Wohnraumanpassungen für Menschen mit Rückenmarksverletzung

Originale Autorin Wendy Oelofse

Top-Beitragende Ewa Jaraczewska, Jess Bell und Kim Jackson

Einleitung(edit | edit source)

Die Barrierefreiheit von Wohnungen für Menschen mit Rückenmarksverletzungen ist eine wesentliche Voraussetzung für die Unabhängigkeit, die Förderung der Gesundheit und die Verbesserung der beruflichen Leistungsfähigkeit. Wohnraumanpassungen umfassen eine Reihe von Maßnahmen, darunter Hilfsmittel und das Training für Aktivitäten des täglichen Lebens (ADLs).(1)

Zu den Zielen der Wohnraumanpassungen für Menschen mit Rückenmarksverletzungen gehören die Verbesserung der „Nutzung, Sicherheit und Unabhängigkeit“ und die Gewährleistung eines „hochwertigen und sinnvollen Lebens“.(2) Wirtschaftliche Barrieren, die während des Prozesses der Wohnraumanpassung auftreten, können jedoch Menschen mit Rückenmarksverletzungen davon abhalten, dringend benötigte Geräte, Hilfsmittel und Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Um eine wirksame Wohnraumanpassung zu gewährleisten, müssen die Dienstleister daher die Bedürfnisse der in der Wohnung lebenden Person, ihre Ressourcen und die von den örtlichen Behörden oder privaten Organisationen angebotene Unterstützung kennen.(2)

Dieser Artikel enthält die ergänzenden Hinweise zu Wendy Oelofses Plus-Kurs „ADLs, Selbstversorgung und Wohnraumanpassungen für Menschen mit Rückenmarksverletzungen“.

Umweltbarrieren ( edit | edit source )

Menschen mit Rückenmarksverletzungen haben festgestellt, dass die häufigsten Umweltbarrieren, die mit Zugänglichkeitsproblemen verbunden sind, sich am Hauseingang und in der Küche befinden.(1) Im Eingangsbereich sind die Haupthindernisse hohe Schwellen und/oder Stufen, Türen, die nicht in der offenen Position bleiben oder sich zu schnell schließen, sowie das Fehlen von Handläufen oder einer Rampe. In der Küche bestehen die Hauptprobleme darin, dass die Wandschränke und Regale oft zu hoch angebracht sind, der Platz zum Manövrieren nicht ausreicht und die Bedienelemente unzugänglich sind.

Badezimmer(edit | edit source)

Zu den häufigsten Problemen gehören fehlende Haltegriffe in Duschen, Badewannen und Toiletten sowie unzugängliche Bedienelemente.

Empfehlungen zur Verbesserung der Barrierefreiheit in Badezimmern:

Duschen:

  • Ebenerdige Dusche
  • Armaturen mit langem Hebel bei eingeschränkter Handfunktion
  • Temperaturregelventil zur Vermeidung von Verbrennungen
  • Handbrause (kann mit einem Haken versehen werden, damit ein Patient mit Tetraplegie sie selbständig benutzen kann)

Waschbecken (Spüle):

  • Hebelarmaturen
  • Temperaturregelventil
  • Angemessene Höhe und Größe, damit der Rollstuhl darunter passt
  • Sichtbarer Spiegel
  • Isolierte Rohre unter dem Waschbecken, um Verbrennungen der Beine zu vermeiden, wenn jemand am Waschbecken sitzt
  • Waschbecken mit Winkeleinstellung, unterfahrbar

Toilette:

  • Wandmontierte Toilettenarmlehnen
  • Bedienelemente/Spülung sind zugänglich und können unabhängig voneinander verwendet werden
  • Ausreichend Platz für die Transfers mit einem Rollstuhl

Außenbereiche ( edit | edit source )

Zwei Barrieren, die die Zugänglichkeit außerhalb des Hauses oder der Wohnung erschweren, sind 1) unregelmäßige und unebene Oberflächen und 2) der Briefkasten ist schwer zu erreichen. Die häufigsten externen Anpassungen sind:

  • Rampe am Eingang
  • Ferngesteuerte Türöffnung (eigene Wohnung)
  • Ferngesteuerte Türöffnung (im Treppenhaus)

Für eine Person mit eingeschränkter Kraft der oberen Extremitäten und eingeschränkter Handfunktion werden die folgenden Anpassungen empfohlen:

  • Schlüsseldrehhilfe und bogen- oder U-förmiger Türgriff
  • Schiebetüren: Denken Sie daran, dass erhöhte Schienen mit dem Rollstuhl schwer zu überqueren sind. Schiebetüren lassen sich jedoch leichter öffnen, da die Person ihren Rollstuhl nicht bewegen muss, wenn die Tür auf sie zu schwingt. Sie können auch automatisiert werden.

Sonstige Überlegungen ( edit | edit source )

Wohnraumanpassungen mit Hilfsmitteln können wahre Wunder bewirken. Beispiele hierfür sind: direkte Berührung, Sprachsteuerung und Switch Scanning.

Ressourcen(edit | edit source)

Referenzen(edit | edit source)

  1. 1.0 1.1 Norin L, Slaug B, Haak M, Iwarsson S. Housing adaptations and housing accessibility problems among older adults with long-standing spinal cord injury. British Journal of Occupational Therapy 2020; 0(0):1-10.
  2. 2.0 2.1 Rahman S, Haque O, Rahman H, Moniruzzaman Sk, Subahan S. The perception of people with spinal cord injury on the modified home environment. World Journal of Advanced Research and Reviews, 2023, 18(01), 376–383.


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