für Plantarflexion in Sprunggelenk und Fuß, mangelhafte Ausrichtung der unteren Extremitäten), soll keine Spitzenarbeit erlaubt werden.
  3. Wenn der Schüler oder die Schülerin nicht wirklich vorprofessionell ist, sollten Sie vom Spitzentraining abraten.
  4. Wenn der Schüler oder die Schülerin eine schwache Rumpf- und Beckenmuskulatur („Core“) oder schwache Beine hat, sollten Sie die Spitzenarbeit aufschieben (und ein Kräftigungsprogramm in Betracht ziehen).
  5. Wenn der Schüler oder die Schülerin hypermobil in den Füßen und Sprunggelenken ist, sollte die Spitzenarbeit aufgeschoben werden (und ein Kräftigungsprogramm in Betracht gezogen werden).
  6. Wenn der Ballettunterricht nur einmal pro Woche stattfindet, sollten Sie vom Spitzentraining abraten.
  7. Wenn der Ballettunterricht zweimal wöchentlich stattfindet und keiner der oben genannten Punkte zutrifft, beginnen Sie im vierten Ausbildungsjahr.“

Ballettbegriffe erklärt ( edit | edit source )

Glossar der Ballettbegriffe (in englischer Originalsprache)

Referenzen(edit | edit source)

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  13. 13.00 13.01 13.02 13.03 13.04 13.05 13.06 13.07 13.08 13.09 13.10 13.11 13.12 13.13 13.14 13.15 13.16 Richardson M, Liederbach M, Sandow E. Functional criteria for assessing pointe-readiness. Journal of Dance Medicine & Science. 2010 Sep 1;14(3):82-8.
  14. 14.00 14.01 14.02 14.03 14.04 14.05 14.06 14.07 14.08 14.09 14.10 14.11 14.12 14.13 14.14 14.15 14.16 14.17 14.18 14.19 14.20 14.21 14.22 14.23 14.24 Hewitt S, Mangum M, Tyo B, Nicks C. Fitness testing to determine pointe readiness in ballet dancers. Journal of Dance Medicine & Science. 2016 Dec 15;20(4):162-7.
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  17. 17.0 17.1 Ani KU, Ibikunle PO, Nwosu CC, Ani NC. Are the Current Balance Screening Tests in Dance Medicine Specific Enough for Tracking the Effectiveness of Balance-Related Injury Rehabilitation in Dancers? A Scoping Review. Journal of Dance Medicine & Science. 2021 Dec 15;25(4):217-30.
  18. 18.0 18.1 Olmsted LC, Carcia CR, Hertel J, Shultz SJ. Efficacy of the star excursion balance tests in detecting reach deficits in subjects with chronic ankle instability. Journal of athletic training. 2002 Oct;37(4):501.
  19. Plisky PJ, Gorman PP, Butler RJ, Kiesel KB, Underwood FB, Elkins B. The reliability of an instrumented device for measuring components of the star excursion balance test. North American journal of sports physical therapy: NAJSPT. 2009 May;4(2):92.
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